Andacht vom 07. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedfertigen Tag. Solange es an dir liegt halte Frieden mit jedermann, schaue dabei nicht auf deinem Gegenüber, sondern schaue auf Gott allein. Allein bei Gott liegt deine Gerechtigkeit und nicht bei den Menschen!

Jesus Stammbaum, Jesus Ahnentafel!

Lukas 3, 23 ff (lese bitte bis Vers 38)  

Und Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing zu lehren; und war, wie man meinte, ein Sohn Josephs,

Dieser Abschnitt beginnt mit einer recht unbestimmten Aussage. Es heißt darin, dass Jesus ungefähr dreißig Jahre alt war, als er seinen Dienst antrat.

Warum verbrachte Jesus dreißig Jahre in Nazareth, wer er doch als Heiland der Welt gekommen war?

Es war wichtig dass Jesus kleinere Aufgaben innerhalb der Familie mit äußerster Treue ausführte, bevor Gott ihm die allumfassende Aufgabe anvertraute, die ganze Welt zu erlösen. Die Treue, die Gewissenhaftigkeit, mit der er die begrenzten Pflichten in seinem Elternhaus erfüllte, befähigten Jesus für die große Aufgabe, die auf ihn wartete. Als Jesus das Gleichnis von den anvertrauten Zentnern erzählte, lauteten die Worte Gottes an die frommen Knechte: „Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen(Math25, 21. 23). Zweifellos spiegeln die Worte die persönliche Erfahrung Jesu.

Ein Sohn hat beim Tode seiner Mutter einmal die Worte geprägt: „Wenn ich ihr Leben noch einmal überblicke, kann ich nicht das geringste entdecken, was ungetan blieb“.

Weil Jesus treu auch die geringsten Pflichten erfüllte, deswegen wurde ihm die größte Aufgabe der Welt übertragen.

Auch für dich zählt sei im kleinsten Treu, und Gott wird dir Größeres anvertrauen. Wir Menschen wollen heute immer wieder den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Die Zeit wird immer schnelllebiger, Neues ist schnell Alt und gerät ins vergessen. Wenn wir eine Berufung empfangen, wollen wir oftmals auch schon gleich beim Ziel anfangen, den Weg einfach abkürzen, wie bei „beam me ab Scotty“. Dabei ist der Weg dorthin so wichtig, die Treue im Kleinen ist unersetzlich, denn in der Zeit hast du Zeit zum Wachsen und zum reifen. Gehe alle kleine Schritte die auf dem Weg zum Großen von Nöten sind. Sei immer treu und möge es dir noch so gering vorkommen, denn darauf liegt der Segen unseres Herrn.

Jesus seine Jugend gab ihm Gelegenheit, seine eigenen Lehren vorzuleben. Wäre er stets nur ein heimatloser Wanderprediger ohne menschliche Bindung und Verpflichtungen gewesen, hätten die Menschen ihm entgegenhalten können: „Woher nimmst du das Recht, über die Pflichten der Menschen und über ihre Beziehungen zu den Mitmenschen zu sprechen und hast sie doch niemals selbst erfüllt?“ So aber brauchte Jesus den anderen nicht zu erwidern: „Tu, wie ich dir sage“, sondern er konnte sagen: „Tu, wie ich es gemacht habe“. Lebe den Menschen das Evangelium vor, damit sie an dir erkennen können wer Jesus Christus ist. Dann brauchst du nicht sagen: „Es steht geschrieben, so tue es“, sondern dir Menschen können an deinem Leben sehen, wie geschrieben steht, du kannst auf das verweisen, was du lebst.

Tolstoi war ein Mann, der ständig davon sprach, nach dem Gebot der Liebe zu leben; doch gegenüber stehen die Anklagen seiner Frau: „Er strahlt so wenig echte Wärme aus; sein Güte kommt nicht aus dem Herzen, sondern entspringt nur seinen Grundsätzen. Seine Biographen werden davon berichten, wie er den Arbeitern Wassereimer tragen halft, aber nie wird jemand erfahren, dass er seiner Frau niemals Ruhe gönnte und in all den zweiunddreißig Jahren, niemals einem seiner Kinder einen Schluck Wasser gereicht oder auch nur fünf Minuten an ihrem Bett gesessen hat, um mir zwischen all meiner Arbeit eine kleine Ruhepause zu ermöglichen.“ Von Jesus hat das niemand behaupten können. Er hatte daheim vorgelebt, was er später anderswo predigte.

Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden(Hebr2, 18). Jesus Christus hat alles durchlebt alle Gefühle, alle Anfechtungen und Versuchungen, selbst den Tod und dadurch kann er dir in allem helfen, egal was es auch immer sein mag. So kannst auch du anderen in ihrem Leid, Schmerz und Trauer helfen, wenn du es selber durchlebst hast. Denn nur dann bist du Empathisch und kannst dich in deinen Gegenüber hineinversetzen.Wenn Jesus den Menschen helfen sollte, musste er zuvor wissen, wie die Menschen leben. Und eben weil er die ersten dreißig Jahre seines Leben in Nazareth verbrachte, kannte er die Schwierigkeiten des Lebensführung, er kannte die Unsicherheit und die Heimsuchungen im Leben der arbeitenden Menschen, die launischen Kunden, die Leute, die ihre Schulden nicht bezahlten. Das ist das Großartige an der Menschwerdung, das es kein Lebensproblem gibt, dass Jesus nicht selbst gekannt hat.

In diesem Abschnitt erfahren wir von Lukas, den Stammbaum Jesu. Die Juden waren daran sehr interessiert. Stammbäume, insbesondere die Stammbäume der Priester, die ihre unmittelbare Abstammung von Aaron nachweisen mussten, zählten zu den öffentlichen Urkunden. Zweierlei müssen wir jedenfalls aus dem Stammbaum Jesu, wie wir ihn bei Lukas finden festhalten.

Erstens er bestätigt die wahre menschliche Natur Jesu, Nachdrücklich wird darauf hingewiesen, dass er ein Mensch wie andere auch war. Er war kein Phantom und auch kein Halbgott. Um die Menschen zu erlösen, wurde in des Wortes wirklicher Bedeutung Mensch. Des Weiteren,  Matthäus hört mit seinem Stammbaum bei Abraham auf. Lukas dagegen führt ihn unmittelbar auf Adam zurück. Nur bei Lukas werden die von Adam bis Abraham aufgefürht. Für Matthäus gehörte Jesus den Juden, für Lukas dagegen gehörte er der ganzen Menschheit, weil sein Stammbaum nicht bis zum Begründer des Volkes Israels, sondern bis zum Begründer des ganzen Menschengeschlechts zurückreicht. Dass er selbst den Stammbaum Jesu von völkischen und rassischen Begrenzungen befreit, ist einer der großartigsten Gedanken Lukas.

Das ewig herrliche Geheimnis, nämlich die Menschheit und die Gottheit Jesu, ist durch Lukas doppelt beurkundet und bestätigt, und zwar einmal bei der Geburt in Bethlehem(Lk2) und zum andermal bei der Ahnentafel(Lk3). Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus, feire deinen wunderbaren Erretter für seinen Sieg, Maranatha.

„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4. Mos 6, 24-26)

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart) 

Andacht vom 06. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Sehe bei allem was du tust auf zum Himmel zu deinem Vater, nicht auf die Umstände und seien sie auch noch so schlecht. Lebe in der Gewissheit dass Gott dir immer und allezeit helfen wird!

Die Taufe des Jesus Christus!

Lukas 3, 21-22

Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete,dass sich der Himmel auftat

und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!

Immer wieder hat die Kirche nach eine Antwort auf die Frage gesucht: Warum ließ Jesus sich von Johannes taufen?

Die Taufe des Johannes war eine Taufe der Busse, Jesus aber war ohne Sünde. Warum ging er also freiwillig, um sich dieser Taufe zu unterziehen?

In der Frühkirche ist zeitweilige vermutet worden, er habe es seiner Mutter Maria zuliebe getan, die ihn flehentlich darum gebeten habe, es muss jedoch einen einleuchteten Grund dafür geben. Im Leben eines jeden Menschen gibt es bestimmte Abschnitte und bestimmte Wendepunkte, die sein künftiges Leben bestimmen. Auch im Leben Jesu war es nicht anders, und wir müssen daher versuchen das Leben Jesu als Ganzes zu betrachten. Der Besuch des zwölfjährigen Jesus im Tempel war, der erste Markstein in seinem Leben. Dort kam ihm die Erkenntnis seiner einzigartigen Beziehung zu Gott. Als Johannes der Täufer zu predigen begann, war Jesus etwa dreißig Jahre alt(Lk2, 23). Es waren also mindestens achtzehn Jahre seit seiner Darstellung im Tempel verstrichen. In all diesen Jahren muss Jesus die Einmaligkeit seines Lebens mehr und mehr zum Bewusstsein gekommen sein. Trotzdem blieb er weiter Zimmerman in Nazareth.

Wie gehen wir heute zum größten Teil mit der empfangenden Berufung von Gott um? Stelle dir das einmal vor, du bekommst jetzt diese einzigartige Berufung wie Jesus Christus sie empfangen hat. Wobei es für jede Berufung zählt. Würdest du solange warten, wie Jesus es tat, kannst du einfach normal weiterleben in deinem Job und allem Drumherum? Ich glaube zum größten Teil würde die Ungeduld uns treiben. Wir fangen einfach zu unseren Zeitpunkt mit unserer Berufung an und fallen immer und immer wieder auf die Nase und wundern uns, warum das so ist. Im schlimmsten Fall, klagen wir Gott an und teilweise fallen die Geschwister sogar von Gott ab und kehren zurück in die Welt. Denn wir haben verlernt auf Dinge zu warten, wir haben verlernt auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, auf den Zeitpunkt den Gott gesetzt hat. Geduld gehört im Reich Gottes immer und immer wieder dazu. Die Geduld, das ausharren zieht sich wie ein Roter Faden durch die ganze Bibel, im Alten sowie auch im Neuen Testament.

Jesus musste gewusst haben, dass er eines Tages Nazareth verlassen und sich seiner größten Aufgabe zuwenden werde. Er muss auf ein Zeichen dafür gewartet haben, dass dieser Tag angebrochen sei. Als Johannes der Täufer auftrat, strömten die Menschen zusammen, um ihn zu hören und sich taufen zu lassen. Das heißt, durch das ganze Land ging eine Welle der Hinwendung zu Gott, wie es sie zuvor noch niemals gegeben hatte. Als Jesu das sah, wusste er, dass seine Stunde geschlagen hatte. Nicht, dass er sich einer Sünde bewusst und der Busse bedürftig gewesen wäre. Aber er wusste, dass er sich jetzt mit dieser religiösen Bewegung, in die die Menschen geraten waren, solidarisch erklären und sich selbst ausweisen musste. Für Jesus bedeutete das Auftreten des Johannes des Täufers nichts anderes als Gottes Anruf an ihn, jetzt selbst in Erscheinung zu treten. Und seine erste Tat bestand darin, dass er seine Übereinstimmung mit den Menschen zum Ausdruck brachte, die Gott suchten.

Doch während der Taufe Jesu geschah etwas Besonderes. Der Himmel öffnete sich. Man könnte dieses Auftun des Himmels als eine Wechselwirkung zwischen dem Himmel und der Erde schlechthin betrachten, weil der Christus als der aus dem Himmel Gesandte die Erde für den Himmel heimholt.

Bevor er den ersten Schritt von ungeheurer Tragweite tat, musste er die Gewissheit haben, dass er sich nicht irrte; und tatsächlich sprach Gott zu ihm, während er getauft wurde. Die Stimme Gottes kam zu ihm und sagte ihm, dass er die rechte Entscheidung getroffen habe. Ja, weit mehr noch, eben diese Stimme Gottes Umriss auch seinen Weg zu Gott. Gott sagte zu ihm; „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen“. Dieser Satz enthält zwei Aussagen. Du bist mein lieber Sohn. So heißt es auch im Psalm 2, 7, und man hatte darin stets eine Beschreibung des Messias erblickt. An dir habe ich Wohlgefallen ist Jesaja 42, 1 entnommen, einer Schilderung des Knechtes Gottes, die in dem Jesaja 53 beschriebenen Leiden gipfelte. Die Himmelsstimme verkündigt den Herrn als Sohn Gottes, an welchem der himmlische Vater Wohlgefallen fand. Die Bezeichnung : „……Mein Sohn, der geliebte“, entspricht dem „hebräischen Wort „jachia“ = der Einzige, der Einziggeborenen Sohn Gottes“. Dem Manne Jesus ist nun ein weiterer Blick als dem zwölfjährigen Knaben aufgegangen. Nicht nur seine Person zu sein, „in dem, was des Vaters ist“, ist forthin sein Anliegen, sondern jetzt ist das Heilandsbewusstsein  gereift, jetzt erkennt er, dass er mitten unter dem sündigen Volk „in dem, was des Vaters ist“, sein müsse, nämlich in dem Werke des Vaters zur Erlösung des Volkes. Dieser Selbsterniedrigung begegnet sofort die göttliche Verherrlichung“ „Du bist Mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“!

Das Wort „Du bist mein Sohn….“ Hat aber  nicht nur für den Christus(den Gesalbten, den Messias) Bedeutung, sondern hat auch für dich einen tieferen Sinn und zwar soteriologisches Gewicht. Zum Vater im Himmel geht der Weg nur über den Sohn. Der Sohn kann darum allein dein Mittler sein. Der Vater sagt: „Dies ist mein geliebter Sohn“. Diesem Sohn zuliebe lässt sich der Vater uns vor sein Angesicht kommen. Dem Sohn zuliebe lässt sich der Vater von uns sprechen. Ohne den Sohn ist’s unmöglich. In dieser Beziehung gilt das Wort des Vaters: „Dies ist mein geliebter Sohn“ auch für dich.

Noch ein Gedanke über die Geltung des Wortes: „Du bist mein geliebter Sohn“ … Gott hat zwar viele als seine Werkzeuge gesendet und ausgerüstet für ihren Dienst. Sie alle aber erhielten ihre Sendung innerhalb ihres irdischen Lebens. Hingegen „den Sohn“ hat Gott aus dem überirdischen Leben heraus in das irdische Leben hineingesendet. Der Sohn existierte schon vor Seinem irdischen Leben in Ewigkeit bei Gott, Gott bei Gott, wesensgleich und wesenseins mit dem Vater(Joh1, 1).

So kam Jesus zum ersten Mal während seiner Taufe zum Bewusstsein, dass er der Messias, der Gesalbte Gottes war und dass darin nicht Macht und Ruhm, sondern Leiden und Kreuzestod beschlossen lagen. Der Kreuzestod kam für Jesus nicht unerwartet, von dem Augenblick an, da er sich seiner Sendung bewusst wurde, sah er das Kreuz vor sich. Bei der Taufe siehst du, wie Jesus um Gottes Bestätigung bittet und erfährt, dass ihm das Kreuz bestimmt ist. Und er folgte seiner Berufung trotz dem verheißenen Leid in aller Treue. Wie sieht es bei dir aus, folgst du Gott allezeit, auch wenn es heißt es stehen Zeiten des Leidens bevor? Folgst du Gott, wenn der Weg den du gehen sollst nicht deinem geplanten Weg entspricht? Wie groß ist dein Opfer, für Gottes Weg in deinem Leben? Bist du bereit alles was dir Lieb ist, zu opfern? Bist du bereit dein Leben zu geben?

Der Heilige Geist kam herab in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn. Lukas sagt ausdrücklich „Der Heilige Geist“, Matthäus sagt: „Geist Gottes“, Markus sagt: „der Geist“. Die Gestalt der Taube hat etwas in sich Geschlossenes,  Abgerundetes. Am Pfingstfest erscheint der Heilige Geist in der Gestalt von zerteilten Feuerzungen, welche sich auf die Häupter des Anwesenden niederlassen. Pfingsten ist das Sinnbild der verschiedenen unter seinen Nachfolger verteilten Gaben. Hier bei dem Herrn Jesus ist der Heilige Geist in seiner Ganzheit, Einheit und Fülle ihm zuteil geworden. Gott gab ihm den Geist nicht nach dem Maß „wie den Propheten“, sondern es ist die völlig bleibende Einwohnung des Geistes, das vollkommene Erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, und zwar ohne Maß(Joh3, 34). Im Gegensatz zum dem Erfüllt werden mit Geist bei den Propheten des Alten Testamentes muss das Wort des Täufers im Evangelium Johannes 1, 32 angeführt werden „der Heilige Geist blieb auf ihm“. Bei den Männern des Alten Testamentes kam der Heilige Geist als vorübergehende Wirkung aus sie, hier „blieb“ der Heilige Geist ständig, und zwar in seiner Fülle, ohne Maß!

Die Bedeutung der Taufe wird aber weiterhin noch nicht ganz vollständig erkannt, wenn man in ihr nur einen Faktor des Erlösungswerkes Jesu sieht und nicht auch eine Phase in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Weil Jesus in dieser Taufe des Sünders eingegangen und dann seinem Krauz und Auferstehung ihr Inhalt geworden ist, heißt von nun an „getauft werden“: mit Christus sterben, um mit ihm zum Neuen Leben zu erstehen.

Die Geschichte der Taufe Jesus hat endlich auch in christologischer Hinsicht bleibendes Gewicht. Sie gibt unserem Glauben an den Sohn Gottes den objektiven Grund eines göttlichen Zeugnisses, dass ebenso wenig geleugnet als widerrufen werden kann. Und sie offenbart ein Stück von der Fülle des göttlichen Wesens, wie der Vater dem Sohne Zeugnis gibt und der Geist in sichtbarer Gestalt herniederkommt, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm

Andacht vom 05. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Sehe alle Menschen und jede Situation mit den Augen Jesus und stelle dir die Frage „Was würde Jesus tun“? Tue nichts aus Zorn, sondern handle allezeit besonnen, das wird Frieden und liebe mit sich bringen!

Wahrheit bleibt Wahrheit, du kannst sie nicht töten!

Lukas 3, 19-20

Der Vierfürst Herodes aber, da er von ihm getadelt wurde wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, und wegen all des Bösen, was Herodes tat,

fügte zu allem noch das hinzu, daß er den Johannes ins Gefängnis schloss.

Johannes war ein schlichter Prediger, der offen heraus sagte, was er dachte, dass ihm daraus ganz unvermeidlich Schwierigkeiten erwachsen mussten. Uns so ließ Herodes ihn schließlich Gefangennehmen. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus gibt als Grund für die Verhaftung an, dass Herodes gefürchtet habe, Johannes könne die Macht, die er über das Volk besaß, dazu ausnützen, einen Aufstand zu verursachen; denn es habe den Anschein gehabt, dass die Menschen zu allem bereit gewesen seien, war er ihnen geraten habe. Das trifft zweifellos zu, doch die Verfasser des Neuen Testamentes führen einen sehr viel persönlicheren Grund für seine Verhaftung an.

Hierzu möchte ich ein wenig in die Geschichte und den Stammbaum Herodes eingehen, das bringt uns vielleicht der NichtSinnhaftigkeit der Verurteilung des Johannes etwas näher. Soll heißen uns wird diese unmenschliche Tat vielleicht ein wenig Verständlicher, ich möchte vorsichtshalber ausdrücklich erwähnen dass ich die Tat von Herodes nicht für gutheiße, sie ist von Grund auf Böse und niemals zu rechtfertigen, weil es hierzu kein Recht gibt, denn Gott allein ist unser Richter. Alle Menschen die etwas zu verbergen haben und/oder wissen dass sie Unrecht getan haben, versuchen denjenigen der diesen Missstand aufdeckt oder bei Namen nennt zu beseitigen und sei es nur durch Verleumdungen und Lügen. Gerade heutzutage wo die Gesellschaft von der Lüge und dem Unrecht Profit gewinnt, ist das Thema meines Erachtens sehr aktuell. Stehe aber immer und überall für die Wahrheit ein, denn die Wahrheit macht frei und bewahrt dein Gewissen.

Überlege einmal was geschieht wenn zum Beispiel, dunkle Geheimnisse unserer Politiker aufgedeckt werden, sie müssen ihr Amt räumen und verschwinden oftmals von der Bildfläche. Hieran kannst du nachvollziehen, was in Herodes vorging, wo der Johannes kam und die Wahrheit offen aussprach, er machte nicht den Duckmäuser vor dem großen Herodes, er sprach die Wahrheit offen aus. Sei auch du allezeit bereit die Wahrheit offen auszusprechen egal welche Konsequenzen es nach sich ziehen mag, Hauptsache du bleibst in der Wahrheit. Auch du bekommst wie Johannes der Täufer, die Kraft und Autorität von Gott allezeit die Wahrheit zu sprechen.

Johannes machte Herodes seine Ehe mit Herodias zum Vorwurf. Die verwandtschaftlichen Beziehungen, die bei dieser Heirat eine Rolle spielen, sind äußerst verwickelt. Herodes der Große hatte mehrere Frauen. Herodes Antipas, der Herodias heiratete, war ein Sohn Herodes des Großen aus seiner Ehe mit Malthake. Herodias war ihrerseits eine Tochter des Aristobul, der ebenfalls ein Sohn Herodes des Großen war und aus seiner Ehe mit Mariamne, der Makkabäerin, stammte. Herodes teilte sein Königreich zwischen Archelaos, Herodes Antipas und Herodes Philippus auf. Er hatte aber noch einen anderen Sohn, der ebenfalls Herodes hieß, dessen Mutter, sie hieß ebenfalls Mariamne, die Tochter eines Hohepriesters war. Dieser Herodes wurde bei der Aufteilung des Königreichs von seinem Vater nicht berücksichtiget und lebte als Privatmann in Rom. Dieser Herodes nun heiratete Herodias, deren Halbonkel er war, denn ihr Vater Arisobul und er waren Halbbrüder. Bei einen Besuch in Rom entführte Herodes Antipas Herodias seinem Halbbruder und heiratete sie. Sie war also gleichzeitig Schwägerin, da sie mit seinem Halbbruder verheiratet war, und seine Nichte, weil sie die Tochter des Aristobul, eines seiner anderen Halbbrüder war.

Dieser Vorgang erregte die jüdischen Gemüter aufs äußerste, weil er den jüdischen Gesetzen völlig wiedersprach und in der Tat ja auch allen Maßstäben des Anstands zuwiderlief. Es ist gefährlich, einen orientalischen Despoten Vorwürfe zu machen. Johannes, der es trotzdem tat, wurde infolgedessen gefangengenommen und auf der Feste Machärus am Toten Meer in den Kerker geworfen. Einem Kind der Wüste wie Johannes konnte nichts Grausameres geschehen als in einer engen Gefängniszelle eingesperrt zu werden. Dort wurde es schließlich hingerichtet, um den Zorn der Herodias zu besänftigen(Mt14, 5-12; Mk6, 17-29). Man muss dazusagen, gegen die damaligen Gefängniszellen, sind die heutigen Zelle noble Suiten.

Es ist oftmals gefährlich, die Wahrheit zu sagen, wenn du dich mit der Wahrheit verbündest, wirst du unter Umständen ins Gefängnis geworfen oder kommst aufs Schafott, aber letztlich bleibst du Sieger.

Graf von Morton, seinerzeit Regent in Schottlands, versuchte eins den Reformator Andrew Melville einzuschüchtern. „In diesem Lande“, drohte er ihm, „es wird nicht eher Ruhe herrschen, als bis ein halbes Dutzend von deiner Sorte gehängt oder des Landes verwiesen worden sind“. „Pah!“ erwiderte Melville, „auf diese Weise mögen sie vielleicht ihre Höflinge bedrohen, Sir. Mir ist es einerlei, ob ich in der Luft oder in der Erde verfaule…..Gott sei gepriesen, dass es nicht in ihrer Macht steht, seine Wahrheit zu erhängen oder zu verbannen“. Die Wahrheit bleibt immer Wahrheit, der man nicht entfliehen kann oder die man nicht hinrichten kann, denn nach der Hinrichtung bleibt sie bestehen. Gott ist ein Gott der Wahrheit, keine Lüge ist in ihm, sei auch du allezeit ein Kind der Wahrheit.

Plato hat einmal gesagt, der weise werde sich stets eher dazu entschließen, Unrecht zu leiden, als Unrecht zu tun.

Frage dich nur selbst, ob du beim jüngsten Gericht lieber Herodes Antipas oder Johannes der Täufer sein möchtest, dann fällt dir die Entscheidung nicht schwer; Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 04. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Der Herr segne deine Hände Arbeit und alle deine Schritte die du gehst. Sei ein Botschafter Jesus Christus in allem deinem Tun und an jeden Ort. Denn dazu bist du berufen, dass Evangelium allezeit und ohne Furcht zu predigen!

Jesus Christus, Sohn Gottes!

Lukas3, 18
Auch mit vielen andern Ermahnungen noch verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft.

Mit einer kurzen Schlussformel beendet Lukas den Bericht von der Predigttätigkeit des Johannes dem Täufer. Wenn der Evangelist von der Ankündigung des furchtbaren Gerichts schreibt, so berichtet er auch, dass Johannes dem Volke den reichen Trost des Evangeliums predigte.
In Johannes Mitteilungen ist das Gericht Gottes so wie Gottes Gnade zu finden. In diesem Evangelisieren ist der Hinweis auf Johannes 1, 29 zu sehen: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt“. Johannes hat ganz offensichtlich um der Wirkung willen gepredigt, und er hat tatsächlich gewirkt. Er behandelte keine theologischen Spitzfindigkeiten, sondern Fragen des praktischen Lebens. Das Wort Gottes will gelebt werden, dafür ist es gesandt worden. Das Wort ohne Erfüllung ist ein totes Wort, zu nichts nütze. Denn was nützt es mir, wenn du sagst du liebst mich, dich dann aber umdrehst und mir ein Messer in den Rücken rammst.

In alle deiner Verkündigung muss Jesus Christus das Lamm Gottes der Mittelpunkt sein, denn er allein, ist der Kernpunkt der Errettung. Ohne das Blutopfer Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gibt es keine Errettung, gibt es kein ewiges Leben. Jesus allein ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, nur durch ihn(Joh14, 6). Das ist mit der Kernpunkt des Evangeliums, deshalb dienen auch nicht alle Menschen, alle Religionen denselben Gott. Denn es steht geschrieben in 1. Johannes 2, 23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. Was ihr gehört habt von Anfang, das bleibe in euch. Weiter wird uns in 1 Johannes 5, 12 gesagt: Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

Jesus Christus ist der Sohn Gottes, nicht nur Prophet, nicht nur Apostel, nicht nur Lehrer, nicht nur Hirte, er ist der Sohn Gottes und alles in allem. Alle die das leugnen, sind nicht Kinder Gottes, sind keine Gläubigen des großen und allmächtigen Abba Vater im Himmel.

Jesus Christus hat das Gesetz erfüllt und nicht aufgehoben, er selbst sagt uns in Matthäus 5, 17: Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Er hat das erfüllt was du niemals hättest erfüllen können, denn wenn du allein ein Gebot brichst, brichst du das ganze Gesetz. Er hilft dir in deiner Schwäche und erfüllt das Gesetz Gottes für dich. Das Gesetz ist für dich nicht aufgehoben, es gilt für dich, wie es vorher gegolten hat, alles was geschrieben steht, ist durch Jesus Christus für Dich erfüllt worden.

Also bist auch du, meine Bruder und Schwester, dem Gesetze getötet worden durch den Leib Christi, auf dass du einem andern angehörest, nämlich dem, der von den Toten auferstanden ist, damit Du Gott Frucht bringest(Röm7, 4). Du hängst nicht mehr von dem Gesetzen und Opfern des Alten Testaments ab, um deine Beziehung zu Gott aufrechtzuerhalten oder Zugang zu ihm zu finden und von ihm angenommen zu werden(vgl. Gal3, 23-25; 4, 4-5).

Gott hat dich von der Schuld und den Konsequenzen befreit, die daraus entstehen, dass du den Anforderungen seines alten Bundesgesetztes nicht gerecht werden kannst. Christus selbst hat das Gesetz erfüllt(Mt5, 17) und einen neuen Bund geschlossen, der sich auf sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung gründet. Dieser Bund ist das „Lebensabkommen“, das durch sein eigenes Blut besiegelt wurde. Wegen Christi Opfertod kannst du nun im Glauben auf ihn schauen. Dadurch erlangst du Vergebung und trittst in eine geheilte Beziehung zu Gott ein. Jesus Christus allein öffnet dir diese Tür, er ist der Schlüssel zum Paradies und keine Selbstmordattentate, kein gutes Werk, kein Rosenkranz beten, keine Spende sei der Check noch so hoch. Jesus Christus allein, der gekommen ist um die Menschen, und dich zu retten.

Da du an Jesus Christus glaubst(1Joh5, 13) und seinen Geist und seine Gnade empfangen hast, kannst du nun die Vorzüge seiner Vergebung und der geistlichen erneuerten Wiedergeburt erleben. Zu diesem erneuerten Leben gehören die Kraft es Geistes Gottes, die dich befähigt, „Frucht für Gott zu tragen(Röm6, 22-23; Eph2, 10; Gal5, 22- 23; Kol1, 5-6) und die moralischen Anforderungen des Gesetzes Gottes zu erfüllen(Röm83-4; Mt5, 17).

Du gehorchst Gott nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe und Dankbarkeit gegenüber Christus. Lasse dich nie wieder der Freiheit berauben, die du durch Jesus erlangt hast. Lasse dir nie wieder ein „muss“ auf erlegen, sondern befrage dein Herz und den Heiligen Geist. Der Fluss der Liebe soll dich vorantreiben und nicht die Zwangsjacke des Gesetzes. Alles was du tuen willst tue aus Liebe oder tue es gar nicht. Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in Ewigkeit, AMEN, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 03. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten mit Liebe erfüllten Tag. Liebe deinen nächsten wie dich selbst, was beinhaltet dass du dich selber lieben sollt. Du bist eine wunderbare Schöpfung Gottes, nach seinem Ebenbild geschaffen, du bist ein Unikat, alles an dir ist besonders!

Lasse dich vom Heiligen Geist verändern allezeit!

Lukas 3, 15-17

Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er selbst vielleicht der Christus wäre,

antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, dem ich nicht gut genug bin, den Riemen seiner Schuhe zu lösen; der wird euch im heiligen Geist und Feuer taufen.

Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, um seine Tenne durch und durch zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.

Das Warten des ganzen Volkes auf „den Christus“, den Messias, war damals sehr lebendig. Auch heute wird das schreien nach „den Christus“ den Messias immer lauter, wir Christen stehen voller Erwartung auf sein Erscheinen. Die politische und religiöse Situation in der heutigen Zeit, ist sehr in Bewegung. Die Menschen schreien nach Veränderung, wir Christen schreien nach unseren Heiland, weil wir es kaum noch ertragen können, uns das Plagen der Welt anzuschauen. Immer zu verändert sich etwas und die Katastrophen häufen sich.

Die Zustände in und um Jerusalem zur Zeit des alten Herodes und seiner Nachfolger erregten, bei frommen Israeliten im Anschluss an Verheißungen des Alten Bundes(vgl. Jes4, 2-5. 7; 40, 1f; 52, 9; Zeph3, 14-20; Sach9, 9ff; 12, 1) die Sehnsucht nach dem Christus(Messias), oder nach dem Trost Israels.

Johannes spricht davon, dass der kommende(der Messias) mit dem Heiligen Geist taufen wird. Johannes weist damit sehr deutlich auf eine alle durchdringende Geisteswirkung hin. Dies wird noch deutlicher, indem er diese Geistestaufe zugleich Feuertaufe nennt. Das Wasser berührt nur die Oberfläche, das Feuer aber dringt in den Bestand der Dinge ein. Die Wirkung des Feuers ist, zunächst positiv gesehen den Israeliten als Bild der Heiligung sehr geläufig, weil das Feuer des Altars aus dem irdischen Diesseits in das Jenseits der göttlichen Gegenwart versetze. Das Feuer in Vers  16 bezeichnet ferner die Tätigkeit des Geistes auch nach der Seite seiner negativen Tätigkeit, insofern als es alles verzehrt, was dem Werden des neuen, gottgeweihten Menschen im Wege ist und darum zugrunde gehen muss. Das Feuer ist demnach allerdings ein Bild des Gerichts, aber jenes gnadenvollen Gerichts, das reinigt und läutert, wie das Feuer des Goldschmieds. Alles was nicht Jesus Christus verherrlicht wird verbrannt, es bleibt das reine Gold über.

Das Feuer in Vers 17 dagegen ist das Bild es letztens Gerichts, das diejenigen vernichten wird, die der Wirkung des heilsamen Feuers in der Heiligung sich entzogen haben. Daher ist es auch von dem Feuer in Vers 16 ausdrücklich durch das Beiwort „unauslöschlich“, d.h. ewig zu unterscheiden(vgl. Mt18 ,8). Alle die hier auf Erden sich nicht Jesus Christus beugen und ihn als Heiland durch seine Vergebung annehmen, werden in diesem vernichtenden Feuer verbrannt.

Die Taufe seiner Nachfolger mit oder im Heiligen Geist(Mt3, 11) durch Christus würde ein neues Zeichen sein, an dem man Gottes Volk erkennen kann. Dies war durch die Prophetie in Joel 3,1 verheißen und durch Jesus selbst bestätigt nach seiner Auferstehung(Lk24, 49; Apg1, 4-8). Diese Voraussage fing an, sich am Tag des Pfingstfestes zu erfüllen(siehe Apg2, 4). Christi Dienst, seine Nachfolge im Heiligen Geist zu taufen, ist ein fortwährender Dienst, der sich durch unser gegenwärtiges Zeitalter durchzieht. Dies wird deutlich durch den griechischen Text Johannes 1, 33 („er ist es, der mit Heiligen Geist tauft“); diese Formulierung gebraucht das Präsenspartizip(ho baptizon) und bedeutet „er, der fortfahren wird zu taufen“. Das heißt, dass sich die Schriftstellen in Lukas und Johannes nicht nur auf die erste Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten beziehen(d.h. als Gott freigiebig seinen Geist sandte, um sein Nachfolger zu erfüllen und zu bevollmächtigen), sondern auch auf die weitergehende Aufgabe Jesu als Täufer im Heiligen Geist. Die „Verheißung gilt euch und euren Kindern und allen in der Ferne“(Apg2, 39). Diese Verheißung gilt dir, du kannst sie für dich als Nachfolger Jesus Christus in Anspruch nehmen. Lasse dich dieser Zusage niemals berauben, von niemanden, von keinen Menschen und keiner Macht der Finsternis. Empfange in der ganzen Fülle die Taufe im Heiligen Geist, du bist ein Kind Gottes, ein Königskind, empfange mit offenen Armen und offenen Herzen.

Der Zweck dieser Taufe ist die Bereitstellung von geistlicher Kraft und Freimut um für Christus zu leben und seine Botschaft auszubreiten(Lk24, 49; Apg1, 8; Lk3, 16). Durch den Heiligen Geist wirst du bevollmächtig mit der Kraft und Autorität Jesus Christus. Du hast eine dauerhafte Flatrate zu deinen Vater im Himmel, 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.

Wenn du dich von der Sünde abwendest und Christus und sein Wort aufnimmst, kannst du mit dem Heiligen Geist getauft werden. Wenn du allerdingst hartnäckig auf deine eigenen egoistischen Wegen beharrst und deine Sünden festhältst, wirst du mit „unauslöschlichen Feuer“  bestraft(Mt10, 28).

Jesus sagt in Lukas12, 49: „ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen“. Dieses Feuer reinigt dich wenn du dich Gott unterstellst oder es zerstört solche die ihn abweisen. Eine Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, dein Leben geistlich zu reinigen. Lasse dich durch den Heiligen Geist geistlich reinigen. Er wird dir helfen maximale Heiligkeit zu erreichen, denn Gott ist Heilig, so sei auch du Heiligt, Heiligkeit sollte ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm(Lionheart)

Andacht vom 02. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und einen mit Liebe gefüllten Tag. Freue dich daran dass du ein Kind Gottes bist, ein Königskind. Bewahre dir in allen ein dankbares Herz, rühme dich nicht das du stehst sondern achte darauf dass du nicht fällst!

Sei ein Zeugnis Jesus Christus in allem was du tust!

Lukas 3, 10-14

Da fragte ihn das Volk und sprach: Was sollen wir denn tun?

Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue ebenso!

Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun?

Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch verordnet ist!

Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Mißhandelt niemand, erhebet keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold!

Johannes bekam die augenblickliche Wirkung seiner Predigt zu sehen. Von der Menge des Volkes, die hinausströmte, bemerkt Lukas, dass sie dem Täufer ihre Sünden bekannte, ein jeglicher die seine.

Sie wenden sich an Johannes mit der bestimmten Frage: „Was sollen wir tun?“.

Und was antwortete Johannes auf die einzelnen Gewissensfragen?

Hier sehen wir recht deutlich, dass Johannes nicht darauf ausgeht, den Zusammenhang zwischen Bekehrung und irdischen Beruf abzusprechen. Er fordert niemand auf, bei ihm in der Wüste zu bleiben, sondern nachdem Johannes die Zeichen einer inneren Umkehr wahrgenommen hat, verweist er einen jeden zurück in seinen Stand und Beruf, verlangt aber innerhalb dieses Standes und Berufes wirkliche Früchte der Bekehrung.

Frage auch du hin und wieder mal „Herr was soll ich tun?“, bin ich auf den Weg, den ich gehe noch richtig? Ist es dein Wille Herr, „dass zu tun, was ich tue?“. Kehre um von deinen falschen Wegen und gehe die Wege deines Herrn, die er für dich bereitet hat. Sei ein Zeugnis zur Verherrlichung Gottes, indem was du tust, an jedem Ort. Die Menschen sollen an dir erkennen wer Jesus Christus ist. Sie sollen schmachten nach Jesus Christus, sie sollen nach dem schmachten was du hast, denn du bist ein geliebtes Kind Gottes, du bist ein Königskind, Verhalte dich auch so. Bitte den Heiligen Geist dir zu helfen, schlechte Angewohnheiten zu lassen, Angewohnheiten die Jesus Christus nicht verherrlichen.

Darin zeigt sich die wahre Größe der Propheten, dass er die Lebensweise, die ihm für seinen Sonderruf auferlegt wurde, nicht zur Vorschrift seiner Mitmenschen macht. In der Forderung der echten Liebe  als Frucht der Umkehr stimmt Johannes mit den alten Propheten(vgl. Mi6, 6-8) und vor allem mit Jesus und mit den Aposteln völlig überein(vgl. Lk10, 25-37; 1Kor13). Auch hierin steht der Täufer mitten drinnen in der Reihe der Propheten und Boten Gottes.

Die Zollbeamten waren wegen  ihrer Erpressung und Betrügereien derart berüchtigt, dass ihnen bei jüdischen Behörden nicht gestattet wurde, einen Eid zu leisten. Den Täufer den die Zöllner mit „Meister“ anreden, sagte ihnen nicht, dass sie ihren Beruf aufgeben müssen, sondern ganz einfach nicht mehr als Erlaubte oder Vorgeschrieben zu fordern. Sei auch du in deinem Beruf immer gerecht und halte dich an deine Vorschriften, sei ein Zeugnis des Evangeliums an deiner Arbeitsstelle. Gehe nicht auf unrechte Dinge ein, auch wenn sie dein Chef fordert, sondern nutze diese Gelegenheiten um Zeugnis zu geben für deinen Heiland.

Der Täufer scheut nicht davor, auch Soldaten, die du dir als Nichtjuden vorzustellen hast, eine Antwort auf ihre Frage zu geben. Die Frage dieser heidnischen Krieger: „Und wir, was sollen wir tun?“, klingt sehr besorgt. Sie fragen, ob es auch für sie, noch eine Rettung vor dem kommenden Zorn Gottes gibt, weil doch ihr Beruf gar nicht mit der jüdischen Frömmigkeit vereinbaren lässt?

Johannes rät auch ihnen ebenso wenig wie den Zöllnern, ihren Beruf aufzugeben. Er fordert sie auf, die Befehle ihrer Vorgesetzten recht auszuführen. Sie sollen ihre Gewalt nicht missbrauchen, d.h. die Leute nicht misshandeln zum Zweck der Gelderpressung und schikanie durch Denunziation, sondern sich mit ihrem Sold zu begnügen.

Die Zöllner und Soldaten sollen also nicht ihren Stand, sondern ihr Standessünden aufgeben. Gerade als bekehrte Zöllner und Kriegsleute sollen sie rechte Frucht und Busse bringen.

Was die Zöllner und Krieger dann zu tun haben, wenn der Christus erschienen sein wird, davon reden die Sprüche des Täufers noch nicht. Ist der Christus gekommen, so wird sich ihr erneuter Wille darin zeigen, dass sie zu ihm kommen. Das wird der Fortgang der Erzählung ausdrücklich gesagt. „Worin besteht die Umkehr des Sünders?

Was die Zöllner und Krieger dann zu tun haben, wenn der Christus erschienen sein wird, davon reden die Sprüche des Täufers noch nicht. Ist der Christus gekommen, so wird sich ihr erneuter Wille darin zeigen, dass sie zu ihm kommen. Das wird der Fortgang der Erzählung ausdrücklich gesagt. „Worin besteht die Umkehr des Sünders? Darin, dass er zu Jesus kommt. Wie empfängt er die Vergebung? Dadurch, dass Jesus ihm seine Gemeinschaft durch seine Vergebung gewährt.

Der Täufer weiß, die Abwaschung des alten Unrats wird für die Länge nicht viel helfen, und das Geschenk, die Vergebung der Sünden, wird nur dann sich entfalten und recht bewähren, wenn eine neue Kraft von oben her das Neue Leben entwickelt und wachsen lässt. Weil das so ist, darum hören wir im fortfahren des Lukasevangelium von dieser Kraft des Heiligen Geistes, von dem, der größer und stärker ist als der Täufer, nämlich Jesus, der Christus!

Der Heilige Geist wird dir in allem helfen, du bist niemals allein, du musst dich nicht alleine verändern, der Heilige Geist hilft dir, dich zu verändern, dieses Bedarf aber immer wieder deine persönliche Entscheidung. Der Herr gibt die das „Wollen“ und das „Gelingen“ nach seinem Wohlgefallen(Phil2, 13), aber entscheiden musst du dich selbst. Du hast immer deinen eigenen freien Willen, möchtest du länger in deiner Sünde verharren, dann verharre, das musst und kannst du ohne den Heiligen Geist hinbekommen. Möchtest du dich verändern und die Sünde aus deinem Leben verbannen, wird der Heilige Geist dir helfen.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 01. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. 2017 sollen sich alle deine Träume und Visionen erfüllen, Gott wird deine Treue belohnen. Die Zeit des Wartens und der Geduld werden belohnt werden. Behalte das gute von 2016 und schaue nicht zurück, schaue auf heute, denn heute ist der Tag, der gelebt werden will. Gott gibt dir immer die Kraft die du brauchst allezeit, daran halte fest.

Bringe Frucht 2017, heute und alle Tage!

Lukas 3, 7-9
Er sprach nun zu dem Volke, das hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entrinnen?
so bringet nun Früchte, die der Buße würdig sind, und fanget nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Was Lukas hier berichtet, stimmt fast wörtlich mit Matthäus3, 7-10 überein. Anders als Matthäus sagt Lukas aber nichst von dem großen Zulauf, besonders seitens der Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe,  Matthäus lässt die obengenannten Umkehrworte auch an die Pharisäer und Sadduzäer gerichtet sein. Nach Lukas sind diese Umkehrworte jedoch an das Volk gerichtet. Markus weist mehr auf die, die aus Jerusalem kamen. Wenn bei Lukas auf die führenden Schichten nämlich die Pharisäer und Sadduzäer, nicht genannt werden, so wird doch der herrschende Zeitgeist des ganzen Volkes mit scharfen Worten gerügt.

Es ist aufschlussreich und wichtig zu wissen das die Otterngeburt und Schlangenbrut, im Urtext für „Schlange“ hier nicht das sonst gebräuchliche griechische Wort „ophis“, sondern das andere Wort „echidna“ herangezogen wird. Das besagt, dass mit dem Wort „echidna“ das Gift der Schlange besonders betont werden soll. Vor solch einer giftigen und Verderben bringenden Schlange hat man Abscheu, man bekämpft sie radikal und tötet sie. Wenn der Täufer den Zeitgeist des ganzen Volkes, einschließlich der Pharisäer und Sadduzäer, und bei Matthäus besonders die verderbliche Wesensart der Pharisäer durch das Wort von der Giftschlangengeburt bloßstellt, dann traf das mit ungeheurer Wucht und Schärfe mitten ins Herz der pharisäischen Heuchelei und Scheinheiligkeit. Dieses isst wichtig zu wissen, damit du die ganze Schärfe und Eindringlichkeit dieses Wortes erfasst. Da ja in der heutigen Zeit in unseren Breitengraden, die Schlange sogar als Haustier gehalten wird und manche dadurch geneigt sind, dieses Wort nicht besonders ernst zu nehmen.

Johannes wendet sich mit erbarmungslosen Ernst an die „Volksmasse“ als solche und somit auch an uns. Sie bildeten sich ein, Gott käme ohne sie nicht aus. Gott wäre ihnen gegenüber gewissermaßen verpflichtet, sie Seelig zu machen, weil er es dem Abraham und seinen Nachkommen unter Eid versprochen habe. Dieses Verhalten gibt es auch in unserer Zeit noch zu Hauf. Viele Christen bilden sich ein, ob Bewusst oder Unbewusst, Gott käme ohne sie nicht aus und er müsste alle ihre Gebete erhören, seien sie nach seinen Willen oder nicht. Oftmals steht dann Jesus nicht im Mittelpunkt ihres Glaubens, sondern einzig und allein sie selbst. Der „Ichgläubige“ bildet den Mittelpunkt seiner Gemeinde und nicht mehr das Kreuz. Der „Ichgläubige“ der immer nur an sich selber denkt, der nur empfangen will und nichts tut.

Johannes forderte die Menschen heraus, ihre Hingabe an Gott durch praktische Taten der Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Selbstaufopferung(Lukas3, 11) unter Beweis zu stellen, die durch einen Gesinnungswechsel motiviert sind(Lk3, 13-15). Diese guten Werke konnten und können Menschen nicht retten, aber sie waren und sind eine gute Antwort auf Gottes Errettung und ein Beweis dafür, dass du wahrlich Gott nachfolgst.

Als Gläubiger bringe Frucht, die der Umkehr entspricht. In geistlichen Begriffen bedeutet „Frucht bringen“, das du ein äußeres(sichtbares) Zeichen des echten inneren Glaubens(dessen, was Gott in deinen Inneren bewirkt) zum Ausdruck bringst, und zwar indem du in deinem Charakter wächst, an Barmherzigkeit zunimmst und dich so verhältst, wie es Gott gefällt. Dein Charakter muss mit deiner Erkenntnis mitwachsen, denn Erkenntnis nutzt dir nichts, wenn du sie nicht umsetzen kannst, wenn du sie nicht lebst. Denn dafür ist das Wort Gottes um dich zu reinigen von allem weltlichen. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens(Hebr4, 12).

Echte Umkehr wird immer zu einen aktiven Glauben und einem Gott wohlgefälligen Leben führen(vgl. Lk3, 10-14; Apg26, 20; Joh15, 16). Wenn du sagst dass du an Christus glaubst und ein Kind Gottes bist, aber nicht so lebst, dass gute Früchte wachsen und sichtbar werden, bist du wie ein Baum, der am Ende gefällt und ins Feuer geworfen wird(Lk3, 8-10. 12), Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 31. Dezember 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Sylvester Tag. Lasse dich erfüllen mit der Liebe Gottes und entscheide dich allezeit für die Liebe, die durch den Heiligen Geist in deinem Herzen ausgeschüttet ist. Achte auf deinen nächsten und achte auch auf die Tiere ganz besonders am heutigen Tag. Gelobt sei Jesus Christus ihm gebührt die Ehre in allem!

Jesus sucht wahre Nachfolger!

Lukas 3,3
Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,

Im Tempel war ein reichgestalteter Gottesdienst für alle Bedürfnisse des Gewissens. Nun aber eröffnete sich in der Wüste, weit draußen vor dem heiligen Tempel und vor der heiligen Stadt eine Stätte, wo in durchschlagender Weise und Wirkung auf die Gewissen ausgeübt wird, nicht etwa, um sie nur zu schrecken, sondern um in ihnen ein Neues werden zu lassen. Und dies geschah durch die Handlung der Ganztaufe, die, in der Art und Weise, wie Johannes sie forderte und vollzog, für die Juden zwar völlig neu und noch nirgends vorgeschrieben oder angekündigt worden war, aber dennoch der einzige Durchgang zur Vergebung der Sünden wurde.

Während die Umkehrpredigt des alttestamentlichen Propheten(hebr = schub = Umkehr) sich meistens folgendermaßen vollzog: Kehrt um, sonst geht Jerusalem zugrunde; kehrt um, sonst nützt euer Opfer gar nichts; kehrt um, sonst wird euer Gott euch verwerfen; dagegen die Umkehrforderung des Johannes verlangte mit der Begründung: „Das Königreich Gottes, die Herrschaft Gottes, hat sich genaht, der Messias ist im Kommen, der König ist da!“

Das Wort „Wüste“ oder „Steppe“ (en te erämo) hat eine besondere Bedeutung für Israel. Israel wurde immer an eine 40 jährige Wanderung durch dir Wüste erinnert, und zwar in doppelter Hinsicht.

1. Die Wüste(Steppe) ist durch Israels Ungehorsam gekennzeichnet(Hebr3, 8; Apg7, 41).
2. Die Wüste ist durch Gottes Treue und Gnade gekennzeichnet, indem Gott an seinem Volk besondere Zeichen und Wunder tat(Apg7, 36; 13, 18) und in besondere Weise gesprochen hat(Apg7, 38. 44).

Aus dieser Erinnerung heraus erwuchs im Judentum die Neigung, der Wüste(Steppe) Besonderes zuzuschreiben
„Ein Wort Gottes“ ist an Johannes gegangen und nun kam er in die ganze Jordangegend, um eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden zu predigen. Die Taufe des Johannes trägt eine doppele Bezeichnung.

1. Sie ist eine Taufe der Umkehr
2. Sie ist eine Taufe zur Vergebung der Sünden
Umkehr, auch „Busse“ genannt, heißt wörtlich, sich umzudrehen und in die entgegengesetzte Richtung zu gehen; sich von Grund auf zu ändern. Im Geistlichen und der Beziehung mit Gott bedeutet das, deine Sünden zu bekennen, dich von deinen eigenen egoistischen Wegen abzuwenden, dich Gott auszuliefern und anzufangen, seine Ziele zu verfolgen. „Herr nicht mein Wille soll geschehen, sondern der deine“.

Die neutestamentliche Botschaft von Johannes betonte die Busse und ähnelte in dieser Hinsicht stark der Botschaft der alttestamentlichen Propheten(z.B. Jer15, 19; Ez18, 30. 32; Hos3, 4-5). Johannes Gepflogenheit, die Menschen zu taufen, die bußfertig zu ihm kamen(siehe Apg19, 4), wurde so bezeichnend für sein Wirken, dass er als „der Täufer“ bekannt wurde(das mit „taufen“ übersetzte Wort bedeutet eigentlich „jemand untertauchen“). Johannes tauchte Menschen im Wasser unter, um damit ein äußerliches Zeichen für eine innere geistliche Reinigung zu setzen.
Die Handlung ist nur dann von Bedeutung, wenn sich der Täufling auch wirklich von seiner Sünde abwendet und sein Leben Gott hingibt. Das heißt im allen sich Gott ausliefern, mit all deinen Handeln, Wollen und Fühlen.

Die Taufe war und ist nicht das eigentliche Mittel, um Vergebung für seine Vergehen gegen Gott zu erlangen; es war und ist eine wichtige Handlung, die als Symbolik für deine Herzenshingabe dient.
Wahre Umkehr ist das, wodurch du im Glauben an Jesus Christus, Gottes gnädige Gabe der Vergebung erlangst. Nach Jesu Tod und Auferstehung gewann die Taufe an Bedeutung, weil sie zum Zeichen dafür wurde, sich mit Christus zu identifizieren, mit seinem Tod, seiner Grablegung(symbolisiert durch das Untertauchen im Wasser) und seiner geistlich verwandelten Leben aufersteht. Gott vergibt allen, die wahrhaftig Busse tun und sich ihm zukehren.
Die Taufe ist ein sichtbarer Akt, der eine innere, geistliche Realität darstellt.

Wenn du die Gottes Gabe der Vergebung und Errettung für dich angenommen hast, kannst du dich durch die Taufe öffentlich mit Jesus Christus in seinem Tod und seinem Begräbnis identifizieren und bist somit auch in Jesus Auferstehungsleben vereint. Wenn deine Taufe von aufrichtigen Glauben begleitet wird, ist sie ein Zeichen dafür, dass du die Sünde von dir gewiesen hast und dich Christus ganz hingibst. Diese Hingabe führt zu einem beständigen Fluss der Gnade Gottes(d.h. seiner unverdienten Gunst, Liebe und befähigten Kraft) und seines Lebens in dir. So sicher wie Christus von den Toten auferstanden ist, so wirst du als sein wahrer Jünger die Kraft haben, eine neues Leben zu führen.

Du bist nur ein wahrer Gläubiger, wenn du Jesus vom ganzem Herzen und ganzem Verstand nachfolgst und dich von ihm verändern lässt. Der sonntägliche Kirchengang macht dich nicht zum Christ oder nur weil du in Deutschland wohnst bist du noch lange kein Christ. Jesus Christus sucht wahre Nachfolger, erhebe dich und nehme dein Land im Glauben ein. Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 30. Dezember 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Lebe so dass niemand an dir einen Anstoß nehmen kann, außer am Evangelium, das verkündige frei raus zu jeder Stunde. Der Heilige Geist wird dir die Kraft geben die du brauchst, er hilft dir deine Ängste zu überwinden!

Der Heilige Geist gibt dir die Kraft und weist dir seinen Weg!

Lukas 3,1-2
Im fünfzehnten Jahre aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst der Landschaft Ituräa und Trachonitis und Lysanias Vierfürst von Abilene,
unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.

Geschichtsschreiber datieren die Ereignisse oftmals nach dem Jahr der Regierungszeit des Herrschers der ganzen römischen Welt. Die anderen in dieser Schriftstellen erwähnten Regierenden sind ihm samt ihren verschiedenen Gebieten untergeordnet. Nach dem Tod Herodes dem Großen, demjenigen, der versuchte Jesus zu töten(Mt2, 13), hatte seine Söhne Archelaus, Herodes, Antipas und Herodes Philippus zusammen im Lysanias die Herrschaft über die vier Gebiete seines geteilten Königreichs. Dies sind die „Tetrarchen“(d.h. „über ein viertel“).

Neben der bedrückenden bedrohenden politischen Lage markiert Lukas durch den Namen „Hannas“(Annas) und „Kaiphas“(Kajaphas) die bedrückenden religiösen Verhältnisse in Israel. Wenn der Evangelist zwei Hohepriester nennt, so ist damit auch die Zerrüttung des geistlichen Regimentes angedeutet, denn nach dem Gesetz durfte immer nur ein Hohepriester im Amt sein. Schon unter der Regierung Herodes des Großen und noch mehr unter der Herrschaft der Römer hatte die rechtmäßige Nachfolgerschaft im Hohepriestertum aufgehört. Die Vorgänger des Pilatus, Valerius Gratus, hatte im Jahr 15 nach Christus, den Hohepriester Hannas abgesetzt und im Laufe einiger Jahre nacheinander mehrere Hohepriester neu erwählt und wieder davongejagt, bis er endlich in Kaiphas(Kajaphas), dem Schwiegersohn des Hannas, ein hinlänglich dienstbeflissenes Werkzeug gefunden hatte. Dieser verwaltete das Amt vom Jahr 18-36 n. Chr. Trotz allem blieb Hannas in den Augen des Volkes und auf Grunde des Gesetzes der wahre Hohepriester. Dieses Vorhandensein von zwei Hohepriester war der Anfang der Auflösung des im Alten Testamentes so wichtigen und bedeutenden Amtes. Der Zerfall Israels war also von dem Politischen aus bis ins Herz des auserwählten Volkes Israels. Du siehst zur damaligen Zeit war die Lage politische und religiöse Lage schon genauso, wenn nicht sogar mehr angespannt wie heute. Trotz allen erhebte Johannes seine Stimme und verkündigte seinen Gott und seinen Messias der da kommen wird. Es gab keine Ausreden wie, „ich halte jetzt lieber meinen Mund“ oder „ das passt jetzt nicht“ oder „es will ja keine hören“, nein die Stimme wurde im Glauben erhoben. Wenn es nicht passte wurde es passen gemacht, es gibt immer eine Möglichkeit die Stimme auf Gott und Jesus Christus zu lenken. Hätten die Menschen damals in der sehr brisanten politischen und religiösen Lage geschwiegen, hättest du Jesus Christus niemals kennengelernt. Sie wurden damals verfolgt, gesteinigt und zu m Tode verurteilt für ihren Glauben und trotzdem haben sie ihren Mund geöffnet.

In dieser Nacht der Gottlosigkeit und des Sittenzerfalls, in diese Finsternis der Trost- und Hoffnungslosigkeit, und zwar sowohl in politischer als auch in religiöser Beziehung, trat die Gestalt des Täufers Johannes. Dem Priester Zacharias und seiner Gattin Elisabeth in hohen Alter wunderbar im Tempel angekündigt und als ein Wunder seltsam geschenkt, wo es menschlich gesprochen nicht mehr zu erhoffen und zu erwarten war, gleichsam eine aufsehenerregende Frucht der elterlichen Gebete, war Johannes herangewachsen in jenem Kreise der Stillen im Lande, zu denen eine Maria und Josef, zu denen die Hirten von Betlehem, zu denen ein Simeon und eine Hanna gehörten. Sie haben gebetet und gehofft und Gott hat sie gesegnet. Halte auch du immer Treu fest an deinen Gebeten und gebe deine Hoffnung niemals auf, ich versichere dir „Gott hat deine Gebete, dein Flehen erhört“.

Wahrscheinlich bald, vielleicht kurz nach dem Tode der greisen Eltern, hat es den Johannes(sein Name heißt „Gott hat sich erbarmt“) in die Einsamkeit und in die Wüste getrieben. Die Höhen der Wüste Judäas waren in jedem Land die kühlenden Zufluchtsstätten, waren seine Wohnung. Seine Nahrung bildeten Heuschrecken und der Honig der wilden Bienen. Noch heute werden Heuschrecken gelegentlich gegessen. Man trocknet sie(so wird Johannes es auch gemachte haben) und mahlt sie zu Pulver. Weil dieses Heuschreckenpulver bitter schmeckte, aß man Honig dazu, und zwar den Honig der wilden Bienenschwärme. Rock, Hemd und Bett war dem Johannes sein kamelhärender Mantel.
So lebte er zwar äußerlich arm, aber innerlich reich, von den Verheißungen Gottes im Alten Testament in Einfachheit, Einsamkeit, und völliger Unabhängigkeit von den Menschen. Er glich jenem Elias im Alten Testament, der darum zum Manne Gottes wurde, weil er die Erbärmlichkeit seiner Zeit einfach nicht mitansehen konnte und den Auftrag Gottes für sein Volk, den er in sich fühlte, um jeden Preis ausrichten musste. Johannes und Elias waren beide Männer, die mit ihrem Volk und ihrer Zeit ganz verwachsen waren, aber gerade um ihres Volkes willen sich von ihm losgerissen hatten.

Solche durch und durch aktiven, lebendigen Männer und Boten Gottes können nicht irgendwie zusehen, abseits stehen, sich resigniert abfinden mit den Dämonen des Verfalls und der Auflehnung, sondern zum Kampf gegen die Mächte und Kräfte der Bösen, um ihnen zu trotzen und sie besiegen. Schaue auch du nicht zu, wenn alles zerfällt, wenn die Mächte des Bösen diese Welt mit ihren darauf lebenden Menschen vernichten, Stehe auf im Namen Jesus Christus und rüste dich mit der Waffenrüstung Gottes und bekenne den Sieg Jesus Christus. Lasse dich nicht mit hineinziehen in die bösen Gespräche und des Afterreden, davon wird sich die Situation nicht verändern. Sei ein aktiver Gläubiger, der Probleme im Gebet angeht und etwas unternimmt um Situationen zu verändern.
Dazu bedarf es(und das wissen diese Gottesboten) der festen und bestimmten Berufung von oben her und der außerordentlichen Kraft des Heiligen Geistes. Darum wird bei Johannes und Elias immer der Geist betont. Johannes wird vor ihm(Jesus) hergehen im Geist und der Kraft des Elias(Lk1, 12).

Alles was du tust tue im Heiligen Geist, lasse dich in allem von ihm leiten und führen, er wird dich recht führen. Du allein aus dir heraus, hast nicht die Kraft gegen dich Mächte der Finsternis, gegen Satan und seine Legionen anzukämpfen. Vergesse die Bilder und Filme in dem Menschen mit Schwerter und Feuerbällen gegen sie ankämpfen, dies sind alles Fiktionen die es niemals geben wird. Er gibt nur einen der die Mächte der Finsternis besiegt hat und das ist Jesus Christus. In dem Namen Jesus Christus bist du Sieger, in seinem Namen wird es dir gelingen, durch sein kostbares Blut hast du den Sieg. Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in Ewigkeit, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 29. Dezember 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Möge die Liebe und der Frieden Gottes immer bei dir sein. Solange es an dir liegt halte Frieden mit jedermann!

Gott möchte Treue in allem von dir!

Lukas 2, 39-40
Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetze des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa, in ihre Stadt Nazareth.
Das Kindlein aber wuchs und ward stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.

Als ein wirklich menschliches Kind erlebte Jesus die Entwicklung von körperlichem und geistlichem Wachstum. Er nahm zu an Weisheit weil Gottes Gunst auf seinem Leben lag. Vollkommen in seiner menschlichen Natur, wie niemand sonst, der je gelebt hat, entwickeltet er sich in jeder Hinsicht geradeso, wie Gott es wünschte. Sein Leben zeigt uns ein vollkommender Gehorsam gegenüber den Willen Gotts.
Jesus war und blieb Nazarener, bis er über dreißig Jahre alt war. Den größten Teil seines Lebens brachte er in der Verborgenheit zu. Aber eine Geschichte durchdringt die ganze Verborgenheit der 30 Jahre und lässt sie hell aufleuchten.

Die Geschichte des zwölfjährigen Jesus repräsentiert seine ganze Entwicklung. Das Kind Jesus wuchs heran, nicht wie ein Wunderkind, sondern wie ein Menschenkind gleich wie du und ich, ausgenommen die Sünde. Jesus ist geboren auf übernatürliche Weise, und ist geworden und gewachsen auf natürliche Weise. Es war seine Menschwerdung kein Schein und kein Spiel, sondern voller Ernst.

Die vor uns liegende Jugendgeschichte des Zwölfjährigen wirft Strahlen rückwärts und vorwärts. Sie ist ein nachleuchtender Glanz seiner heiligen Geburt und ein vorleuchtender Glanz seines Zukünftigen Erlöserdienst.

Lukas 2,41-42
Und seine Eltern reisten jährlich am Passahfest nach Jerusalem.
Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach Gewohnheit des Festes hinauf.

Nach dem mosaischen Gesetz(2Mos23, 14-17; 34, 23ff; 5Mos16, 16ff) waren alle mündlichen Israeliten, die Minderjährigen, Greise, Kranken und Sklaven waren ausgenommen, verpflichtet, dreimal im Jahre, nämlich am Passah-, Pfingst- und Laubhüttenfest, im Tempel zur erscheinen, um an der Festfeier teilzunehmen.

Wie mag es den Jesusknaben verlangt haben mach diesem Passahfest! Wie mag sein Herz in heiliger Freude aufgegangen sein, als er mit der jubelnden, Psalm singenden Festkarawane hinauf ziehen durfte nach Jerusalem! Wie muss ihm zumute gewesen sein, als er zum ersten Mal diese herrliche Stadt betrat und ihren hohen Tempel vor sich daliegen sah. Das ist als die Heilige Stadt, wo Gott sein Volk um sich sammelt. Das ist also der heilige Berg, von dem das Heil nach allen Teilen der Erde hinausgehen sollte. Ja, es ist nur Ein Gott, und es besteht nur „Ein einziges göttliches Gesetz“(Ps84, 120-134) und die anderen Psalmen preisen die herrlichen Gottesdienste im Tempel zu Jerusalem. Wie musste das alles ihn tief beschäftigen. Nirgendwo fand sein Inneres so reiche Förderung wie hier. Kein Wunder, dass er sich von der heiligen Stätte nicht trennen konnte und im Tempel zurückblieb.

Lukas 2, 43-47
Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem; und seine Eltern wussten es nicht.
Da sie aber meinten, er wäre unter den Gefährten, zogen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten.
Und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück und suchten ihn.
Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzend mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.
Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, über seinen Verstand und seine Antworten.

Hier im Tempel fühlte sich der Jesusknabe daheim. Die Lehrer, die seine Antworten und Fragen bewunderten, waren die Gesetzeslehrer. Es waren öffentliche Belehrungen für die Festpilger möglich und zwar in zwangloser Form und Frage und Antwort. Hier war also Gelegenheit, auf alle die Fragen, die Herz und sinn bewegten, Antwort zu holen. Die Rabbiner nahmen schon Kinder mit 6 Jahren in ihre Schule auf. Ein Rabbinerwort lautete: „Vom 6. Lebensjahr an aufwärts empfangen wir das Kind und mästen es mit dem Gesetz wie einen Ochsen“. Dabei schenkten sie den geweckten Schülern größere Aufmerksamkeit und ließen sich sogar in Wechselreden mit ihnen ein wie mit ihresgleichen.
Des Zwölfjährigen kindliches Fragen brachte die ergrauten Denker in Erstaunen. Welche Ströme des Lebens werden erst aus dem Munde des Mannes Jesus geflossen sein!

Lukas 2,48-50
Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?
Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.

Die Antwort des Jesusknaben klingt so wunderbar auf die schmerzvolle Rede der Mutter. Da sie keine Entschuldigung, kein Zugeständnis eines Fehlers ist. Ein Gefühl göttlicher Hoheit spricht aus diesem Jesus Wort des Zwölfjährigen, eine Gewissheit, dass er allezeit doch in dem sein musste, was der Vater sei, d.h. in dem Denken, Fühlen und Wollen des Vaters zu sein. Strecke auch du dich allezeit mit deinem ganzen Denken, Fühlen und Wollen nach Jesus Christus aus, dass er dich erfüllt durch und durch und allezeit. Dein höchstes Verlangen soll das Wort Gottes in deinem Leben sein, richte dich mit deinem ganzen Sein danach aus.

Dies erste Wort, „muss ich nicht sein in dem, was meines Vaters ist, aus dem Munde unseres Heilandes ist die Losung zu allen späteren Worten und Taten des Herrn und der Schlüssel zu allen seinen Lebensäußerungen. Zum ersten Mal nennt „er Gott seinen Vater“ und zwar offenbar im Gegensatz zu dem „Dein Vater“ im Mund der Mutter. Er sagt nicht: in dem, was unsers Vaters ist, sondern: in dem, was Meines Vaters ist. Zum ersten Mal fühlt und erkennt er sich als „Gottessohn“. Es ist die aufbrechende Ahnung seines einzigartigen Verhältnisses zu Gott. Er fühlt den großen Gegensatz zwischen dem himmlischen und irdischen Vater. Auch du hast deinem Vater im Himmel, Abba Vater, tue seinen Willen für dein Leben, denn das ist gut für dich allezeit.

Wenn du dem Herrn ernsthaft nachfolgst, lernst du still und tiefer und gründlicher in allen deinen Dingen, in all deinem Tun und Reden, mehr und mehr „in Dem zu sein, was des Vaters ist“. Der Vater im Himmel ist dein erster Gedanke am Morgen. Der Vater im Himmel ist dein letzter Gedanke am Abend. Der Wille des Vaters soll dir in allem dein Maßgebend sein, deine Speise früh, mittags und abends(Jo4).

Lukas 2, 51
Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.

Jesus hätte denken können, nun sei Sein Beruf, wie Samuel beim Tempel zu bleiben und los und ledig aller Alltagssorgen Seinem großen Ziele entgegenzuwachsen. So etwas kommt ihm aber nicht in den Sinn! Die heilige Ruhe Seines Herzens band ihn an den Gehorsam. Das Elternhaus in Nazareth war dem Zwölfjährigen jetzt das, was des Vaters ist. In Selbstverleugnung betritt er seine Laufbahn aus Entbehrung und Mühen, in Niedrigkeit und Verborgenheit, die auch dem Anspruchslosesten die Zeit „lange“ machen konnte. In Geduld und in der Verborgenheit wird er noch achtzehn Jahre auf den Ruf des Vaters warten und schweigen. Stürme auch du nicht gleich los, wenn du eine Berufung empfängst sondern lasse dich für deine Aufgabe zu- und ausrüsten durch den Heiligen Geist. Er wird dir sein „Go“ geben, zu seiner Zeit, denn nur er weiß den rechten Zeitpunkt.

Die Liebe zum himmlischen Vater vernichtet nicht die Liebe zu den irdischen Eltern, sondern verklärt und heiligt sie, dass man mit derselben inneren Notwendigkeit, mit der man „sein muss in dem, was des himmlischen Vaters ist“ auch in dem sein muss, was der irdischen Eltern Tagewerk und Wille ist. Das ist wahre Freiheit für die Jugend, alles andere ist Zügellosigkeit. Auch der irdische Beruf ist „in dem, was des Vaters ist“. Alles was du tust, tue für den Herrn, sei es deine Arbeit, sei es Gehorsam gegenüber deiner irdischen Eltern. Das eine schließt das andere nicht aus, denn ansonsten hätten wir wohl nur noch Apostel, Propheten, Lehrer, Pastoren, Diakone, Mönche, die nichts anderes mehr tun, außer in ihrer von Gott gegebenen Berufung zu verharren. Die gesamte Wirtschaft würde nach und nach zum Erliegen kommen.

Luther sagte zu dieser Bibelstelle: „Er ordnet Sich ihnen unter“ folgendes. „Er wird also auch alles im Hause getan haben, was man ihn geheißen hat, Späne aufgelesen, Wasser, Brot, Fleisch geholt, Stube gekehrt und sich nichts verdrießen lassen haben, ob es gleich geringe, kleine und unansehnliche Werke waren. Durch den Gehorsam gegen die Eltern, durch die dienende Liebe, durch die Treue gegen Gottes Wort, durch den Fleiß, mit dem man Gottes Ehre sucht, werden alle diese kleinen Dinge zu großen Übungen es Gehorsams. Es will uns der Gedanke wunderlich vorkommen, das Jesus, der nunmehr zu dem größten, wahrsten und unzweifelhaftesten Bewusstsein und Amt gelangt was(welches je ein Mensch gehabt hat), dieses Amt im sofortigen Gehorsam gegenüber kleinsten unwichtigsten Dingen sieht. Er, der doch berufen ist, einen Bau auszuführen, dessen Breite und Länge und Höhe und Tiefe niemand ausmisst, trägt geduldig und gelassen Seinem Pflegevater die Zimmeraxt nach und hilft armer Leute Hütten bauen“

In der Bindung an den Vater im Himmel bewährt sich die Bindung an die Menschen auf Erden, die Bindung an den irdischen Beruf.

Lukas 2, 52
Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Dies ist alles, was uns die Bibel über Jesus Kindheit und Jugend berichtet. Zwischen Lukas 2, 53 und Lukas 3, 1 sind ungefähr achtzehn Jahre im Leben Jesu vergangen. Doch dieser kurze Bericht gibt dir einen guten Überblick über die gesamte Entwicklung Jesu. Der Jesusknabe wuchs heran wie alle Menschen und zwar nicht nur dem Leib nach, sondern auch dem Denken nach. Er heißt: „Er wurde mit Weisheit erfüllt“ und nicht: „er war voller Wissen“. Sein kindliches Tun, Handeln und Reden war allezeit weise, d.h. wohlüberlegt, passend, immer das Recht treffend, wie man es bei keinem anderen Kinde findet. Darum heißt es mit Recht, das Kind wurde mit Weisheit erfüllt, d.h. wir dürfen keine Erwachsenden- Weisheit bei ihm, dem Kinde suchen. Er war kein übernatürliches Frühreifes Kind, ein wohl hochbegabtes, aber doch voller Kinderweisheit. Mit dem zunehmenden Alter kam dann auch die zunehmende Weisheit. In der Schule des Lebens und in der Erfahrung gewinnt man sie, und die Kenntnis, die dazu nötig sind, werden mit Mühe und Arbeit erworben, Hierin war Jesus ein Mensch gleich wie du.

Der Glaube ist die Hand, womit du das Göttliche erfasst, wodurch du göttlich denken tust. Solange, bis der Vorhang deines Fleisches fällt, schaust du durch den Glauben in die unsichtbare Welt hinein und hörst durch den Glauben Gottes Stimme, und stehst durch den Glauben in Gottes Gemeinschaft. Diesen Glauben hat Jesus in voller Stärke, Reinheit und Klarheit gehabt. Sein Leben ist ein Glaubensleben in der umfassendsten Bedeutung des Wortes. Er hat Gehorsam gelernt, nicht anders, wie Adam ihn auch würde erlernt haben, wenn er nicht durch des Teufels Betrug sich zum Unglauben hätte verführen lassen. Jesus hat den Gehorsam im Kampf mit dem Teufel und dem Tod gelernt und jedes Mal Glaubenssieg gezeigt. Welch ein Trost für Dich! Er ist versucht, gleichwie Du. Er weiß, wie es dir zumute ist in allen Lagen, in allen Trübsalen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)