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Die persönlichen Anweisungen des HERRN an seine Jünger – die Grundlagen des ursprünglichen, „echten“ Christentums

In mir tauchte immer wieder das Drängen auf, etwas darüber schreiben zu sollen, was Jesus den Jüngern selbst auftrug. Meiner Erfahrung nach, soll und muss ich immer selbst erst darüber lernen – aber wenn ich auch noch darüber schreiben soll, muss vielleicht nicht nur ich allein etwas daraus lernen. 🙂

Es ist keine „leichte Kost“, das Ergebnis der Suche und der Zusammenstellung dazu, hat mich selbst tief erschüttert!
Obwohl es natürlich unvollständig ist und bei aller Unvollkommenheit, wird für mich zu einem wertvollen Werkzeug werden, man kann sagen, zu einer „göttlich geeichten Messlatte“, dafür, wo ich gerade stehe – und wo noch ein langer Weg vor mir liegt, an dem ich zu „arbeiten“ habe.
Wenn wir es ehrlich bei uns anwenden ist es das „ultimative Tool“ der Selbsterkenntnis.

Es zeigt uns im Detail was Jesus von seinen Nachfolgern erwartet – was die geistige Haltung und die praktische Bedeutung des „Christ-seins“ ist – wie wir werden sollen um eines Tages hören zu dürfen:
… gehe ein zu deines HERRN Freude …
Vor allem aber zeigt die Aufstellung gleichzeitig einem jedem von uns, der sich offen hinterfragt, wie ein Spiegel in schonungsloser Deutlichkeit, unsere eigenen, ganz persönlichen, „Flecken und Runzeln“, unsere eigenen Defizite – wo wir selbst gerade auf diesem unserem Weg, hin zu Jesus, stehen!

Jetzt muss sich sicher kein „frisch gebackenes“ Kind Gottes darüber sorgen, dass es dem hohen „Standard“, den Jesus an seine Nachfolger legt, noch nicht entspricht – aber wir sehen dadurch auch alle, wo wir noch hin müssen.
Und wir müssen uns jedes Mal erneut entscheiden, ob wir bereit sind, diesen Preis für ein ewiges Leben mit Gott als dem Vater und zusammen mit Seiner ganzen Familie, zu zahlen.

Eine weitere Tatsache über das Leben eines Christen, die mir erst jetzt wirklich bewusst wird, ist:
Es kann und darf gar keine Langeweile, ein „Nichtwissen was man jetzt tun soll“, im Leben eines wahren Christen geben!
Gott fordert uns im Epheserbrief 5,16 auf:
Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit – ich denke, niemand von uns möchte einmal zu hören bekommen: „Du böser und fauler Knecht …“ (Matthäus 25,26).

Selbst wenn es im Natürlichen gerade nichts zu tun geben sollte – ein Blick auf diese „Messlatte“ zeigt uns genau, wo wir noch weiter an uns selbst – in enger Zusammenarbeit mit unserem HERRN und dem Heiligen Geist – arbeiten müssen, um zu einem „guten“ Knecht unseres HERRN zu werden.
Denn, inzwischen bin ich bei diesem Thema, den mündlich gesprochenen und uns überlieferten Anweisungen des HERRN an seine Jünger, zu der Überzeugung gelangt:
Wir müssen diese Anweisungen, die Jesus Christus uns selbst gegeben hat, als die grundlegende Basis eines christlichen Lebens betrachten!

Man könnte diese „Gebote“ von Jesus durch viele weitere Bibelstellen aus dem neuen Testament ergänzen.
Schon aus der Apostelgeschichte und danach in den Lehrbriefen der Apostel, werden sie von Jesu Nachfolgern ausführlich für uns weiter ausgeführt und vertieft.
Wir finden in diesen Briefen auch noch weitere, besondere Anweisungen und Voraussetzungen für ganz bestimmte Personengruppen in der Christenheit wie, Frauen, Männer, Junge, Alte, Ehepaare, Leiter und Hirten …

Aber, alle Anweisungen und Richtlinien, die Jesus noch in seinem menschlichen Körper an seine Nachfolger gab, finden sich lediglich in den Evangelien, den Berichten über das Leben von Jesus hier auf der Erde, und sie gelten ausnahmslos für ALLE Nachfolger Christi.

Nun, WENN Jesus wirklich der HERR in unserem Leben ist, und WENN wir Seine KNECHTE sind – DANN sind diese Anweisungen von IHM an uns absolut verbindlich, nicht zu diskutieren oder gar „verhandelbar“!

Bei dieser Auflistung seiner Anweisungen, war mir die Reihenfolge, in der sie unser HERR gegeben hat, zweitrangig. Sie erfolgten sowieso alle innerhalb der kurzen 3 Jahre seines Wirkens in Israel.
Viel wichtiger empfinde ich, zu welchen Bereichen unseres Lebens und „Christ-seins“ sie gehören – zum einen, um sie uns allen besser bewusst zu machen, und zum Zweiten, um sie mir selbst besser merken zu können. 🙂
Bedauerlicherweise finde ich einfach nicht die passenden Begriffe und Bezeichnungen in meiner Darstellung – ich bete in Jesu Namen, dass sie euch dennoch zum Segen gereicht.


Also gut, im Prinzip beinhaltet ja das „Doppelgebot“, eine einzige Antwort von Jesus, auf die Frage nach dem höchsten Gebot, die wir in Markus 12,28–34 und Matthäus 22,35–40 finden, schon alles, was der Schöpfer sich von seinen Geschöpfen wünscht:

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. (5. Mose 6,5)
Dies ist das Hauptgebot, das obenan steht. Ein zweites aber steht ihm gleich:
›Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!‹ (3. Mose 19,18)
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.«

Diese Zusammenfassung, über den Wunsch Gottes für seine Geschöpfe, durch unseren HERRN, ist nichts Neues. Zumindest nicht für das Volk Israel und in der Folge hatten auch alle Nationen die mit Israel in Kontakt standen, davon gehört.
Das Gesetz – die Thora – als das geschriebene Wort Gottes an sein Volk existierte schon seit über eineinhalb Jahrtausenden, und der Prophet Micha (6,8) schrieb, fast 800 Jahre bevor Jesus die Frage nach dem höchsten Gebot beantwortet:

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten [Recht tun], Liebe [Güte] üben und demütig [achtsam] sein vor deinem Gott.“

Es ist unser HERR selbst, der uns in den Evangelien auslegt,
was dieses Doppelgebot für seine Nachfolger bedeutet!

Für jeden einzelnen Punkt der hier aufgeführt ist, bräuchte es sehr viel mehr an Betrachtung als ich in dieser Zusammenfassung bieten kann, aber vielleicht können wir da ja gemeinsam herangehen. 🙂


A. Zunächst die allgemeinen Anweisungen für das
moralische Verhalten im Alltag eines jeden Christen

Ich bin auf 6 „Pfeiler, Fundamente oder Säulen“ gestoßen, in die wir die Gebote Jesu einteilen können, und war etwas verwundert – das war genau die Hälfte der Dienstbereiche, die uns der HERR für Lion of Judah,gezeigt hatte.
Dann kam ein weiterer Gedanke in meinen Kopf:
6 ist die Zahl des Menschen, und diese 6 Säulen sind „nur“ unsere menschliche Seite in diesem Bund den Jesus mit seinen Nachfolgern schließt.

Wenn wir diese Anweisungen, die Bedingungen erfüllen, wird Gott auf „Seiner“ Seite die „Gegenstücke“ aufrichten, und uns von Göttlicher Seite, entsprechend all Seiner Verheißungen, diese Bereiche unseres Lebens ausfüllen. Mathematisch betrachtet stehen da dann doch wieder 12 Säulen 🙂

… aber kommen wir zu unserer Ersten:


1. Pfeiler des Fundamentes im Bund mit Gott, unsere senkrechte Ausrichtung zu IHM hin, unsere Haltung und Verbindung zu dem Allmächtigen

Man kann diese Ausrichtung auch mit dem aufrecht stehenden Stamm des Kreuzes vergleichen. Wir blicken vertikal zu IHM auf, dies ist unsere Ausrichtung, unsere „Hotline“ mit IHM.

Wenn wir uns auf IHN ausrichten, funktioniert die Kommunikation in beiden Richtungen – ein Zitat von Jesus dazu: „MEINE Schafe hören meine Stimme.“ 🙂

Das von „unten nach oben“, kann auch als Symbol für unsere Haltung gegenüber Jesus gesehen werden.
ER ist der HERR und wir sind Knecht, uns ist in dieser Ausrichtung bewusst „wer da mit wem redet“.
Wir müssen bereit sein, unser Ego, unser „ICH WILL!“ hinter Gottes Willen zu stellen.
Ansonsten ist unser Bekenntnis, dass ER unser HERR sei, nur ein Lippenbekenntnis, eine Lüge mit scheinheiligem Anstrich.
Aber dann ist dieses fromme Bekenntnis von uns auch nicht mehr wert, als das der Sadduzäer und der meisten Pharisäer zu Zeiten Jesu!
Und dann haben wir SEIN Opfer für unsere Schuld auch gar nicht für uns in Anspruch genommen –
denn darauf erfolgt in einem Christenleben zwangsläufig auch eine „Erneuerung des Sinnes“.

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Markus 12, 29–30

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele, deinem ganzen Verstand und deiner ganzen Kraft.

Das höchste Gebot (Schma Jisrael,
5. Mose 6, 4–5)

Matthäus 4, 17

Tut Buße (denkt radikal um, ändert eure Gesinnung), denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!

Die radikale Umkehr (Metanoia – neues Denken, neues Sehen)

Matthäus 6, 6

Wenn du betest, geh in deine Kämmerlein, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen (Verzicht auf jegliche Form der religiösen Selbstdarstellung).

Das Gesetz der Verborgenen Gemeinschaft mit Gott

Matthäus 6, 33

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
(Nahrung, Kleidung, Ort zum Schlafen …)

Das Gebot, an Gottes Reich zu bauen und IHM zu vertrauen

Lukas 9, 23

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst (ordne sein eigenes Ego dem Willen Gottes unter) und nehme sein Kreuz täglich auf sich.

Die treue Nachfolge in den Spuren Jesu

2. Pfeiler des Fundamentes im Bund mit Gott,
unsere Ausrichtung, Haltung und Beziehung zu unseren Geschwistern

Der horizontale Balken des Kreuzes – wie verhält sich ein Christ in Gottes und seiner Familie?

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Johannes 13, 34

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe. (Die Messlatte dafür ist, unser Selbst „hinten anzustellen„)

Das neue Gebot an die Nachfolger Jesu (Mandatum – Auftrag, Befehl, Weisung, Gebot)

Johannes 13, 14–15

Wenn nun ich, der Herr und der Meister, euch die Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen.
(Zeichen dafür, dass wir die Gebote der Nächstenliebe und des „für einander da seins“ auch umsetzen)

In Gottes Familie herrscht das Gebot des demütigen Einander-Dienens

Matthäus 18, 15–17

Wenn dein Bruder sündigt, geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen.
Hört er nicht, nimm Zeugen.
Hört er nicht, bringe es vor die ganze Gemeinde.

Das „Justiz-Protokoll unter Christen“ – oder der Umgang mit den Verfehlungen unserer Geschwister

Matthäus 18, 22

Du sollst deinem Bruder nicht bis siebenmal vergeben, sondern bis siebzigmal siebenmal (Die Absage an jede Bitterkeit und Feindschaft).

Die unendliche Vergebungs-bereitschaft in Gottes Familie

Markus 10, 43–44

Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer der Erste sein will, der sei aller Sklave. (Eine dienende Leiterschaft).

Die Umkehrung der Hierarchie aus der Welt

Diese beiden ersten Punkte des Doppelgebotes unseres HERRN gehören untrennbar zusammen und sind elementar wichtig für unser Christenleben!

Um ein „Bild“ zu gebrauchen – jeder, der jemals durch eine Zieloptik geblickt hat, weiß, was ich meine …
Wenn unser Ziel nicht, sowohl vertikal als auch horizontal, genau im Fadenkreuz steht, wird der Schuss fehlgehen. Links oder rechts, oben oder unten vorbei – meist trifft sogar beides zu.

3. Pfeiler – das Außen, der Kreis um das Kreuz,
unser Umgang mit der Welt ohne Gott

Hier kommt die Zeit, in der wir gefordert und geprüft werden – unser altes Fleisch muss sterben …
Das ist ohne Gottes Geist und seine Hilfe fast unmöglich – und gerade deshalb muss unsere senkrechte und waagrechte Ausrichtung als Christ stimmen!

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Matthäus 5,44

Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen.

Die wahre Revolution der Feindesliebe in dieser Welt

Matthäus 5, 39

Dem Bösen sollst du nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete auch die andere dar.

Der Verzicht eines Christen auf Kampf und Rache

Matthäus 26, 52

Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durch das Schwert umkommen.

Der Gewaltverzicht – alle Gerechtigkeit kommt von Gott

Matthäus 22, 21

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist (Loyalität zum Staat in weltlichen Dingen, Loyalität zu Gott im Geistlichen).

Gebot der Loyalität und Treue – jedem das, was ihm gebührt

4. Pfeiler – das Innen,
Reinigung und Bewahrung unseres Sinnes

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Matthäus 7,1

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge.

Verbot des Richtens anderer – dagegen „Selbstgericht“

Matthäus 5,22

Wer seinem Bruder zürnt oder ihn einen Hohlkopf (Raka) nennt, der ist des Gerichts schuldig
(Alles Schlechte bis hin zum Mord beginnt in unseren Gedanken).

Die Radikalität der Reinheit- es beginnt in unserem Denken

Matthäus 5,28

Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen
(Die visuelle Hygiene, das heißt, sich der Versuchung nicht aussetzen, sondern fliehen).

Treue in der Ehe wie in unserem Bund mit Gott – sexuelle Reinheit eines Christen

Matthäus 5,29

Wenn dich dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf es von dir. (Radikale Trennung von allen Quellen, auch Personen, die deine Beziehung mit Gott gefährden können).

Die kompromisslose „Selbstamputation“ von allem, das Gott nicht meint

Matthäus 5,37

Eure Rede aber sei: Ja, ja; Nein, nein!
Was darüber ist, das ist vom Bösen
(Absolutes Verbot von Manipulation und Betrug gegenüber unserer Umwelt).

Nur die Wahrheit – wenn man überhaupt schon reden muss …

5. Pfeiler – unsere Haltung und Umgang mit materiellen Werten,
Geld und Besitz im Leben eines Christen

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Matthäus 6, 24

Niemand kann zwei Herren dienen.
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Man kann nur EINEN HERRN haben!

Matthäus 6, 19

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel.

Verbot des Aufhäufens von Werten – Reichtum und überschüssiges Geld für die Belange Gottes einsetzen

Lukas 6, 30

Gib jedem, der dich bittet; und von dem, der dir das deine nimmt, fordere es nicht zurück. (Völlige Entflechtung von jedem Besitzdenken).

Kein Festhalten an Materiellem, eine radikale Freigebigkeit

6. Pfeiler – der Auftrag des HERRN,
an seine Knechte, aber auch Brüder und Schwestern in dieser Welt

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:

Matthäus 10, 16

Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid nun klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

Taktische Klugheit – doch dabei ehrlich und liebevoll bleiben

Markus 13, 37

Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!
(Absolute Absage an den geistlichen Schlaf, und der Unachtsamkeit, dem Verdrängen).

Die permanente Wacht eines Christen auf alle inneren und äußeren Bedrohungen

Matthäus 28, 19

Geht nun hin und macht zu Jüngern alle Nationen, taucht sie ein in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Unser Auftrag!
– Der globale Missionsbefehl an die ganze Christenheit


Wer diese Regeln von Jesus befolgt, wird vor der Welt zum wehrlosen Schaf –
aber er erlangt von Gott, dem Vater, die absolute und unüberwindbare Vollmacht des Lammes, welches als Löwe wiederkehrt!


B. Die Kernelemente des Christseins

Bei der Beschäftigung mit den Anweisungen unseres Herrn, sind mir „Dinge“ aufgefallen, die ich hier als Kernelement des Christseins bezeichne – wenn jemand eine bessere Bezeichnung findet, sehr gerne. Diese „Kernelemente“ konnte ich lediglich in 3 Richtungen oder Bereiche einteilen – aber das ist wieder die Hälfte von diesen 6 Pfeilern und wir haben ja auch einen dreieinigen Gott 🙂

Das Gebet – unsere Kommunikation – die Mission – unser Auftrag –
und die Sakramente – die Siegel des Bundes mit Gott

Das erste Element – das Gebet, oder wie sollen wir
überhaupt mit Gott und dem HERRN kommunizieren?

Für Jesus ist ein Gebet kein leeres religiöses Geplapper und sicher auch keine Bestell- oder Wunschliste.

Wir haben schon gesehen, ER fordert von uns ein bewusstes Ausrichten auf Gott, ein „Suchen SEINER Frequenz“ – wie eine Satellitenschüssel auch genau auf den Satelliten ausgerichtet werden muss.
Vertikal auf Gott und SEINEN Willen ausgerichtet – und horizontal, erst zu unseren Geschwistern und dann der ganzen Menschheit, mit der gleichen Liebe wie zu uns selbst – damit der Empfänger überhaupt ein Signal erhalten kann!

Wir dürfen diesen Gott nie aus dem Fadenkreuz verlieren, wenn die Kommunikation störungsfrei funktionieren soll, unsere korrekte Ausrichtung ist entscheidend für eine „Unterhaltung mit Gott“.
Im und durch Gebet, im „Zusammensein, der Gemeinschaft mit Gott“, können wir Weisung, Trost, Kraft, Erbauung und ALLES was wir sonst noch benötigen, von unserem Vater empfangen – wenn wir auf IHN ausgerichtet sind und es auch bleiben.
Im Gebet liegt unsere geistige „Energiequelle“ unsere „Tankstelle“, der Kontakt mit Gott – wenn wir das zu lange verdrängen oder aufschieben, bleiben wir unweigerlich auf unserem Weg liegen!

Jesus lehrt uns:

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:


Matthäus 6, 7–8


Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.


Gesetz der Präzision, Gott legt keinen Wert auf leeres Geschwätz und hohle Phrasen


Matthäus 6, 9–13


Betet ihr nun so: Vater unser, der du bist in den Himmeln…
Dein Wille geschehe…
(Die absolute Priorität des göttlichen „Meisterplans“ in unserem Leben).


Das VATER UNSER –

Konzept und Muster des HERRN für unsere Gebete zu Gott


Lukas 11, 9


Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch geöffnet
(Die Beharrlichkeit im Geist).


Die Richtung unserer Suche und unsere Beständigkeit
dabei ist entscheidend


Matthäus 18, 19


Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen über irgendeine Sache … so wird sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater.


Die Einheit unter Geschwistern
in Übereinstimmung mit Gottes Willen, lässt alles möglich werden


Johannes 14, 13


Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.


Das Bündnis der Vollmacht in dem Namen Jesus als unserem HERRN

Das zweite Element – das allgemeine und globale Mandat der Christenheit –
unser Auftrag, die Mission!

Unser Christenleben, darf keinen exklusiven Wellnessclub und auch keine isolierte Selbstversorgerkommune/Einsiedelei, die sich nur um sich selbst dreht, darstellen.
Aber auch das „normale“, gemütliche Dasein und sich lediglich um die eigenen Angelegenheiten kümmern, haben ihre Daseinsberechtigung verloren – wenn wir Christen sein wollen!
Alle, die SEINE Nachfolger sein wollen, haben den glasklaren Auftrag in das „noch ungläubige Kollektiv“ der Welt hinauszugehen und den Samen der guten Botschaft von Jesus „auszusäen“!

Das Evangelium zu verbreiten ist der letzte Befehl Jesu – nach deren „Ausbildung“ – an seine Jünger.
Wir können nicht ernsthaft behaupten, Jesus sei unser HERR, wenn wir uns Seinem Auftrag an uns, verweigern!

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:


Markus 16, 15


Geht hin in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung.


Der ultimative Auftrag an jeden „reifen“ Nachfolger Jesu

Lukas 10, 4

Tragt keinen Geldbeutel, keine Tasche und keine Schuhe; und grüßt niemanden auf dem Weg
(Die totale Abhängigkeit von, und das völlige Vertrauen auf, unserem Versorger).

Unser Vertrauen darf nie auf uns selbst, oder anderen Menschen liegen, sondern nur auf IHM

Matthäus 10, 8

Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es!

Die Vollmacht eines wahren Christen –
das Gesetz der Ernte und der Saat

Matthäus 10, 14

Wenn jemand euch nicht aufnimmt… so geht hinaus aus jenem Haus… und schüttelt auch den Staub von euren Füßen.

Keine Kompromisse!
Konsequenz ist die vollständige Abwen-dung
von allen, die Gott ablehnen

Das dritte Element – die „Sakramente“ – gemeinsame Handlungen,
und „Schnittstellen zur geistigen Welt“

Hier verknüpft Jesus die geistige Welt mit unserem körperlichen Dasein.
Das Wasser – das Brot – der Wein
Es sind sichtbare Siegel, Zeichen des Bundes mit Gott, sowohl für die natürliche- als auch die geistige Welt.

Bibelstelle:

Die Anweisung von Jesus an uns:

Befehl, oder Begriff fürs Gedächtnis:


Markus 16, 15


Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.


Die Bedingung der Rettung – wir müssen Jesus als unseren HERRN annehmen, es gibt keine Alternative!


Matthäus 28, 19


Macht zu Jüngern alle Nationen, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Der Gehorsamsschritt der Taufe – das Siegel

Ein Zeichen für die sichtbare und die unsichtbare Welt


Lukas 22, 19


Er nahm das Brot… brach es und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis!


Das Bundes-Mahl (das Abendmahl)

Die Bedeutung des Brotes als Leib, und


Matthäus 26, 27–28


Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.


– des Weines als dem Blut Jesu
, dem Preis für unsere Errettung, und das ewige Leben


Für mich persönlich war es durchaus „ernüchternd“ vor Augen gehalten zu bekommen, wo ich nun gerade wirklich in meinem Christenleben stehe – aber wie heißt es so treffend –
Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung 🙂

Das Tröstliche ist, dass wir jederzeit Buße tun können,
umkehren und zurück in den Pfad unseres HERRN kommen können.
Dass Gottes Gnade jeden Morgen neu für uns ist, wir uns jederzeit neu auf IHN ausrichten können.
Dass wir nie alleine sind, unser HERR Jesus ist immer bei uns – und mit Ruach ha Kodesh, dem Heiligen Geist, steht uns die größte Kraftquelle, die in diesem Universum am Wirken ist, zur Seite!
Hallelujah! – Maranatha Jeschua

Shalom euch allen
Schäfla

Christenleben im Spannungsfeld mit dem endzeitlichen Weltgeist

Eine biblische Betrachtung

Der endzeitliche Weltgeist:

Lukas 17,26-30:

26 Und wie es geschah in den Tagen Noahs, so wird’s auch sein in den Tagen des Menschensohns:
27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.
28 Ebenso, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;
29 an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.
30 Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.

Lukas 21,25-28

25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres,
26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
27 Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Römer 1,22-25

22 Die sich für Weise hielten, sind zu Narren geworden
23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.
24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass sie ihre Leiber selbst entehren.
25 Sie haben Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.

1.Thessalonicher 5,3

Wenn sie sagen: »Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entrinnen.

1.Timotheus 4,1-3

1 Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen,
2 verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben.
3 Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben.

2.Timotheus 3,1-9

1 Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden.
2 Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos,
3 lieblos, unversöhnlich, schändlich, haltlos, zuchtlos, dem Guten feind,
4 Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Ausschweifungen mehr als Gott;
5 sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!
6 Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden,
7 die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.
8 Wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben.
9 Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah.

2.Timotheus 4,3-4
3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.

1.Petrus 4,7
Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.

2.Petrus 3,3-4
3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.

Judas 17-18 + 20
17 Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus,
18 da sie euch sagten: Zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben.
20 Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist

Weisungen und Warnungen für Christen:

Lukas 21,31
So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist.

Römer 12,2
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

1.Korinther 5,9-11
9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr nichts zu schaffen haben sollt mit Unzüchtigen.
10 Damit meine ich nicht allgemein die Unzüchtigen dieser Welt oder die Habgierigen oder Räuber oder Götzendiener; sonst müsstet ihr ja die Welt verlassen.
11 Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen lässt und ist ein Unzüchtiger oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen.

2.Korinther 6,17-18
17 Darum »geht weg von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen
18 und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr
(Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2. Samuel 7,14).

Epheser 4,15
Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

Epheser 5,6-7
6 Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
7 Darum seid nicht ihre Mitgenossen.

Epheser 6,10
Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.

Kolosser 2,8-10
8 Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Trug, die der Überlieferung der Menschen und den Elementen der Welt folgen und nicht Christus.
9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig,
10 und ihr seid erfüllt durch ihn, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.

1.Petrus 4,7
Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.

1.Johannes 2,15
Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.

1.Johannes 4,1-3
1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.
2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott;
3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.

2.Johannes 8
Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt.

2.Johannes 10-11
10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, nehmt ihn nicht auf in euer Haus und grüßt ihn auch nicht.
11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

Anmerkungen:

Bevor Jesus wiederkommt und sein Reich aufrichtet wird die Welt einen Wohltäter, einen Wundertäter und einen Weltenlenker bekommen die in verführerischen Darstellungen eine kurze Zeit wirken und im Kommen Jesu vernichtet werden.

Weil sich Christen am Wort Gottes und seinem Geist orientieren werden sie in der Welt immer mehr fremd empfunden, verachtet und schließlich verfolgt werden, aber unter Gottes Schutz ans Ziel kommen.

Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht. (Hebräer 10,23-25) siehe auch Johannes 16 und 17

A.Kirn, im Mai 2017

Lehre oder Liebe

Eine biblische Betrachtung in Anlehnung an das Buch von Benedikt Peters ,,Gott Leben“, braucht die Liebe Lehre oder trennt sie?“

Lehre und Liebe sind eine feste Einheit

Es wird heute oft behauptet: „Lehre trennt, Liebe eint“. Damit will man Lehre abwerten. Es ist auffällig, wie die evangelikale Christenheit seit wenigen Jahrzehnten immer unwilliger über Lehre nachdenkt, Lehre verteidigt und falsche Lehre bekämpft.

Wenn Lehre und Liebe, beide von Gott kommen, dann gibt es keine Liebe ohne Lehre. Wenn wir also mehr Liebe wollen, müssen wir auch mehr gute Lehre wollen.

Wir brauchen die Lehre, denn sie ist das Fundament. Niemand von uns behauptet, Lehre allein genüge. Lehre ohne Liebe ist Menschenlehre, und die mag wohl trennen. Aber Gottes Liebe tut das nicht. Liebe ohne Lehre ist Schwärmerei oder Humanismus; auf alle Fälle nicht Christentum.

Darum geht aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an; und ich werde euch aufnehmen, und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige. (2.Korinther 6.17)

Gute Lehre bewahrt vor falscher Einheit, vor jener Einheit, das das letzte Buch der Bibel beschreibt. Gute Lehre trennt vom Bösen, und gute Lehre verbindet die Herzen; gute Lehre lässt die Gläubigen zusammenwachsen. Oder waren die Christen je einiger als in den Tagen der Apostel, als sie ein Herz und eine Seele waren. Da waren sie an vier Dingen erkennbar: Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. (Apostelgeschichte 2.42)

Der Lehrer ist eine von den drei großen Gaben des erhöhten Herrn an die Gemeinde, die bleiben sollen, nachdem die Apostel und Propheten den Grund der Gemeinde gelegt hatten, damit die Heiligen zur Auferbauung des Leibes Christi zugerüstet würden. (Epheser 2.20 + Epheser 4.11-12) Die Einheit des Glaubens kann es nur geben wenn die Lehre des Glaubens gelehrt, geglaubt und befolgt wird.

Wir leben in den letzten Tagen, in denen böse Menschen und Gaukler es je länger je ärger treiben. Daher können wir uns weniger leisten als je zuvor,in der Lehre gleichgültig oder halbherzig zu sein.

In den beiden letzten Briefen des Apostels Paulus (1+2.Timotheus) spricht er die Worte „Lehre, lehre, lehrfähig“ 23 mal an.

Die Verfinsterung wir immer größer; der Druck auf das Volk Gottes wächst. Der Zeitgeist reißt immer heftiger an uns. Wenn die Lehre fehlt werden wir fallen, unsere Gemeinden werden stürzen wie das Haus das auf Sand gebaut wurde. Denn dann wird keine Wahrheit uns halten.

2.Timotheus 4.3-4: Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.

Lasst uns nach Epheser 4.15: Die Wahrheit in Liebe festhalten und in allen Stücken hinanwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus.

A. Kirn, März 2017

Das letzte Weltreich

Eine biblische Betrachtung der politischen Szene in Europa

(Impulse aus aktuellen Informationen, Topic 9.11, und eigenen Einschätzungen)

Einführung:

Mit den nachfolgenden Betrachtungen will ich auf eine Entwicklung aufmerksam machen, die aufgrund des Druckes der Probleme auf vielen Gebieten, sich schon bald erfüllen könnte.

Die in kurzer Zeit auf breiter Front entstandenen fiskalen, ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme sind letztlich nur mit biblischem – heilsgeschichtlichem Blick tiefer zu verstehen. Viele Parameter deuten auf einen Prozess des Entstehens des letzten Weltreiches hin das in der Offenbarung 13, mit zwei brutalen Tieren beschrieben ist.

Über das alte Römische Reich sagt das prophetische Wort der Bibel, dass es ist, dann nicht mehr ist, und wieder herauf-kommen und ins Verderben laufen wird. Offensichtlich leben wir in der Zeit der Bildung der Vorbereitung dieses letzten Weltreiches das als Fortsetzung des 480 n. Chr. beendeten Römischen Reiches wieder erstehen soll. Die in Gang befindlichen Umwälzungen laufen bereits auf diesem früheren Territorium.

Der biblisch – prophetische Hintergrund

Die Bibel kennt vier Weltreiche:‘ Das Babylonische, Das Medo – Persische, Das Griechische und das Römische. Neben der historischen Wirklichkeit werden diese vom Propheten Daniel in unterschiedlichen Darstellungen beschrieben und als Fünftes, auf das wiedererstehende Römische Reich, hingewiesen.

Belegstellen:

In Daniel 2: In Form eines Standbildes das vom Haupt her in vier metallische Bereiche eingeteilt ist:: Haupt aus Gold, Brust und Arme aus Silber, Bauch und Lenden aus Bronze, Beine aus Eisen, und die Füße Eisen mit Ton vermischt. In Daniel 7 dasselbe in Form von vier Tieren: Löwe mit Adlerflügeln, Bär, Panther mit vier .Flügeln und vier Köpfen. Und dann als Fünftes furchtbares und schreckliches Tier mit zehn Hörnern und dazwischen ein kleines Horn.

In der Offenbarung 13 werden für das Ende der Weltzeit diese zwei Tiere entstehen. Das eine aus dem (Völker-) Meer, das hat sieben Köpfe und zehn Hörner und auf den Hörnern zehn Kronen. Das andere kommt aus der Erde, es hat zwei Hörner wie ein Lamm und es dient dem ersten Tier.

In Offenbarung 17.7-18 wird es beschrieben als das war, nicht mehr ist und aus dem Abgrund wieder herauf kommt. Das entspricht nach Daniel 2 den Füßen des Standbildes, aus einer Kombination von Eisen und Ton, d.h. es wird nicht organisch zusammenkommen, sondern zerbrechlich sein.

Wörtlich steht hier geschrieben:

Offenbarung 17.7-14: Da sprach der Engel zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir das Geheimnis des Weibes und des Tieres sagen, das es trägt, das sieben Köpfe und zehn Hörner hat.

8:Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird wieder heraufkommen aus der Unterwelt und geht ins Verderben.; und die Bewohner der Erde, deren Name vor Grundlegung der Welt an nicht geschrieben steht im Buch des Lebens, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und wider sein wird. 9:Hier ist der Verstand vonnöten der Weisheit hat: Die sieben Köpfe sind sieben Berge, (Rom /Jerusalem) auf denen das Weib sitzt, und zugleich sieben Kaiser. 10:Die fünf ersten sind gefallen, der eine ist da, und der andere noch nicht gekommen; und wenn er kommt, soll er nur eine kurze Zeit bleiben. 11:Und das Tier war und ist nicht, ist selbst der achte und zugleich einer von den sieben, und es geht hin ins Verderben. 12:Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch keine Herrschaft erlangt haben, aber mit dem Tier erlangen sie auf eine Stunde Macht wie Könige. 13:Diese haben eine Meinung, und ihre Macht und Gewalt übertragen sie dem Tier. 14: Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen; denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige, und seine Begleiter sind Berufene und Auserwählte und Gläubige.

Was läuft dazu schon heute?

Wir erleben die faktische Entparlamentisierung der Entscheidungen und damit die Entmachtung der Völker. Alles zielt auf eine große Lösung ab. Das Sagen haben schon lange nur noch sehr kleine Kreise. Die EU bereitet sich zur Zeit auf die gewaltsame Durchsetzung der politischen Zentralregierung vor. Ein ökonomischer Zusammenbruch und weithin geplante Aufs~e in der Gesellschaft gäben die Möglichkeit relativ schnell diktatorische Verhältnisse aufzurichten.

Wie geschieht das?

Der Staatsrechtler Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider schrieb im Magazin ‚Compact 8.11‘: Alle Regierenden der EU-Staaten nehmen die totale Verschuldung der Bürger in Kauf, weil sie einen europäischen Großstaat schaffen und die Nationalstaaten auflösen wollen, besonders Deutschland.

Dieses sogenannte Tier wird dann etwa eine Milliarde Menschen umfassen und als·Großmacht zwischen USA, China und Russland stehen.

Wie geht es weiter?

Aus der EU entwickelt sich das ein furchteinflößende Gebilde, ein Monstrum, das zunächst auf etwa demselben Gebiet entsteht, auf dem schon einmal ein schreckliches Imperium herrschte – Rom. Es wird, wie früher, neben der bekannten EU – Staaten die Türkei, Syrien, Libanon, Israel und die nordafrikanischen Länder umfassen, die aber so unterschiedlich sind, dass sie sich nur unter Druck vereinigen lassen. In der Euro – Währungskrise ist das schon ein Stück sichtbar.

In welchem Zeitfenster wird sich das realisieren?

Da sind zunächst die Zeichen der Zeit und die Dynamik der Geschehnisse die eine rasche Verwirklichung wahrscheinlich machen. Die Probleme der Finanzen, ethnische Entspannungen und politische Zwänge drängen zum Handeln. D„h„ dass es noch in dieser Dekade zu gewaltigen Umbrüchen und dieser Neuordnung kommen könnte.

Dazu hat auch das prophetische Wort der Bibel verständliche Aussagen zum letzten Geschehen der Weltgeschichte. Demnach wird sich ein zentral regiertes Imperium mit einem außergewöhnlichen Führer, den sog. Antichrist, einstellen der dann ein siebenjähriges Zeitalter einleitet an dessen Anfang ein begeistertes Aufblühen steht, aber in der zweiten Hälfte das größte Chaos aller Zeiten anrichtet. Er wird die totale Unterwerfung verlangen und den Bürgern an Hand oder Stirn ein Malzeichen geben, ohne dessen niemand „kaufen oder verkaufen“ kann (Offenbarung 13.17).

Besonders die Letztzeit wird durch Versorgungsstörungen, Umweltprobleme, kosmische Katastrophen und gewaltige Kriege gekennzeichnet sein. Darin entsteht auch der große Aufmarsch der Nationen gegen Israel (Harmagedon), der in der Wiederkunft Jesu auf den Ölberg in Israel samt dem Antichristen und seinem System total vernichtet wird.

Unter mehreren Belegstellen der Bibel dazu folgende:

2. Thessalonicher 2.5-8: Erinnert ihr euch nicht daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und ihr wisst, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit. 7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält/t, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.

Wie kann ich mich für dieses Geschehen vorbereiten?

Offensichtlich können wir diesen Prozess nicht aufhalten, anfangs vielleicht etwas eindämmen, aber irgendwie sind wir ihm ausgesetzt. Wer sich darin nicht verstricken und am Ende mit ihm untergehen möchte, sollte sich auf eine zurückhaltende und möglichst unabhängige Position zurückziehen und sich vom Ziel her orientieren.

Das Ziel ist der Sieg Jesu und die Vernichtung alles gottlosen Wesens mit seiner langjährigen Verführung und Bosheit. Sich diesem Jesus anzuvertrauen und in ihm zu bleiben ist der einzig wirksame Schutz und hat die Verheißung des ewigen Lebens im Gottesfrieden und Herrlichkeit.

Wie geht es dann weiter?

Darnach richtet Gott für 1000 Jahre ein Reich der Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe auf. Das liest sich in 0ffenbarung 20.1-6 so: 1 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. 4 Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer; die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. 5 Die anderen Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Selig ist der und heilig, der teil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Schlusswort:

Mögen Ihnen diese Zeilen eine Hilfe sein das Geschehen der nächsten Jahre ausreichend zu verstehen, um zu erkennen dass es notwendig ist sich richtig ZU orientieren. Diese Orientierung ist nur in einer klaren biblischen Gottesbeziehung zu haben. Dazu folgende Empfehlung: Vertrauen Sie ihr Leben Jesus Christus, und dem Geist den er gesandt hat, an. In Apostelgeschichte 4:12 ist die Exklusivität dieser Hilfe so beschrieben: „Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“ Suchen Sie Gemeinschaft mit gläubigen Christen und verschaffen Sie sich im Bibellesen und Kommentaren einen klaren Durchblick und Unterscheidungsfähigkeit. Darin werden Sie eine erstaunliche Erfahrung machen. Sie dürfen dazu auch mir Ihre Fragen vortragen. Die Zeit eilt und ich wünsche Ihnen Mut sich dieser einzigen Hilfe zu stellen.

Dezember 2011 A. Kirn