Andacht vom 27. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Strecke dich in allem was du tust, nach der Liebe aus die in deinem Herzen durch den Heiligen Geist ausgegossen worden ist(Röm5,5). Reinige dich durch das Wasserbad des Wortes, damit du abnimmst und Jesus Christus in die Gestalt gewinnst!

Reinige dich durch das Wasserbad des Wortes!

Lukas 6, 39-46
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen?
Der Jünger ist nicht über dem Meister; wenn er aber ganz vollendet ist, so wird er sein wie sein Meister.
Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, den Balken aber in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, halt, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du doch den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann magst du sehen, wie du den Splitter herausziehst, der in deines Bruders Auge ist!
Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt.
Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben.
Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen [Schatze seines Herzens] das Böse hervor. Denn was das Herz voll ist, des geht sein Mund über.
Was heißet ihr mich aber «Herr, Herr» und tut nicht, was ich sage?

Wir lesen diese Stelle wie eine Reihe getrennter Aussagen. Dafür gibt es zwei Erklärungen. Es kann durchaus sein, dass Lukas an dieser Stelle Aussprüche Jesu gesammelt hat, die er bei verschiedenen Anlässen gemacht hat, um uns damit eine Art Leitfaden verschiedener Lebensregeln in die Hand zu geben. Es ist aber auch möglich, dass wir hier ein Beispiel für die jüdische Predigtweise vor uns sehen. Die Juden nannten das Predigen Charaz, Perlen aufziehen. Die Rabbinen waren der Ansicht, dass der Prediger nur ganz kurz bei einem Gegenstand verweilen und um das Interesse seiner Zuhörer ständig wachzuhalten, schnell von einem zum anderen Thema überspringen solle. Jüdische Predigten erscheinen uns daher oft ziemlich zusammenhangslos.

Der Abschnitt zerfällt in vier Teile.

1. Vers 39 und 40. Jesus mahnt seine Zuhörer daran, dass kein Lehrer seine Schüler über das hinausführen kann, was er selbst erreicht hat. Das ist für uns eine doppelte Mahnung. Wenn du etwas lernen willst, musst du dich stets an den besten Lehrer halten; er allein wird dich am meisten fördern. Wenn du selbst lehrst, darfst du nie vergessen, dass du nicht lehren kannst, was du selbst nicht kennst. Am besten und am tiefsten lehrst du durch dein eigenes Leben, durch dein sein. Als lebendiges Lehrobjekt wirst du anderen Menschen viel vermitteln.

2. Vers 41 und 42. Sie sind ein Beispiel für den Humor Jesu. Jesus muss das Gleichnis vom Mann mit dem Balken im eigenen Auge, der versuchte, den Splitter aus seines Bruders Auge zu ziehen, mit einem Anflug von Lächeln erzählt haben. Jesus lehrt dich damit, dass du kein Recht dazu hast, jemanden zu verurteilen, wenn du selbst nicht ohne Fehler bist. Das heißt ganz einfach, dass du überhaupt kein Recht hast, Menschen zu verurteilen, weil „auch am besten Menschen noch so viel Tadelnswertes ist und so viel Gutes an dem schlechtesten Menschen, dass es jedem von uns schlecht ansteht, bei den anderen nach Schuld zu suchen. Veränderung beginnt bei Dir und nicht bei den anderen, schaue immer auf dich allein und versuche es zu ändern. Mit der Hilfe des Heiligen Geistes wird es dir auch gelingen.

3. Vers 43 und 44 erinnern uns daran, dass der Mensch nur nach seinen Taten beurteilt werden kann. Zu einem Lehrer wurde einmal gesagt: „Ich kann nicht verstehen, was sie sagen, weil ich immer nur vor Augen habe, was sie sind“. Predigt und Lehre sind nur glaubwürdig, wenn Lehrer und Prediger glaubwürdig sind. Schöne Worte können gute Taten nicht ersetzen. Das ist auch heute sehr wichtig. Wir fürchten uns vor der Bedrohung durch die Islamisierung, Kommunismus und andere weltanschauliche Bewegungen. Durch Bücher und Streitschriften werden wir sie nie besiegen und auch nicht durch Diskussionsgruppen. Die einzige Möglichkeit, die Überlegenheit des christlichen Glaubens zu beweisen, besteht darin, dass wir durch unser Leben beweisen, dass er die Menschen besser macht. Lebe das Wort, damit die Menschen an dir sehen können, wer Jesus Christus ist. Indem sie an dir erkennen wie dein Glauben dich positiv verändert hat. Das Wort ist zu nichts nutze wenn es nur ein Wort bleibt, aber es bewirkt viel, wenn Du es lebst wenn die Buschstaben anfangen herumzulaufen durch dich.

4. Vers 45 erinnert Jesus die Menschen daran, dass die Worte, die über ihre Lippen kommen, letztlich nur ein Ausfluss ihres Herzens sind. Niemand kann von Gott sprechen, wenn der Geist Gottes nicht in seinem Herzen wohnt. Nichts verrät mehr über das Herz eines Menschen, als wenn er unvorbereitet und ohne jedes Wort sorgfältig zu überlegen das sagt, was ihm gerade in den Sinn kommt. Wenn du jemanden bittest, dir den Weg nach einem bestimmten Ort zu erklären, sagt der eine vielleicht, das es nicht weit von der und der Kirche entfernt sei; ein anderer, nicht weit entfernt von dem und dem Kino; ein dritter, in der Nähe dieses oder jenes Fußballplatzes; und ein vierter schließlich, neben dem oder jenem Wirtshaus. Wie eine solche zufällige Frage beantwortet wird, beweist uns am besten, welche Richtung die Gedanken eines Menschens von selbst einschlagen, und welche Dinge ihm am Herzen liegen. Unsere Sprache verrät uns. Ich finde das miteinander Arbeiten sagt auch viel über Menschen aus, in dem Moment wo Schwierigkeiten auftreten, wie sie dann reagieren, viele poltern dann plötzlich mit Fluchen heraus und schimpfen vor sich herum. Eben noch heilige wohlbedachte Worte gesprochen und plötzlich tritt eine unvorhersehbare Schwierigkeit auf und dass Heiligen Kartenhaus bricht zusammen. Reinige dich durch das Wasserbad des Wortes(Eph5, 26), damit alles was dich von Jesus Christus trennt, geheiligt wird.

Das Herz, welches das Zentrum deines Seins darstellt, wer du innerlich wirklich bist, bestimmt dein äußeres Verhalten und muss verändert oder umgewandelt werden, um Gottes Maßstab und Absichten zu entsprechen(Mk7, 20-23). Ohne innere Umkehr kann du niemals Gottes Willen tun und seine Absichten für dein Leben erfüllen(vgl. Jer24, 7; 31, 33; 32, 39; Ez36, 23. 27; Mt7, 16-20; 12, 33-35; 15, 18-19; 21, 43; Lk1, 17; Röm6, 17). Im Gegensatz zu den Überzeugungen und Meinungen von vielen in der Welt ist die Menschheit im „Grund ihres Herzens“ nicht gut. Die Bibel sagt eindeutig, dass das von Gott losgelöste Herz „abgründig und voll Unheil ist“(Jer17, 9). Seit der Zeit, als die ersten Menschen sich Gott widersetzten und Sünde in die Welt kam, die alle Menschen erfasste, kann unseren Herzen nicht getraut werden, wenn sie nicht unter Gottes Leitung sind. Stecke dich in allem nach Heiligung aus, denn Gott ist Heilig, so sei auch du Heilig, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 26. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Genieße die Liebe Gottes in allem, sei dir immer ganz tief bewusst, du bist ein geliebtes Kind Gottes. Darauf kannst du immer vertrauen, nichts und niemand werden dich jemals trennen von der Liebe Gottes!

Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen!

Lukas 6, 27-38 

Euch aber, die ihr zuhöret, sage ich: Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen;

segnet, die euch fluchen, und bittet für die, welche euch beleidigen!

Dem, der dich auf den Backen schlägt, biete auch den andern dar, und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch den Rock nicht.

Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück.

Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, tut auch ihr ihnen gleicherweise.

Und wenn ihr die liebet, die euch lieben, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder lieben ihre Liebhaber.

Und wenn ihr euren Wohltätern Gutes tut, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder tun dasselbe.

Und wenn ihr denen leihet, von welchen ihr wieder zu empfangen hoffet, was für eine Gnade habt ihr? Denn auch die Sünder leihen den Sündern, um das Gleiche wieder zu empfangen.

Vielmehr liebet eure Feinde und tut Gutes und leihet, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilet nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprechet los, so werdet ihr losgesprochen werden!

Gebet, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man euch in den Schoß geben. Denn mit eben dem Maße, mit welchem ihr messet, wird euch wieder gemessen werden.

Keines der Gebote Jesu ist so heftig erörtert worden und hat so viele Auseinandersetzungen ausgelöst wie das Gebot der Feindesliebe. Bevor wir es befolgen können, müssen wir herauskommen, was damit gemeint ist. Im Griechischen gab es drei Wörter für lieben. Das Wort „eran“ bezeichnete die leidenschaftliche Liebe, die Liebe eines Mannes für eine Frau. Mit dem Wort „philien“ wurde die Liebe zu den nächsten und liebsten Menschen, die Zuneigung des Herzens bezeichnet. An dieser Stelle wird jedoch keines dieser beiden Wörter gebraucht, sondern vielmehr das Wort „agapan“ für dessen Übersetzung wir einen ganzen Absatz brauchen.

„Agapan“ ist ein Ausdruck tätigen Wohlwollens gegenüber einem anderen Menschen. Es besagt, dass du stets nur das Beste dieses Menschen im Auge haben sollst, ohne Rücksicht darauf, wie er sich dir gegenüber verhält, was er dir antut. Entschlossen wirst du dein Ziel verfolgen, gut und freundlich zu ihm zu sein. Diese Wortwahl ist bezeichnend. Du kannst deine Feinde nicht in der gleichen Weise liebe, wie du die dir am nächsten und liebsten Menschen liebst. Das wäre unnatürlich, unmöglich, ja, sogar falsch. Doch du kannst ohne Rücksicht darauf, was ein Mensch dir getan hat, selbst wenn er dir nach dem höchsten Gut trachtet. Aus dieser Stelle geht eines ganz deutlich hervor. Die Liebe, die du für deine Liebsten empfindest, ist nicht dein Verdienst, sie fällt dir zu. Die Liebe zu deinen Feinden dagegen ist nicht nur eine Sache des Herzens, sondern auch des Willens. Nur durch die Gnade Jesus Christi gelangst du dorthin. Du musst dich dafür entscheiden und Jesus Christi hilft dir es zu vollziehen. Gott gibt das Wollen und das Gelingen(Phil2, 13), es ist nicht deine eigene Kraft, sondern die dir gegebene Kraft von Gott. Sei dir der tiefe dieser Stelle vom ganzen Herzen immer Bewusst wenn du sie liest. Lasse sie groß werden in deinem Herzen, damit sie sich verwurzelt und dein Handeln bestimmt.

Dieser Abschnitt berührt zwei wesentliche Sachverhalte der christlichen Ethik.

  1. Die christliche Ethik ist eine positive Sittenlehre. Sie besteht darin, etwas zu tun und nicht darin, etwas nicht zu tun. Jesus hat dir die goldene Regel geschenkt, nach der du anderen nur das antun sollt, was du dir umgekehrt auch von ihnen wünscht. Diese Lebensregel findet sich bei vielen Schreiben vieler Glaubensbekenntnisse in der negativen Formulierung. Dem jüdischen Gelehrten Hilel bat einmal ein Mann, ihn in aller Kürze das Gesetz zu lehren. „Was dir selbst verhasst ist, das füg auch keinen anderen zu“, antwortete der Gelehrte. „Da hast du das ganze Gesetz. Alles Übrige sind nur Erläuterungen“. Und der jüdische-hellenistische Philosoph Philo von Alexandrien hat es so ausgedrückt: „Was du selbst nicht erdulden möchtest, das tu auch keinem anderen an“. Von dem griechischen Redner Isokrates stammt die Formulierung: „Alles, was dich erzürnt, wenn du es von anderen erdulden musst, füg auch selbst keinem anderen Menschen zu“. Als Konfuzius gefragt wurde: „Gibt es ein Wort, das als Lebensregel für das ganze Leben genügt?“ antwortete er: „Ist nicht Gegenseitigkeit ein solches Wort? Was du dir selbst nicht zufügen lassen möchtest, das füg auch anderen nicht zu“. Alles diese Formulierungen sind negativ. Es ist nicht übermäßig schwer, sich solcher Handlungsweisen zu enthalten; doch es ist etwas völlig anderes, wenn du stattdessen dazu übergehst, dich anderen gegenüber in deinem Tun so zu verhalten, wir du es dir von ihnen auch wünscht. Der Kern christlichen Verhaltens besteht darin, dass es sich nicht darin erschöpft, das Böse zu unterlassen, sondern vielmehr von dir fordert, das Gute zu tun.
  2. Die christliche Ethik basiert auf dem Außergewöhnlichen. Jesus zählt die üblichen Verhaltensweisen auf und tut sie dann mit der Frage ab: „Was für ein Verdienst ist daran?“ Sehr häufig behaupten Menschen, ebenso gut wie ihre Nachbarn zu sein. Das trifft sehr wahrscheinlich zu. Doch die Frage Jesus lautet: „Um wieviel bist du besser als die anderen?“ Du darfst dich also nicht mit deinen Nachbarn vergleichen, diesem Vergleich hältst du unter Umständen durchaus stand, du musst Gott zum Maßstab nehmen und ihm gegenüber sind wir alle im Verzug!

Was veranlasst uns zu solchen christlichen Verhalten?

Der Wunsch, nach Gottes Willen zu handeln, denn auf solche Weise wirkt Gott selbst durch dich. Gott lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Er ist freundlich gegen Menschen, die ihm Freude und ebenso zu Menschen, die ihm Kummer bereiten. Gottes Liebe umschließt die Frommen und die Sünder. Diese Liebe ist’s, der du nacheifern sollst. Wenn du auch für deine Feinde nur nach dem höchsten Gut trachtest, dann wirst du wahrhaft zum Kind Gottes, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 25. Jnauar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Alles was du beginnst sollst du auch zu Ende führen, dann wird es auch für die anderen und für dich zum Segen werden. Sei im kleinen Treu, dann wird dir Gott großen anvertrauen, aber sei im kleinen Treu. Treue ist ein wichtiger Baustein deines Glaubens, denn Gott ist Treu, so sei auch du Treu. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht(Lk16, 10).

Ist dein ganzes Augenmerk auf den Lohn dieser Welt gerichtet oder auf Christus?

Lukas 6, 20-26 

Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer!

Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt gesättigt werden! Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet; denn ihr werdet lachen!

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen.

Freuet euch alsdann und hüpfet! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben ihre Väter den Propheten getan.

Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin!

Wehe euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern! Wehe euch, die ihr jetzt lachet, denn ihr werdet trauern und weinen!

Wehe euch, wenn alle Leute wohl von euch reden! Ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten.

Die Predigt auf dem Felde, wie sie Lukas berichtet, ähnelt der Bergpredigt bei Matthäus Kapitel 5-7, außerordentlich. Beide beginnen mit einer Reihe von Seligpreisungen. In der Formulierung unterscheiden Matthäus und Lukas sich wohl im Einzelnen, aber in der Wirkung stimmen sie völlig überein.

Weil wir sie oft gelesen haben, ist uns jedoch vielfach gar nicht mehr bewusst, wie umwälzend sie sind. Sie sind etwas völlig anderes als Gesetze, die ein Philosoph oder ein vorbildlich weiser Mensch aufzustellen vermag. Jede der Aussagen ist eine Herausforderung. Der bekannte Theologe Deißmann hat davon gesprochen, dass sie in einer geradezu elektrisch geladenen Atmosphäre gesprochen worden seien. Sie seien nicht wie stille Sterne, sondern flammende Blitze, gefolgt vom Donner der Überraschung und des Staunens. Sie stellen die gültigen Maßstäbe buchstäblich auf den Kopf. Die Menschen, die Jesus Elende nannte, pries die Welt glücklich, und die Menschen, die Jesus seligpries, nannte die Welt Elende. Wenn wir uns nur einmal vorstellen, was es heißt: alle Wertmaßstäbe dieser Welt umzustoßen. Stelle dir das mal in deinem tiefsten inneren vor, Jesus kommt und schmeißt alle deine Wert und Norm Vorstellungen über den Haufen und justiert dich völlig neu. Das ist das was Jesus mit dir macht, wenn du ihm vom ganzen Herzen nachfolgst, du hast mit den Wert- und Normvorstellungen der Welt nichts mehr zu tun. Da wo sie sich ab eifern und in völliger Konkurrenz zu einander stehen, bleibst du ruhig und gelassen, in der Ruhe und im Frieden Jesus Christus.

Wo finden wir das Schlüsselwort, das uns diese Aussagen erschließt? Es steht im Vers 24. Jesus sagte: „Weh euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin“. Jesus verwendet für haben ein Wort, das gebraucht wurde, wenn man eine Zahlung in voller Höhe erhalten hatte. Es stammte aus der Kaufmannssprache und der Händler schrieb, wenn er den vollen Betrag erhalten hatte. Jesus will damit sagen: „Wenn dein Herz an den Dingen dieser Welt hängt und du alle deine Kräfte einsetzt, um ihre Schätze zu gewinnen, so wirst du sie schließlich auch empfangen, aber das ist dann auch alles“. In der modernen Formulierung heißt es denn auch ganz bezeichnend: „Du hast sie gehabt“. Wenn du dagegen darauf bedacht bist, alle deine Kräfte daran zu setzen, Gott bis zum Äußersten treu zu bleiben und ebenso Christus, dann wirst du dadurch zwar immer wieder Schwierigkeiten geraten; und gemessen an den Maßstäben der Welt magst du unglücklich sein, aber dein Lohn steht noch aus; er wird ewige Freude heißen.

Du stehst hier ständig vor Entscheidungen. Schon in der Kindheit fängt es an und geht durch dein ganzes Leben so weiter bis zum Tode.

Willst du den bequemen Weg wählen oder willst du den beschwerlichen Weg wählen, der mühselig und oft leidvoll ist?

Willst du nur das Vergnügen und den Gewinn des Augenblicks oder bist du bereit, sie um eines größeren Gottes Willen zu opfern, auf sie zu verzichten und auf die Zukunft sehen.

Ist dein ganzes Augenmerk auf den Lohn dieser Welt gerichtet oder auf Christus?

Wenn du dich für den Weg dieser Welt entscheidest, musst du bereit sein, auf die Schätze des Himmels zu verzichten. Jesu war nicht im Zweifel darüber, welcher Weg zur Seligkeit führt. Jesus hat seinen Jüngern drei Dinge versprochen: Furchtlosigkeit, Seligkeit und Mühsal. G. K Chesterton, den seine Grundsätze ständig in neue Schwierigkeiten brachten, hat einmal gesagt: „Mir macht heißes Wasser nichts aus, Es hält sauber!“

Jesus lehrt, dass die himmlische Freude alle irdische Mühsal mehr als wegmacht. Paulus hat es oft so ausgedrückt: „Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft uns eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit“(2Kor4, 17). Die Seligpreisungen richten die herausfordernde Frage an uns: „Willst du nach den Maßstäben der Welt oder im Sinne Jesus Christi glücklich werden!“, Maranatha!

Gottes Segen, Schutz und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 24. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Solange es an dir liegt, halte Frieden mit jedermann. Behandle jeden Menschen so wie du auch behandelt werden möchtest!

Jesus beruft die Jünger, auch du bist berufen!

Lukas 6, 12-19

Es begab sich aber in diesen Tagen, daß er hinausging auf den Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.

Lk 6,1Und als es Tag geworden, rief er seine Jünger herzu und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte:

Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,

Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, genannt Zelotes,

Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Ischariot, der zum Verräter wurde.

Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer großen Schar seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste, von Tyrus und Zidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten;

und die, welche von unreinen Geistern geplagt waren, wurden geheilt.

Und alles Volk suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle.

Jesus beruft die Jünger. Es ist interessant und heilsam zugleich, einmal zu untersuchen, warum er sie erwählte, denn bis auf den heutigen Tag hat sich an den Gründen, aus denen Jesus Menschen braucht, und an den Absichten, die er mit den Menschen verfolgt, die bereit sind, ihm zu folgen, nichts geändert.

Markus 3, 14 lesen wir, dass er sie, zu sich rief, damit sie bei ihm sein sollten. Das bedeutet zweierlei. a) Jesus rief sie als Freunde zu sich. Es ist erstaunlich, dass Jesus der menschlichen Freundschaft bedurfte. Ein Kernstück des christlichen Glaubens besteht darin, dass wir in aller Ehrfurcht und Bescheidenheit sagen dürfen, dass Gott ohne Menschen nicht froh sein kann. Gott hat uns Menschen geschaffen, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben. Weil Gott unser Vater ist, bleibt in seinem Herzen solange ein leerer Platz, bis auch der letzte Mensch zu ihm heimgefunden hat. Ich sage nicht dass alle finden werden. Aber Gott möchte das kein Mensch verloren geht und alle zu Erkenntnis der Wahrheit kommen(1Tim2, 4), das ist sein Wunsch und dein Auftrag, Menschen allezeit das Evangelium zu verkündigen. b) Jesus wusste, dass sein Ende Nahe war. Hätte er zu einer späteren Zeit gelebt, hätte er unter Umständen ein Buch geschrieben, dass seine Lehre über dir ganze Welt verbreitet hätte. Aber zu der Zeit, in der er lebte, waren die Männer, die er auswählte, dazu berufen, seine Botschaft in sich aufzunehmen. Sie waren lebendige Bücher für ihn. Sie sollten ihn begleiten, damit sie eines Tages seine Botschaft allen Menschen übermitteln konnten. Wie du wohl schauen würdest, wenn es bei dir heute heißen würde „eine E-Mail von Jesus in deinem Postfach“ oder „Jesus Christus hat dir eine Freundschaftsanfrage“ bei Facebook gestellt, oder bei dir an der Tür klingeln würde, mit der Mitteilung du bist berufen, folge mir nach. Aber an den Jüngern siehst du was es heißt berufen zu sein, „folge mir nach“, verbringe den ganzen Tag und die ganze Nacht mit mir, weiche mir nicht von der Seite, sei immer da. Das bedeutet berufen zu sein und Jesus Christus nachzufolgen. Nicht nur wenn du Lust und Zeit für Jesus hast, nicht nur sonntags in der Gemeinde, sondern allezeit.

Jesus wählte sie unter seinen Schülern aus. Ein Schüler ist jemand, der etwas lernt. Sie sollten diejenigen sein, die ständig mehr von ihm und über ihn erfuhren. Christ bist du, wenn du dich dein ganzes Leben hindurch bemühst, etwas von dem Herrn zu lernen, dem du eines Tages von Angesicht zu Angesicht begegnest und den du als den erkennen wirst, der er ist. Höre niemals auf von Jesus Christus zu lernen, sei ein wahrer Nachfolger, der das gelernte in seinem Leben in die Tat umsetzt. Denn ansonsten hat das Wort Gottes wenig Sinn, wenn es nicht gelebt werden würden in allem.

Jesus berief sie als Apostel zu sich. Mit dem griechischen Wort apostolos bezeichnet man jemanden, der ausgesandt wird, einerlei, ob es ein einfacher Bote oder ein Botschafter ist. Die Apostel sollten also seine Botschafter bei den Menschen sein. Ein kleines Mädchen, das im Kindergottesdienst von den Aposteln gehört und das Wort nicht ganz richtig verstanden hatte, weil es noch sehr klein war, erzählte den Eltern zu Hause, es habe etwas von Jesus Musterbeispielen gehört. Ein Botschafter steht in einem fremden Land tatsächlich stellvertretend für sein Land da, für das er auch sprechen muss. Er ist in ganz besonderem Maße ein Musterbeispiel  seines Landes. So sind auch du und alle Christen aufgerufen, Botschafter Christi, ein Musterbeispiel zu sein, nicht nur mit den Worten, sondern mit deinem ganzen Leben und mit deinen Taten.

Von den Zwölf selbst wollen wir uns zwei Dinge merken,

  1. Sie waren ganz einfache Männer. Es befand sich weder ein reicher noch ein berühmter noch ein einflussreicher Mann unter ihnen; sie hatten auch keine besondere Erziehung genossen, sondern waren Männer aus dem Volk. Es ist, als ob Jesus damit habe sagen wollen: „Gebt mir zwölf Durchschnittsmenschen (bitte nicht falsch verstehen), dann will ich die Welt verwandeln“. Das Werk Jesu liegt nicht in den Händen von Menschen, die in der Welt als bedeutend gelten, sondern in der Hand von Durchschnittsmenschen, wie auch ich es bin. Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person(Röm2, 11), es gibt keinen Menschenkult, wie es ihn unter uns Menschen zu tausenden gibt. Alles was irgendwie aus der Masse hervorsticht wird angebetet. Selbst in den Gemeinden ist es so, alle Gemeinden ringen um den einen besonderen Prediger, der ach so ein großes Zeugnis sein muss, den müssen wir bei uns in der Gemeinde haben, unbedingt.
  2. Es war eine bunte Gesellschaft, ein merkwürdiges Gemisch. Greifen wir nur einmal zwei von ihnen heraus. Matthäus war ein Zöllner, galt also als Verräter und Abtrünniger seines Landes. Simon war Zelot; die Zeloten waren fanatische Nationalisten, die sich geschworen hatten, jeden Überläufer und Römer dessen sie habhaft werden konnten, umzubringen. Es gehört zu den Wundern der Macht Jesu Christi, dass Matthäus und Simon Zelotes friedlich in der so engen Gemeinschaft der Apostel miteinander lebten. Wenn Menschen wirklich Christen sind, können auch Personen, die sich nach Charakter und Typ wesentlich voneinander unterscheiden, in Frieden miteinander auskommen. Von dem englischen Schriftsteller Gilbert Chesterton und seinem Bruder Cecil wird berichtet: „Sie hatten ständig Auseinandersetzungen miteinander, aber sie stritten sich niemals“. Nur in Jesus Christus lässt sich das Problem des menschlichen Zusammenlebens lösen, und das liegt daran, dass selbst grundverschiedene Menschen miteinander verbunden sein können, weil beide Jesus Christus lieben.

Wenn wir Jesus Christus wirklich lieben, werden wir uns auch untereinander lieben. Denn jeder einzelne ist eine wunderbare Schöpfung Gottes, alle Menschen werden von Gott geliebt. Hast du auch noch so große Schwierigkeiten mit einen Bruder oder Schwestern, du bist doch, durch den Herrn mit ihnen verbunden, zusammen seid ihr der Leib Christi, seine Gemeinde. Ist dir, es nicht möglichen deinen Bruder oder Schwester zu lieben, gehe ins Gebet und kehre um, von deinen falschen Wegen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 23. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Woche. Der Herr segne deine Hände Arbeit und alle deine Schritte die du gehst. Alles was du tust, soll dir und den anderen zum Segen sein!

Jesus Christus soll der Mittelpunkt deines Glaubens sein!

Lukas 6, 6-11 

Es begab sich aber an einem andern Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte; und daselbst war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war.

Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer gaben acht auf ihn, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage wider ihn zu finden.

Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Und er stand auf und stellte sich dahin.

Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu verderben?

Und indem er sie alle ringsumher ansah, sprach er zu ihm: Strecke deine Hand aus! Der aber tat es, und seine Hand wurde wieder gesund, wie die andere.

Sie aber wurden ganz unsinnig und besprachen sich miteinander, was sie doch Jesus antun könnten.

Die Widersacher Jesu machten mittlerweile schon kein Hehl mehr aus ihrer Opposition. Als Jesus am Sabbat in die Synagoge ging, um zu lehren, waren auch die Schriftgelehrten und Pharisäer dort, um ihn zu beobachten und eine Handhabe wegen Sabbatschändung gegen ihm zu haben, falls er die kranke Hand heilte.

Interessant an dieser Geschichte ist, wenn wir sie mit Matthäus 12, 10-13 und Markus 3, 1-6 vergleichen, dass nur Lukas uns berichtet, es habe sich bei der verdorrten Hand um die Rechte des Mannes gehandelt. Hier spricht  der Arzt,  der an den Einzelheiten dieses Falls interessiert ist. Bei diesem Vorfall brach Jesu ganz offenkundig das Gesetz. Heilen galt als Arbeit und am Sabbat war es verboten, zu arbeiten. Wenn allerdings ein Leben in Gefahr war, durften Schritte zur Hilfe des Kranken unternommen werden. So war es zum Beispiel erlaubt, Augen- und Halskrankheiten zu behandeln. Aber für diesen Mann bestand keinerlei Lebensgefahr; er hätte ebenso gut bis zum nächsten Tag warten können. Doch Jesus wollte mit der Heilung demonstrieren, dass es, einerlei, war Vorschriften und Bestimmungen darüber aussagen, stets richtig ist, am Sabbat etwas Gutes zu tun. Jesus richtete die Frage an sie: „Ist es recht, am Sabbat Leben zu erhalten oder zu verderben?“ Das musste sie treffen, denn während er dem Mann zu helfen versuchte, taten sie alles, um ihn zu vernichten. Er versuchte die Menschen zu retten und sie trachten nach Vernichtung.

In dieser Geschichte treten drei Personen auf.

Der Mann mit der verdorrten Han. Zweierlei lässt sich von ihm sagen a.) In einer der apokryphen Evangelienberichte, also in einem Evangelium, das nicht in den Kanon des Neuen Testaments aufgenommen wurde, wird berichtet, dass es sich um einen Maurer gehandelt habe, der zu Jesus gekommen sei und ihn mit folgenden Worten um Hilfe angefleht habe: „Ich war ein Maurer und verdiene meinen Lebensunterhalt durch meine Hände Arbeit. Ich flehe dich an, Jesus, gib mir meine Gesundheit wieder, damit ich nicht in Schanden um mein tägliches Brot betteln muss“. Es handelt sich als um einen Mann, der arbeiten wollte. Gott blickt wohlwollend auf alle, die ehrlich ihr Tagewerk verrichten möchten b.) Er war ein Mann, der bereit war, das Unmögliche zu versuchen. Er schob keine Einwendung, als Jesus ihn hieß, seine unnütze Hand auszustrecken; er versuchte es, und durch die Kraft, die Jesus ihm verlieh, gelang es ihm auch. Das Wort unmöglich sollte auf dem Sprachschatz jedes Christen verbannt sein. Ein bekannter Naturwissenschaftler hat einmal gesagt: „Der Unterschied zwischen etwas Schwierigen und Unmöglichen besteht lediglich darin, dass man zur Verwirklichung des Unmöglichen etwas mehr Zeit braucht“. Bei Gott ist nichts Unmöglich, daran glaube bei allem was du tust. Dein Glauben kann in Jesus wunderbaren Namen Berge versetzen. Es gibt kein Problem was du mit Gottes Hilfe nicht lösen oder beseitigen kannst. Gehe im Glauben voran, in der Autorität und Vollmacht Jesus Christus.

Die zweite Person ist Jesus. Es liegt etwas wie eine heilige Herausforderung über dieser Geschichte. Jesus wusste, dass er beobachtet wurde, doch ohne zu zögern heilte er die Hand des Mannes. Er bat den Mann sogar hervorzutreten. Diese Angelegenheit sollte nicht abseits in einer Ecke erledigt werden. Von einem Prediger Wesleys, der in einer Stadt, die ihm feindlich gesonnen war, predigen wollte, ist folgende Geschichte überliefert. Er beauftragte den Ausrufer, die Versammlung anzukündigen, doch der Ausrufer fürchtete sich und flüsterte bloß. Das nahm der Prediger ihm die Glocke weg, klingelte laut und donnerte los: „Herr Soundso wird heute Abend zu der und der Zeit an dem und dem Ort predigen, ich selbst bin der Mann“. Der wahre Christ lässt das Banner seines Glaubens voller Stolz flattern und fordert die Gegner geradezu heraus. Gehe in Vollmacht und Autorität Jesus Christus voran, bekennst du dich zu ihm, bekennt er dich vor seinen Vater im Himmel. Habe keine Angst, denn wenn Gott mit dir ist, wer soll gegen dich sein.

Die Pharisäer, diese Männer taten etwas sehr Ungewöhnliches. Sie hassten den Mann, der soeben einen Kranken geheilt hatte. Sie sind ein hervorragendes Beispiel für alle, die das von ihnen errichtete System mehr als Gott lieben. Ihnen  lag mehr an der Einhaltung sämtlicher Vorschriften und Satzungen als an Gott. Auch in den Kirchen und Gemeinden geschieht das immer und immer wieder. Die Auseinandersetzungen betreffen häufig nicht die wesentlichen Fragen des Glaubens, sondern nur Fragen der kirchlichen Verwaltung und dergleichen mehr. Wie die Kirche verwaltet wird, ist nebensächlich; doch Frieden, Eintracht, Güte und Bereitwilligkeit sind unerlässlich. Wir leben in ständiger Gefahr, die Loyalität gegenüber einem System über die Loyalität, über die Treue gegenüber Gott zu stellen. Das Systemtreue und nicht Gottestreue sind hoch angesehen in vielen Gemeinden und Kirchen. Ganz hoch oben finden wir in diesem System den Menschenkult, dass verherrlichen von Menschen, Gott sieht dabei ziemlich blass aus.

Stelle immer und überall, Gott über allen, das Kreuz, die Botschaft Jesus Christus soll dein Glaubensmittelpunkt sein, danach richte dich aus, mit deinem ganzen Sein, Wollen und Fühlen. Unterwerfe dich nie wieder nach dem du die Freiheit Jesus Christus geschmeckt hast, menschlichen Satzungen, die nicht Jesus verherrlichen. Jesus Christus allein ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater nur durch ihn, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 22. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Komme in die Stille und höre was der Herr dein Gott dir zu sagen hat. Er will dir den Weg weisen und dich vor Unheil bewahren!

Lebe das Wort und schmeiße nicht nur damit herum!

Lukas 6, 1-5
es begab sich aber, dass er am zweiten Sabbat durch die Saat ging; und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie.
Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr das nie gelesen, was David tat, als ihn und seine Gefährten hungerte?
Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab; welche doch niemand essen darf, als nur die Priester?
Und er sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist auch Herr des Sabbats.

Dies ist der erste Vorfall, bei denen deutlich wird, wie die Gegner Jesu ihm öffentlich entgegentreten. Dabei erweist sich die Tatsache, dass er das Gesetz der Sabbatruhe übertreten hat, als aktueller Anlass. Jesus ging mit seinen Jüngern einen Weg entlang, der zwischen Kornfeldern hindurchführte. Dass die Jünger Ähren ausrauften, war an sich kein Verbrechen. In einem der barmherzigen Gebote des Alten Testaments ist festgelegt, dass jeder, der an einem Kornfeld vorübergeht, mit der Hand Ähren abrupfen und nur nicht mit der Sichel hineinfahren darf (5. Mo23, 26). An keinem anderen Tag hätte sich also jemand darüber beschwert; aber es geschah an einem Sabbat. Zu den verbotenen Arbeiten gehörten auch die vier Tätigkeiten des Erntens, des Dreschens, des Worfelns und der Essenzubereitung; die Jünger aber hatten praktisch alle vier Gebote übertreten. Indem sie das Korn pflückten, machten sie sich des Erntens schuldig; indem sie rieben, des Dreschens, des Worfelns; und allein die Tatsache, dass sie das Korn aßen, beweist, dass sich am Sabbat Essen zubereitet hatten.

Uns mutet das Ganze grotesk an, aber wir müssen bedenken, dass alle diese Dinge einem strengen Pharisäer als Sünde galten, wenn auch nur eine kleine Vorschrift nicht beachtet wurde, war es für ihn eine todernste Angelegenheit.

Als sie die Jünger beschuldigten, den Sabbat geschändet zu haben, zitiert Jesus ihnen eine Stelle aus dem Alten Testament. Du findest sie 1. Samuel 21, 1-6, wo geschildert wird, wie David die fünf Schaubrote aus dem Gotteshaus nahm und sie mit seinen Leuten aufaß, weil sie Hunger hatten. Noch zutreffender werden diese Brote auch „Brote des göttlichen Angesichts“ genannt. Jeden Sabbatmorgen wurden Gott zwölf Laib Weizenbrot dargebracht, die aus mindestens elfmal gesiebten Mehl gebacken wurden. Für jeden der zwölf Stämme wurde ein Brot gebracht. Zur Zeit Jesu wurden diese Brote auf einen Tisch aus reinem Gold gelegt, der etwas neunzig Zentimeter hoch war. Der Tisch war die Länge nach an der Nordseite des Heiligtums aufgestellt. Das Brot verkörperte die Gegenwart Gottes und außer den Priestern durfte niemand davon essen(3Mos24, 5-9). Aber die Not, in der sich David befand, hatte Vorrang vor diesen Geboten und Bestimmungen.

Die Rabbinen sagten selbst: „Der Sabbat ist für euch gemacht, nicht umgekehrt ihr für den Sabbat“. Die hochstehenden und besten Rabbinen gaben also selbst zu, dass das Ritual der Gesetze aufgehoben werden müsse, wenn menschliche Not es erforderlich mache. Wenn es sich aber so verhält, wie sehr ist dann erst recht der Menschensohn mit seinem Herzen voller Liebe und Erbarmen. Herr des Sabbats! Wie sollte er sich als nicht das Sabbats für die Werke seiner Liebe bedienen! Doch die Pharisäer hatten über der peinlichen genauen Beachtung aller Bestimmungen und Vorschriften das Gebot der Barmherzigkeit völlig vergessen. Es ist sehr bezeichnend für sie, dass sie Jesus und die Jünger beobachten, als sie durch die Kornfelder gingen. Sie spürten ihnen eindeutig nach; von jetzt an wurde Jesu auf Schritt und Tritt beobachtet und mit unfreundlichen, kritischen und feindlichen Blick von ihnen geprüft. Sei dir Gewiss auch du als Christ wirst von den Menschen der Welt beobachtet und sie freuen sich auf jeden Fehler den du in ihren Augen begehst. Sie legen dein Verhalten auf eine Goldwaage, in diesen Augenblick werden sie dich fragen, steht dir dass als Christ zu, dieses jetzt zu tun. Denn in ihren Herzen ist oftmals ein strafender und befehlender Gott verankert. Umso mehr ist es wichtig ihnen die Liebe und Gnade Gottes zu bringen und ihnen vorzuleben. Sie müssen ihr Gottesbild korrigieren, ihre Angst vom dem großen Gott muss ihnen genommen werden, damit sie sich Gott nahen können.

Wenn auch du Angst vor Gott hast, dann lasse einmal seine Nähe und Liebe zu, dann wirst du merken dass du mit allen zu ihm kommen kannst. Habe Ehrfurcht vor ihm den großen einmaligen Gott, aber keine Angst. Die Furcht ist nicht in der Liebe und die Liebe treibt die Frucht aus, lasse seine Nähe zu und vieles wird sich in deinem Leben verändern.
Dieser Abschnitt enthält eine wichtige allgemeine Wahrheit. Jesus sagte zu den Pharisäern: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat?“ Natürlich lautete die Antwort: „Ja“, aber sie hatten dennoch nicht erkannt, was sie bedeutete. Selbst wenn du die Heilige Schrift Wort für Wort liest, sie von vorne bis hinten kennst, sie sogar wörtlich zitieren kannst und jede Prüfung in dieser Richtung bestehst, kannst du sie dennoch völlig missverstehen.

Warum missdeuten die Pharisäer sie, und warm missverstehen wir sie selbst häufig?

Die Pharisäer gingen nicht mit offenen Sinnen an die Heilige Schrift heran. Sie wollten aus der Heiligen Schrift nicht Gottes Willen erfahren, sondern Beweise für ihre eigenen Vorstellungen, die sie mit Bibelstellen zu stützen versuchten. Wir Menschen sind viel zu oft mit einer fertigen Theologie an die Bibel herangegangen, statt in der Bibel nach der Lehre von Gott zu suchen. Wenn du dich daran machst, die Bibel zu lesen, darfst du nicht sagen: „Höre, Gott, dein Knecht spricht zu dir“, sondern: „Rede, Herr, dein Knecht hört“.

Sie brachten kein Herz mit, das Not litt. Menschen die keinen Sinn für ihre Bedürftigkeit haben, missverstehen die Heilige Schrift in ihrer tiefsten Bedeutung. Sobald du dir deine Mängel bewusst wirst, ist die Bibel plötzliche ein neues Buch für dich. Ein Bischof, der im Sterben lag, ängstigte sich sehr. „Habt ist vergessen, Herr“ sagte der Geistliche, der bei ihm war, „das Jesus Christus der Erlöser ist?“ „Es steht geschrieben“, sagt der Geistliche, „keiner, der zu mir kommt, soll von mir gewiesen werden“. Der Bischof antwortete: „Wohl tausendmal habe ich diese Worte gelesen, aber erst jetzt weiß ich, was sie bedeuten. Jetzt sterbe ich in Frieden“. Erst als er seine Bedürftigkeit erkannte, erschloss sich ihm der Reichtum der heiligen Schrift. Stelle Gott immer über dich und sei dir deiner Bedürftigkeit immer Bewusst. Alles ist reine Gnade, dein gesamtes Sein ist seiner Gnade zu verdanken. Stelle dich nicht über ihn und sein Wort, wer bist du, der du denkst du brauchst Gott nicht, nur die anderen brauchen seine Hilfe. Rühme dich nie dass du stehst, sondern achte in allem darauf dass du nicht fällst!

Sei nicht Stolz darauf wie toll du die Bibel auswendig kannst und behandle die Menschen nicht von oben herab. Sondern lebe das Wort mit aller Demut, bitte Gott um Weisheit mit deiner Erkenntnis umgehen zu können. Wenn du Gottes Wort liest, musst du ein offenes Herz mitbringen, dass sich seiner Bedürftigkeit bewusst ist, dann wird die Bibel auch für dich zum größten Buch aller Zeiten werden. Bitte auch immer den Heiligen Geist dir das Wort aufzuschließen, dann wird es in dir lebendig sein. Dann wirst du es immer in deiner Not als Schwert benutzen können, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 21. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und mega schönen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit, denn dafür hast du das ewige Leben empfangen, um deinen Herrn zu Loben und zu Preisen. Lobpreis und Ehre sei ihm allezeit in allen deinem Sein, alles was du tust, tue ihm zur Ehre!

Das war schon immer so, dass ändern wir nicht?

Lukas 5, 36-39
 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand reißt ein Stück von einem neuen Kleide und setzt es auf ein altes Kleid; denn sonst zerreißt er auch das neue, und das Stück vom neuen reimt sich nicht zu dem alten.
 Und niemand fasst neuen Wein in alte Schläuche; denn sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen, und er selbst wird verschüttet, und die Schläuche kommen um;
 sondern neuen Wein soll man in neue Schläuche fassen, so werden beide erhalten.
 Und niemand, der alten trinkt, will neuen; denn er spricht: Der alte ist gesund!

Religiöse Menschen haben häufig eine Vorliebe für das Alte. Nichts gerät langsamer in Bewegung als die Kirche. Das Unglück der Pharisäer bestand darin, dass die religiösen Anschauungen Jesu so verblüffend neu für sie waren, dass sie sich ihnen einfach nicht anzupassen vermochten.
Der menschliche Verstand verliert sehr schnell die Fähigkeit, beweglich zu bleiben und wehrt sich dagegen, etwas Neues anzunehmen. Jesus veranschaulichte das auf zweifache Weise. „Wir können nicht einen neuen Lappen auf ein altes Kleid nähen“, sagte er. „Der neue starke Stoff wird den Riss in dem alten nur vergrößern“. Als Flaschen dienten in Palästina aus Tierhäuten hergestellte Schläuche. Wenn junger Wein hineingefüllt wurde, begann er zu gären, und die Gase entwichen. Waren die Schläuche neu, besaßen sie eine gewisse Elastizität und gaben dem entstehenden Druck nach, waren sie aber alt, dann wurden sie hart und trocken und platzten. „Werdet niemals wie die alten Weinschläuche“, sagte Jesus. „Die Menschen sagen zwar: Der alte ist milder, was für eine Augenblick wohl zutreffend mag, doch vergessen sie dabei, dass es falsch ist, den jungen Wein zu schmähen, denn eine Tages wird auch er ausgereift und ganz milde sein“. So werden auch neue frisch zu Jesus bekehrte neue Ansichten, neue Erkenntnisse und frischen Wind in die Gemeinde Jesus bringen. Verschließe dich ihnen nicht, denn auch sie werden zu gereiften, ergebnisreichen Christen heranwachsen. Auch kannst du in jedem Alter von ihnen lernen und profitieren.

Jesus verurteil in diesem Abschnitt, dass wir unseren Sinn verschließen. Stattdessen legt er dir dringend ans Herz, die neuen Gedanken nicht von vornherein zu verschließen. Wie lange hat es gedauert bis ich die gute Nachricht für mein Leben annehmen konnte, immer wieder haben sich die Menschen an mir ihre Zähne ausgebissen und sind daran verzagt. Ich selber musste erst ganz unten ankommen, bis ich mich der neuen Nachricht öffnete und mich diesen neuen Gedanken hingab und Jesus Christus mein Leben übergab. Neue Gedankenansetze dauern in der Wissenschaft immer eine lange Zeit bis sie überhaupt Gehör finden, noch länger bis sie ihren festen Platz bekommen. Im Christentum verhält sich das leider auch nicht anders, das Alte soll so bleiben wie es ist, denn es ist gut so. Viele Strömungen kamen und gingen und es wurde wieder auf das Alte gesetzt. Im Lobpreis ist es sehr gut zu beobachten, es gibt viele alteingesessene Gemeinden die nur auf den guten alten Pfingstjubel setzt, neumodischer Lobpreis kommt ihnen nicht ins Haus, deswegen kommt es sogar zu Gemeindespaltungen und dabei wird dann noch behauptet „wir sind im Willen des Herrn“. Ich sage immer solange das Kreuz und das Blut Jesus der zentrale Punkt ist und bleibt, können wir über alles reden und alles gerechten und biblischen eine Chance geben.

Wir sollen vor kühnen Gedanken nicht erschrecken. Solange es den Heiligen Geist gibt, wird Gott uns stets zu neuen Erkenntnissen führen. Wie kann zum Beispiel, die Medizin bestehen, wenn Ärzte ausschließlich auf Heilmittel und Behandlungsmethoden angewiesen wären, die vor dreihundert Jahren Gültigkeit besaßen? Unsere Orthodoxie reicht jedoch nicht viel weiter zurück. Wer etwas Neues zu sagen hat, muss stets darum kämpfen, sich durchzusetzen. Galilei wurde als Ketzer gebrandmarkt, als er behauptete, dass sie Sonne der Mittelpunkt der Welt sei und dass die Erde sich bewegte. Lister musste um die antiseptische Wundbehandlung bei chirurgischen Eingriffen kämpfen. Ebenso musste sich Simpson gegen Widerstände bei der Einführung des Chloroforms zur Narkose behaupten. Wir müssen stets bedenken, dass es nicht bloß ein Beweis dafür ist, dass unser Geist alt und unbeweglich geworden ist, wenn wir alle neuen Gedanken ablehnen, und dass wir dem Abendteuer des Denkens niemals ausweichen dürfen.

Du solltest dich nie vor neuen Denkmethoden fürchten. Dass etwas stets auf eine bestimmte Arte und Weise gemacht worden ist, könnte höchstens ein Grund dafür sein, dass man endlich damit aufhört. Dass etwas noch nie so gemacht wurde, ist der beste Grund dafür, es endlich einmal zu versuchen. Ein Geschäft könnte überhaupt nicht existieren, wenn es veralteten Methoden festhielte, die Kirche jedoch versucht es. Jedes Geschäft, das so viele Kunden verloren hätte wie die Kirche, hätte längst neue Wege beschritten, die Kirche grollt allem Neuen. Rudyard Kipling erlebte auf einer Weltreise, wie General Booth am Bord kam. Dabei wurden die Handtrommeln geschlagen, was dem orthodoxen Herzen Kiplings zuwider war. Als er später mit dem General bekannt wurde, sagte er, wie sehr er dem Tambour und alles Derartige verabscheue. Booth sah ihn an. „Junger Mann“, sagte er dann, „wenn ich überzeugt davon wäre, dass ich auch nur eine einzige Seele für Christus hinzugewinnen könnte, indem ich Kopf stehe und dabei das Tamburin mit den Füßen schlüge, dann würde ich mich bemühen, es zu lernen“. Es gibt einen Konservatismus, der klug und einen, der unklug ist. Wir sollen uns davor hüten, in unserem Denken und Handeln engherzige Reaktionäre zu sein; als Christen sollten wir tapfer und wagemutig sein. Wir sollten immer wieder neue Dinge ausprobieren mit denen wir Menschen für Jesus Christus gewinnen können. Nicht stock und steif auf alte bewährte Methoden beharren und dabei übersehen, dass sie zwar vor 20 Jahren funktioniert haben, aber nun schon lange nicht mehr.

Bete und lasse dir vom Heiligen Geist, Dinge aufs Herzen legen, mit denen du Menschen für Jesus Christus gewinnen kannst. Öffne dich den neuen und beharre nicht auf die alten Dinge. Wenn du körperlich auch altern magst, sollte sich dein Geist, deine Kreativität sich jung erhalten und sich der Moderne öffnen. Es ist niemals zu spät, packe es an, Jesus ist mit dir. Sei dankbar dass du die Freiheit hast, deinen Glauben in jeglicher Form zu verkündigen, kaufe die Zeit auf, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 20. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag, in den Armen Jesus Christus. Höre was er dir zu sagen hat, er möchte dir seinen Weg für dein Leben weisen. Lasse alles los, was dich daran hindert mit ihm in Gemeinschaft zu leben!

Habe Freude allezeit!

Lukas 5, 33-35
Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes so oft und verrichten Gebete, desgleichen auch die der Pharisäer; die deinigen aber essen und trinken?
Und er sprach zu ihnen: Ihr könnt doch die Hochzeitsleute nicht fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist!
Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird; dann werden sie fasten in jenen Tagen.

Die Pharisäer waren überrascht und entsetzt darüber, dass die Jünger Jesu sich keineswegs ungewöhnlich verhielten. Die Pharisäer sowohl als auch die Johannesjünger fasteten fleißig.

Collie Knox erzählt, wie einmal ein beliebter Geistlicher zu ihm sagte: „Junger Knox, machen sie aus ihrem Glauben keinen Krampf!“ Für den schottischen Dichter Robert Burns soll Religionen eher eine Heimsuchung als eine Hilfe gewesen sein. Nach der Vorstellung des orthodoxen Judentums, die immer noch lebendig ist, konnte kein Mensch wirklich religiös sein, der nicht in ständiger Beunruhigung lebte. Die religiösen Bräuche waren strengstens festgelegt. Montags und donnerstags wurde gefastet; damit niemand übersah, dass sie fasteten, bestrichen sie das Gesicht mit weißer Farbe. In Wirklichkeit war es mit dem Fasten nicht allzuweit her, denn es dauerte nur von Sonnenaufgang bis zum Untergang der Sonne. Hinterher durften alle Speisen eingenommen werden. Man wollte auf diese Weise die Aufmerksamkeit Gottes auf den Fastenden lenken. Zeitweilig wurde sogar wie von einem Opfer davon gesprochen. Der Kern des Fastens bestand darin, dass der Fastende Gott sein eigenes Fleisch darbrachte. Auch die Gebetzeiten waren genau festgelegt. Es musste um 12 Uhr mittags, um drei und um sechs nachmittags gebetet werden.

Jesus war ein entschiedener Gegner aller solchen religiösen Vorschriften. Das machte er an einem sehr erstaunlichen Bild klar. Wenn in Palästina zwei junge Menschen heirateten, machten sie keine Hochzeitsreise, sondern blieben zu Hause und ihr Haus stand eine Woche lang Gästen offen. Sie zogen ihre schönsten Gewänder an; mitunter trugen sie sogar Kronen; eine Woche lang waren sie König und Königin und ihr Wort galt. Niemals in ihrem harten Leben war ihnen wieder eine solche Woche beschieden. Und die Gäste, die diese Festwoche mit ihnen zusammen verbrachten, wurden Kinder der Brautkammer genannt.

Da gerade das Fasten den Konflikt auslöste, hätten die Glaubenswilligen erkennen können, dass der Messias da war. Wir lesen z.B. als jüdische Lehre bei Maimonides: „Alles Fasten wird in den Tage des Messias aufhören, und es werden keine anderen als gute Tage und Tage der Freude sein, wie geschrieben steht in Sacharja 8, 19: In diesem Sinne nennt sich Jesus im Gegensatz zu seien Fragestellern „der Bräutigam“ und die Zeit seiner Gegenwart bei den seinen eine Zeit der Hochzeitsfreude. Mit der Frage, ob die Genossen des Bräutigams zum Fasten veranlasst werden können, solange der Bräutigam noch bei ihnen ist, sagt der Herr, dass das Fasten zur Hochzeitsfreude nicht passt.

Es ist außerordentlich bezeichnend für Jesus, dass er das christliche Leben mehr als einmal mit einem Hochzeitsfest vergleicht. Freude ist ein hervorstechendes christliches Merkmal. Habe Freude in allem was du tust, denn du tust es aus Liebe zu Jesus Christus. Jesus Christus soll primär der Mittelpunkt deines Handelns sein. Egal was du auch tust, tue es ohne zu murren, sondern in der Freude des Herrn allezeit. Alles was du auch tust, ist Gottes Zeugnis hier auf Erden, dabei denke bei all deinen Denken, Wollen und tun.

Eine Schülerin, die von einer bekannten amerikanischen Lehrerin erzogen worden war, sagte einmal von ihrer Lehrerin: „Ich kam mir bei ihr vor, wie in Sonnenschein gebadet….“ Viel zu viele Menschen glauben, der christliche Glauben zwinge sie dazu, nur zu tun, wozu sie keine Lust verspüren und hindere sie an allem, was sie gern täten. Sie glauben, Lachen sei eine Sünde, satt „ein unverhoffter Sieg“, sie gehen zum Lachen in den Keller damit es keine sehen kann. Gehe mal durch die Reihen in den Kirchen und Gemeinden, viele machen eine Trauermine zu etwas, dass sie einfach mit Freude erfüllen soll. Statt Heilig ihre Hände im Gebet und Lobpreis zu erheben und tanzend durch die Reihen zu laufen, bleiben sie stocksteif auf ihren Stühlen und Bänken sitzen und bewahren ja den bösen finsteren Blick. Zur Freude bist du geboren, zum Lobpreis und Gebet bist du geboren, dein Gott möchte verherrlicht und angebetet werden allezeit.

Robert Louis Stevenson, der Verfasser der Schatzinsel, hat es sehr schön in folgenden Gedicht ausgedrückt:

Wie oft bin ich gestrauchelt, hab versagt,
statt voller Dank und froh sein.
Wie oft hab ich das Glück in Menschenaugen
Und Bücher nicht gegönnt.
Mich rührte nicht das Glück in Menschenaugen
Und Bücher nicht.
Mein tägliches Brot, den Morgenhimmel
Und Sommerregen nahm unbewegt ich hin.
Da alles dies vergeblich an mein Herz geklopft:
Oh Herr, versetze du mir einen Stich,
dass endlich doch mein Geist erwacht.
O Herr, wenn auch verstockt ich bin,
ich bitte dich, bevor ich ganz erlösche,
um einen Schmerz, um ein Sünde,
dass endlich doch mein Herz erwacht.

Die augenblickliche Freude in der Zeit, in welcher der Herr bei den Jüngern weilt, möchte Jesus keineswegs getrübt wissen. Wenn auch noch das größte Leid bevorsteht, wen auch der Täufer im Kerker schmachtet, so sollen sich Jesu Jünger des Bräutigams freuen, sie sollen darum jetzt nicht fasten. Die Tage des „Fastens“(jedoch in einem anderen Sinne) werden schon wiederkehren, wenn der Bräutigam nicht mehr bei den Seinen ist. Dieses Fasten ist dann kein Fasten in gesetzlicher, alttestamentlicher und pharisäischer Weise, das sich der Mensch in eigener Wahl auferlegt, sondern dieses Fasten umschließt die ganze Zeit der Gemeinde während der Abwesenheit ihres Herrn, das ist zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft. Diese Zeit ist eine ernste Zeit und voll Trübsal, die aber doch wieder Freude und Glück ist.

Du als einzelner der mit dem Herrn in Lebensgemeinschaft steht, darf sich freuen wie einst die Jünger zu Anfang: auch dann, wenn Kreuzwege kommen. Das letzte Ziel aber ist die Hochzeit des Bräutigams mit den Seinen, dann sind in Vollkommenheit und Vollendung die Tage der Freude und Wonne, in denen alle Festtage ihr herrliches Ziel gefunden haben werden.

Jesus wusste dass ihnen der Bräutigam eines Tages genommen werden würde. Der Tod traf ihn nicht unvorbereitet. Er sah das Kreuz vor sich; aber selbst auf dem Wege zum Kreuz war ihm bewusst, dass kein Mensch uns der Freude berauben kann, die uns die Gegenwart Gottes schenkt. Kein Mensch und keine Macht der Finsternis können dich dieser lieblichen Freude im Herrn berauben. Habe Freude allezeit, denn du bist ein Kind Gottes, ein Königskind, berufen zum ewigen Leben, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 19. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit und schaue wie wunderbar er alles geschaffen hat. Er ist immer bei dir auf allen deinen Wegen und steht dir immer und überall zur Seite, damit du alles siegreich bestehen kannst!

Gehe in die Welt und habe Gemeinschaft mit den Menschen!  

Lukas 5, 27-32

Darnach ging er aus und sah einen Zöllner namens Levi beim Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!

Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.

Und Levi bereitete ihm ein großes Mahl in seinem Hause; und es saß eine große Schar von Zöllnern und andern, die es mit ihnen hielten, zu Tische.

Und die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten wider seine Jünger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern?

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken;

ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße!

Hier begegnen wir demselben Ruf wie bei Matthäus(Mt9, 9-13). Von allem Menschen waren die Zöllner in Palästina am meisten verhasst. Die Zöllner standen im Dienst der römischen Verwaltung des Landes; sie galten daher als Landesverräter, Abtrünnige und Verräter. Das System der Steuererhebung verführte geradezu zum Missbrauch. Nach römischer Sitte wurden die Steuern verpachtet. Der Römer besteuerte einen Bezirk mit einer bestimmten Summe, und dann versteigerten sie das Recht zur Steuereinziehung an den Meistbietenden. Sofern der Steuereintreiber den festgelegten Steuerbetrag am Ende des Jahres ablieferte, war er berechtigt, darüber hinaus so viel wie möglich aus den Leuten für sich selbst herauszuholen. Das moderne Inkasso erinnert ein wenig an dieses System, die Inkassounternehmen holen sich auch horrende Bearbeitungssummen, dass mehr an einen Wucher erinnert.

Da es weder Zeitungen noch Radio gab und auch keine öffentliche Bekanntmachungen über die Höhe der Steuern, wussten die Leute gewöhnlich gar nicht genau, was sie wirklich bezahlen mussten. Es gab zwei verschiedene Steuern. Erstens: Es gab feste Steuern. Dazu gehörte die Kopfsteuer, die alle Männer zwischen 14 und 65 und alle Frauen zwischen 12 und 65 Jahren einfach dafür zahlen mussten, dass sie am Leben waren. Dazu gehörte auch die Grundsteuer, die aus dem zehnten Teil der Getreideerträge und einen Fünftel der Wein- und Ölerträge zusammensetzte. Diese Steuer konnte in Naturalien oder in Geld umgerechnet entrichtet werden. Die Einkommensteuer betrug ein Prozent des Einkommens. Diese Steuern boten nur geringe Möglichkeiten zur Erpressung. Zweitens: Gab es alle möglichen Abgaben und Gebühren. Für die Benutzung der Hauptstraßen, der Häfen und der Märkte musste eine Steuer entrichtet werden. Der Kauf bestimmter Waren wurde besteuert, ebenso Ein- und Ausfuhr. Zöllner durften die Leute auf der Straße anhalten und ihnen befehlen, ihre Ballen zu öffnen und konnten ihnen dann fast beliebig viel abnehmen. Wenn jemand nicht bezahlen konnte, bot ihm der Zöllner zuweilen an, ihm Geld gegen einen weit überhöhten Zinsfuß zu leihen, so dass der Betreffende immer mehr in seine Klauen geriet, Räuber, Mörder und Zöllner wurden auf eine Stufe miteinander gestellt. Zöllner waren von der Synagoge ausgeschlossen. Ein römischer Schriftsteller berichtet, dass er einmal in seinem Leben ein Denkmal gesehen habe, das einem ehrlichen Zöllner gesetzt worden war. Ein ehrlicher Vertreter dieses verfemten Berufs war selten, dass ihm, als es tatsächlich einmal vorkam, ein Denkmal gesetzt wurde. Matthäus gehörte zu diesen vorbildlichen Ausnahmen. Jesus berief ihn als Jünger zu sich.

Als erster lud Matthäus Jesus zu einem Festmahl ein, er konnte sich das durchaus leisten, und außerdem lud er die anderen Zöllner und Ausgestoßenen dazu ein. Die erste Regung des Matthäus bestand darin, andere an dem Wunder, dem er begegnet war, teilhaben zu lassen. John Wesley hat einmal gesagt: „Kein Mensch ist jemals allein in den Himmel gelangt; er braucht Freund dazu“. Es ist unsere Christenpflicht, die Glückseligkeit, die wir selbst gefunden haben, mit anderen zu teilen.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten. Die Pharisäer, die Abgesonderten hätten nicht einmal den Saum ihres Rokkes  von Matthäus und seinesgleichen berühren lassen.  Doch Jesus antwortet ihnen auf unwiderlegliche Weis. Der Philosoph Epiktet, ein Stoiker, hat seine Lehre einmal als „Medizin der Seele“ bezeichnet. Jesus machte darauf aufmerksam, dass nur Kranke des Arztes bedürfen. Matthäus und seine Freunde aber waren Menschen, die seiner am meisten bedurften. Wir täten gut daran, wenn wir im Sünder nicht einen Verbrecher, sondern einen Kranken sähen, und wenn wir auf einen Menschen, der etwas falsch gemacht hat, nicht verächtlich hinab schauen, sondern ihm unsere Liebe und Hilfe zuteilwerden lassen, damit er den richtigen weg findet.

Es sollte uns nicht primär um Spaß, Unterhaltung oder enge Freundschaft gehen, sondern darum, Gutes zu tun, ein Vorbild zu sein und der Weg der Erlösung aufzuzeigen, zu zeigen, was es bedeutet, eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben. Jesus Christus sollte immer dein Mittelpunkt sein, er soll der Beweggrund deines Handelns sein. Du solltest dir nicht Dinge abschauen bei den Menschen der Welt, bzw. mach dich ihnen nicht gleich, sondern sie sollen an dir sehen wer Jesus Christus ist, was er für die Menschen getan hat. Durch dein Verhalten ihnen gegenüber sollen sie Sehnsucht nach Jesus Christus bekommen, sie sollen sich ausstrecken nach dem was du hast. Dieses bekommen sie nur, durch dein Anders sein, indem du nicht Teil hast an ihren Sünden, indem du anders mit Problemen umgehst, weil du Jesus Christus im Herzen hast, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 18. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Freue dich an der Liebe Gottes in deinem Leben. Bewahre dir allezeit ein dankbares Herz, das bewahrt dich in allem vor den vernichtenden Hochmut!

Du hast den Sieg im wunderbaren Namen Jesus!

Lukas 5, 18-26
Und siehe, Männer trugen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
Und da sie wegen der Volksmenge keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit dem Bett durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus.
Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben!
Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an, sich darüber Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der [solche] Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben, als nur Gott allein?
Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und wandle?
Damit ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten -: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und gehe heim!
Und alsbald stand er auf vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf er gelegen hatte, ging heim und pries Gott.
Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute Unglaubliches gesehen!

Dies ist ein sehr lebendiger, anschaulicher Bericht. Jesus saß in einem Haus und lehrte. Die Häuser in Palästina hatten ein flaches Dach, das sich nur gerade so viel neigte, dass das Regenwasser ablaufen konnte. Holzbalken wurden in geringerem Abstand von Wand zu Wand gezogen und die Zwischenräume dicht mit Zweigen besteckt, die durch Lehm zusammengehalten wurden. Es war die einfachste Sache von der Welt, eine solche Schicht zwischen zwei Balken herauszunehmen. Tatsächlich gelangten denn auch Särge sehr häufig durch das Dach ins Haus und auch wieder hinaus.

Was besagt nun die Stelle über die Vergebung der Sünden?

Um sie richtig zu verstehen, müssen wir uns daran erinnern, dass Sünde und Leiden aller Art in Palästina als unentwirrbar miteinander verknüpft galten. Bei jeder Krankheit, bei jedem Leiden wurde stillschweigend davon ausgegangen, dass der davon Betroffene gesündigt hatte. Und daher Leidende oftmals ein krankhafte Vorstellung von der Sünde. Darum sagte Jesus als erstes zu dem Manne, seine Sünden seien ihm vergeben. Ohne diese Zusicherung hätte der Mann nicht an die Möglichkeit einer Heilung geglaubt. Die Schriftgelehrten und Pharisäer gerieten darüber in der Auseinandersetzung vollständig in Verwirrung.

Sie warfen Jesus vor, dass er als Mensch den Anspruch erhob, Sünden vergeben zu können. Aber ihren eigenen Behauptungen und Ansichten zufolge war der Mann ja krank, weil er gesündigt hatte; und wenn er geheilt wurde, so war das zugleich der Beweis dafür, dass ihm eine Sünde vergeben worden waren. Die Anschuldigungen der Pharisäer waren auf sie selbst zurückgefallen und ließen sie verstummen.

Leider habe ich es oft genug erlebt dass gerade diese Bibelstelle eins zu eins in die heutige Zeit umgesetzt wurde, und die Menschen sich dadurch tiefe Verletzungen ihrer Seele zugezogen haben. Sie wurden mehr als Sünder behandelt als kranke die Pflege und Zuwendung brauchen. Leicht wird gesagt „du hast Sünde in deinen Leben und deswegen bis du krank“, lasse deine Sünde und du wirst wieder gesund. Sicher sind manche Krankheiten Folgen der Sünde, z.B. Alkohol, Drogen, Rauchen, aber wir können nicht generell den Teufel gebieten im Namen Jesus und die Krankheit ist geheilt. Gehe bitte mit diesem Thema sensibel um und beschäftige dich mit den Kranken Menschen und gebe ihnen dass was sie brauchen. Sie können nicht gebrauchen von oben eins mit dem Hammer auf den Kopf zu bekommen, wo sie schon am Boden liegen. Alles geschehe aus Liebe und in Liebe, lasse dich vom Heiligen Geist leiten und führen.
Das wunderbare an dieser Begebenheit ist, dass ein Mann durch den Glauben seiner Freunde gerettet wird. Als Jesus ihren Glauben sah, war es ihrem Glauben der sich durch nichts abhalten ließ, zu verdanken, dass der Mann geheilt wurde. Das geschieht auch heute noch.

Es gibt Menschen, die durch den Glauben ihrer Eltern gerettet wurden. Carlyle pflegte zusagen, dass er immer noch die Stimme seiner Mutter höre: „Vertrau auf Gott und tu das Rechte“. Als der Kirchenvater Augustin noch ein unstetes, ausschweifendes Leben führte, bat seine fromme Mutter einen christlichen Bischof um Hilfe. „Es ist unmöglich“, sagte er, „dass ein Kind, für das so innig gebetet und um dessentwillen so viele Tränen vergossen werden, ganz verderben kann“. Und viele von uns können mit Freuden bezeugen, dass wir alles, was wir sind, dem Glauben unserer gottesfürchtigen Eltern zu verdanken haben.
Täglich werden Menschen durch den Glauben derer, die sie lieben, gerettet. Als Wells jung verheiratest war und sein schriftstellerischer Erfolg neue Versuchungen für ihn mit sich brachte, sagte er einmal: „Es war sehr gut für mich, dass hinter den Flügeltüren im Hause Mornington Straße 12 jemand schlief, der so süß und rein war, dass es einfach undenkbar war, sich vor ihr erbärmlich, schmutzig, betrunken oder gemein aufzuführen“. Das Gefüge des Lebens und der Liebe, Gott sei Dank dafür kennt immer wieder solche unschätzbaren Einflüsse, durch die die Herzen der Menschen bewahrt werden.

Der Menschensohn war der Ausdruck, den Jesus am häufigsten gebrauchte, wenn er von sich selbst sprach. Es ist anzunehmen, dass er diesen Ausdruck von Daniel(Daniel7, 13) übernommen hat. Daniel gebrauchte den Begriff, um eine Person zu beschreiben, die er in einer Vision sah, eine „der einem Menschensohn glich“, mit den Wolken des Himmel kommend, dem eine ewiges Königreich gegeben wurde(siehe Dan7, 13). Durch den Gebrauch dieses Ausdrucks sagt Jesus, dass er der vorausgesagte und von Gott gesandte Messias(d.h. Christus, Retter). Diese Formulierung verstärkt Jesu Menschlichkeit, eben die Tatsache das Gott durch Christus zu uns kam, dazu seine Fähigkeit, dem zu entsprechen, um dir zu helfen und zu retten. Jesus gebrauchte die Anrede als ein Ersatz für „Ich“ (Mt11, 19); als er wichtige Aussagen machte(Mt20, 28; Mk10, 45); als er seinen Tod am Kreuz voraussagte(Lk9, 44; Mt17, 22; Mk8, 31); als er über die Auferstehung sprach(Mt17, 9); als er sich auf seine glorreiche Wiederkunft zur Erde bezog(Mt24, 27; Mk13, 26; 24, 62) und als er über seine Aufgaben im Gericht sprach(Mt13, 41).

Jesus durchschaut dich und deine Gedanken, wie er die Gedanken der Männer durchschaute. Du musst dich daran erinnern, dass Gott deine Gedanken, Wünsche und Vorstellungen kennt(siehe Ps139; Mt17, 25; Joh1, 48; 2, 25; 21, 17; Hebr4, 13). Jesus sagt, dass wenn es zu sündigen Gedanken kommt, das fortgesetzte Ausmalen gottloser Gedanken das Gleiche ist wie das eigentliche Begehen der Sünden(sieh Mt5, 27-28). Die Antwort auf diese Schwachstelle ist, dass du dein Denken disziplinierst, indem du dich darauf verlässt, dass Gott deine Sinne erneuert(siehe Röm12, 2; 2Kor10, 5; Phil4, 8). Trenne dich von deinen Unreinen und Bösen Gedanken, wenn sie kommen, tausche sie sofort gegen Gottes Wort aus. Lasse dich reinigen durch das Wasserbad des Wortes(Eph5, 26).

Erhebe deine Stimme im Glauben daran, dass es geschehen wird, in Jesus wunderbaren Namen. Habe glauben daran, dass dir alle Dinge zum Besten dienen, wenn du glaubst. Durch Jesus Christus hast du den Sieg allezeit, er ist deinen Weg schon gegangen und hat ihn für dich bereitet, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)