Andacht vom 19. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit und schaue wie wunderbar er alles geschaffen hat. Er ist immer bei dir auf allen deinen Wegen und steht dir immer und überall zur Seite, damit du alles siegreich bestehen kannst!

Gehe in die Welt und habe Gemeinschaft mit den Menschen!  

Lukas 5, 27-32

Darnach ging er aus und sah einen Zöllner namens Levi beim Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!

Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.

Und Levi bereitete ihm ein großes Mahl in seinem Hause; und es saß eine große Schar von Zöllnern und andern, die es mit ihnen hielten, zu Tische.

Und die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten wider seine Jünger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern?

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken;

ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße!

Hier begegnen wir demselben Ruf wie bei Matthäus(Mt9, 9-13). Von allem Menschen waren die Zöllner in Palästina am meisten verhasst. Die Zöllner standen im Dienst der römischen Verwaltung des Landes; sie galten daher als Landesverräter, Abtrünnige und Verräter. Das System der Steuererhebung verführte geradezu zum Missbrauch. Nach römischer Sitte wurden die Steuern verpachtet. Der Römer besteuerte einen Bezirk mit einer bestimmten Summe, und dann versteigerten sie das Recht zur Steuereinziehung an den Meistbietenden. Sofern der Steuereintreiber den festgelegten Steuerbetrag am Ende des Jahres ablieferte, war er berechtigt, darüber hinaus so viel wie möglich aus den Leuten für sich selbst herauszuholen. Das moderne Inkasso erinnert ein wenig an dieses System, die Inkassounternehmen holen sich auch horrende Bearbeitungssummen, dass mehr an einen Wucher erinnert.

Da es weder Zeitungen noch Radio gab und auch keine öffentliche Bekanntmachungen über die Höhe der Steuern, wussten die Leute gewöhnlich gar nicht genau, was sie wirklich bezahlen mussten. Es gab zwei verschiedene Steuern. Erstens: Es gab feste Steuern. Dazu gehörte die Kopfsteuer, die alle Männer zwischen 14 und 65 und alle Frauen zwischen 12 und 65 Jahren einfach dafür zahlen mussten, dass sie am Leben waren. Dazu gehörte auch die Grundsteuer, die aus dem zehnten Teil der Getreideerträge und einen Fünftel der Wein- und Ölerträge zusammensetzte. Diese Steuer konnte in Naturalien oder in Geld umgerechnet entrichtet werden. Die Einkommensteuer betrug ein Prozent des Einkommens. Diese Steuern boten nur geringe Möglichkeiten zur Erpressung. Zweitens: Gab es alle möglichen Abgaben und Gebühren. Für die Benutzung der Hauptstraßen, der Häfen und der Märkte musste eine Steuer entrichtet werden. Der Kauf bestimmter Waren wurde besteuert, ebenso Ein- und Ausfuhr. Zöllner durften die Leute auf der Straße anhalten und ihnen befehlen, ihre Ballen zu öffnen und konnten ihnen dann fast beliebig viel abnehmen. Wenn jemand nicht bezahlen konnte, bot ihm der Zöllner zuweilen an, ihm Geld gegen einen weit überhöhten Zinsfuß zu leihen, so dass der Betreffende immer mehr in seine Klauen geriet, Räuber, Mörder und Zöllner wurden auf eine Stufe miteinander gestellt. Zöllner waren von der Synagoge ausgeschlossen. Ein römischer Schriftsteller berichtet, dass er einmal in seinem Leben ein Denkmal gesehen habe, das einem ehrlichen Zöllner gesetzt worden war. Ein ehrlicher Vertreter dieses verfemten Berufs war selten, dass ihm, als es tatsächlich einmal vorkam, ein Denkmal gesetzt wurde. Matthäus gehörte zu diesen vorbildlichen Ausnahmen. Jesus berief ihn als Jünger zu sich.

Als erster lud Matthäus Jesus zu einem Festmahl ein, er konnte sich das durchaus leisten, und außerdem lud er die anderen Zöllner und Ausgestoßenen dazu ein. Die erste Regung des Matthäus bestand darin, andere an dem Wunder, dem er begegnet war, teilhaben zu lassen. John Wesley hat einmal gesagt: „Kein Mensch ist jemals allein in den Himmel gelangt; er braucht Freund dazu“. Es ist unsere Christenpflicht, die Glückseligkeit, die wir selbst gefunden haben, mit anderen zu teilen.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten. Die Pharisäer, die Abgesonderten hätten nicht einmal den Saum ihres Rokkes  von Matthäus und seinesgleichen berühren lassen.  Doch Jesus antwortet ihnen auf unwiderlegliche Weis. Der Philosoph Epiktet, ein Stoiker, hat seine Lehre einmal als „Medizin der Seele“ bezeichnet. Jesus machte darauf aufmerksam, dass nur Kranke des Arztes bedürfen. Matthäus und seine Freunde aber waren Menschen, die seiner am meisten bedurften. Wir täten gut daran, wenn wir im Sünder nicht einen Verbrecher, sondern einen Kranken sähen, und wenn wir auf einen Menschen, der etwas falsch gemacht hat, nicht verächtlich hinab schauen, sondern ihm unsere Liebe und Hilfe zuteilwerden lassen, damit er den richtigen weg findet.

Es sollte uns nicht primär um Spaß, Unterhaltung oder enge Freundschaft gehen, sondern darum, Gutes zu tun, ein Vorbild zu sein und der Weg der Erlösung aufzuzeigen, zu zeigen, was es bedeutet, eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben. Jesus Christus sollte immer dein Mittelpunkt sein, er soll der Beweggrund deines Handelns sein. Du solltest dir nicht Dinge abschauen bei den Menschen der Welt, bzw. mach dich ihnen nicht gleich, sondern sie sollen an dir sehen wer Jesus Christus ist, was er für die Menschen getan hat. Durch dein Verhalten ihnen gegenüber sollen sie Sehnsucht nach Jesus Christus bekommen, sie sollen sich ausstrecken nach dem was du hast. Dieses bekommen sie nur, durch dein Anders sein, indem du nicht Teil hast an ihren Sünden, indem du anders mit Problemen umgehst, weil du Jesus Christus im Herzen hast, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 18. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Freue dich an der Liebe Gottes in deinem Leben. Bewahre dir allezeit ein dankbares Herz, das bewahrt dich in allem vor den vernichtenden Hochmut!

Du hast den Sieg im wunderbaren Namen Jesus!

Lukas 5, 18-26
Und siehe, Männer trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
Und da sie wegen der Volksmenge keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit dem Bett durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus.
Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben!
Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, sich darüber Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der [solche] Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben, als nur Gott allein?
Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und wandle?
Damit ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten -: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und gehe heim!
Und alsbald stand er auf vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf er gelegen hatte, ging heim und pries Gott.
Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute Unglaubliches gesehen!

Dies ist ein sehr lebendiger, anschaulicher Bericht. Jesus saß in einem Haus und lehrte. Die Häuser in Palästina hatten ein flaches Dach, das sich nur gerade so viel neigte, dass das Regenwasser ablaufen konnte. Holzbalken wurden in geringerem Abstand von Wand zu Wand gezogen und die Zwischenräume dicht mit Zweigen besteckt, die durch Lehm zusammengehalten wurden. Es war die einfachste Sache von der Welt, eine solche Schicht zwischen zwei Balken herauszunehmen. Tatsächlich gelangten denn auch Särge sehr häufig durch das Dach ins Haus und auch wieder hinaus.

Was besagt nun die Stelle über die Vergebung der Sünden?

Um sie richtig zu verstehen, müssen wir uns daran erinnern, dass Sünde und Leiden aller Art in Palästina als unentwirrbar miteinander verknüpft galten. Bei jeder Krankheit, bei jedem Leiden wurde stillschweigend davon ausgegangen, dass der davon Betroffene gesündigt hatte. Und daher Leidende oftmals ein krankhafte Vorstellung von der Sünde. Darum sagte Jesus als erstes zu dem Manne, seine Sünden seien ihm vergeben. Ohne diese Zusicherung hätte der Mann nicht an die Möglichkeit einer Heilung geglaubt. Die Schriftgelehrten und Pharisäer gerieten darüber in der Auseinandersetzung vollständig in Verwirrung.

Sie warfen Jesus vor, dass er als Mensch den Anspruch erhob, Sünden vergeben zu können. Aber ihren eigenen Behauptungen und Ansichten zufolge war der Mann ja krank, weil er gesündigt hatte; und wenn er geheilt wurde, so war das zugleich der Beweis dafür, dass ihm eine Sünde vergeben worden waren. Die Anschuldigungen der Pharisäer waren auf sie selbst zurückgefallen und ließen sie verstummen.

Leider habe ich es oft genug erlebt dass gerade diese Bibelstelle eins zu eins in die heutige Zeit umgesetzt wurde, und die Menschen sich dadurch tiefe Verletzungen ihrer Seele zugezogen haben. Sie wurden mehr als Sünder behandelt als kranke die Pflege und Zuwendung brauchen. Leicht wird gesagt „du hast Sünde in deinen Leben und deswegen bis du krank“, lasse deine Sünde und du wirst wieder gesund. Sicher sind manche Krankheiten Folgen der Sünde, z.B. Alkohol, Drogen, Rauchen, aber wir können nicht generell den Teufel gebieten im Namen Jesus und die Krankheit ist geheilt. Gehe bitte mit diesem Thema sensibel um und beschäftige dich mit den Kranken Menschen und gebe ihnen dass was sie brauchen. Sie können nicht gebrauchen von oben eins mit dem Hammer auf den Kopf zu bekommen, wo sie schon am Boden liegen. Alles geschehe aus Liebe und in Liebe, lasse dich vom Heiligen Geist leiten und führen.
Das wunderbare an dieser Begebenheit ist, dass ein Mann durch den Glauben seiner Freunde gerettet wird. Als Jesus ihren Glauben sah, war es ihrem Glauben der sich durch nichts abhalten ließ, zu verdanken, dass der Mann geheilt wurde. Das geschieht auch heute noch.

Es gibt Menschen, die durch den Glauben ihrer Eltern gerettet wurden. Carlyle pflegte zusagen, dass er immer noch die Stimme seiner Mutter höre: „Vertrau auf Gott und tu das Rechte“. Als der Kirchenvater Augustin noch ein unstetes, ausschweifendes Leben führte, bat seine fromme Mutter einen christlichen Bischof um Hilfe. „Es ist unmöglich“, sagte er, „dass ein Kind, für das so innig gebetet und um dessentwillen so viele Tränen vergossen werden, ganz verderben kann“. Und viele von uns können mit Freuden bezeugen, dass wir alles, was wir sind, dem Glauben unserer gottesfürchtigen Eltern zu verdanken haben.
Täglich werden Menschen durch den Glauben derer, die sie lieben, gerettet. Als Wells jung verheiratest war und sein schriftstellerischer Erfolg neue Versuchungen für ihn mit sich brachte, sagte er einmal: „Es war sehr gut für mich, dass hinter den Flügeltüren im Hause Mornington Straße 12 jemand schlief, der so süß und rein war, dass es einfach undenkbar war, sich vor ihr erbärmlich, schmutzig, betrunken oder gemein aufzuführen“. Das Gefüge des Lebens und der Liebe, Gott sei Dank dafür kennt immer wieder solche unschätzbaren Einflüsse, durch die die Herzen der Menschen bewahrt werden.

Der Menschensohn war der Ausdruck, den Jesus am häufigsten gebrauchte, wenn er von sich selbst sprach. Es ist anzunehmen, dass er diesen Ausdruck von Daniel(Daniel7, 13) übernommen hat. Daniel gebrauchte den Begriff, um eine Person zu beschreiben, die er in einer Vision sah, eine „der einem Menschensohn glich“, mit den Wolken des Himmel kommend, dem eine ewiges Königreich gegeben wurde(siehe Dan7, 13). Durch den Gebrauch dieses Ausdrucks sagt Jesus, dass er der vorausgesagte und von Gott gesandte Messias(d.h. Christus, Retter). Diese Formulierung verstärkt Jesu Menschlichkeit, eben die Tatsache das Gott durch Christus zu uns kam, dazu seine Fähigkeit, dem zu entsprechen, um dir zu helfen und zu retten. Jesus gebrauchte die Anrede als ein Ersatz für „Ich“ (Mt11, 19); als er wichtige Aussagen machte(Mt20, 28; Mk10, 45); als er seinen Tod am Kreuz voraussagte(Lk9, 44; Mt17, 22; Mk8, 31); als er über die Auferstehung sprach(Mt17, 9); als er sich auf seine glorreiche Wiederkunft zur Erde bezog(Mt24, 27; Mk13, 26; 24, 62) und als er über seine Aufgaben im Gericht sprach(Mt13, 41).

Jesus durchschaut dich und deine Gedanken, wie er die Gedanken der Männer durchschaute. Du musst dich daran erinnern, dass Gott deine Gedanken, Wünsche und Vorstellungen kennt(siehe Ps139; Mt17, 25; Joh1, 48; 2, 25; 21, 17; Hebr4, 13). Jesus sagt, dass wenn es zu sündigen Gedanken kommt, das fortgesetzte Ausmalen gottloser Gedanken das Gleiche ist wie das eigentliche Begehen der Sünden(sieh Mt5, 27-28). Die Antwort auf diese Schwachstelle ist, dass du dein Denken disziplinierst, indem du dich darauf verlässt, dass Gott deine Sinne erneuert(siehe Röm12, 2; 2Kor10, 5; Phil4, 8). Trenne dich von deinen Unreinen und Bösen Gedanken, wenn sie kommen, tausche sie sofort gegen Gottes Wort aus. Lasse dich reinigen durch das Wasserbad des Wortes(Eph5, 26).

Erhebe deine Stimme im Glauben daran, dass es geschehen wird, in Jesus wunderbaren Namen. Habe glauben daran, dass dir alle Dinge zum Besten dienen, wenn du glaubst. Durch Jesus Christus hast du den Sieg allezeit, er ist deinen Weg schon gegangen und hat ihn für dich bereitet, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 17. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. In der Welt hast du Angst, aber sei getrost, ich habe die Welt überwunden(Joh16, 33). Darauf vertraue auf allen deinen Wegen, Jesus Christus ebnet dir seinen Weg für dein Leben!

Verharre allezeit im Gebet!

Lukas 5, 16-17

Er aber hielt sich zurückgezogen an einsamen Orten und betete.

Und es begab sich an einem Tage, daß er lehrte; und es saßen Pharisäer da und Gesetzeslehrer, die aus allen Flecken von Galiläa und Judäa und von Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war [bereit], sie zu heilen.

Auf der elementarsten Ebene bezeichnet Gebet einfach die Kommunikation oder das Gespräch von uns Menschen mit Gott, er ist die dauerhafte Flatrate zu Gott für dich. Gebet kann aber „vielschichtig“ sein. Das heißt, es kann wie jedes andere Gespräch unterschiedliche Formen annehmen und mehrere Elemente umfassen. Die Bibel benutzt auch andere Begriffe oder Ausdrücke für das Reden mit Gott: zu Gott rufen(Ps17, 6), den Namen des Herr anrufen(Gen4, 26), laut zum Herrn rufen(Ps3, 54, seine Seele zum Herrn erheben(Ps25, 1), den Herrn suchen(Jes55, 6), freimütig zum Thron der Gnade eintreten(Hebr4, 16) und sich Gott nahen(Jak4, 8).

Das Gebet war das Gegengewicht, das Jesus allen Gefahren entgegenstellte, die fortwährend von innen oder von außen sein Werk bedrohten. Lukas setzt seinen Brennpunkt mehr als die anderen Schreiber der Evangelien auf das Gebet und seine Kraft im Leben Jesus Christus. Es besteht kein Zweifel daran, dass Jesu Zeit und Umgang mit seinem Vater die Quelle seiner übernatürlichen Leitung und Kraft war. Ziehe auch du deine Kraft aus dem Gebet, durch den Heiligen Geist, deine direkte Verbindung zu Jesus und dem Vater. Wenn du es aus deiner eigenen Kraft versuchst wirst du eines Tages ausbrennen, ein christliches Burnout wird dich stoppen. Bete immer wieder um die Kraft des Heiligen Geistes in deinem Leben, alles was du machst, jeden Schritt den du gehst, erbitte im Glauben und es wird dir gelingen.

Als der Heilige Geist während seiner Taufe im Jordan auf Jesus niederkam, da „betete“ er(Lk3, 21); zuweilen zog er sich von der Menschenmenge zurück „und betete“ (Lk5, 16) und der „verbrachte die ganze Nacht im Gebet“, bevor er die Zwölf Jünger erwählte(Lk6, 12). „Er betete für sich allein“, bevor er seinen Jüngern eine wichtige Frage stellte(Lk9, 18). Vor seiner übernatürlichen Erfahrung(„seiner Verklärung“) mit Mose und Elija war er auf einen Berg gestiegen, um „zu beten“(Lk9, 28); die eigentliche Verklärung geschah, während „er betete“(Lk9, 29). Er „betete“ auch, als die Jünger zu ihm kamen und ihn baten: Herr, lehre uns beten(d.h. das Vaterunser, Lk11, 1). Im Getsemani, kurz vor seiner Gefangennahme, „betete er inständiger“(Lk22, 44). Als er am Kreuz starb, betete er für andere(Lk23, 34), und die letzten Worte, die er vor seinem Tod sprach, waren ein Gebet(Lk23, 46). Lukas berichtet auch, dass Jesus nach seiner Auferstehung betete(Lk24, 30).

Wenn du das Leben Jesu in den anderen Evangelien(Matthäus, Markus und Johannes) untersuchst, findest du, das er betete, bevor er die Einladung aussprach: „Kommt zu mir, all ihr geplagten und Beladenen“(Mt11, 25-28). Er betete auch, bevor er Lazarus von den Toten erweckte(Joh11, 41-42) und während seines letzten Zusammenseins mit seinen Jüngern, als er das Abendmahl einführte(Joh17).

Die Bibel zeigt dir, dass Jesus beständig betete. Wenn Jesus, der selbst Gott war, so sehr auf das Gebet zu seinem Vater angewiesen war, um wie viel mehr haben wir es nötig, seinem Beispiel zu folgen, wenn wir erwarten, Weisheit, Führung und Kraft zu empfangen, um das Böse zu überwinden und Gottes Absicht für unser Leben zu erfüllen. Bete allezeit ohne Unterlass, bleibe durch das Gebet in ständiger Verbindung mit deinem Vater im Himmel, damit er dich allezeit leiten und führen kann.

Ich bin überzeugt davon, dass die Kraft und Autorität Jesus Christus, an seinem Gebet lag. Nicht wie viele sagen, ist ja auch kein Wunder dass Jesus Christus so viele Wunder bewirkte, ist er doch der Sohn Gottes und Gott selbst. Sein beständiges Gebet in allem und allezeit und seine Abstinenz gegenüber der Sünde, gaben ihm die Power die er hatte. Jesus sagt zu dir in Johannes 14, 12: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe; Genau diese größeren Dinge werden geschehen, wenn du im beständigen Gebet den Himmel bestürmst in Jesus wunderbaren Namen und dich abkehrst von deinen Sünden. In seinen Namen hast du seine Autorität und Vollmacht, die durch beständiges Gebet zunehmen wird.

Habe den wirklichen und aufrichtigen Glauben, dass Gott deine Gebete erhört, dass er die Fähigkeit hat, dass Nötige zu tun und dass er weiß und tun wird, was in der gegebenen Situation am besten ist. Jesus sagt klar: „Darum sage ich euch: Alles worum ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden“(Mk11, 24). Zum Vater eines dämonischen besessenen Jungen sagte er: „Alles ist möglich dem, der glaubt“(Mk9, 23). Der Verfasser des Hebräerbriefes ermahnt dich, „mit aufrichtigen Herzen in der Fülle der Glaubens“ zu Gott zu kommen(Hebr10, 22). Und Jakobus ermutigt dich, „im Glauben[zu bitten], ohne zu zweifeln“(Jk1, 6; vgl. 5, 15).

Dein Gebet sollte in dem Namen Jesus geschehen. Damit ist nicht gemeint, dass du am Ende deiner Gebete die Worte „im Namen Jesu“ hinzufügen musst, damit Gott dich erhört. Wenn in der Bibel davon die Rede ist, dass du etwas in dem Namen einer Person tust, dann bedeutet es, mit ihrer Zustimmung und in ihrer Autorität zu handeln. Es bedeutet dass du dir bewusst bist, wer diese Person ist und was sie alles darstellt. Deshalb halte beim Beten in Erinnerung, dass Jesus die Macht, die Barmherzigkeit und den Wunsch hat, deinen Nöten zu begegnen. Wenn du in diesem Bewusstsein betest, wird es deinen Glauben stärken und dir den inneren Frieden geben, dass er alles in der Hand hat. Jesus selbst lehrt dich dies, wenn er sagt: „Und worum ihr in meinen Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde. Wenn ihr mich in meinen Namen um etwas bittet werdet: Ich werde es tun“(Joh14, 13-14). Deine Gebete können also außerordentlich wirksam sein, wenn du erkennst, wer er ist und was er durch dich tun möchte.

Die größte Auswirkung hat das Gebet, wenn du um solche Dinge bittest, die mit dem vollkommenen Willen Gottes, das heißt, seinen Wünschen, Absichten, Plänen und Zielen übereinstimmen. „Und darauf gründet unsere Zuversicht: dass er uns erhört, wenn wir etwas erbitten nach seinem Willen“(1Joh5, 14). Jesus lehrte dieses Prinzip in seinem beispielhaften Gebet(oft Vaterunser genannt): „deine Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“(Mt6, 10; vgl. Lk11, Mt26, 42). Oft ist Gottes Wille dir bekannt, weil er ihn dir in der Bibel offenbart hat. Du kannst dir sicher sein, dass jedes Gebet wirksam wird, das wirklich auf den Verheißungen und Absichten des Wortes Gottes beruht. Du musst allerdings nicht nur nach Gottes Willen beten, sondern auch im Einklang mit seinem Willen leben, wenn du erwartest, dass er auf dein Bitten eingeht. Gott wird die Dinge, um die du bittest, nur dann geben, wenn deine Wünsche mit seinem Wünschen übereinstimmen und deine Motive richtig und rein sind. Jesus sagt, du sollst „zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit“ trachten(siehe Mt6, 33) und er wir für dich sorgen und dir alles geben, was du brauchst. Der Apostel Johannes, einer der engsten Nachfolger Jesu in seiner Zeit auf der Erde, schrieb: „Was immer wir erbitten, empfangen wir von ihm, denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefallen findet“(1Joh3, 22). Es ist nötig, dass du Gottes Geboten gehorchst, seine Anweisungen befolgst, ihn liebst und versuchst zu tun, was ihm gefällt, damit deine Gebete erhört werden. Als Jakobus schrieb, dass die Gebete eines gerechten Menschen mächtig und wirksam sind, sprach er von Gerechtigkeit in zwei verschiedenen Bedeutungen. Die erste ist die Gerechtigkeit, die dich durch den Glauben an Christus vor Gott gerecht macht. Die zweite ist Gerechtigkeit in dem Sinne, dass du in der richtigen Weise lebst und Gottes Prinzipien gehorchst wie der Prophet Elija es tat(Jak5, 16-18; vgl. Ps34, 14-15). Ich spreche hier von keinen Leistungsevangelium, ich spreche hier von Gerechtigkeit und Helligkeit die in dir wächst. Gebet ist keine Tauschbörse, nach dem Motto „ich habe diese Woche kein schlechtes Wort gesprochen“ jetzt muss du (Gott) „meine Gebete erhören“. Nein, umso mehr Jesus Christus in dir Gestalt gewinnt umso mehr Autorität und Vollmacht haben deine Gebete.

Sei in deinem Gebet beharrlich damit sie wirksam werden. Bitte solange bist du deine Antwort bekommst. Das ist der Kern der Geschichte von der Witwe, die in Lukas 18, 1-7 geschildert wird. Mit der Anweisung „bitte….suche ……und klopfe an“(Mt7, 7-8) will Jesus dich lehren, geduldig, aber beharrlich zu beten. Das bedeutet nicht, dass du Gott immer und immer wieder um etwas anbetteln musst. Und es bedeutet auch nicht, dass du nicht glauben würdest, dass Gott dich gehört hat und eine Antwort für dich bereit hat. Beharrlich beten bedeutet einfach, dass du dir über Situationen keine Sorge machst, sondern sie Gott bringst, wann immer sie dir in den Sinn kommen, da er alles in der Hand hat und tun wird, was das Beste ist.

Höre niemals auf Gott anzurufen, suche seine Nähe immer und immer wieder im Gebet. Deine Intimste Gemeinschaft mit ihm, hast du im Gebet. Vertraue darauf dass Gott alle deine Gebete erhört zu seiner Zeit, gebe niemals auf, sondern sei beharrlich und ausdauernd im Gebet. Erhebe deine Stimmer zum Lobpreis zum Herrn, denn ihm gebühren die Ehre und der Dank in Ewigkeit, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 16. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Woche. Lege diesen Tag in die Hände Gottes und vertraue ihm vom ganzen Herzen. Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in allem was du tust. Der Herr segne deine Hände Arbeit und alle deine Schritte die du gehst!

Gott liebt dich!

Lukas 5, 12-15
Und es begab sich, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Da er aber Jesus sah, warf er sich auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, so kannst du mich reinigen!
Da streckte er die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will es, sei gereinigt! Und alsbald wich der Aussatz von ihm.
Und er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern gehe hin, [sprach er,] zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!
Aber die Kunde von ihm breitete sich desto mehr aus; und große Mengen kamen zusammen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden.

In Palästina gab es zwei Formen des Aussatzes. Die eine war etwa wie eine sehr schlimme Hautkrankheit und war die weniger gefährliche Form. Bei der anderen fraß die Krankheit, die mit einem winzigen weißen oder rötlichen Mal begann, nach und nach das ganze Fleisch weg, so dass der Unglückliche, der von ihr heimgesucht wurde, schließlich nur noch einen Arm oder Beinstumpf hatte. Der betroffene starb buchstäblich bei lebendigen Leibe. Die Bestimmungen, die für die Aussätzigen galten, finden wir 3, Mose, Kapitel 13 und 14. das Schrecklichste an der Krankheit war, dass sie die völlige Isolierung des von ihr Befallenen mit sich brachte. Der Aussätzige musste für sich allein wohnen, „und seine Wohnung soll außerhalb des Lagers sein“(3Mos13, 45. 46). Er war aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen und vom Zuhause verbannt.

Die psychologischen Auswirkungen dieser Absonderung waren und sind bis heute ebenso gefährlich wie die körperlichen Leiden, das stellen die leitenden Ärzte von Leprastationen immer wieder fest. Der Leprakranke ist krank an Körper und Seele. Aus irgendeinem Grunde unterscheidet sich das Verhalten des Leprakranken von dem anderer Kranken, die ebenfalls von entstellenden Krankheiten befallen sind. Der Aussatz ist von Scham und Schrecken begleitet und bewirkt auf geheimnisvolle Weise ein Schuldgefühl, obwohl die Menschen völlig schuldlos an die Krankheit geraten, wie bei den meisten anderen ansteckenden Krankheiten auch. Gemieden und verachtet, tragen viele Leprakranke sich mit den Gedanken an Selbstmord, und mitunter führen sie ihn auch aus. Der Aussätzige wurde früher von seinen Mitmenschen verabscheut, so dass er schließlich sich selbst zu verabscheuen begann. Ein solcher Mann nun kam zu Jesus. Er war unrein und Jesus rührte ich ihn an.

Das ist die ungeheure Wahrheit: Jesus berührte den Unberührbaren. Jesus streckte die Hand nach einem Mann aus, vor dem jeder andere zurückgeschreckt wäre. Zweierlei ergibt sich daraus. Erstens: Wenn du dich selbst verachtest, wenn dein Herz von bitterer Scham erfüllt ist, sollst du stets daran denken, dass Christus die Hand trotzdem nach dir ausstreckt. Jesus Christus ist dir immer und überall nah, niemals lässt es dich allein. Egal in welchem Tal du dich auch befindest, Jesus Christus ist mit da. Der Schriftsteller Mark Rutherford hätte den Seligpreisungen am liebsten noch eine weitere hinzugefügt: „Selig sind die, die uns von unserer Selbstverachtung heilen“. Gerade das tat Jesus und tut er immer noch. Jesus Christus reicht dir immer noch dir Hand, bei ihm gibt es kein Ansehen der Person, er ist für dich da. Er will dich von deiner Selbstverachtung die dich knechtet bist zur kompletten Lähmung befreien. Gott verachtet dich nicht, so Verachte du dich selber auch nicht, denn du bist eine wunderbare Schöpfung Gottes, nach seinem Ebenbild geschaffen. Gebe dich ihm voll und ganz hin und lasse dich heilen und trösten, an Geist, Seele und Leib.

Jesus schickte den Mann fort, damit er die vorgeschriebenen Reinigungsbestimmungen ausführte, wie sie 3. Mose, 14 beschrieben werden. Das heißt also, dass das Wunder ihn nicht davon befreite, sich nach den Vorschriften der medizinischen Erkenntnisse jener Zeit zu richten. Ebensowenig befreite das Wunder den Mann von den religiösen Satzungen und Bestimmungen. Niemals kommen Wunder dadurch zustande, dass du die Gaben, das Wissen und die Erkenntnisse, die dir Gott hat zuteilwerden ließ, nicht beachtest.

Vers 15 berichtet davon, welcher Beliebtheit sich Jesus erfreute. Doch war dies nur darauf zurückzuführen, dass die Menschen etwas von ihnen wollten. Viele Menschen sehnen sich nach den Gaben Gottes, doch die Forderungen Gottes erkennen sie nicht an. Etwas Unehrenhafteres kann es nicht geben. Viele Menschen beten öfters nur aus egoistischen Motiven, „Mir, mich, meins“, steht im Mittelpunkt ihrer Gebete. Geht es aber an die Einhaltung des Wortes Gottes, sprechen sie schnell von Gesetzlichkeit und dass wir in der Zeit der Gnade leben, eine Zeit in der jedem, alles erlaubt ist. Gott ist kein Spielautomat, wo du im Gebet deine Wünsche äußerst und Gott dir dann alles gibst was du möchtest, ja teilweise sogar forderst. Kommt es dann nicht so wie sie sich es erbeten haben, verzweifeln sie an Gott und kehren ihm den Rücken zu und wenden sich dann verletzt von ihm ab. Fortan wird dann nur noch schlecht von Gott gesprochen und natürlich auch von den Geschwistern im Herrn, die sind natürlich auch alle Böse.

Kehre bitte um von deinen falschen Wegen, Abba Vater wartet auf dich, du kannst jederzeit zurückkehren und in seine dich liebenden Arme laufen. Er veranstaltet ein Freudenfest dir zur Ehre und nimmt dich sofort wieder in der Familie auf, ohne Wenn und Aber, du musst dazu keine Auflagen erfüllen. Komme einfach so wie du bist, bitte ihn einfach nur um Vergebung und er wird dir vergeben. Er holt Dich jetzt in diesem Moment dort ab wo du bist und schließt dich in seinen Armen ein.

Denke nicht darüber nach was du für Gott tun musst um dir seine Vergebung zu erkaufen. Denke nicht darüber nach, wie hoch dein Ablass ist, bevor er dir vergibt. Denn Preis hat Jesus Christus am Kreuz für dich bezahlt. Fühle dich frei, wenn du Gott um Vergebung bittest und Jesus Christus als seinen Sohn anerkennst. Er hat seinen Sohn am Kreuz von Golgatha für dich geopfert, Jesus sein Blut wäscht dich rein von deiner ganzen Schuld. Du darfst diese Vergebung für dein Leben annehmen, Gott liebt dich, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 15. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Höre was der Herr dir zu sagen und folge seinen Worten für dich. Vertraue ihm vom ganzen Herzen, denn er wird dich recht führen, er weist dir voller Liebe seinen Weg in deinem Leben!

Vertraue auf das menschlich unmögliche!

Lukas 5, 1-11

Es begab sich aber, als das Volk sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, stand er am See Genezareth;

und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen die Netze.

Da trat er in eines der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande wegzufahren; und er setzte sich und lehrte die Menge vom Schiffe aus.

Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Höhe und lasset eure Netze zu einem Fang hinunter!

Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!

Und als sie das getan, fingen sie eine große Menge Fische; aber ihr Netz zerriss.

Da winkten sie den Gefährten, die im andern Schiffe waren, daß sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen und füllten beide Schiffe, so daß sie zu sinken begannen.

Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu und sprach: Herr, gehe von mir hinaus; denn ich bin ein sündiger Mensch!

Denn ein Schrecken kam ihn an und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzuges, den sie getan hatten;

gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gehilfen waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen!

Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.

Die berühmte Wasserfläche in Galiläa ist im Neuen Testament unter drei Bezeichnungen bekannt: Galiläisches Meer, Meer von Tiberias, See Genezareth. Der See ist etwa 21 Kilometer lang und an der breitesten Stelle etwa 12 Kilometer breit. Er liegt in einer Erdenke und sein Spiegel liegt 208 Meter unter dem des Mittelmeers. Dieser tiefen Lage entspricht das fast tropische Klima. Heute ist die Gegend fast verlassen, zur Zeit Jesu jedoch lagen neun Stadtgemeinden dicht beieinander an seinen Ufer, von denen keine weniger als 15 000 Einwohner hatte.

Mit Genezareth war ursprünglich die Ebene oder das Land Genezareth im Nordwesten des Sees bezeichnet worden, das außerordentlich fruchtbar war und zu Jesus Zeiten ein kleines Paradies gewesen sein muss. Die Juden liebten es, der Bedeutung einzelner Wörter nachzugehen. Die drei Ursprünge, auf die sie das Wort Genezareth zurückführten, zeigen, wie paradiesisch das Land war. 1. Sie leiteten das Wort von Kinnor, Harfe, ab, „weil die Früchte süß wie Harfenklang sind!“, 2. Von Gan, Garten, und Sar, Fürst, daher „der Fürst unter den Gärten“, 3. Von Gan, Garten, und Asher, Reichtum, daher „der Garten der Reichtümer“.

Wir müssen, auch wenn nichts davon erwähnt wird, vor allem festhalten, dass wir uns mit diesem Bericht an einem Wendepunkt im Leben Jesu befinden. Zuletzt hörten wir ihn in der Synagoge predigen; jetzt spricht er am See zu den Menschen. Selbstverständlich wird er wieder in die Synagoge zurückgehen; aber es kommt die Zeit, in der ihm die Tür der Synagoge verschlossen bleibt und das Seeufer und die Straße zur Gemeinde für ihn werden, und ein Boot seine Kanzel. Er ging von nun an überall hin, wo Menschen bereit waren, ihm zuzuhören.

„Unsere Gemeinschaft“, hat John Wesley, der Begründer des Methodismus, einmal gesagt, „ist aus den Menschen hervorgegangen, die auf den dunklen Bergen wanderten, die zu keiner christlichen Kirche gehörten, doch sie wurden von den Methodistenpredigern erweckt, die ihnen durch die Wildnis dieser Welt gefolgt waren, auf die Landstraßen und in die entlegensten Winkel, auf Märkte und Messen, über Höhen und durch Täler. Sie haben das Kreuz auf den Straßen und Gassen der Großstädte ebenso errichtet wie in den Dörfern, in Scheunen und in den Küche der Bauerhäusern, und zwar in einer Weise und in einem Ausmaß, wie es seit den Tagen der Apostel nicht mehr vorgekommen war“. „Ich schätze ein gemütliches Zimmer“ sagte Wesley, „ein welches Kissen und eine schöne Kanzel: Doch Seelen werden durch das Predigen im Freien gerettet“. Wenn die Synagogen geschlossen waren, ging Jesus auf die offene Straße.

Wir müssen auf die Straßen gehen, dort sind die Menschen die verloren gehen. In den dunkelsten und abgründigsten Ecken unseres Landes müssen wir gehen, um den Menschen das Evangelium zu bringen. Der ganze Wohlstandsevangeliumsmief muss aufhören, wir müssen uns von unseren gemütlichen beieinander sein trennen und uns aufmachen das Evangelium Jesus Christus zu den Menschen zu bringen und nicht warten das die Menschen zu uns kommen. Versteht mich bitte nicht falsch, dass alles hat seine Berechtigung und seine Zeit, aber die Welt geht vor unseren Gemeindetüren verloren, und dass liegt ein stückweit daran, dass unsere Türen verschlossen sind. Klar sagst du jetzt, wieso unsere Türen sind doch immer offen, aber ist dein Herz auch offen. Gehst du jeden Menschen ohne Ansehen seiner Person entgegen? Bist du bereit, denn Gestank und Mief des Lebens zu ertragen, wenn der vor sich hin miefende Obdachlose neben dir in der Gemeinde sitzt?  Selbst ich, mit meinen Tätowierungen und meinen langen Haaren, bin für manche Gemeinde und manchen Christen schon eine Anfechtung, weil ich nicht in das Heilige Raster passe. Liebe Geschwister, wacht auf und beendet euren heiligen Schlaf und öffnet eure Herzen und eure Türen. Wie steht es in Herbräer 13, 2: „Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt“. Gastfrei für jedermann, nicht nur den Geschwistern und Freunden gegenüber, sondern alle Menschen, ohne Ansehen der Person. Jesus ging auch zu den Menschen die in der Gesellschaft keinen Anklang fanden, die nur wenig Respekt und Ehre zu Teil wurde. Jesus ging zu ihnen und behandelte sie mit Liebe und Respekt. Denke doch an dein eigenes weltliches Leben zurück, hast du das vergessen? Wie qualvoll ein Leben ohne Christus ist?

Dieser Bericht enthält so etwas wie eine Liste der Voraussetzungen für ein Wunder.

  1. Augen, die sehen. Im galiläischen Meer gab es erstaunliche Fischschwärme, die so groß waren, dass sie eine Fläche von der Größe eines Sportplatzes bedeckten. Doch waren sie bei Tage nicht in Ufernähe, dicht unter dem Wasserspeigel, sondern weit draußen, im tieferen Wasser. Jesus sah die Männer, die viele Stunden vergeblich gearbeitet hatten, und er sah, was sie für ihren Lebensunterhalt so nötig brauchten. Du brauchst Augen, die sehen, was nötig ist und Augen die sehen, wo Hilfe zu finden ist. Und Wunder entdeckt ein Mensch, dem Gott offene Augen gegeben hat. Gehe mit offenen Augen durch deine Welt, sehe die Welt mit den Augen Jesus und handle in seinem Geist, stelle dir die Frage, „Was würde Jesus tun?“
  2. Der Geist ist, der Leistungen hervorbringt. Da Jesus es gesagt hatte, war Petrus bereit, es nochmals zu versuchen, obwohl er erschöpft war. Das Unglück der meisten Menschen besteht darin, dass sie genau vor der letzten, unbedingt noch erforderlichen Anstrengung aufgeben. Vielleicht liegt das Ziel, der Sieg nur einen Schritt weiter oder nur eine Minute bevor es geschieht. Gebe niemals auf, wenn Jesus zu dir gesagt hat, gehe, dann gehe!
  3. Der Geist gibt nicht auf, was hoffnungslos zu sein scheint. Die Nacht war vorbei und damit die Zeit des Fischens. Alle Begleitumstände waren ungünstig. Trotzdem sagte Petrus: „Mögen die Umstände sein, wie sie wollen, wenn du es sagst, wollen wir es nochmals versuchen“. Nur zu oft warten wir auf eine günstige Gelegenheit, wie der Augenblick uns ungünstig erscheint. Aber wenn du stets warten willst, bis die Umstände vollkommen sind, wirst du nie etwas beginnen. Denn es werden niemals alle Umstände 100% zueinander passen, immer wird irgendwie etwas nicht so sein, wie DU es möchtest. Das wird auch gerne zur Heiligen Ausrede, einfach nichts zu beginnen. Habe Mut und gehe los, wenn Gott mit dir ist, wer soll gegen dich sein.

Wenn du willst, dass ein Wunder geschieht, musst du dem Wort Jesus folgen, wenn er dir heißt, das Unmögliche zu versuchen. Beschränke die Kraft Gottes nicht auf dein menschliches Denken, denn Gott ist so viel Größer als das Denken der ganzen Welt zusammen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 14. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erbaulichen Tag. Lasse dich von deinem Herrn Jesus Christus erbauen, heilen und trösten. Komme in die Ruhe und höre was er dir sagen möchte, er möchte in der Stille zu dir sprechen. Jetzt wenn er zu dir reden möchte, verschließe deine Ohren nicht, denn er hat eine gute Botschaft für dich!

Dein Reich komme; Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel!

Lukas 4, 40-44

Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie.

Es fuhren auch Dämonen aus von vielen, indem sie schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden, weil sie wussten, daß er der Christus sei.

Als es aber Tag geworden, ging er hinaus an einen abgelegenen Ort; und die Volksmenge suchte ihn und kam bis zu ihm, und sie wollten ihn zurückhalten, damit er nicht von ihnen zöge.

Er aber sprach zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündigen; denn dazu bin ich gesandt.

Und er predigte in den Synagogen von Judäa.

Frühmorgens ging Jesus hinaus, um allein zu sein. Er war den Anforderungen der Menschen nur gewachsen, weil er zuvor den Umgang mit Gott gesucht hatte.

Bei einer Generalstabsbesprechung während des ersten Weltkrieges waren zu festgesetzten Zeit alle versammelt. Mit einer Ausnahme, Marschall Foch, der Oberbefehlshaber, fehlte. Schließlich sagte ein Offizier, der ihn gut kannte: „Ich glaube, ich weiß, wo ihr ihn finden könnt“. Er führte die Herren zu einer unmittelbar neben dem Hauptquartier gelegenen zerstörten Kapelle, wo der große Feldherr vor dem zerschmetterten Altar kniete, ins Gebet versunken. Er wusste, bevor er den Menschen begegnen konnte, musste er Gott begegnet sein. Suche auch du immer die Stille, die Gemeinschaft mit deinem Gott und habe enge geistgeführte Gemeinschaft mit ihm und höre was er dir zu sagen hat.

Und doch hörst du hier von Jesus kein Wort der Klage oder des Ärgers, als die Menge Jesus in seiner Zurückgezogenheit und Stille stört. Wohl ist das Gebet wichtig, aber wichtiger ist letztlich die Not der Menschen. Natürlich wenn du selber total ausgelutscht bist und du Gefahr läufst in einen geistlichen Burnout zu fallen, bleibe in der Ruhe und im Gebet, denn dann hast du selber eine Not und die anderen sollten sich um dich kümmern. Aber wenn du gehst, dann sei dir Gewiss, Gott wird die Kraft geben die du brauchst. Gott wirkt in deiner Schwachheit mächtig. Eine englische Missionslehrerin, die regelmäßig Kurse für künftige Missionare leitete, kannte die Menschen nur allzu gut. Sie hatte nichts übrig für Leute, die immer dann, wenn Geschirr gespült werden musste, feststellten, dass es Zeit für ihre Stille Stunde sei. Selbstverständlich: Du solltest beten; doch niemals darf das Gebet eine Flucht vor der Wirklichkeit sein. Kein Gebet vermag den Menschen vor dem beharrlichen Schrei nach Hilfe bewahren. Oder einfach, die sichtbar vor dir liegende Not, nur mit Gebet zu begegnen, nach dem Motto „Ich bete für dich“ Gott wird deine Not lindern. Das Gebet soll dich vielmehr darauf vorbereiten, und mitunter wirst du dich auch vorzeitig und eilig von den Knien erheben müssen, um zu arbeiten, selbst wenn du keine Lust dazu verspürst.

Jesus wollte die Dämonen nicht zu Worte kommen lassen. Immer und immer wieder kommt das ausdrückliche Schweigegebot über seine Lippen. Warum? Aus einem sehr triftigen Grunde, die Juden hatten ihre eigenen, weitverbreiteten Messias Vorstellung. Danach sollte der Messias als eine Eroberer und König kommen, der seinen Fuss auf den Nacken des Adlers setzte und die Römer aus Palästina vertrieb. Palästina befand sich in erregendem Zustand. Ständig drohte ein Aufruhr auszubrechen, und oftmals brach er tatsächlich aus. Jesus wusste, dass alle, die auf Umsturz sannen, bereit waren, loszubrechen, wenn sich die  Kunde ausbreitete, dass er der Messias war. Doch bevor die Menschen ihn Messias nennen durften, musste er sie lehren, was es hieß, der Messias  zu sein; dass es nicht hieß, dass der Messias in Macht und Herrlichkeit als König kam, sondern als der leidende Knecht Gottes. Jesus Schweigegebot erfolgte, weil die Menschen noch gar nicht wussten, was die Messias Botschaft bedeutete. Tod und Zerstörung mussten die unausweichlichen Folgen sein, wenn sie von falschen Vorstellungen ausging.

An dieser Stelle wird im Lukasevangelium zum ersten Mal das Reich Gottes erwähnt. Jesus kam und predigte das Evangelium Gottes. Das war der Kern seiner Botschaft. Was meinte er damit? Hier begegnen wir einem überraschenden Widerspruch. Für Jesus besagte das Wort Königreich dreierlei.

  1. Es war Vergangenheit. Abraham, Isaak und Jakob, die Jahrhunderte zuvor gelebt hatten, waren im Reich Gottes(Lk13, 28).
  2. Es war Gegenwart. „Das Reich Gottes“ sagte Jesus, „ist mitten unter euch“(Lk17, 21).
  3. Es ist Zukunft. Das Reich Gottes ist etwas, was Gott noch zu vergeben hat und dessen Kommen die Menschen allzeit bitten müssen.

Wie kann das Reich Gottes alles dies gleichzeitig sein?

Sehen wir uns einmal das Vater unser an, dann stellen wir fest, dass zwei Bitten unmittelbar aufeinander folgen: Dein Reich komme; Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel(Mt6, 10). Nun geht aus jedem Vers der Psalmen hervor, dass die Juden sich einer besonderen Sprechweise bedienten. Alles wurde doppelt ausgedrückt; stets dient die zweite Formulierung dazu, die erste zu erklären, weiterzuführen oder auszuschmücken. Wenn wir nun die beiden Aussagen, Dein Reich komme, Dein Willen geschehe auf Erden wie im Himmel, in dieser Weise als ein Ganzes nehmen, dann erklärt die zweite Aussage die erste…..Das Reich Gottes ist also eine Gemeinschaft auf Erden, in der Gottes Wille ebenso vollkommen geschieht wie im Himmel. Wenn also ein Mensch in der Vergangenheit ganz nach Gottes Willen gelebt hat, ist er im Reich Gottes; wenn jemand in der Gegenwart ganz nach Gottes Willen lebt, ist er im Reich Gottes. Doch der Tag, an dem wir alle, die wir an Jesus Christus glauben, im Lobpreis und Anbetung vor seinem Thron seinen Namen hocherheben, wird noch kommen. Und so erklärt sich auch, dass Reich Gottes zugleich vergangen, gegenwärtig und zukünftig ist.

Es gibt Menschen, die Gottes Willen sprunghaft tun und ihm zeitweilig gehorchen, zeitweilig sich ihm widersetzen. Nur Jesus hat stets und zu allen Zeiten ganz nach Gottes Willen gelebt. Auf ihn gründet sich daher das Reich Gottes, und er verkörpert es auf vollkommene Weise. Er ist gekommen, um dir den Weg dahin zu zeigen. Wenn du Gottes Willen gehorchst, bist du ein Kind des Reiches Gottes, Du tust gut daran allezeit zu beten: Dein Reich komme  zu mir, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 13. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und wunderschönen Tag. Du bist eine wunderschöne Schöpfung Gottes, schaue wie schön du bist. Du bist einzigartig und unverwechselbar in dieser Welt, du bist etwas Besonderes, ein Unikat. Ein Unikat von Gott geschaffen um sein Evangelium auf deine Individuelle Arte und Weise zu verkündigen!

Sei ein Diener Gottes!

Lukas 4, 38-39
Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon.  Simons Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen, und sie baten ihn für sie.
Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und alsbald stand sie auf und diente ihm.

Hier spricht Lukas der Arzt……lag in hohen Fieber, das entspricht Wort für Wort dem medizinischen Fachausdruck der griechischen Sprache, wenn jemand deutlich sichtbar von einer Krankheit befallen ist. In den medizinischen griechischen Schriften wird zwischen hohem und leichtem Fieber unterschieden. Lukas wusste genau, wie die Symptome dieser Krankheit bezeichnet wurden. Diese kleine Begebenheit enthält drei wesentliche Wahrheiten.

1. Jesus war stets bereit, den Menschen zu dienen. Eben erst hatte er die Synagoge verlassen. Jeder Prediger weiß, wie ihm nach einem Gottesdienst zumute ist. Er hat sich verausgabt und braucht eine Ruhepause. Eine Menschenansammlung, die erneut Ansprüche an ihn stellt, ist das letzte, was er sich wünscht. Jesus dagegen hatte kaum die Synagoge verlassen und das Haus Simon betreten, da erreichte ihn auch schon die inständige Bitte, menschlichem Leiden abzuhelfen. Ohne sich darüber zu beschweren, greift er erneut helfend ein. In der Heilsarmee erzählt man sich eine Begebenheit aus der Zeit der Bombenangriffe auf London während des 2. Weltkrieges. Eine Dame, die Leiterin des Sozialwerkes der Heilsarmee in Liverpool gewesen war, hatte sich in London zu Ruhe gesetzt. In der Zeit des „Blitzes“ hatten die Menschen mitunter merkwürdige Einfälle, und so hielten sie zum Beispiel das Haus dieser Dame für besonders sicher und versammelten sich bei Angriffen dort. Obwohl sie bereits im Ruhestand lebte, war ihre Hilfsbereitschaft unvermindert groß geblieben. Sie verschaffte sich eine ganz einfache Ausrüstung für Erste Hilfe und klebte einen Zettel ans Fenster: „Falls Hilfe benötigt wird, bitte hier klopfen“. Jesus war stets bereit zu helfen; und alle, die ihm nachfolgen sollten es auch sein. Sei allezeit bereit zu helfen und das aus Liebe zu Jesus Christus und liebe zu den Menschen, die Gott auch geschaffen hat. Du bist hier auf der Welt um in seinem Namen den Menschen zu dienen und sein Wort zu verkündigen. Hierbei sollte deiner Verkündigung auf keinen Fall nur aus Worten bestehen, sondern immer auch aus Taten. Sei für die Menschen in dieser Welt da, damit sie einen Anker bekommen und sie nicht noch weiter abrutschen. Sei in Jesus Namen ein Licht in dieser Welt, damit die Menschen nicht in der Finsternis verlorengehen. Gott will das alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, damit keiner verloren geht(1Tim2, 4).

2. Jesus war ich nicht drauf angewiesen, seine Wunder in Gegenwart vieler Menschen zu bewirken. Viele Menschen legen, sobald eine Menschenmenge um sie versammelt ist, einen ungeheuren Eifer an den Tag, den sie an ihrer persönlichen Umgebung niemals zeigen würden. Es gibt Menschen, die sich in Gesellschaft von ihrer besten, zu Hause dagegen von ihrer schlechtesten Seite zeigen. Nur allzu verbreitet ist die Unsitte dass wir uns Fremden gegenüber als dankbar, höflich und verbindlich und gefällig erweisen und ins Gegenteil verfallen, sobald nur unsere Angehörigen bei uns sind. Jesus dagegen war darauf vorbereitet, all seine Macht auch in einer kleinen Hütte in Kapernaum auszuüben, obwohl die Menschen bereits verschwunden waren. Sei auch du zu Hause bei deiner Familie immer bedacht darauf Jesus Christus zu folgen. Lege dein Christsein nicht vor der Wohnungstür ab, denn du bist immer zu 100% Christ, durch und durch.

3. Und alsbald stand sie auf und diente ihnen, heißt es von der Schwiegermutter des Petrus, sobald sie geheilt war. Ihr war völlig klar, dass ihr die Gesundheit wiedergeschenkt worden war, damit sie anderen dienen könne. Sie wollte nicht, dass ihretwegen Aufhebens gemacht oder dass sie gar verhätschelt würde, sie wollte nur wieder ihre Angehörigen und Jesus mit Essen versorgen und ihnen dienen.

Daran sollten wir stets denken, wenn wir von Gott das kostbare Geschenk der Gesundheit und Kraft erhalten haben. Er hat sie uns geschenkt, damit wir sie zum Dienst an unseren Mitmenschen einsetzen. Damit wir unseren nächsten dienen, damit auch sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, Maranatha!

Gottes Schutz Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm(Lionherat)

Andacht vom 12. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit, denn er hat großes für dich getan. Lasse deine Freude ansteckend sein für die Menschen der Welt, damit sie Jesus Christus kennenlernen. Gott möchte dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, damit keiner verloren gehe. Erfülle du deinen Auftrag, denn du bist ein Botschafter des Herrn, verkündige das Evangelium zur Zeit und zur Unzeit!

Gehe in Autorität und Vollmacht voran!

Lukas 4, 31-37
Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt des galiläischen Landes, und lehrte sie am Sabbat.
Und sie waren betroffen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht.
Und in der Synagoge war ein Mensch, welcher den Geist eines unreinen Dämons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme:
Ha! Was willst du mit uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat ihm keinen Schaden.
Und es kam sie alle ein Entsetzen an, und sie redeten untereinander und sprachen: Was ist das für ein Wort, daß er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?
Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden Landschaft.

Die Freude, den Christus, d.h. den Messias zu begrüßen. War in besonderen Maße der Stadt Kapernaum zugedacht, die am westlichen Ufer des Sees Genezareth lag, nicht weit von dem Einfluss des Jordans in den See. An der Handelsstraße zwischen Damaskus und dem Mittelländischen Meer gelegen, hatte sie sich zu einer blühenden Stadt empor entwickelt. In dieser Stadt ließ Jesus sich nieder in dem Sinne, dass er sie zum Mittelunkt seiner Missionsreisen machte. Hier scheint er in der Regel unter dem Dache des Petrus gewohnt zu haben. „Einen eigenen Herd“ hatte er nicht(Mk1, 29; Lk9, 57; Mt8, 20). Die Auszeichnung, die auf diese Weise Kapernaum erfuhr, erinnerte den Evangelisten Matthäus an die prophetischen Worte Jesajas: „Jenes Land der Seestraße, dieses Galiläa der Heiden, ja, das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes Licht gesehen und die da saßen in dem Gebiet und im Schatten des Todes, über ihnen ist das Licht aufgezogen“.

Jener Landstrich was tatsächlich der verachtetste des jüdischen Landes, fern von der sichtbaren Residenz des auserwählten Volkes, von Heiden berührt und mit Heiden vermengt. Jetzt wurde dieser Landstrich der Schauplatz der Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn. Der Herr lehrte in der Vollmacht der Wahrheit des göttlichen Wortes, nicht wie die Schriftgelehrten in der Unlebendigkeit der toten Formel. Gehe auch du dorthin wo das Wort Gottes nicht bekannt ist und nehme dieses Land für Jesus Christus ein, in Autorität und Vollmacht. Lasse dir vom Heiligen Geist zeigen welches Land, Ort, Platz du einnehmen sollst und dann gehe. Sage nicht, ich bin kein Missionar oder Evangelist, darum gehe ich nicht. Auch du hast den Auftrag bekommen in alle Welt zu gehen und dass Evangelium aller Kreatur zu verkündigen (Mk16, 15). Die Liebe Gottes sollte dich hinaus ziehen, um den Menschen die Wahrheit zu verkündigen, damit sie nicht verloren gehen. Wenn du das nicht auf dem Herzen hast, wenn dir das Leid der Menschen nicht Schmerzen bereitet, wenn dich keine Traurigkeit überkommt auf Grund dessen was in der Welt los ist, solltest du deine Beziehung zu Jesus Christus überprüfen und Busse tun. Sei dir Gewiss Gott ist ein Gnädiger Gott und er wird die vergeben.
Lukas betont gern die „Vollmacht“ (exousia) und die Kraft (dynamis) Jesu.
Jesu Lehrtätigkeit war auf Gottes Vollmacht gegründet. Er war ein von Gott bevollmächtigter Prophet, der keiner menschlichen Bevollmächtigung bedurfte wie die übrigen Lehrer des Volkes. In dieser Vollmacht und Kraft predigte und lehrte Jesus das Volk öffentlich an den Sabbaten in den Synagogen. Du bist auch bevollmächtigt worden durch Jesus Christus, diese Vollmacht benutze bei all deinen Handeln, dann wird es auch gelingen. Verkündige in der Kraft und Vollmacht Jesus Christus die du durch den Heiligen Geist empfangen hast.

Während des Lehrvortrages Jesu in der Synagoge, fand durch einen Besessenen eine Unterbrechung statt. Man könnte sich wundern darüber, dass ein Mensch, der an Besessenheit litt und als unrein anzusehen war, sich in der Synagoge befand. Jedoch seine Krankheit, die vielleicht zu Hause sich nur in Anfällen manchmal zeigte, trat hier wohl zum ersten Mal offen und schrecklicher als sonst zutage. Die Anwesenheit und das Lehren Jesu brachte sie zum Ausbruch. In dem Ausdruck „ein Geist(Hauch) eines unreinen Dämons“ bezeichnete das Wort „Geist“ den Einfluss, das Wort „unreiner Dämon“ das Wesen des Satanischen.
Als ein Verderber erschien ihm der Erlöser. Es lag aber dem Herrn, wie auch später Seinen Knechten(Apg16, 18) fern, von dem Geist eines Dämons ein Bekenntnis oder Zeugnis anzunehmen. An besessenen Menschen, die vom Teufel so furchtbar gequält wurden, verwandte Jesus jede Liebesmühle, um ihnen zu helfen. Die Dämonen selbst jedoch hat der Herr in Vollmacht und Kraft bedroht, weil sie unverbesserlich sind. Auch du hast diese Autorität und Vollmacht von Jesus Christus erhalten. Du hast den Sieg über Dämonen und unreinen Geister, in der Autorität und Vollmacht Jesus Christus, und nur durch ihn. Aus dir heraus wirst du die dunkle Welt Satans nicht besiegen, nur durch Jesus Christus allein. Hierbei handelt sich nicht um den im Mittelalter und heute auch noch verübten Exorzismus, der den besessenen Menschen überwiegend auch ächtet. Sondern rein um die Autorität und Vollmacht Jesus Christus, in der Du in Jesu Namen gebietest und es wird weichen. Wobei du den Menschen immer in der Liebe Gottes begegnest. Die Liebe Gottes heilt seine Wunden wie ein Balsam.

Wo Gottes Geist waltet, stellt der Mensch seine Kraft freiwillig in den Dienst des Werkes Gottes. Wo aber ein Dämon haust wird der Mensch ein unfreiwilliges Werkzeug der finsteren Macht. Die Wut des Dämons teilt sich der Seele des Besessenen mit. Er muss zwangsmäßig die Gedanken des Dämons durch die sprachwerkzeuge äußern. Der Dämon ist ein gewaltiger Geist. Er schiebt den menschlichen Geist auf die Seite und führt an seiner Stelle ein unseliges, knechtendes Regiment. Aber Jesus erbarmt sie des Rasenden. Gebietend fuhr er ihn an mit den Machtspruch: Verstumme und geh von ihm. Da schüttelt der unreine Geist den armen Menschen. Er stürzt in die Mitte der Versammlung. Laute, grelle Töne entfahren ihm. Aber es war der letzte Wutanfall.

Die dämonische Macht ließ ihn fahren, und die grässliche letzte Szene, worin der unreine Geist ihn verderben zu wollen schien, hatte ihn nicht mindestens verletzt. Jetzt ergriff ein entsetztes Staunen die Versammelten. Dies ängstliche Staunen aller Augenzeugen ist ein Beweis dafür, dass die Heilung des Besessenen das erste Wunder dieser Art in Kapernaum war. Das Entsetzte Staunen alles Anwesenden machte sich in dem gegenseitigen Zuruf Luft, den du inn Lukas 4, 36 lesen kannst: Was ist das für ein Wort, dass er in Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern Befehl gibt und sie fahren aus?

Der Eindruck, den schon die Predigt gemacht hatte, wurde durch die Tat mächtig verstärkt. Auch deine Worte werden durch deine Taten stark verstärkt, denn in deinen Taten wird das Wort Gottes lebendig. Sei immer auch Täter des Wortes und nicht nur fruchtloser Hörer. Du hast alle Autorität und Vollmacht empfangen glaube daran und setzte sie auch ein. Gehe Schritt für Schritt voran, denn Glauben ist Stückwerk, umso mehr du voranschreitest, umso stärker und fester wirst du in Jesus Christus. Sei im kleinen Treu und Gott wird dir großes anvertrauen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm

Andacht vom 11. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Freue dich daran, dass du ein geliebtes Kind Gottes bist. Er ist immer und überall für dich da, du kannst immer so kommen wie du bist. Er holt dich dort ab wo du stehst, du brauchst dich nicht bemühen oder dich fein rausputzen!

Überprüfe deine Liebe!

1Johannes 4, 19-21
Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, - und seinen Bruder [doch] haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht!
Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.

„Du liebst, weil er als Erster geliebt hat“. Das Lieben ist nicht deine Empfindung und deine Kunst. Sondern du kannst nur lieben, weil Gottes Grundlose Liebe dich traf. Durch ihn kannst du mit ganzen Herzen Lieben und durch diese Liebe die Zuversicht bewahren in allem. Durch ihm empfängst du Liebe und Leben, dies soll allezeit in deinem Herzen geschrieben stehen. Gott liebt dich so sehr dass er für dich seinen einzigen Sohn geopfert hat(Joh3, 16), damit du Leben hast.

Gott ist bei der Schöpfung, Gott ist bei der Erlösung grundlegend der „erste“, der liebte, weil er „Liebe“ ist. Und er ist so auch in deinem persönlichen Leben bei deiner Errettung der „Erste“, der liebte und aus dir „Gottlosen, Sünder, Feind“ ein geliebtes Kind macht. Er ist auf deinem Lebensweg als Christ immer aufs Neue der, der zuerst mit seiner Liebe da ist, auch dann, wenn dich dein Herz verurteilt. Er gibt dir das neue Lieben und gibt es dir so, dass es „die Furcht ausstößt“.

Der Apostel Johannes sagt dir das mit aller Kühnheit der Zuversicht. Hierbei behält er den klaren Blick für die Zustände in der Gemeinde. Dort gab es damals unter gnostischen und mystischen Einflüssen Menschen, wie es sie zu allen Zeiten bis heute gibt: Menschen, die von ihrer Liebe zu Gott schwärmen und dabei lieblos gegen den Bruder und der Schwester sind. Von ihnen spricht Johannes mit aller Schärfe, wie er es des Öfteren in den Briefen tut: „Wenn du sagst: Ich liebe Gott und deinen Bruder hasst, ein Lügner bis Du“. Johannes hat solches „Sagen“ in den Gemeinden gehört. Aber das ist dann nur ein „Sagen“ ohne „Wirklichkeit“ und darum eine „Lüge“. An diesem Vorwurf „Lüge“ ändert sich nichts, auch wenn das „sagen“ subjektiv ein ganz erfülltes und begeistertes ist.

Die „Liebe zu Gott“, von der hier „gesagt“ wird, ist das nicht wirklich da, wenn zugleich der Bruder „gehasst“ wird. Du kannst dich dem Wort des Johannes auch nicht entziehen durch die Abwehr: Ich „hasse“ doch den Bruder gar nicht! Im 1Johannes 2, 9 steht: Wenn du sagt, dass du im Lichte seist, und [doch] deinen Bruder hasst, dann bist du noch immer in der Finsternis. Bei diesem Satz des Johannes müssen wir uns sofort sprachlich klar machen, dass hier wie an anderen Stellen der Bibel das Wort „hassen“ einen viel weiteren Sinn hat, als wir ihn heute in diesem Wort hören. Wenn wir etwa im Neuen Testament die Schilderung von Matthäus 6, 24 und im Alten Testament die Darlegung von 5 Mose 21, 15-17 lesen, wird uns schnell klar, dass es sich hier nicht um das handelt, was wir „Hass“ nennen. Die revidierte Luther Übersetzung darum in 5 Mose 21 von der „geliebten“ und der „ungeliebten“ Frau. Dem entsprechend vollzieht sich das „Hassen des Bruders“ bereits in allen Formen der „Lieblosigkeit“ ihm gegenüber: in der Kühle und Gleichgültigkeit, die nicht an ihm Anteil nimmt, in der Abneigung und Abwehr, die unter der Decke von Freundlichkeit doch eine innere Wand gegen ihn aufrichtet. Alles das fällt für Johannes schon unter das Wort „Hass“, wie es für Jesus in der Auslegung des 5. Gebotes schon ein „Töten“ des Bruders war.

Überdenke deine Beziehungen zu deinen Geschwistern neu und tue Busse, dort wo du schon nur eine neutrale Einstellung zu ihnen hast. Johannes hat klar gesehen: im Verhältnis zum Bruder oder Schwester gibt es keine Neutralität. „Neutralität“ wäre als solche schon Verweigerung der Liebe und in diesem Sinn bereits ein „Hassen“ des Bruders, die Verweigerung der Bruderschaft. Keiner kann sich dem Wort des Johannes damit entziehen, das es sagt, er „hasse“ doch seinen Bruder nicht. Du siehst wie wichtig die Bruder und Schwester Liebe ist im Reich Gottes, ohne sie liebst du Gott nicht, schaue der Wahrheit ins Auge und benutze die Liebe, die durch den Heiligen Geist in deinem Herzen ausgegossen ist. Gott hat dich so sehr geliebt, dass er das größte für dich geopfert hat und nicht nur für dich, sondern auch für deinen Bruder. Wenn Gott deinen Nächsten liebt, dann Liebe du ihn auch. Auch er ist eine einzigartige, wunderbare Schöpfung Gottes, denn du immer mit Anstand, Respekt und Liebe zu begegnen verpflichtet bist. Wenn dir das nicht möglich ist, dann liebst du auch Gott nicht.

Über den, der so „seinen Bruder hasst“, wird kein moralisches Urteil gefällt. Aber das allerdings wird als die eigentliche Wirklichkeit im Leben eines solchen Menschen festgestellt: „in der Finsternis ist er bis zur Stunde“. „Finsternis“, „Nacht“ sind umfassende Bildworte und sollen es bleiben. Es gibt vieles, was „finster“ und „nächtlich“ ist in der Welt. Aber es wird im biblischen Wort nicht in erster Linie an äußeres Dunkel in Leid und Not gedacht. Das „Hassen des Bruders“ ist zentrales Wesen der „Finsternis“, wie das „Lieben wesentlich zum Leuchten „Licht“ gehört.

Jetzt fragst du dich, aber kann nicht echte Liebe zu Gott vorhanden sein, auch wenn mein Herz gegen meinen Bruder gleichgültig oder ablehnend ist? Muss die behauptete Liebe zu Gott dann immer „Lüge“ sein? Johannes geht auf diesen Einwand ein und begründet seinen harten Satz. „Denn der seinen Bruder nicht liebt(oder: nicht lieben mag), den er sieht, der ist nicht imstande, Gott zu lieben, den er nicht sieht“.

Es ist ein Schluss vom Geringeren auf das Größere, vom Leichten auf das Schwere. Wenn du nicht einmal fertig bekommst, deinen Bruder zu lieben, der sichtbar vor dir steht, wie willst du den unsichtbaren Gott lieben können? Der Schluss scheint auf dem ersten Blick, freilich nicht treffend zu sein. Ist es nicht doch „leichter“, den wunderbaren liebenden Gott dankbar wiederzulieben, als den Bruder, der gerade mit seinen Fehlern und seien schwierigen Seiten so „sichtbar“ vor dir steht? Und doch hat Johannes Recht. Eine Liebe zu Gott ist sicher leichter zu „behaupten“ weil sie durch Gottes Unsichtbarkeit nicht nachzuprüfen ist. Es ist leicht von ihr zu schwärmen. Aber ist Fantasie, subjektive Einbildung, wenn sie sich nicht dokumentiert in der Liebe zum Bruder oder zur Schwester.

„Liebe“ wenn sie da ist und lebt, kann immer nur „lieben“, welchen „Objekt“ sie auch begegnet! Sie kann nicht nach der einen Seite hin „lieben“ und nach der anderen hin „hassen“. „Liebe“ ist ein Zustand und eine Richtung deines ganzen Denkens, die sich dem „sichtbaren Bruder“ gegenüber sichtbar zeigen muss, wenn sie überhaupt da ist. Andernfalls ist sie bloßes „Gefühl“ ohne Wirklichkeit und wird zur „Lüge“, sofern sie doch als vorhanden behauptet wird.

Die Liebe Gottes, ist in deinem Herzen ausgegossen(Röm5, 5). Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, größer ist kein Gebot (Markus12, 31). Bete dass du allezeit, immer und überall den Menschen mit Liebe entgegentreten kannst. Dass Gott dir in deiner Schwachheit hilft, die Liebe in deinem Herzen anzuwenden. Denn Liebe ist der Schlüssel zu allem.

Ich bekenne die Liebe aus dem 1 Korintherbrief 13, 4-7 über dich und dein Leben, sie soll in dir Gestalt gewinnen:

Deine Liebe sei langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf;

Deine Liebe sei nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;

Dein Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;

Deine Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 10. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Solange es an dir liegt halte Frieden mit jedermann, bei allem liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Nehme dich wenn es notwendig ist, auch mal ein oder zwei Schritte zurück, bei allen soll Jesus Christus der Mittelpunkt!

Strecke dich nach der Einheit aus!

Lukas 4, 16-19
Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.
Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht:
«Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen;
zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.»

Von dem Heiligen Geist, der in der Taufe in einzigartiger Weise, ohne Maß in Fülle auf den Herrn gekommen ist, weiß sich der Heiland fort und fort ohne Unterbrechung beherrscht. Hier siehst du, wie dicht beieinander der Herr und der Geist sind, ja wie beide sozusagen eines sind.
Strecke auch du dich nach dieser Einheit aus, strecke dich nach Heiligkeit aus. Der Geist wird dich in die Heiligkeit führen, in die Heiligkeit des Herrn, denn Gott ist Heilig, so sei auch du Heilig. Heiligkeit sollte höchste Priorität in deinem Leben haben, keine Scheinheiligkeit, nach dem Motto außen hui und innen pfui. Bete dass der Heilige Geist dir hilft jeden Tag in die Heiligkeit hinein zuwachsen. Umso mehr du in die Heiligkeit wächst umso inniger wird deine Beziehung zu Jesus Christus, umso mehr wird Gottes Wille auch dein Wille. Gott gibt dir dass Wollen und das Gelingen(Phil2, 13), bitte den Heiligen Geist in allen um Hilfe, denn nur dann wird es dir gelingen. Sei auch eins mit deinen Geschwistern im Herrn, mit den du den Weg des Glaubens gemeinsam gehst. Jesus sagt wir sollen eins sein, wie er mit den Vater eins ist(Joh17, 21). Hieran erkennst du die tiefe Wichtigkeit der Einheit.

Was bedeutet es, dass hier die Rede ist nicht vom Heiligen Geist, sondern vom Geist des Herrn? Antwort: Es soll hier sicherlich die göttliche Dreieinigkeit zum Ausdruck gebracht werden. Es ist der Geist(Heiliger Geist), der Herr, das ist Gott Vater(Im Alten Testament wird Gott Vater, immer wieder Herr genannt), dann Jesus, der Sohn Gottes, auf dem der Geist ruht, drei Personen und doch Eins! Die eine Person Jesus ist so vom Geiste und von Gott erfüllt, dass der Ausdruck: „der Geist des Herrn ruht auf mir“, die Wesenseinheit der göttlichen Dreieinigkeit ausmacht. Ein anbetungswürdiges Geheimnis!

Er hat mich gesalbt. Jesus von Nazareth ist „der Christus“, d.h. der Gesalbte schlechthin. Als der Christus, d.h. der Gesalbte, ist er der wahre und einzige Hohepriester, der wahre und einzige Prophet der wahre und einzige König. Alle drei wurden im Alten Testament gesalbt ihrem Amt. Jesus umfasste alle drei Ämter in seiner Person in vollkommener und vollendeter Weise. Im Gegensatz zu den Vorstellungen von der Herrschaft des Gesalbten, des Messias, als einer mit weltlichen Mitteln herzustellenden Weltherrschaft, weiß er und lehrt er durch die Verlesung des alttestamentlichen Textes, dass es das Wort des Vaters ist und der Geist Gottes es ist, wodurch Jesus die ewige Königherrschaft Gottes aufrichten soll und will. Halleluja gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit, er ist der König Könige aller Könige. Er ist der Herrscher und Richter über alles, durch ihn wurde alles erfüllt. Es gibt keine Worte um die Herrlichkeit Jesus Christus in Worte zu fassen, weil es die Worte nicht gibt.

Das zweite, was Jesus darum zur Kennzeichnung der ihm befohlenen Verkündigung sagt, ist, dass er den Armen den Verlangenden und Bettelnden, d.h. solchen, die in Schwachheit und gedrückter Herzensverfassung sich befinden und darum Hilfe flehend vor Gott sich beugen, eine gute, gerade sie erfreuende Botschaft zu bringen hat. Jesus Predigt- und Heilungsdient war dazu bestimmt, allen menschlichen Nöten zu begegnen.

Dieser Dienst findet nun seine Fortsetzung durch Christi Geist erfühlte Nachfolger. Durch die Kraft des Geistes bist du in der Lage, die schrecklichen Nöte und das Elend, das die Sünde und die Macht Satans mit sich brachte, zu erkennen und eine Antwort darauf zu geben. Als ein Ergebnis davon bringst du Hoffnung und Hilfe zu jenen, die in Sünde versklavt, zerbrochenen Herzens, geistlich blind und körperlich beeinträchtigt sind. Du bist ein lebendiges Zeugnis Jesus Christus hier auf Erden, achte bei allem was du tust darauf. Du bist ein Kind Gottes, ein Königskind, achte bei allem darauf. Vertrete Gottes Reich hier auf Erden, denn du bist ein Botschafter an seiner statt, an dir sollen die Menschen erkennen wer Jesus Christus ist, achte bei allen darauf. Lasse dir bei allem vom Heiligen Geist helfen, er will dich leiten und führen. Er gibt dir die Kraft die du brauchst, er wirkt in den Schwachen mächtig, gebe dich ihm als Werkszeug ganz hin.

Ich möchte noch zwei Dinge erwähnen bevor wir zum Abschluss der heutigen Andacht kommen.

1. Es entsprach der Gewohnheit Jesu, dass er am Sabbat in die Synagoge ging. Es muss viele Dinge gegeben haben, die ihm dort radikal missfielen und ihm wurmten, aber er ging trotzdem hin. Der Gottesdienst in der Synagoge mag alles anders als vollkommen gewesen sein, doch Jesus versäumte nie, an dem Gott bestimmten Tag gemeinsam mit den anderen Menschen Gott anzubeten. Versäume auch du die Versammlung nicht, habe Gemeinschaft mit deinen Geschwistern. Es ist nicht alles perfekt, für niemanden, jeder hat seinen eigenen Anspruch, aber du gehörst mit ihnen zusammen, es sind deine Geschwister im Herrn, ihr seid zur Gemeinschaft berufen. Es gibt keine Einzelkämpfer, mit einer Sonderoffenbarung im Reich Gottes, alles muss der Bibel standhalten und sonst nichts.

2. Wenn du den Abschnitt aus Jesaja, den Jesus vorlas, ansiehst, erkennst du sofort den Unterschied zwischen Jesus und Johannes den Täufer. Johannes predigte vom Jüngsten Gericht, und bei seiner Botschaft muss die Menschen Entsetzen gepackt haben. Jesus dagegen brachte das Evangelium, die frohe Botschaft. Auch Jesus kannte Gottes Zorn, aber stets war es der Zorn der Liebe. Beides hat seine Berechtigung, Jüngstes Gericht und die frohe Botschaft, beides gehört unzertrennlich zusammen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)