Andacht vom 06. Februar 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Woche. Alles was von dir ausgeht, soll zum Segen für dich und die anderen werden. An dir sollen die Menschen den Segen Gottes erleben, und eine unwiederstehbare Sehnsucht nach Gott ins Herz bekommen!

La Familia

Lukas 8, 19-21
Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm, und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen.
Es wurde ihm aber gemeldet: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und begehren dich zu sehen!
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun!

Aus dem Markus Evangelium ist der eigentliche Anlass ersichtlich, warum die nahen Verwandten zu Jesus kam. Es war das Gerücht zu Seinem Angehörigen durchgedrungen, „Jesus befände sich in einem Zustand des von Sinnen seins“ (Mk3, 21). Nach Matthäus 12, 24. 26 war dies eine Folgeerscheinung der pharisäischen Behauptung, Jesus treibe Dämonen durch Beelzebub aus. Jesu Brüder beabsichtigten darum, sich Seiner zu bemächtigen(Mk3, 21). Vielleicht lag das auch hier dem „Jesus sehen wollen“ zu Grunde(vgl. Joh7, 4-5). Es wird jedoch nirgends berichtet, dass Maria, seine Mutter, die Ansicht ihrer Söhne geteilt hätte.

Jesus ging nicht hinaus zu seiner Mutter und zu seinen Brüdern. Er ließ sie auch nicht zu sich kommen, dass sein Lehrvortrag vor der Volksmenge unterbrochen wurde. Ohne die engste Familienbande zu verachten, nennt der Herr die Hörer und Täter seines Wortes „Seine Mutter und seine Brüder“. Die geistlichen Verwandten stehen ihm näher als die leiblichen Angehörigen. In Matthäus 10, 36 warnt Jesus seine Jünger davor, dass die eigenen Hausgenossen unter Umständen zu Feinden des Menschen werden können. Er sprach aus eigener bitterer Erfahrung.

Dieser Absatz enthält eine wichtige Lebenswahrheit. Es kommt durchaus vor, dass jemand sich enger mit Menschen verbunden fühlt, mit denen er nicht verwandt ist, als mit der eigenen Familie und den übrigen Verwandten. Die tiefe Lebensverwandtschaft ist nicht die Blutsverwandtschaft, sondern die Verwandtschaft des Herzens und der Gesinnung. Wenn Menschen gemeinsame Absichten verfolgen, dieselben Grundsätze haben, die gleichen Interessen oder ein gemeinsames Lebensziel haben, dann werden sie tatsächlich miteinander verwandt.
Definieren wir einmal das Reich Gottes. Das Reich Gottes ist eine Gemeinschaft auf Erden, in der Gottes Willen ebenso geschieht wie im Himmel. Jesus zeichnete sich vor allen anderen Menschen dadurch aus, dass er als einziger die volle Übereinstimmung zwischen dem Willen Gottes und seinen Willen erlangte. Alle die sich zu Jesus bekehren und die Vergebung ihrer Sünden empfangen, werden durch das kostbare Blut Jesus Christi rein gewaschen. Wenn dann ihr großes Lebensziel darin besteht, Gottes Willen zu ihrem Willen zu machen, sind sie daher die wahren Verwandten Jesu. Wir sprechen davon, dass alle Menschen Gottes Kinder sind, seine Schöpfung und das ist auf eine sehr reale und kostbare Weise wirklich wahr, weil Gott die Frommen und die Sünder liebt, doch die innigste Gotteskindschaft ist stets ethisch bedingt. Wenn du deinen Willen mit dem Willen Gottes in Einklang bringst, beginnt mit Hilfe des Heiligen Geistes die wahre Verwandtschaft.

Es gibt eine Treue, die alle irdische Treue weit übertrifft; etwas, was vor dem Liebsten auf Erden Vorrang hat. In eben diesem Sinne ist Jesus Christus ein Meister, der etwas von dir fordert. Er will das Herz des Menschen mit nichts und mit niemand teilen. Liebe hat Ausschließlichkeitscharakter. Wo Liebe ist, kann kein Hass sein, du kannst nur Liebe oder Hassen. Du kannst nur einen Herrn lieben und dienen. Das ist nicht leicht, doch es wirkt ein großes Wunder: Wenn du dich Christus ganz ergibst, wirst du Mitglied einer Familie, die die ganze Welt umspannt. Welche Verluste du deswegen auch in Kauf nehmen muss, der wird durch den Gewinn, der dir zuteilwird, wieder weggemacht.

In einem Gedicht von John Oxenham heißt es folgendermaßen:

In Christus ist nicht Ost noch West,
Nur eine große Brüderschaft
Die ganze Erde fort.
Die wahren Herzen finden all
In ihm die Heilige Stadt;
Er ist es, der das goldne Band
Um sie geschlungen hat.
Drum, Glaubensbrüder, schließt den Bund
Welch Stamm euch auch gesandt!
Wer meinem Vater dient als Sohn,
Ist wahrlich mit verwandt.
In Christus eint sich Ost und West
Und eint sich Süd und Nord,
Die Seelen sein sind eins in ihm
Die ganze Erde fort.

Wenn du durch Jesus Christus nach dem Willen Gottes trachtest, gehörst du zu der Familie, die alle Frommen im Himmel und auf Erden umschließt, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 05. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Komme in die Ruhe des Herrn und höre was er dir zu sagen hat. Heute ist der Tag des Herrn, wenn er sagt gehe, dann gehe, wenn er sagte habe Geduld, dann harre aus in seinem Frieden. Dein Gott gab dir zwei Ohren und einen Mund. Sei beharrlich im Hören und besonnen im Reden!

Treue wird belohnt!

Lukas 8, 16-18  

Niemand aber, der ein Licht anzündet, bedeckt es mit einem Gefäß, oder stellt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, damit, wer hereinkommt, das Licht sehe.

Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht kundwerden und an den Tag kommen wird.

So sehet nun darauf, wie ihr hört! Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

Dieser Abschnitt enthält drei Aussagen und jede von ihnen ist eine Mahnung für dein Leben.

Vers16 betont, wie wesentlich es ist, dass dein christlicher Lebenswandel auch sichtbar wird in dieser Welt. Der christliche Glaube ist seinem Wesen nach etwas, was offenbar sein soll. Das Wort Gottes will gelebt werden, er soll durch dich lebendig sein. Es lassen sich leicht kluge Gründe dafür anführen, weshalb du deinen Glauben nicht vor den Augen der Welt nicht zur Schau stellen willst. Fast jeder Mensch hat eine instinktive Scheu davor, sich von den anderen zu unterscheiden. In der Welt werden meistens jene Menschen verfolgt, die nicht mit den allgemeinen Vorstellungen übereinstimmen. Ein Schriftsteller berichtet uns, was er bei seinen Hühnern beobachtete, was ich durch meine eigenen Erfahrungen bestätigen kann. Bis auf ein Huhn sahen alle übrigen genau überein aus. Die Hühner im Hühnerhof ruhten nicht eher, bis sie das Tier, das sich von ihnen unterschied, zu Tode gepickt hatten. Selbst in der Tierwelt gilt es als ein Verbrechen, sich von seinen Artgenossen zu unterscheiden.

So schwer es dir auch fallen mag, es ist deine Pflicht, dich nie dessen zu schämen, dem du gehörst und dem du dienst; und wenn du die Angelegenheit im rechten Licht betrachtest, wirst du es nicht als eine unangenehme Pflicht, sondern als ein Vorrecht ansehen. Wir Christen sollten uns nie schämen, Farbe zu bekennen, einerlei wie bescheiden unsere Stellung und unser Wirkungsbereich auch sind. Deine Nachbarn und dein Umfeld sollen wissen das du ein Nachfolger Jesus bist. Leben ihnen das Evangelium vor, lebe das Wort Gottes, dann werden sie an dir erkennen wer Jesus Christus ist. Sei mit deinem ganzem Lebenswandel ein Botschafter an Jesus statt. Tue alles zur Ehre Gottes, gibt es Gott nicht die Ehre dann lasse es.

In Vers 17 wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass nichts geheim bleiben kann. Wir Menschen versuchen auf dreifache Weise, etwas zu verbergen. (A) Du schließt einfach die Augen vor den Folgen bestimmter Taten und Gewohnheiten, obwohl du dir ihrer sehr wohl bewusst bist. Du  verhältst dich wie Menschen, die absichtlich ihre Augen vor den Symptomen einer Krankheit verschließen. Wenn du dir das klarmachst, wird dir sofort  die unglaubliche Torheit deines Verhaltens bewusst. (B) Mitunter versuchst du etwas vor deinen Mitmenschen zu verbergen. Aber aus irgendeiner Weise kommt es schließlich an den Tag. Wer ein Geheimnis mit sich herumschleppt, ist ein unglücklicher Mensch. Glücklich dagegen bist du wenn du nichts zu verbergen hast. Ein Baumeister soll Plato einst angeboten haben, ein Haus für ihn zu bauen, das keinem Auge Einblick böte, „Ich will dir das Doppelte bezahlen“, erwiderte Plato darauf, „wenn du mir ein Haus baust, in dessen sämtliche Räume jedermann hineinsehen kann“. Glücklich der Mensch, der das von sich behaupten kann. (C) Mitunter versuchst du etwas vor Gott zu verbergen. Etwas Unmöglicheres gibt es überhaupt nicht. Selbst Adam konnte sich schon nicht vor Gott verstecken, Gott sah alles. Du tätest gut daran, wenn du dir die Worte „Du, Gott, siehst mich“ stets vor Augen hältst.

In Vers 18 wird das allgemein gültige Gesetz festgehalten, dass der Mensch, der viel besitzt, noch mehr bekommen wird; und derjenige, der nichts besitzt auch das noch verlieren wird, was er zu haben meint. Wenn jemand körperlich gesund ist und von sich aus alles tut zur Erhaltung der Gesundheit, wird sein Körper immer größeren Belastungen standhalten; wer sich dagegen verweichlicht, wird selbst die Gaben, die er mitbekommen hat, verlieren. Je mehr ein Schüler lernt, umso fähiger wird er, noch mehr zu lernen; wenn es sich dagegen weigert, weiterzulernen, wird er auch das bis dahin erworbene Wissen bald vergessen. Dieser Satz besagt also nur, dass es im Leben keinen Stillstand gibt. Entweder gehst du vorwärts oder rückwärts. Wer sucht, wird stets finden; wer aufhört, zu suchen, wird selbst das verlieren, dass er hat.

Weiter sagt dir Jesus damit, was du als Nachfolger Christi im zukünftigen Reich Gottes empfängst, hängt  davon ab, inwieweit du jetzt Gottes Absichten annimmst und zu erfüllen versuchst. Alles was du zum Nutzen des Reiches Gottes auf der Erde tust, wird sich auf den „Lohn“ auswirken, den du im Himmelreich empfängst. Oberflächlich betrachtet mag es unfair erscheinen, dass derjenige, dem zuerst am meisten gegeben wurde, später noch mehr erhält. Doch Jesus verdeutlicht hier die allgemeine Tatsache, dass deine Belohnung als Christ im Himmel von deiner jetzigen Hingabe an Gott und von deinem treuen Umgang mit den anvertrauten Gaben abhängt, ob  das nun wenig oder viel zu sein scheint, Maranatha.

Gottes Schutz, Segen und Frieden                                  

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 04. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus. Der Frieden und die Liebe Gott sollen dir vorangehen, an dir sollen die Menschen erkennen wer Jesus Christus ist. Wandel im Sinne des Wortes hier auf dieser Welt, lebe das Evangelium!

Glaube daran, niemand kann die Ernte Gottes verhindern!

Lukas 8, 4-15
Als nun viel Volk zusammenkam und sie aus den Städten zu ihm zogen, sprach er in einem Gleichnis:
Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Und indem er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
Und anderes fiel auf den Felsen; und als es keimte, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es.
Und anderes fiel auf gutes Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Da fragten ihn seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute.
Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den andern aber in Gleichnissen, auf daß sie sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht verstehen.
Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.
Die am Wege sind die, welche es gehört haben; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden.
Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel, sie glauben nur eine Zeitlang, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.
Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.
Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in Geduld.

Im diesem Gleichnis verwendet Jesus ein Bild, das allen seinen Hörern vertraut war. Ja, es ist sehr gut möglich, dass er gerade einen Sämann bei der Arbeit sah, als er zu sprechen begann. In diesem Gleichnis ist von vier verschiedenen Bodenarten die Rede. 1. Der Boden war in Palästina für gewöhnlich in schmale Streifen aufgeteilt, die zwischen denen Pfade verliefen, die jeder benutzen durfte. Fiel auf diese Pfade, die festgetreten wie Straßen waren, Samen, so blieb er obenauf liegen. 2. Mit dem Felsboden ist nicht gemeint, dass die Erde voller Steine war, sondern dass sich über einer Kalksteinplatte nur eine dünne Erdschicht befand. Sie vermochte die Feuchtigkeit nicht zu halten und war auch ohne Nährstoffe, so dass die Pflanzen, wenn sie größer wurden, unweigerlich vertrockneten und abstarben. 3. Der Boden voller Dornen mochte im ‚Augenblick der Saat zwar sauber aussehen, einfach, weil man ihn umgegraben hatte, doch waren der Unkrautsamen und die fasrigen Wurzeln der Wildgräser darin zurückgeblieben. Die gute Saat wuchs zusammen mit dem Unkraut heran, das allmählich die gute Saat völlig überwucherte, so dass sie erstickte. 4. Das gute Land jedoch bestand aus Erde, die tief genug, sauber und gut vorbereitet war.

Lukas 8, 9 und 10 sind den Menschen stets rätselhaft erschienen. Es klingt, als ob Jesus sagen wollte, er spräche in Gleichnissen, damit die Menschen ihn nicht verstehen könnten, doch dem gegenüber müssen wir feststellen, dass wir unmöglich glauben können, Jesus habe seine Meinung vor den Zuhörern absichtlich verborgen. Es sind daher verschiedene Vermutungen geäußert worden. 1. Matthäus13, 13 stellt es ein wenig anders dar. Er sagt, dass Jesus in Gleichnissen sprach weil die Menschen nicht richtig hören und verstehen können. Es scheint also, dass Matthäus sagt, Jesus habe mit seinen Gleichnissen die Menschen nicht daran hintern wollen, richtig sehen und verstehen zu lernen, sondern habe ihnen im Gegenteil damit helfen wollen. 2. Matthäus zitiert unmittelbar im Anschluss daran einen Ausspruch Jesajas, aus dem 6. Kapitel, Vers 9 und 10. Dort sagt Jesaja: „Ich habe ihnen das Wort Gottes verkündet, doch in Wirklichkeit haben sie kein einziges Wort verstanden“. So bezieht sich dieser Ausspruch Jesus vielleicht gar nicht darauf dass er in Gleichnissen zu ihnen redet, sondern auf das Ergebnis, das er damit erzielt. 3. In Wirklichkeit wollte Jesus damit sagen: Die Menschen sind mitunter so dumm, schwerfällig und abgestumpft, dass sie gar nicht merken, wenn Gottes Wahrheit zu ihnen kommt. Das ist nicht die Schuld Gottes. Die Menschen sind geistig so träge, so verblendet von ihren Vorurteilen, und wehren sich förmlich dagegen, etwas zu sehen, was sie nicht sehen wollen, dass sie schließlich gar nicht mehr fähig sind, Gottes Wahrheit in sich aufzunehmen. Auch heute helfen dir Gleichnisse oftmals weiter, bei Gesprächen. Heutzutage weigern sich die Menschen auch häufig die Wahrheit zu erkennen, sie stoßen sie förmlich weg. Alles ist erlaubt, jegliche Art von Esoterik, Scharlatane verdienen sie eine goldene Nase, Gott geht auch manchmal noch, aber fängst du mit Jesus Christus an, fallen ihre Scheuklappe herunter und sie stellen dich als Sektenonkel dar und sie stoßen dich weg oder machen dein Späße über dich. Bleibe dran, egal was auch geschieht deine Aussaat wird Frucht bringen in ihren Leben, vielleicht ist sie für dich nicht mehr sichtbar, aber es wird Frucht tragen, daran glaube und danke Gott dafür.

Es gibt zwei Auslegungsmöglichkeiten für dieses Gleichnis.

1. Man hat darauf hingewiesen, dieses Gleichnis besage, das Schicksal des Wortes Gottes hänge davon ab, in welche Herzen es gesät werde (a.) Der festgetretene Pfad versinnbildlicht einen verschlossenen Sinn, der nicht bereit ist, das Wort Gottes aufzunehmen. (B.) Die dünne Erdschicht über den Felsen verkörpert die Menschen, die das Wort zwar aufnehmen, jedoch nicht weiter darüber nachdenken und sich auch der Konsequenzen nicht bewusst sind und daher versagen, wenn sie einer Belastungsprobe ausgesetzt werden. (C.) Das dornige Land steht für die Menschen, die vor lauter Geschäftigkeit alles verdrängen, was Gott betrifft. Wir sollten jedoch stets bedenken, dass es sich dabei keineswegs um schlechte Dinge handeln muss, durch die das verdrängt wird, was Menschen am meisten nottut; ja, es möge für sich betrachtet sogar ganz vernünftige Dinge sein. Doch der schlimmste Feind des Besten ist stets das Zweitbeste. (D.) das gute Land verkörpert das gute Herz. Ein guter Zuhörer tut dreierlei. Erstens hört er aufmerksam zu. Zweitens behält er das Gehörte in Herz und Sinn und denkt solange darüber nach, bis er entdeckt, was es für ihn selbst zu bedeutet hat. Drittens handelt er entsprechend. Er setzt das Gehörte in die Tat um.

2. Es ist darauf hingewiesen worden, dass nur die folgende Auslegung des Gleichnisses richtig sein könnte. Jesus befand sich in der Lage eines Mannes, der aus der Synagoge verbannt war. Die Pharisäer, die Schriftgelehrten und die religiösen Anführer des Volkes waren gegen ihn. Das musste die Jünger zwangsläufig entmutigen. Ihnen nun erzählt Jesus das Gleichnis, in dem er zu ihnen sagt: „Jeder Bauer weiß, dass von seiner Saat niemals alles aufgeht; etwas geht stets verloren. Aber dieses Wissen entmutigt ihn nicht so, dass er aufhört, zu säen; er weiß, dass die Ernte trotzdem sicher ist“. Und weiter sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Ich weiß, dass wir alle Rückschläge erleiden und Zeiten der Enttäuschungen und der Mutlosigkeit durchmachen; ich weiß, dass wir alle Feinde und Widersacher haben; trotzdem braucht ihr nicht zu verzweifeln, einmal kommt der Tag der Ernte“.

In der Auslegung dieses Gleichnisses bestätigt Jesus eindeutig die Möglichkeit, dass du als Nachfolger Christus lebst, später jedoch von ihm abfällst und deiner Entscheidung für Jesus den Rücken kehrst. Das kann passieren, wenn Dinge schwierig werden oder wenn du dabei versagst, der Versuchung zu widerstehen. Den Gegensatz dazu bilden jene, die „das Wort hören, bewahren und durch Geduld Frucht bringen“(Lk8, 15). Jesus lehrt, es sei absolut notwendig, dass du wenn du sein Wort hörst, auch „daran festhältst“(Lk11, 28; Joh8, 51; 1Kor15, 1-2; Kol1, 21-23; 1Tim4, 1. 16; 2Tim3, 13-15; 1Joh2, 24-25), egal was auch geschehen mag, stütze dich auf das Wort Gottes und bitte den Heiligen Geist dir die Kraft zu geben die du brauchst. Einer der besten Wege, wie du das Wort bewahren kannst, ist es in der Praxis umzusetzen und das sobald Gott dir zeigt, wie du es auf dein Leben anwenden kannst(siehe Jak1, 22-25).

So will dich dieses Gleichnis zugleich daran mahnen, wie du das Wort Gottes hören und in dir aufnehmen sollst und dich ermutigen, alle Zweifel und Hoffnungslosigkeit fallen zu lassen in der Gewissheit, dass noch so viele Rückschläge die Ernte Gottes schließlich doch nicht verhindern können. Sei als Gläubiger immer darauf bedacht, das weltliche Pflichten, materielle Dinge oder Vergnügungen nicht deine Gedanken füllen und zur Priorität in deinem Leben werden. Falls das geschieht, wird die Kraft, die aus deiner Beziehung mit Jesus erwächst, von dir abfließen. Die Dornen und das Unkraut weltlicher Sorgen und Vergnügungen können langsam, aber sicher die Leidenschaft für Gottes Wort und seine Absichten in deinem Leben ersticken.

Frage dich immer wieder:

Was geschieht in einem Leben?

Bin ich mehr und mehr in zeitlichen Dingen und irdischen Anliegen verfangen?

Oder haben Gottes ewiges Wort und seine Absicht Priorität und werden diese im Lauf der der Zeit zunehmend wichtiger?

Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart

Andacht vom 03. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Genieße dir Liebe Gottes in deinem Leben, sie ist teuer erkauft. Gott hat für dich seinen einzigen Sohn geopfert, damit du freien Zugang zu seinen Thron hast. Durch das Blut Jesus Christus bist du kostbar erkauft zur Freiheit!

Zusammen sind wir ein Leib, die Gemeinde Jesus Christi!

Lukas 8, 1-3
Und es begab sich hernach, dass er durch Städte und Dörfer reiste, wobei er predigte und das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigte; und die Zwölf [waren] mit ihm
und etliche Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von welcher sieben Teufel ausgefahren waren,
und Johanna, das Weib Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, welche ihnen dienten mit ihrer Habe.

Die Zeit, die wir kommen sahen, ist da. Jesus hält sich auf den Straßen auf. Sie Synagogen standen ihm nicht mehr offen. In hergebrachter Weise hatte er in der Kirche zu lehren begonnen, dort, wo jeder, der eine Botschaft von Gott zu bringen hatte, gerechterweise erwarten konnte, eine aufgeschlossene, empfängliche und aufnahmebereite Zuhörerschaft zu finden. Statt willkommen geheißen zu werden, stieß er auf Widerstand; statt eifriger Zuhörer fand er dort Pharisäer und Schriftgelehrte, die ihm unfreundlich begegneten und nur darauf lauerten, ihn mit seinen eigenen Worte und Taten zu überführen. Deshalb ging er jetzt auf die offene Straße, auf Anhöhen und ans Ufer des Sees. Gehe auch du hinaus auf die Straße und verkündige das Evangelium allezeit und überall, Jesus selbst hat dir es vorgelebt. Verspürst du Gegenwinde und Anfeindungen? Verkündige weiter, schaue auf zu Gott und nicht auf deine Gegner. Hast du Furcht das Evangelium zu verkündigen? Jesus gibt dir die Vollmacht und Autorität allezeit, lasse dich vom Heiligen Geist leiten und führen.

An dieser Stelle ist von einigen Frauen die Rede, die ihm mit den Mitteln dienten, die ihnen zur Verfügung standen. Es galt ganz allgemein als Akt der Frömmigkeit, wenn man einen Rabbi unterstützte. Die Tatsache, dass die Menschen, die ihm ergeben folgten, Jesus auf diese Weise unterstützten, entspricht durchaus der damaligen Sitte. Doch kommen wir ebenso wenig wie bei seinen Jüngern umhin festzustellen, eine wie bunt gemischte Gesellschaft diese Frauen bildeten. Aus Maria Magdalena, Maria, die aus der Stadt Magdala stammte, hatte er sieben böse Geister vertrieben. Sie hatte offensichtlich eine dunkle, schreckliche Vergangenheit hinter sich. Johanna war die Frau des Chusa, der epitopos, Verwalter des Herodes, war. Könige verfügten neben ihrem privaten Besitz über viele Nebeneinnahmen; der Verwalter war ein Beamter, der die Finanzinteressen des Königs vertrat. Die Herrscher des römischen Reiches hatte selbst in den Provinzen, die von Prokonsuln, den vom Senat ernannten Beamten, regiert wurden, noch eigene Verwalter eingesetzt, die ihre Interessen wahrnahmen. Es gab also keinen vertrauenswürdigeren und wichtigeren Beamten als ihn. Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass wir Maria Magdalene mit ihrer dunklen Vergangenheit in der gleichen Gesellschaft mit Johanna antreffen, einer höfischen Dame. Es gehört zu den größten Taten Jesu, dass er die unterschiedlichsten Menschen dazu befähigt, miteinander zu leben, ohne dass sie dadurch etwas von ihrer Persönlichkeit oder ihrem Wert einbüßen.

G. K, Chesterton schreibt über den Text, der besagt, dass der Löwe sich neben dem Lamm niederlegen wird: „Wir müssen bedenken, dass dieser Text häufig zu einfach ausgelegt wird. Stets wird angenommen…..dass der Löwe, der neben dem Lamm liegt, zahm wie ein Lamm werde. Aber das wäre eine brutale, gewaltsame Anmaßung und bedeutete Anspruch auf Vorherrschaft von Seiten des Lamms. Das hieße nichts anderes, als dass das Lamm den Löwen verschlingt, statt dass umgekehrt der Löwe das Lamm verschlingt. Das eigentlich Problem liegt woanders: Kann der Löwe sich neben dem Lamm niederlegen, ohne seine herrliche Wildheit einzubüßen?“ Nichts hat die Gemeinde nötiger, als zu lernen, die unterschiedlichen Temperamente und Naturen voneinander verschiedener Menschen in das gleiche Geschirr zu spannen. Wenn uns das nicht gelingt, tragen wir selbst schuld daran, denn in Jesus Christus kann es geschehen, ist es geschehen.

Zu den Frauen gehörten einige, die praktische Hilfe leisteten. Frauen war es in Palästina erlaubt, zu predigen; doch sie gaben das, was sie besaßen. Ein alter Schuhmacher, der sich einst gewünscht hatte, Geistlicher zu werden, dem sich jedoch keine Möglichkeit dazu geboten hatte, war mit einem jungen Theologiestudenten befreundet. Als der junge Mann eines Tages sein erstes Amt antrat, bat der alte Mann ihm um einen Gefallen. Er bat ihn, solange er lebte, die Schuhe für den jungen Mann machen zu dürfen, damit er spüre, dass der Prediger die von ihm gefertigten Schuhe auf der Kanzel trage, die ihm selbst verwehrt gewesen sei. Die Person, die im Vordergrund steht, vollbringt keineswegs immer die größte Leistung. Wie mancher, der ein öffentliches Amt ausübt, wäre dazu nicht eine einzige Woche imstande, wenn nicht sein Haus und seine Familie hinter ihm ständen!

Im Dienst Jesu Christi ist auch die kleinste Gabe willkommen. Viele seiner größten Diener stehen unerkannt im Hintergrund und sind doch so entscheidend für seine Sache. Jeder hat seine Gabe von Gott bekommen, die er für das Reich Gottes einsetzen kann. Zusammen sind wir ein Leib, eine Gemeinde, die Braut Jesus Christus, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 02. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Tue heute mal ganz bewusst und vom ganzen Herzen jemanden etwas Gutes. Freue dich in und an allem, denn alles hat der Herr dein Gott dir bereitet!

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten!

Lukas 7, 36-50
Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging in des Pharisäers Haus und setzte sich zu Tische.
Und siehe, eine Frau war in der Stadt, eine Sünderin; und als sie vernahm, dass er in dem Hause des Pharisäers zu Tische wäre, brachte sie eine alabasterne Flasche voll Salbe
und trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe.
Als aber der Pharisäer, der ihn geladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er doch, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt, dass sie eine Sünderin ist!
Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sage an!
Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
Da sie aber nichts hatten zu bezahlen, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?
Simon antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten geschenkt hat. Er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt!
Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser für die Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.
Du hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.
Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt.
Darum, sage ich dir, ihre vielen Sünden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.
Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben!
Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?
Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; gehe hin in Frieden!

Diese Geschichte ist so lebendig erzählt, dass du dabei leicht auf den Gedanken kommen könntest, Lukas sei ein Künstler gewesen.

Die Szene spielt auf den Hof des Hauses, das Simon, dem Pharisäer, gehörte. Die Häuser wohlhabender Leute wurden im Viereck um einen offenen Hof herum gebaut. Häufig befand sich auch ein Garten mit einem Brunnen darin; dort wurden bei gutem Wetter die Mahlzeiten eingenommen. Im Orient herrschte die Sitte, dass alle möglichen Leute herbeikamen, wenn ein Rabbi in solch einem Haus zur Mahlzeit einkehrte. Sie kamen aus freien Stücken, um den Perlen der Weisheit zu lauschen, die über seine Lippe kamen. So ist auch die Anwesenheit der Frau zu erklären. Wenn ein Gast ein solches Haus betrat, geschah stets dreierlei. Der Gastgeber legte dem Gast eine Hand auf die Schulter und gab ihm den Friedenskuss. Dieses Zeichen der Ehrerbietung unterblieb nie, wenn es sich um einen berühmten Rabbi handelte. Die Straßen waren ungepflasterte, staubige und ausgetretene Pfade und die Schuhe bestanden lediglich aus sohlen, die mit über den Fuß gekreuzten Riemen festgehalten wurden. Daher wurden die Füße des Gastes stets mit kalten Wasser übergossen; das reinigte und erquickte sie zugleich. Und dann wurde entweder eine Prise süßduftenden Weihrauchs verbrannt oder etwas Rosenöl auf den Kopf des Gastes getropft. Anstand und gute Sitte machten alle diese Dinge erforderlich, doch in diesem Fall geschah nichts dergleichen. Im Orient pflegten die Gäste nicht zu sitzen, sondern sie legten sich am Tisch nieder. Sie lagen auf niedrigen Ruhebetten und stützten sich auf den linken Ellbogen, den rechten Arm dagegen konnten sie frei bewegen und die Füße waren nach hinten ausgestreckt. Die Sandalen wurden während der Mahlzeit abgelegt. Daraus erklärt sich, wie es möglich war, dass die Frau zu Jesus Füßen stand.

Simon war Pharisäer, einer von den Abgesonderten. Wie kam ein solcher Mann überhaupt dazu, Jesus in sein Haus einzuladen? Die Gründe können dafür ausschlaggebend gewesen sein. a.) Es ist durchaus denkbar, dass er mit Jesus sympathisierte und ihn bewunderte, denn keineswegs gehörten alle Pharisäer zu seinen Gegnern(vgl. Lk13, 31). Doch die Atmosphäre der Unhöflichkeit, in der sich der Besuch abspielt, schließt diese Möglichkeit so gut wie aus. b.) Es kann sein, dass Simon Jesus in sein Haus einlud, in der bewussten Absicht, ihn dazu zu veranlassen, etwas zu sagen oder zu tun, was ihm eine Handhabe bot, gegen Jesus vorzugehen. Vielleicht war Simon ein agent provocateur, ein beauftragter Provokateur. Aber auch das ist nicht sehr wahrscheinlich, denn Lukas 7, Vers 40 nennt Simon Jesus selbst Meister, wie man einen Rabbi anredete. c.) Sehr wahrscheinlich gehörte Simon zu den Menschen, die es auf berühmte Persönlichkeiten abgesehen haben und hatte diesen Aufsehenerregenden jungen Galiläer in halb gönnerhafter Herablassung gebeten, bei ihm zu essen. Daraus erklärt sich am besten sein merkwürdiges Verhalten. Einerseits brachte er Jesus, eine gewissen Hochachtung entgegen, anderseits ließ er es an der gebotenen Höflichkeit fehlen. Simon versuchte, als Gönner Jesu aufzutreten.

Die Frau war allgemein bekannt dafür, dass sie nichts taugte. Sie war eine Dirne. Zweifellos hatte sie Jesus am Rande der um ihn Versammelten stehend zugehört und plötzlich in ihm die Hand erblickt, die sie aus dem Sumpf ihres bisherigen Lebenswandels zu ziehen vermochte. Wie alle Jüdinnen trug sie am Hals ein Fläschchen mit Parfüm; dieses Fläschchen wurden Alabaster genannt und waren sehr teuer. Dieses Parfüm nun wollte sie Jesus über die Füße gießen, weil es das einzige war, was sie ihm anzubieten hatte. Es war nicht ein Teil aus einem großen Besitzstandes, es war wahrscheinlich ihr einziger Besitz, diesen nun wollte sie Jesu zukommen lassen. Aber als sie ihn erblickte, kamen ihr die Tränen und fielen auf seine Füße. Eine Jüdin, die mit offenen Haar erschien, galt als höchst unanständig und unzüchtig. Am Tage ihrer Hochzeit banden die Mädchen ihr Haar hoch und ließen sich von nun an niemals wieder mit offenen Haar blicken. Die Tatsache, dass diese Frau vor aller Augen ihr Haar löste, beweist, wie vollständig sie außer Jesus alles um sich her vergessen hatte. Wegen ihrer Liebe zu Jesus ist diese Frau willig, sich selbst zu demütigen und die Füße Jesus mit ihren Tränen zu benetzen, ungeachtet dessen, was andere von ihr denken mochten. Auch dir soll nur wichtig sein, was Jesus über dich denkt und nicht die anderen Menschen. Wenn du z.B den Eindruck hast im Gebet auf deine Knie zu fallen, und wenn es mitten in der Versammlung ist, dann tue dies, ohne auf die Menschen zu achten. Jesus Christus soll der Mittelpunkt deines Glaubens sein und nicht die Menschen, denn ansonsten begehst du Menschenkult und dienst nicht Gott. Egal was auch sein mag, denke nur daran was Gott über dich denkt und sei die Situation noch so Rätselhaft in deinem menschlichen denken.

Das Weinen einer Person kann mancherlei Dinge offenbaren. Es kann ein Ausdruck von Sorge und Kummer sein, von Freude und Hochstimmung oder dankbarer Liebe zu Jesus. Durch Weinen im Gebet und Glauben kannst du als Gläubiger oftmals ohne Worte zum Ausdruck bringen, was du in deinem Herzen empfindest. Der Herr wertet solche Tränen, als wären sie ein Opfer oder eine Tat des Dienstes für ihn(Lk7, 37- 40; Ps126, 5-6; Jer8, 23; 14, 17; 31, 15.16; Apg20, 19. 31; 2Kor2, 4). Tränen sind manchmal der Beweis der Identifikation mit Christus, wenn du Ablehnung erlebst und deine Leiden teilhaftig wirst(2Kor1, 5; Phil3, 10; 1Petr4, 13). Christus selbst weinte und hatte Mitgefühl mit geistlichen verlorenen Menschen(Lk19, 40-41; Joh11, 35). Der Apostel Paulus diente dem Herrn unter vielen Tränen; Tränen der Freude über solche, die an Christus glaubten(Apg20, 19; 2Kor2, 4). Selbst heute bist du als Gottes Kind, wenn du weinst, als gesegnet erachtet und wirst letztlich Freude finden(Lk6, 21). In Christi künftigem und ewigen Reich wird Gott alle Tränen von den Augen seines Volkes abwischen(d.h. er wird alle Ursachen für Sorgen, Trauer und Beschwerden wegnehmen Offb7, 17; 21, 4). Wenn du mit Tränen säst, wirst du mit Freuden ernten.

Die ganze Geschichte veranschaulicht uns, wie gegensätzlich die Verhaltensweisen sein können, die der  Verstand oder das Herz bewirken.

Simon war sich keiner Not bewusst, empfand daher auch keine Liebe und empfing also auch keine Vergebung. Simon hatte von sich selbst den Eindruck, er sei vor Gott und den Menschen ein guter Mensch. Er beweihräucherte sich selbst, indem er seinen Gast bewirtete, wahrscheinlich war es für eine gute Tat die er seiner Gutetatenliste eintrug.

Die Frau war sich lediglich ihrer schreienden Not bewusst, war daher von der Liebe zu Jesus überwältigt und empfing die Vergebung ihrer Sünden, die er gewähren konnte.

Selbstüberschätzung und Hochmut trennen dich und alle Menschen von Gott. Die Vergebung Gottes empfängst du erst wenn du dir deiner Sünden bewusst bist und ihn demütig um Vergebung bittest. Paulus spricht von den Sündern, „unter denen ich der vornehmste bin“(1Tim1, 15). Und Franz von Assisi hat einmal gesagt: „Es gibt keinen elenderen, erbärmlicheren Sünder als mich“. Werde dir deiner Not und Erbärmlichkeit deiner Sünden bewusst und kehre um, von deinen falschen Wegen.

Du kannst mit guten Recht behaupten, dass die größte Sünde darin besteht, sich keiner Sünde bewusst zu sein; das Gefühl deiner Bedürftigkeit hingegen erschließt dir den Weg zu Gottes Vergebung, weil Gott die Liebe ist, der es zu höchstem Rum gereicht, dass du ihrer bedarfst. Echte Liebe für Jesus und Hingabe an ihn kommen aus einem tiefen Bewusstsein über die Sündhaftigkeit deines früheren Zustandes außerhalb von Christus. Seine Liebe, der er dir offenbarte als er sein Leben am Kreuz hingab und die innere Gewissheit, dass dir jetzt vergeben ist und Gott selbst für dich sorgt. Glaube, der nicht auf diesem Fundament gegründet ist, wird keinen Besant haben, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 01. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und powervollen Tag. Die Power Jesus Christus soll in deinen Leben sichtbar und spürbar werden. Die Menschen sollen an dir sehen wer Jesus Christus ist. Niemand, kein Mensch und keine Macht der Finsternis kann dich jemals von der Liebe Gottes trennen, darauf vertraue allezeit!

Du hast einen freien Willen, Entscheide Dich!

Lukas 7, 30-35 

die Pharisäer aber und die Schriftgelehrten verwarfen den Rat Gottes, sich selbst zum Schaden, und ließen sich nicht von ihm taufen.

Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich?

Sie sind Kindern gleich, die am Markte sitzen und einander zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint!

Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der aß kein Brot und trank keinen Wein; da sagt ihr: Er hat einen Dämon!

Des Menschen Sohn ist gekommen, der isst und trinkt; da sagt ihr: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund!

Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.

Diese Stelle mahnt Dich deutlich!

Sie weist auf die Gefahren der Willensfreiheit hin. Den Pharisäern und Schriftgelehrten war es gelungen, den Plan, den Gott mit ihnen hatte, zu vereiteln. Die ungeheure Wahrheit des christlichen Glaubens besteht in der Erkenntnis, dass die Gewalt Gottes keine Gewalt des Zwanges, sondern eine Gewalt der Liebe ist. Genau das ist der Punkt, an dem wir etwas von Gottes Schmerz über die Menschen verspüren. Für einen Liebenden ist es das größte Unglück, wenn er mit ansehen muss, wie anders alles hätte kommen können und sollen. Das ist das größte Herzeleid im Leben.
Es ist wirklich so:

„Kein Wort, geschrieben noch gesprochen,
Ist trauriger als die: „Es hätte können sein!“

Diese Tragik des Lebens geht bis zu den Anfängen des Menschengeschlechts zurück. G.C Chesterton hat einmal gesagt: „Was Gott schuf, war weniger ein Gedicht als vielmehr ein Schauspiel; er hatte es als vollkommenes Schauspiel geplant, aber er musste es notgedrungen den Menschen als Schauspieler und Regisseuren überlassen, die es dann gehörig in Unordnung gebracht haben“. Möge Gott uns davor bewahren, im Leben Schiffbruch zu erleiden und ihm Kummer zu bereiten, indem wir unsere Willensfreiheit dazu missbrauchen, dass wir seinen Plan mit uns Vereiteln. Möge er uns immer die nötige Kraft geben die wir brauchen seinen Weg zu folgen. Möge er uns mit Erkenntnis segnen und mit der Weisheit mit der Erkenntnis umzugehen.

Die Erzählung zeigt, wie verstockt wir Menschen sein können. Johannes war gekommen, streng wie ein Einsiedler hatte er gelebt und die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten ihn für einen verrückten Sonderling erklärt, den ein Dämon seines Verstandes beraubt habe. Jesus war gekommen, lebte wie ein Mensch und nahm an allen ihren Lebensgewohnheiten teil, und sie bezichtigten ihn, dass er die Freuden dieser Welt allzu sehr liebe. Wir alle kennen Tage, an denen Kinder an allem herumnörgeln; wir alle kennen Stimmungen, in denen uns nichts gefällt oder erfreut. Das menschliche Herz kann sich in eine derartige Verstocktheit verrennen, dass jeder Anruf Gottes vorsätzlicher, eigensinniger und kindischer Unzufriedenheit begegnet. Viele geben dann leider Gott die Schuld, dass er nicht gehandelt hat, wo sie ihn nicht handeln ließen. Es sind Menschen denen es schwer fällt ihre eigene Schuld einzugestehen, wobei es schwerfällt zu glauben, dass sie Gott jemals wirklich um Vergebung gebeten haben, denn hierzu brauchen sie wahre Sündenerkenntnis und die Demut um Vergebung zu bitten.

Doch einige wenige hören auf seinen Ruf. Im Gegensatz zu den törichten Kritikern können geistlich weise Menschen an den Resultaten sehen, dass die Dinge von Jesus und Johannes wirklich göttlich waren und einander trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweise ergänzten(Johannes war derjenige der gesandt war, um den Weg für Jesus zu bereiten). Gottes Weisheit wird letztlich durch die gerechtfertigt, die Gottes Kinder sind. Mögen die Menschen ihren freien Willen auch dazu missbrauchen, Gottes Plan zu vereiteln, mögen die Menschen in Ihrer Verstocktheit blind und taub gegenüber allen Anrufen Gottes sein, hätte Gott die Menschen mit Gewalt gezwungen und ihnen die Eisenfesseln seines Willens aufgezwungen, dem niemand sich zu widersetzen vermöchte, dann lebten wir in einer Welt von Automaten und einer Welt ohne Schwierigkeiten. Doch er hat den gefährlichen Weg der Liebe gewählt und darum wird die Liebe letztlich den Sieg davontragen. Gott möchte dein Herz, er möchte dass du aus Liebe zu ihm kommst und ihn dienst. Er hat dir einen freien Willen gegeben und das ist auch gut so, denn ansonsten wäre die Welt voller Monotonie, alle wären gleichgeschaltet und würden dieselben Entscheidungen treffen. Die Welt wäre gefühlskalt weil alle Stock und Steif dasselbe tun würden.

Halleluja Herr wir danken dir für unseren freien Willen, danke dass wir uns für den Weg der Liebe entscheiden dürfen. Heiliger Geist, helfe uns bitte jeden Tag dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen, die Entscheidungen die dir zur Ehre sind. Lobpreis und Ehre sei Dir Jesus Christus in allem, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 31. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus. Alles soll dir und deinem Umfeld zum Segen werden. Alles was du tust tue aus Freude und in der Liebe. Die Liebe wird dich mit dem gelingen segnen!

Bist du in Christus, bist du eine neue Kreatur!

Lukas 7, 18-29
Und es berichteten dem Johannes seine Jünger von dem allem. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich,
sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
Als nun die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt dich fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
Zu jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Gesicht.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündiget dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium gepredigt,
und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert!
Und als die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an zum Volke zu reden über Johannes: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen, zu sehen? Ein Rohr, das vom Winde bewegt wird?
Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben, sind an den königlichen Höfen!
Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, einen, der noch mehr ist als ein Prophet.
Dieser ist's, von dem geschrieben steht: «Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.»
Denn ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist keiner größer, als Johannes. Doch der Kleinste im Reiche Gottes ist größer als er.
Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes;

Eines Tages schickte Johannes Boten zu Jesus, die ihn fragen sollten, ob er wirklich der Messias, der Gesalbte Gottes sei, oder ob sie auf einen anderen warten sollten.

Dieser Vorfall hat viele, die darüber nachdachten, beunruhigt, weil der offenbare Zweifel des Johannes sie überrascht hat. Er ist auf verschiedene Weise erklärt worden.

a.) Man hat darauf hingewiesen, dass Johannes sich zu diesem Schritt nicht seinetwegen entschloss, sondern ihn seinen Jüngern zuliebe getan habe. Er selbst war sich völlig sicher; sie dagegen hatten Gewissensbisse, so dass er wünschte, dass ihnen der unwiderlegbare Beweis entgegengehalten wurde.

b.) Man hat darauf hingewiesen, dass Johannes Jesus zur Eile antreiben wollte, weil er dachte, es sei an der Zeit, dass Jesus zur entscheidenden Tat schreite.

c.) Die einfachste Erklärung ist jedoch die beste. Überlegen wir einmal, was Johannes geschah. Johannes, der Sohn der Wüste und der Weite, wurde in einer engen Gefängniszelle der Festung Machärus gefangengehaltenen. Einst wurde Macdonald, ein Häuptling aus dem schottischen Hochland, in einer kleinen Zelle von Schloss Carlisle gefangengehaltenen, die nur ein winziges Fenster hatte. Noch heute kann man die Spuren seiner Füße und Hände in der Sandsteinmauer sehen, die der Hochländer erklomm, um sich am Fenstersims festzuhalten, wenn der Tag für Tag voll grenzenloser Sehnsucht auf die Höhen und Täler hinausblickte, über die er niemals mehr gehen sollte. In der erdrückenden Enge seiner Zelle eingeschlossen, richtete Johannes die Frage an Jesus, weil er die grausame Gefangenschaft Furcht in seinem Herzen hatte aufkommen lassen.

Der Beweis, den Jesus ihm anbot, war bemerkenswert. Er verwies ihn auf die Tatsache. Die Kranken, Geplagten und Armen erfahren seine Macht an sich selbst und hörten seine frohe Botschaft. Hier sind wir an einem Punkt gelangt, den man sich selten ganz klar macht: Dies Antwort hatte Johannes nicht erwartet. Wenn Jesus tatsächlich der Gesalbte Gottes war, so hätte Johannes vielmehr folgende Antwort erwartet:

„Mein Herr versammelt sich. Cäsarea, die Residenz der römischen Landpfleger, steht vor der Kapitulation. Die Sünder werden vertilgt. Das Gericht hat begonnenen“.

Johannes musste erwarten, dass Jesus sagte: „Der zürnende Gott ist unterwegs“. Jesus dagegen sagte: „Der gnädige Gott ist da“ Wir sollten stets daran denken: Dort, wo die Pein gestillt, wo Trauer in Freude verwandelt, wo Trübsal, Krankheit und Tod überwunden werden, dort ist das Reich Gottes. Jesus antwortete den Boten: „Geht zurück und sagt Johannes, dass die Liebe Gottes gekommen ist“.
Nachdem die Boten des Johannes wieder fortgegangen waren, huldigte Jesus Johannes. Die Menschen waren in die Wüste hinausgezogen, um Johannes zu hören und zu sehen. Sie waren nicht hinausgegangen, um ein Rohr zu sehen, das vom Winde bewegt wird. Das kann zweierlei bedeuten.

a.) Nichts war alltäglicher an den Ufern des Jordan als Schilfrohr, das sich im Winde bewegte. Der Ausdruck wurde denn auch tatsächlich fast sprichwörtlich für einen alltäglichen Anblick gebraucht. Dann würde er besagen, dass die Menge nicht hinausgegangen war, um eines so alltäglichen Anblicks willen.

b.) Der Ausdruck mag als Sinnbild des Wankelmuts gewählt sein. Es war keine schwankende, unentschlossene Gestalt, um derentwillen die Menschen hinauszogen, kein Mensch, der wie ein Rohr im Winde schwankte, sondern ein Mann, der fest und unerschütterlich wie ein mächtiger Baum war. Sie waren nicht hinausgezogen, weil sie ein sanftes, weichliches Wesen sehen wollten, wie die in Seidengewänder gekleideten Höflinge im Königspalast. Was also erwarteten sie tatsächlich zu sehen?

Erstens bezeugt Jesus dem Johannes große Hochachtung. Alle Menschen erwarteten, dass vor der Ankunft des gesalbten Königs Gottes auf Erden Elia wiederkehren werde, um ihm den Weg als sein Bote zu bereiten(Mal3, 1). Johannes war dieser Bote des Höchsten.

Zweitens stellt Jesus eindeutig fest, wo die Grenzen des Johannes liegen. Der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

Warum?

Manche vertreten den Standpunkt, das habe Jesus gesagt, weil Johannes, wenn auch nur einen Augenblick lang, in seinem Glauben schwankend geworden sei. Aber das ist nicht der Grund. Vielmehr sagt Jesus das, weil Johannes eine Trennungslinie in der Geschichte kennzeichnet. Johannes hatte Jesu Kommen verkündet, und Jesus war gekommen; das Ewige war in die Zeit eingetreten; der Himmel auf die Erde; in Jesus war Gott gekommen; das ist der Grund, weshalb das Leben nie wieder sein konnte wie vorher. Wir datieren die Zeit nach Christus: vor Christus und nach Christus. Jesus bildet die Scheidelinie. Alle, die nach ihm gekommen und ihn als ihren Herrn annehmen, wird daher infolgedessen größere Gnade zuteil als allen, die vor ihm gelebt haben. Jesu Eintritt in dieser Welt hat die Zeit zwiegeteilt; und der Eintritt Jesu in unser Leben hat alles Leben zwiegeteilt.

Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur(2Kor5, 17). Er ist ein neuer Mensch geworden. Von einem Märtyrer stammt das Wort: „Als ich davon las, dass Jesu auf die Welt gekommen ist, um die Sünder zu erlösen, war mir, als ob nach dunkler Nacht plötzlich der Tag angebrochen sei. Jesus gibt dir eine Chance aus der Finsternis herauszutreten um im Licht zu wandeln. Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. Das alles aber von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht zurechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott(2Kor5, 17-20). Halleluja, Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in Ewigkeit, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 30. Januar 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Woche. Alles was du beginnst, führe auch zu Ende, der Herr segne dich und deine Hände Arbeit. Sei im geringsten Treu und dir wird großes anvertraut werden!

Jesus ist Herr über Leben und Tod!

Lukas 7, 11-17
Und es begab sich am folgenden Tage, dass er in eine Stadt namens Nain ging, und mit ihm zogen seine Jünger und eine große Volksmenge.
Wie er sich aber dem Stadttore näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich ihrer und sprach zu ihr: Weine nicht!
Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; die Träger aber standen still. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf!
Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.
Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht!
Und diese Rede von ihm verbreitete sich in ganz Judäa und in die ganze Umgegend.
Hier spricht wieder einmal mehr Lukas der Arzt zu uns. Das griechische Wort, das in Vers 10 mit gesund übersetzt ist, ist der medizinische Fachausdruck für gesund an Geist und Körper. Und das Wort aufrichten in Vers 15 ist im griechischen Text ebenfalls ein Fachausdruck, das angewandt wird, wenn ein Patient sich im Bett aufrichtet.Dieser Vorgang ereignete sich in Nain, eine Tagesreise von Kapernaum entfernt. Nain liegt zwischen Endor und Sunem, wo nach der Überlieferung Elisa ebenfalls den Sohn einer Witwe wieder ins Leben zurückrief(2Kön4, 18-37). Heute liegt an der Straße, die nach Endor führt, zehn Minuten von Nain entfernt, ein Friedhof mit Felsengräbern für die Toten.

In vieler Hinsicht rührt uns diese Erzählung in den Evangelien ganz besonders an.

Sie berichtet davon, wie sehr das menschliche Leben vom Schmerz und leidenschaftlichen Gefühlen bestimmt wird. Der Leichenzug wurde angeführt von einer Gruppe von Klagemännern und Klageweibern, die die Totenklage berufsmäßig ausübten. Von Flöten und Zymbeln begleitet stieße sie wie rasend schrille Schreie aus, um der Trauer Ausdruck zu verleihen. Über dem schlichten, einfachen Satz: „Er war der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe“, liegt eine zeitlose Trauer. „Kein Tag neigt je dem Ende sich, der nicht auch Leid den Menschen brächte“.
In Shelleys Gedicht Adonais, seiner Totenklage um Keats, heißt es:

„So lange wie der Himmel blaut, die Felder grünen,
so lange folgt dem Abend Nacht, weicht Nacht dem Morgen.
Und Mond folgt Mond voll Leid, und Jahr auf Jahr zu Schmerz“.

Ein römischer Dichter hat den unsterblichen Ausdruck geprägt: Sunt lacrimare rerum – Allem haften Tränen an. Wie die Dinge nun einmal liegen, müssen wir in einer Welt der gebrochenen Herzen leben. In der nur Jesus Christus Licht hinein bringen kann, er verwandelt deine Trauer in Freude, Freude auf das ewigliche, das unzerstörbare. Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und lindert ihre Schmerzen (Ps147, 3). Als jene schrieen, hörte der HERR und rettete sie aus aller ihrer Not(Ps34, 18).
Aber dem Leiden des Menschen fügt Lukas das Mitleid Jesu Christis hinzu. Jesus war bis in Herz betroffen und „es jammerte ihn derselben“. Das ist der stärkste Ausdruck im griechischen Text für Mitleid und Mitgefühlt. Wir stoßen in den Evangelien immer wieder auf dieses Wort im Zusammenhang mit Jesus(Matth14, 14; 15, 32; 20, 34; Mk1, 41; 8, 2). Jesus sein Mitleid mit dieser Witwe zeigt uns, dass Gott eine spezielle Liebe und Fürsorge für Witwen hat, wie für jede Person, die in der Welt alleine gelassen ist. Das muss für die damalige Zeit etwas Überwältigendes gewesen sein. Halleluja, Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! (Mt11, 28).

Der Stoizismus galt als die vornehmste Glaubenshaltung in der alten Welt. Die Stoiker glaubten dass Apathie die hervorstechendste Eigenschaft Gottes sei. Mit Apathie bezeichneten sie die Unfähigkeit, zu fühlen. Wenn jemand einen anderen traurig oder betrübt, fröhlich oder vergnügt machen kann, so heißt das, dass er zumindest auf einen Augenblick den anderen beeinflusst. Wenn er den anderen beeinflussen kann, so heißt es, zumindest für den Augenblick, dass er mehr vermag als der andere und ihm überlegen ist. Nun vermag jedoch niemand mehr als Gott und niemand ist größer als er; er darf also niemand Einfluss auf ihn ausüben; und also kann Gott nach Lage der Dinge keines Gefühls fähig sein. Hier nun wurden die Menschen Zeugen der erstaunlichen Auffassung, dass jemand der Sohn Gottes war und zugleich bis ins Innerste seines Wesens von dem Leid anderer betroffen war.

„In jeder Pein, in allem Herzeleid,
Der Schmerzensmann steht uns zur Seit“

Für viele ist dies das Köstlichste, was sich überhaupt von Gott sagen lässt; von Gott, dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Außer dem Mitleid Jesus finden wir bei Lukas noch die Macht Jesu. Jesus trat hinzu und berührte die Totenbahre. Särge, wie wir sie kennen, waren im Orient nicht üblich. Häufig wurde langes Weidengeflecht, aus dem auch Körbe hergestellt wurden, benutzt, um den Leichnam zu Grabe zu tragen. Er was ein dramatischer Augenblick. In einem bedeutenden Kommentar heißt es:

„Jesus nahm für sich in Anspruch, was der Tod bereits als seine Beute ergriffen hatte!“

Einzelne nehmen zwar an, dass es sich hier um ein Diagnosewunder handelt; das Jesus mit seinen scharfen Augen erkannte, dass sich der Jüngling in einem kataleptischen Trancezustand, in einem Starrkrampft also, befand und dass er ihm davor bewahrte, lebendig begraben zu werden, was hin und wieder einmal vorkam.

Ich denke dieser Argumente stammen von Ungläubigen, die nicht an die Autorität und Vollmacht Jesus Christi glauben. Aber das ist unwichtig, entscheidend ist die Tatsache, dass Jesus einen Jüngling ins Leben zurückrief, der zum Tode bestimmt war. Jesus ist nicht nur Herr des Lebens; er ist auch Herr Todes. Er trug den Sieg über das Grab davon und hat uns versprochen, dass auch wir leben sollen, weil er lebt.
Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, denn ich lebe, und auch ihr sollt leben! (Joh14, 19), Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 29. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen besinnlichen und gesegneten Tag. Komme in die Stille und höre was dein Herr, dein Gott dir sagen möchte. Folge ihm nach, denn er allein weist dir den rechten Weg. Er gibt dir das Wollen und das Gelingen für seine Wege in deinem Leben! Auch wenn sie nicht deinen Willen entsprechen folge ihm nach, den sein Wille soll geschehen, nicht der deine!

Erkenne die Autorität Jesus an und folge ihm!

Lukas 7, 1-10
Nachdem nun vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum.
Eines Hauptmanns Knecht aber, der jenem wert war, lag krank und war am Sterben.
Da er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte, er möge kommen und seinen Knecht retten.
Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn angelegentlich und sprachen: Er ist es wert, daß du ihm das erzeigst;
denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut.
Da ging Jesus mit ihnen hin. Und als er schon nicht mehr fern von dem Hause war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht; denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst!
Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund!
Denn auch ich bin ein Mensch, der einem Kommando untersteht, und habe Kriegsknechte unter mir; und sage ich zu diesem: Geh hin! so geht er; und zu einem andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tue das! so tut er's.
Als Jesus das hörte, verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, selbst in Israel habe ich einen so großen Glauben nicht gefunden!
Und als die Abgesandten in das Haus zurückkamen, fanden sie den krank gewesenen Knecht gesund.

Im Mittelpunkt dieser Begebenheit steht ein römischer Hauptmann, ein ungewöhnlicher Mann.

1. Schon als Hauptmann oder Zenturio war er kein gewöhnlicher Mann. Die römischen Hauptleute führten eine Kompanie und bildeten das Rückgrat des römischen Heeres. Wo immer im Neuen Testament die Rede von Hauptleuten ist, wird Guten von ihnen berichtet(vgl. Lk23, 47; Apg10, 26; 23, 17. 23. 24; 24, 23; 27, 43). Der griechische Geschichtenschreiber Polybios hat uns geschildert, welche Eigenschaften von einem Hauptmann erwartet wurden. Er brauchte nicht so sehr die Gefahr suchen; vielmehr musste er befehlen können, beständig und zuverlässig im Handeln sein, er sollte sich nicht übereifrig in die Schlacht stürzen, in Bedrängnis dagegen die Stellung halte und bereit sein, auf seinem Posten zu sterben. Ein Hauptman musste ein Mann unter Männern sein, sonst konnte er die ihm gestellte Aufgabe nicht erfüllen. So wie auch Gläubige unter Gläubige sind, zusammen sind wir eins. Jeder erfüllt seine Aufgaben im Reich Gottes.

2. Er verhielt sich seinem Knecht gegenüber höchst ungewöhnlich. Er liebte diesen Knecht und scheute keine Mühe, um ihn zu retten. Nach dem römischen Recht galt jeder Sklave als lebendes Werkzeug, er hatte keinerlei Rechte; sein Herr konnte ihn nach Belieben misshandeln und sogar töten. Der Verwalter eines römischen Großgrundbesitzes empfahl einmal dem Besitzer, alljährlich seiner Geräte zu überprüfen und alles, was alt und zerbrochen sei, auszumerzen und ebenso auch mit den Sklaven zu verfahren. Wenn ein Sklave nicht mehr arbeiten konnte, wurde er normalerweise getötet. Das Verhalten des Hauptmanns von Kapernaum war als etwas ganz Ungewöhnliches. Bei ihm gab es allen Anschein nach kein Ansehen der Person, so wie es auch bei dir als Gläubiger kein Ansehen der Person geben sollte, da es bei Gott auch kein Ansehen der Person gibt.

3. Er war offensichtlich ein tief religiöser Mensch. Ein Mensch, der so weit geht, dass er eine Synagoge bauen lässt, muss mehr als nur oberflächlich interessiert sein. Es stimmt zwar, dass die Römer die Religion aus einem schamlosen Grunde unterstützten: Sie war ein wesentlicher Ordnungsfaktor im Leben der Menschen. Sie sahen in der Religion ein Beruhigungsmittel für das Volk. So hat Augustus eindeutig aus diesem Grund den Bau von Synagogen empfohlen. Der englische Geschichtsschreiber Gibbon hat den bekannten Satz geprägt: „Das Volk war der Meinung, dass die verschiedenen Religionen, die es im römischen Reich gab, alle gleichberechtigt und wahr seien; die Philosophen, dass sie alle gleich falsch seien und die römische Obrigkeit hielt sie alle für gleich nützlich“. Doch der Hauptmann gehörte nicht zu den zynischen Verwaltungsbeamten; er war ein aufrichtig frommer Mann. Auch du sollst in deinem Verhalten anderen Menschen gegenüber immer aufrichtig und ehrlich sein. Zynisches Verhalten ist keineswegs von Gott, Gott ist immer Ehrlich und geradeheraus. In allem sei dein „Ja ein Ja“ und dein „Nein ein Nein“.

4. Er verhielt sich Jesus gegenüber höchst ungewöhnlich. Waren die Juden dafür bekannt, dass sie die Nichtjuden verachteten, so hassten die Nichtjuden umgekehrt die Juden. Der Antisemitismus ist keine neue Erfindung. Die Römer nannten die Juden eine schmutzige Rasse; sie hielten den jüdischen Glauben für einen barbarischen Aberglaube; sie beschuldigten die Juden, einen Eselkopf anzubeten und ihrem Gott jedes Jahr einen heidnischen Fremdling zu opfern. In Wirklichkeit dagegen hatten viele Nichtjuden, die der Vielgötterei und der widerlichen Sitten des Heidentums überdrüssig waren, den jüdischen Glauben von dem einen wahren Gott angenommen und bekannten sich zu der strengen jüdischen Moral. Die Atmosphäre der ganzen Geschichte verrät, dass zwischen diesem Hauptmann und den Juden ein enges Band der Freundschaft bestand. Es gibt nichts Neues unter der Sonne, die damalige Zeit erinnert uns an unserer heutige Zeit. Stehe auch du allezeit zu deinem Glauben, egal was auch kommen mag, bekenne dich zu Jesus Christus. Beziehe in dieser Welt eindeutig deine Position.

5. Er war ein bescheidener, demütiger Mann. Er wusste sehr wohl, dass das Gesetz der strenggläubigen Juden verbot, das Haus eines Nichtjuden zu betreten(Apg10, 28). Er wusste, dass kein strenggläubiger Jude einem Nichtjuden gestattete, sein Haus zu betreten oder sonst wie Verkehr mit ihm zu pflegen. So wagte er nicht einmal persönlich zu Jesus zu gehen. Er überredete seine jüdischen Freunde, an den Meister heranzutreten. Dieser Mann, der gewohnt war zu befehlen, bewies gegenüber echter Größe eine erstaunliche Bescheidenheit. Demut und Bescheidenheit sind ein wichtiger Glaubensgrundstein in deinem Leben. Nehme dich einfach auch mal einen Schritt zurück für andere, wenn du von Gott dazu aufgerufen wirst.

6. Er war ein gläubiger Mensch. Sein Glaube gründete sich auf eine sehr vernünftige Beweisführung. Er folgerte aus dem Hier und Jetzt auf das Dort und Dann. Er ging von seiner eigenen Erfahrung aus. Wenn er durch die Autorität, die er besaß, schon so viel erreicht hatte, um wieviel mehr musste dann die Autorität Jesu bewirken. Er kam voll des unbedingten Vertrauens eines Menschen, der zu Gott aufblickt und sagt: „Herr, ich weiß, dass es dir möglich ist“. Glaube an die Kraft und Autorität in deinen Leben, gehe im Glauben voran, egal wie deine sichtbaren Umstände auch sein mögen, schaue im Glauben auf zu Jesus Christus.

7. Der Hauptmann erkannte nicht nur Jesu Autorität, sondern er reagierte auch mit völligem Glauben. Er glaubte ohne Wenn und Aber, nichts wurde von ihm hinterfragt, sondern er handelte einfach nur. Handel auch du ohne Wenn und Aber auf Jesus sein Wort hin. Heutzutage wird so viel hinterfragt und diskutiert, der Glaube wird tot geredet. Gebetskreise werden zur Diskussionsrunde, gesprochene Gebete werden durch Diskussionen danach wieder zerredet. Unglauben wird gezüchtet, die Autorität des Glaubens zerredet. Wenn Jesus dir sagt „gehe“ dann gehe, ohne es zu hinterfragen und ohne zweifeln.

Betrachten wir einmal die Definition des Glaubens im Hebräer 11, 1: Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Hier wird eindeutig belegt, dass der wahre, ausharrende Glaube einschließt, Gott in jeder Situation zu vertrauen. Dieses Vertrauen befähigt dich als Gläubiger, Gott und seinem Wort immer treu zu bleiben. Es besteht kein Grund zur Diskussion, es besteht kein Grund, Dinge zu zerreden. Als Gläubiger Nachfolger Jesus Christus nimmst du Gott beim Wort und baust rückhaltlos auf seine Verheißungen. Du stützt deine Hoffnung nicht auf sichtbare Umstände sondern vertraust zuversichtlich auf geistliche Tatsachen. Ein solcher Glaube befähigt dich, in der rechten Beziehung mit Gott zu leben(Herb11, 4). Er veranlasst dich, nach einer tieferen Beziehung zu Gott zu streben(Hebr11, 6) und in voller Gewissheit seinem Wort zu folgen(Hebr11, 7. 11) Der Glaube gehorcht Gottes Anweisungen, so wie der Hauptmann von Kapernaum seinem Wort gehorcht hat. Durch deinen Glauben wirst du dein Leben auf Gottes Verheißungen gründen(Hebr11, 13. 39), die bösen Verhaltensweisen und Taten der gegenwärtigen Welt ablegen(Hebr11, 13) und nach der Heimat im Himmel zu streben. Dein Glaube lehrt dich, große Herausforderungen und Schwierigkeiten zu bestehen(Hebr11, 17-19), in den zukünftigen Generationen Glauben zu wecken(Hebr11, 21), der Verlockung zu ertragen(Hebr11, 25), Verfolgung zu ertragen(Hebr11, 27), in Gottes Kraft und zu seiner Ehre mächtige Taten und Wunder zu vollbringen(Hebr11, 33-35) und auch für Gott zu leiden(Hebr11, 25, 35-38). Der Glaube sagt, dass du nicht zu den nutzlosen und gottlosen Wegen der Welt zurückkehren wirst, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 28. Januar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Alles was von dir ausgeht, soll in Frieden geschehen. Sei ein Fackelträger des Friedens hier auf dieser Welt, ein Verkündiger der Wahrheit, der Wahrheit Jesus Christus. Er alleine ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, nur durch ihn allein (Joh14, 6).

Auf welchen Grund baust Du?

Lukas 6, 47-49
Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, - ich will euch zeigen, wem er gleich ist.
Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine Überschwemmung entstand, da prallte der Strom an dieses Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, weil es gut gegründet war.
Wer aber hört und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute ohne Grund; und der Strom prallte an dasselbe, und es brach sofort zusammen, und der Zusammenbruch dieses Hauses war groß.

Wenn wir uns ein richtiges Bild von diesem Gleichnis machen wollen, müssen wir auch die Fassung bei Matthäus 7, 24-27 nachlesen:

Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, ist einem klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.
Und ein jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Manne gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute.
Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, da fiel es, und sein Fall war groß.

In der Darstellung des Lukas scheint der Strom keinen Sinn zu haben; das liegt daran, dass Lukas nicht in Palästina geboren war und selbst keine klare Vorstellung von den Verhältnissen dort hatte. Matthäus dagegen war in Palästina zu Hause und sah das Bild genau vor sich. Viele Flüsse des Landes trockneten im Sommer vollständig aus, so dass das ständige Strombett ohne Wasser war. Im Winter jedoch, nach dem Septemberregen, wurde aus dem trockenen Flussbett ein reißender Strom. Es kam vor, dass jemand auf der Suche nach einem Bauplatz einen einladenden Sandstreifen fand und darauf ein Haus errichtete. Wenn dann der Winter nahte, musste er feststellen, dass er das Haus mitten in einem reißenden Strom erbaut hatte, der es einfach mit sich riss. Der kluge Mann dagegen suchte nach einem felsigen Untergrund, obwohl es sich dort viel schwieriger bauen ließ, weil das Fundament aus dem Fels herausgehauen werden musste. Doch wenn die Winterstürme kamen, wurde seine Mühe reichlich belohnt; sein Haus stand fest und sicher da. Das Gleichnis lehrt uns, wie wichtig es ist, die richtige Grundlage für unser Leben zu finden. Die einzige zuverlässige Grundlage ist, dass du Jesu Lehren befolgst.

Wie kam der törichte Mann dazu, den Bauplatz so unklug auszusuchen?

1. Der törichte Mensch scheute die Mühe, die ein Hausbau verursacht. Er wollte sich nicht damit plagen, den Felsboden zu bearbeiten. Im Sand war alles so viel einfacher, verlockender und bequemer. Er zog den bequemen Weg vor. Findest du dich nicht auch mal dort wieder? Den einfachen und schnellen Weg zu bevorzugen, weil es doch so viel einfacher und gemütlicher ist. Du siehst schneller Ergebnisse und bekommst das Gefühl, weit fortgeschrittener zu sein. Wohl mag es bequemer sein, wenn du deinen eigenen Weg gehst, statt Jesus zu folgen, aber am Ende erwartet dich die Katastrophe. Wohl mag es mühsam erscheinen, den Weg einzuschlagen den Jesus dir gewiesen hat, aber er ist der Weg, der dir hier wie dort Sicherheit gewährt

2. Der törichte Mensch handelte kurzsichtig. Er machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, was aus dem von ihm gewählten Bauplatz in sechs Monaten würde. Jede Entscheidung im Leben kann unter dem Gesichtspunkt des unmittelbaren Nutzens oder aber auf lange Sicht getroffen werden. Wohl dem Menschen, der sein zukünftiges Wohlergehen nicht gegen ein augenblickliches Vergnügen eintauscht. Wohl dem Menschen der alles im Lichte der Ewigkeit eintauscht und nicht bloß im Licht des Augenblicks sieht.

Wir müssen uns mal tief bewusst machen, welche Wirkung Jesus Predigt auf sein Zuhörer hat. Bei uns besteht die Gewohnheit, dass unsere Predigen mit einen Segensspruch schließen. Jesu Predigt endet dagegen mit einer Drohung. Fast alle biblischen Bücher haben einen friedlichen Abschluss, nur vier Bücher der Schrift, der Prediger, Jesaja, die Klagelieder und Maleachi enden mit einer Drohung. Wenn die Schlusskapitel dieser Bücher in der Synagoge gelesen wurden, las man den vorletzten Vers nach dem letzten Vers noch einmal, um nicht mit einer Drohung heimzukehren. Wenn diese Sitte in der Synagoge bestand, dann ist es verständlich welche erschütternde Wirkung die Bergpredigt des Herrn auf die Zuhörer ausgeübt hat.

Wenn du erkennst, dass der schwierige Weg sehr oft der beste Weg ist und dass du gut daran tust, dich auf weite Sicht zu entscheiden, dann wirst du auch dein Leben auf die Lehre Jesu gründen, die kein Sturm jemals erschüttern vermag. Wenn du dein Leben auf die Lehren Jesus Christus baust, baust du auf ein festes Fundament. Bleibe nicht nur beim Hören des Wortes, denn dann gleichst du einen Erbauer, der sein Haus ohne Fundament baut. Wohl unterscheidet sein Haus sich in nichts nach außen hin von dem Haus, das auf dem Felsengrund steht. Aber was sich lange Zeit äußerlich in nichts unterscheidet, offenbart dann die Flut der Trübsal und des Leidens, der Krankheit und der Altersnöte und zeigt an, dass der eine auf Felsengrund, der andere auf Sand gebaut hat. Bedenke bei allen deinen Entscheidungen, Jesus Christus ist bei dir auf allen deinen Wegen, du kannst mit seiner Hilfe seinen schwierigeren Weg beschreiten, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)