Quelle oder Zisterne?

Quelle oder Zisterne?

Jeremia Kapitel 2 Vers 13

Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.

Dieser Vers aus Gottes Wort ist wahrscheinlich der Schlüsselvers und Hauptgrund für viele unserer Probleme, denen wir so ausgesetzt sind. Könnten wir nur verstehen, wie sehr Gott uns liebt und mit uns zusammen dieses Leben, das wir hier auf Erde führen, zum Guten hin gestalten will, würden wir wahrscheinlich nicht so dumm sein zu versuchen, alles im Alleingang oder mit Hilfe anderer erreichen zu wollen. Wir würden zuerst, und die Betonung liegt auf zuerst, zu IHM (Gott Vater, dem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist) gehen.
Dies geschieht durch Gebet oder auch Bibellesen und erforschen, wie sein Wille in dieser oder jener Situation ist und nicht ständig alles ohne Seine Erlaubnis oder Weisung tun wollen.
Es ist doch erstaunlich, daß diese Verse nicht an ungläubige Menschen gerichtet sind, sondern an sein Volk, seine Kinder, SEIN – wir gehören uns nicht selbst, sondern haben das Vorrecht SEIN zu sein. Doch leben wir auch so?

In diesem Vers spricht der Prophet Jeremia sehr deutlich die Sünde des treulosen Gottesvolkes an:
Zuerst verlassen Sie den lebendigen Gott, den einzig wahren Lebensbrunnen und dann setzen Sie ihr Vertrauen auf rissige Zisternen (künstliche Wasserspeicher für Regenwasser); die von Menschenhand geschaffen sind.
Sie geben kein Wasser und können es auch nicht halten. Ist das nicht eigenartig? Treue scheint nicht die Stärke der Menschen zu sein. Doch wenn wir beginnen Gottes Wort für nichtiger zu erklären als Menschenworte und Überredungskünste, uns mehr und mehr zurückziehen von dem was ER zu sagen hat, Ihn nicht mehr suchen, keine Bibel mehr lesen, aufhören zu beten… werden wir uns irgendwann in Jeremia 2 Vers 13 wiederfinden. Die Verheißung dieses Verses, die wir selbst verursacht haben, führt in Jammer und Klagen, Demütigungen und Bitterkeit – bis hin zu einem gottlosen Lebensstil oder besser gesagt einer gottlosen Existenz.

Ich denke, jeder von uns kann sich auf irgendeine Weise in diesem ganzen Kapitel von Jeremia 2 wiederfinden, – laßt uns doch aufrichtig sein und nicht immer alles vertuschen. Er weiß sowieso alles! Das Wort Gottes ist so scharf wie ein zweischneidiges Schwert – Menschenworte bestehen oft nur aus Heuchelei, Schleim und Freundlichkeit, die aus Eigennutz aktiviert wird.
Aber es ist scheinbar leichter, denn wir müssen uns nicht ändern und auch nicht zugeben, daß wir Fehler machen. Eine Zisterne ist etwas selbst zusammengezimmertes, ein Menschenwerk und zum Teil sehr brüchig. Sie hat keinen Ewigkeitswert und kann auch nichts lebendiges, erquickendes produzieren.

Laßt uns doch zur Quelle des Lebens gehen und daraus trinken! Sie sprudelt frisches, reines Wasser hervor; es tut uns gut und erquickt unseren Körper und Geist.

Gebet:
Vater, ich weiß Du liebst mich und vergibst mir gerne; bitte zeige mir meine Zisternen, auf die ich mein Vertrauen gesetzt habe. Wenn Dir etwas an meinem Lebenswandel nicht gefällt, gib mir bitte die Gnade der Umkehr. Ich möchte aus der Quelle des Lebens trinken. Ich empfange Deine Vergebung durch Jesu Blut gerade jetzt und neue Weisungen für mein Leben.

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