Kategoriearchiv: Allgemein

Andacht vom 24. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Habe Freude in allem was du tust, bete allezeit für gutes Gelingen deiner Werke. Gott gibt dir in allen, das Wollen und das Gelingen allezeit(Phil2, 13), wenn du ihn darum bittest!

Herr lehre uns beten!

Lukas 11, 1-4
Und es begab sich, dass er an einem Ort betete; und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!
Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprechet: Vater, geheiligt werde dein Name! Es komme dein Reich!
Gib uns täglich unser nötiges Brot!
Und vergib uns unsre Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns schuldig ist! Und führe uns nicht in Versuchung!

Es war Brauch, dass die Rabbinen ihre Schüler ein einfaches Gebet lehrten, dass sie ständig benutzen konnten. Johannes hatte es so gehalten und jetzt baten auch die Jünger Jesu ihren Meister um ein Gebet. Die Fassung des Vaterunsers im Lukasevangelium ist kürzer als bei Matthäus, doch es lehrt uns alles, was wir über das Gebet wissen müssen:
Wie wir beten und wofür wir beten sollen.

Es fängt damit an, dass Gott Vater genannt wird. Das ist die für das Christentum bezeichnende Anrede Gottes(vgl. Gal4, 6; Röm8, 15; 1Petr1, 17). Schon das allererste Wort sagt uns, dass wir mit unserem Gebet nicht zu jemand kommen, dem wir seine Gaben widerwillig abzwingen müssen, sondern zu einem Vater, dem es Freude bereitet, seinen Kindern zu schenken, wessen sie bedürfen. Du kannst voller Vertrauen und Freude zu deinem Vater im Himmel kommen, er ist immer und jederzeit für dich da. Komme so wie du bist, vor deinem Vater musst du dich nicht verstellen, du kannst alle Masken fallen lassen.

Im Hebräischen bedeutet Name weit mehr als bloß der Rufname eines Menschen. Der Name bezeichnet zugleich das ganze Wesen des Menschen, so wie es sich uns enthüllt und wie wir es kennen. Psalm 9, 11 heißt es: „Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen“. Das bedeutet wesentlich mehr als das Wissen, dass Jahwe der Name Gottes ist. Er heißt vielmehr, dass alle, die Gottes Wesen, seinen Sinn und sein Herz kennen, ihm frohen Herzens vertrauen. Gott ist Abba Papa, du kannst ihn Vater nennen, weil er dein Vater ist, weil du ihm vertrauen kannst, als Vater.

Du musst besonders auf die Reihenfolge der Bitten im Vaterunser achten. An erster Stelle steht Gottes Herrlichkeit, der du Ehrfrucht entgegenbringen sollt, ehe du etwas für dich selbst erbittest. Nur, wenn du Gott den Platz einräumst, der ihm gebührt, rückt auch alles Übrige auf den Platz, der ihm zukommt.

Das Gebet umfasst das ganze Leben. a.) Es schließt alles ein, was du im Augenblick nötig hast. Es sagt, dass du um dein tägliches Brot bitten sollst; du musst jedoch beachten, dass du dabei nur um das tägliche Brot bittest. Diese Bitte geht auf den alten Bericht von der Speisung mit Manna in der Wüste zurück(2Mos16, 11-21). Nur, was du für den täglichen Lebensbedarf benötigst, soll gesammelt werden, dagegen sollst du dir keine Sorgen um die Zukunft machen, sondern stets dem gegenwärtigen Tag leben.

„Nicht in die Ferne schweift mein Blick,
Ein Schritt voran, der nächste dann, des reicht für mich“

b.) Das Gebet umschließt die Sünden der Vergangenheit. Auch der beste Mensch ist vor der Lauterkeit Gottes ein Sünder und darum kannst du gar nicht anders, als um Vergebung zu bitten, wenn du betest. c.) Es umschließt künftige Versuchungen. Als Versuchung wird im Neuen Testament alles bezeichnet, wodurch der Mensch auf die Probe gestellt wird. Es ist damit keineswegs nur die Verführung zur Sünde gemeint; der Begriff schließt vielmehr jede Situation ein, die den Menschen herausfordert, sich als mannhaft, lauter und treu zu bewähren. Du kannst der Herausforderung nicht entfliehen, doch du kannst dich ihr mit Gott stellen.

Irgendwer hat einmal gesagt, dass Vaterunser sei für Dein persönliches Gebet von doppelten Nutzen. Wenn du es zu Beginn deiner Andacht sprichst, weckt es alle heiligen Gedanken in dir, die dich auf den Pfad des Gebets weißen und wenn du es am Schluss sprichst, fasst es alles das zusammen, worum du im Angesicht Gottes beten sollst.

Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in all deinen Gedanken und Handeln, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 23. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Lasse die Menschen Anteil haben in deinem Leben, lebe ihnen die Liebe Gottes vor. Lasse sie an dir erkennen wer Jesus Christus ist, indem du das Wort lebst. Das Wort Gottes muss ein lebendiger Baustein in deinem Leben sein, denn daran erkennen die Menschen dir Herrlichkeit Gottes!

Wer anderen eine Freude tut!

Lukas 10, 38-42 

Als sie aber weiterreisten, kam er in ein Dorf; ein Weib aber namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.

Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu.

Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, daß mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, daß sie mir helfe!

Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;

eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Schwerlich lässt sich mit sparsamen Mitteln ein lebendigeres Bild verschiedener Charaktere zeichnen als in diesen Versen.

Hier sehen wir, wie unterschiedlich die Menschen veranlagt sind. Den verschiedenen Temperamenten  im Leib Christi ist stets zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Es gibt Menschen, die vor Aktivität strotzen; andere wieder sind von Haus aus ruhig. Dem tätigen Menschen fällt es schwer, zu begreifen, wie jemand still sitzen und ein ganz in Gott versunkenes Leben führen kann. Und der Mensch, der der Stille ergeben ist und der frommen Betrachtung, blickt nur zu leicht auf jemand herab, der sich lieber praktisch betätigt. Weder das eine noch das andere ist richtig oder falsch. Auch du bist ein Teil der Gemeinde Jesus, genauso wie du bist, Gott gebraucht dich auf seine Weise. Zusammen sind wir alle der Leib Christi, wo keiner von überflüssig oder unnütz ist, Gott gebraucht alle, jeder dient Gott an seinem Ort, mit seinem Auftrag.

Gott hat nun einmal nicht alle Menschen gleich gemacht. Der eine betet vielleicht:

Herr auch der Töpfe und Pfannen,

da meine Zeit nicht ausreicht,

Mit frommen Taten dir zu dienen,

Spät noch mit dir zu wachen,

Zu träumen in der Dämmerung,

Das Tor des Himmels gar zu stürmen,

Mach mich zu einem frommen Menschen,

Indem ich koche, backe wasche.

Der andere dagegen sitzt vielleicht mit gefalteten Händen, doch wachen Sinne da, denkt nach und betet und beide dienen Gott auf ihre Weise. Gott braucht gleichermaßen Menschen wie Martha und Menschen wie Maria. Der Wert wird nicht an deiner Tätigkeit gemessen, sondern du selber bist der Wert. Du bist eine wunderbare Schöpfung Gottes, du bist ein Unikat, das seinen festen zugewiesenen Platz hat.

Doch die Verse lehren uns noch etwas anderes, noch mehr: sie zeigen uns die falsche Art der Güte. Wir brauchen bloß  daran zu denken, wohin Jesus ging, als sich dies ereignete. Er befand sich auf den Weg nach Jerusalem, um zu sterben. Er war ganz erfüllt von dem Kampf in seinem Inneren, seinen Willen unter den Willen Gottes zu beugen. Als er jenes Haus in Bethanien betrat, war das für seine Bewohner ein großer Tag; und Martha war bemüht, ihn festlich zu begehen, indem sie das Beste, was das Haus zu bieten hatte, auf den Tisch brachte. Sie rannte hin und her und machte viel Aufhebens von der Kocherei und eben dies wünschte Jesus nicht. Er sucht die Stille. In der Hochspannung seines Herzens und mit dem Kreuz vor sich, hatte er sich seitwärts nach Bethanien gewandt, um dort eine Oase der Ruhe zu finden, wenigstens für ein oder zwei Stunden fern von der Menge, die ihn voll in Anspruch nahm. Und eben diese Stille schenkte ihm Maria. Martha dagegen war mit all ihrer Güte auf dem besten Wege, diese Stille zunichte zu machen.

„Eins aber ist not“, damit kann durchaus gemeint sein: „Ich wünsche keinen großen Schmaus; ein Gang, eine ganz einfache Mahlzeit ist alles, was ich möchte“. Maria hatte dies ganz eindeutig begriffen, Martha dagegen nicht. Diese Schwierigkeit taucht im Leben immer wieder auf. Wie oft möchten wir anderen Menschen eine Freundlichkeit erweisen, auf unserer Weise; und wenn sich dann herausstellt; dass unser Weg falsch war, dann sind wir mitunter gekränkt und glauben, dass man unsere Hilfe nicht zu schätzen weiß.

Wenn du jemanden eine Freundlichkeit erweisen möchtest, musst du zuerst einmal das Herz des Menschen zu erforschen suchen, dem du helfen möchtest und all deine eigenen Absichten vergessen und nur daran denken, wessen dieser Mensch tatsächlich bedarf. Jesus liebte Martha und Martha liebte ihn, doch als Martha begann, ihm eine Freundlichkeit zu erweisen, glaubte sie, es müsse auf ihre Art geschehen. Tatsächlich verhielt sie sich Jesus gegenüber jedoch unfreundlich, denn sein Herz verlangte nach Ruhe. Jesus liebte Maria und Maria liebte ihn und Maria verstand ihn.

Jesus liebt auch dich, zu jederzeit, womit kannst du Jesus jetzt eine Freude machen?

Was möchte Jesus Christus, jetzt von dir?

Was ist dein richtiger Weg?

Was ist dein Auftrag, für Jesus Christus?

Strecke dich im Gebet unter der Leitung und Führung des Heiligen Geistes danach aus, du wirst deine Antworten bekommen, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

 

 

 

 

Andacht vom 22. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und mega schönen Tag, in den Armen Jesus. Schaue bei allem auf zum Himmel und lobe und preise seinen wunderbaren Namen. Danke ihn dafür was er alles für dich getan hat und noch tun wird. Danke dass du durch ihn in der Freiheit leben kannst, eine Freiheit für die es keine Worte gibt!

Sei nicht nur Hörer des Wortes, sondern auch Täter!

Lukas 10, 25-37
Und siehe, ein Schriftgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu ererben?
Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liesest du?
Er antwortete und sprach: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen und mit deinem ganzen Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!»
Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben!
Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen.
Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vorüber.
Desgleichen auch ein Levit, der zu der Stelle kam und ihn sah, ging auf der andern Seite vorüber.
Ein Samariter aber kam auf seiner Reise dahin, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen
und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Welcher von diesen Dreien dünkt dich nun der Nächste gewesen zu sein dem, der unter die Räuber gefallen war?
Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat! Da sprach Jesus zu ihm: So gehe du hin und tue desgleichen!

Zunächst einmal möchte ich ein wenig auf den Schauplatz dieser Geschichte eingehen.

Die Straße von Jerusalem nach Jericho war berüchtigt für ihre Gefährlichkeit. Jerusalem liegt 800 Meter über den Meeresspiegel; das Tote Meer, in dessen Nähe Jericho lag, liegt 390 Meter unter dem Meeresspiegel. Die  Straße fiel also auf eine Länge von etwa 30 Kilometer 1190 Meter ab und verengte sich in dem felsigen Gelände zu Hohlwegen. Zahlreiche Windungen machten sie zu einem erfolgreichen Jagdgrund für Räuber. Aus dem fünften Jahrhundert berichtet Hieronymus, dass die Straße immer noch „Der rote blutige Weg“ genannt wurde. Und noch im 19. Jahrhundert mussten Reisende eine Schutzgebühr an den örtlichen Scheich entrichten, bevor sie die Straße benutzen durften. Ja, sogar noch Anfang der dreißiger Jahre wurden Reisend davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit die Straße zu benutzen, weil ein gewisser Abu Jildah Meister darin war, Autos anzuhalten und Touristen auszurauben; bevor die Polizei erschien, war er mit seiner Beute bereits in die Berge entkommen. Als Jesus diese Geschichte erzählte, sprach er also über ein Ereignis, das sich auf dieser Straße ständig wiederholte.

Als zweites wollen wir uns, die verschiedenen Personen dieser Geschichte ansehen. a.) Da war einmal der Reisende. Er war offensichtlich leichtsinnig und tollkühn. Selten wagte jemand, die Straße von Jerusalem nach Jericho allein zu gehen, wenn er Waren oder Wertsachen mit sich führte. Die Menschen reisten stets mit mehreren zusammen oder on einer Karawane, weil sie so sicherer waren. Dieser Mann konnte niemandem als sich selbst einen Vorwurf wegen seiner misslichen Lage machen. Es ist besser zu zweien als alleine, dass zählt auch heute für dich. Du bist als Nachfolger Jesus Christus zur Gemeinschaft berufen, es gibt keinen 007 Geheimchristen, dazu bist auch du nicht berufen. Christsein bedeutet einer für alle, alle für einen, wie einst du Musketiere. b.) Der zweite war der Priester. Der Priester eilte an dem Mann vorüber. Zweifellos dachte er dabei daran, dass derjenige, der einen Toten berührte, sieben Tage lang als unrein galt(4Mos19, 11). Er wusste es zwar nicht mit Sicherheit, doch er fürchtete, dass der Mann tot war; und wenn er ihn berührte, ging er seines Tempeldienstes verlustig. Und dieses Risiko wollte er auf keinen Fall eingehen. Er war ein Mensch, der die Forderungen es Zeremoniells höher stellte als die Forderungen der Nächstenliebe. Tempel und Gottesdienstordnung bedeuteten ihm mehr als die Qual eines Menschen. Achte darauf dass du bei allem deinen Tun nicht in die Gesetzlichkeit abrutscht. Leicht ist es geschehen dass man mit Klugen Bibelstellen um sich schmeißt und dabei die Nächstenliebe vergisst. Hüte dich davor, besonders nach dem du die Freiheit in Jesus Christus geschmeckt hast. Helfe den leidenden, sei für die Menschen da, auch wenn du dann mal einen Gottesdienst verpassen solltest, das Wohl des Leidenden geht vor. c.) Der dritte war ein Levit. Er scheint zunächst einmal auf den Mann zugegangen  zu sein, ehe er vorüberschritt. Die Banditen benutzten für gewöhnlich einen Köder. Einer von ihnen spielte die Rolle eines Verwundeten; wenn ein argloser Reisender sich über ihn beugte, stürzten sich die übrigen auf ihn und überwältigten ihn. Der Levit handelte nach dem Motto: „Safety first“ – „die eigene Sicherheit geht vor“. Er ging keine Gefahr ein, um einem anderen zu helfen. Stelle das Wohl des anderen immer über dein Wohl, egal welcher Gefahr du gegenüber stehst, helfe, dafür gebe alles. Sei nicht nur ein Wortchrist sondern lebe das Wort Gottes, sei nicht nur Hörer, sondern hauptsächlich ein Täter des Wortes. d.) Schließlich war noch der Samariter beteiligt. Die Zuhörer hatten offensichtlich erwartet, dass mit ihm sich ein Bösewicht näherte. Vielleicht war er seiner rassischen Herkunft nach nicht einmal Samariter, mit denen die Juden überhaupt keinen Umgang pflegten. Dennoch scheint er sich hier um einen reisenden Händler gehandelt zu haben, der regelmäßig jene Herberge aufsuchte. Johannes 8, 48 nennen die Juden Jesus einen Samariter. Die Bezeichnung wurde mitunter auch auf einen Menschen angewandt, der ein Ketzer war und das vorgeschriebene Zeremoniell nicht beachtete. Vielleicht war der Mann in diesem Sinn ein Samariter, der von allen Echtgläubigen verachtet wurde.

Zweierlei müssen wir bei ihm beachten.

Er besaß einen guten Kredit! Der Wirt vertraute ihm ganz eindeutig. Theologisch gesehen war er vielleicht unzuverlässig, doch er war ein redlicher Mensch.

Er war als einziger bereit, dem Überfallenen zu helfen. Vielleicht war er ein Ketzer, doch sein Herz war voller göttlicher Nächstenliebe. Die Erfahrung, dass die Orthodoxen mehr an Dogmen interessiert sind als daran, zu helfen, ist nicht neu und ebenso wenig ist es die Tatsache, dass der von den Strenggläubigen verachtete Menschen seine Mitmenschen liebt. Du wirst einmal nicht daran gerichtet werden, ob du das Glaubensbekenntnis eingehalten, sondern danach, wie du gelebt hast. Wie bist du mit deinen Mitmenschen umgegangen, wie bist du ihren Leid entgegengetreten. Jesus Christus ist für alle Menschen auf die Welt gekommen, er hat sein Leben für alle Menschen geopfert. Der Gesunde bedarf nicht eines Arztes sondern die Kranken und geknechteten.

Als drittes wollen wir untersuchen, was uns das Gleichnis lehrt. Der Schriftgelehrte stelle seine Frage im Ernst. Jesus fragte ihn, was im Gesetz geschrieben stehe und fuhr dann fort: „wie liesest du?“ Streng orthodoxe Juden trugen kleine Lederbehälter an ihrem Handgelenk. Sie wurden Gebetsriemen genannt und enthielten bestimmte Stellen aus der Heiligen Schrift: 2. Mose 13, 1-10; 11-16: 5. Mose 6, 4-9; 11, 13-10. „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben“ steht im 5. Buch Mose 6, 5 und 11, 13. Jesus sagte daher zu dem Schriftgelehrten: „Sieh auf deinen Gebetsriemen am Handgelenk, dort findest du die Antwort auf deine Frage“. Diesen Sätzen hatten die Schriftgelehrten noch 3. Mose 19, 18 hinzugefügt, wo es heißte, dass der Mensch seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll. In ihrem leidenschaftlichen Eifer nach Begriffsbestimmungen hatten die Rabbinen versuch, zu bestimmen, wer denn der Nächste sei; sie begrenzten den Begriff so eng und schlecht wir nur möglich auf alle Juden. So behaupteten zum Beispiel einige unter ihnen, es verstoße gegen das Gesetz, einer Heidin in ihrer schweren Stunde, wenn sie ein Kind gebar, beizustehen, denn dadurch verhülfe man bloß einen neuen Heiden zum Leben. Die Frage des Schriftgelehrten: „Wer ist denn mein Nächste?“ war also eine echte Frage.

Die Antwort Jesu schließt dreierlei ein.

  1. Du sollst auch dann einen Menschen helfen, wenn er selbst an seinem Unglück schuld ist wie der leichtsinnige Reisende in diesem Gleichnis.
  2. Jeder Mensch, einerlei, welchem Volk er angehört, ist dein Nächster, wenn er sich in Not befindet. Deine Hilfsbereitschaft soll so umfassend sein wie die Liebe Gottes.
  3. Deine Hilfe muss eine tätige Hilfe sein, sie darf sich nicht darauf beschränken, dass du das Leid des anderen nur empfindest. Der Priester und der Levit empfanden zweifellos auch Mitleid, echtes Mitleid drückt sich in Taten aus.

Dieses Gleichnis betont, dass wahrer Glaube und Gehorsam, die Art die zur geistlichen Errettung und einer echten Beziehung zu Christus führt, auch ein aktives Mitgefühl in Not beinhaltet.

Was Jesus zu den Schriftgelehrten sagte, sagt er auch zu dir:

„Geh auch Du und tue desgleichen“

Verschließe deine Augen nicht, suche dir keine Ausreden, sondern helfe Tätig und nicht nur mit klugen Ratschlägen. Greife den Hilflosen unter die Arme wenn er nicht allein laufen kann, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

 

Andacht vom 21. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Der Friede Gottes soll dein Herz fluten und allen Unfrieden herausspülen. Solange es an dir liegt halte Frieden mit jedermann, behandle jeden Menschen so wie du auch behandelt werden möchtest!

In Jesus erkennst du Gott!

Lukas 10, 21-24
Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im heiligen Geiste und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du solches den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, [weiß niemand] als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.
Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr sehet!
Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Dieser Abschnitt enthält drei wichtige Gedanken.

In Vers 21 ist die Rede von Einfalt, von den Unkomplizierten. Der einfältige vermag Wahrheiten zu erkennen, die dem geschulten Geist verborgen bleiben. Ein Schriftsteller, der in seinen Werken vor allem einfache Menschen schildert, hat einmal gesagt: „Ein wirklich bedeutendes Buch kann nur schreiben, wer mit Kinderaugen alles wie zum erstem Mal sieht“. Es ist durchaus möglich, dass wir zu klug sind. Ja, wir können sogar zu klug und gelehrt sein, dass wir schließlich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr erkennen. Jemand hat einmal geäußert, einen wirklich bedeutenden Gelehrten erkenne man daran, wieviel er vergessen könne. Und so musst auch du stets daran denken, dass du noch längst kein Christ bist, wenn du alle Theorien über das Neue Testament kennst; und noch weniger, wenn du alle theologischen Meinungen und sämtliche Christologien kennst; Christsein heißt nicht, dass du etwas über Christus weißt; es heißt, dass du Christus kennst; und dazu bedarf es keiner irdischen Weisheit, sondern himmlische Gnade. Lasse dich durch deinen vielen Denken nicht von der Gnade Gottes abhalten, denn die Gnade Gottes ist größer als du denkst. Beschränke die Gnade und Liebe Gottes nicht auf dein menschliches Denken.

In Vers 22 hören wir von der einzigartigen Beziehung, die zwischen Jesus und Gott besteht. Dieses besondere Verhältnis ist gemeint, wenn es im vierten Evangelium heißt: „Das Wort ward Fleisch“(Joh1, 14), oder wenn Jesus sagt: „Ich und der Vater sind ein“, oder „Wer mich sieht, der sieht den Vater“(Joh10, 30; 14, 9). Die Griechen hielten Gott für unerkennbar. Zwischen Geist und Materie, zwischen Menschen und Gott klaffte ein tiefer Abgrund. „Es ist sehr schwer“, sagten sie, „Gott zu erkennen und wenn man ihn kennt, ist es unmöglich, jemand anderem davon zu erzählen“. Jesus dagegen sagt: „Wenn ihr Wissen wollt, wem Gott gleicht, schaut mich an“. Jesus erzählte den Menschen nicht so viel über Gott; er zeigt den Menschen Gott, weil in ihm das Wesen Gottes den Menschen zugewandt war. Erzähle den Menschen von Jesus Christus, aber noch mehr lebe ihnen das Evangelium vor. Sei für die Menschen da und helfe ihnen in ihrer Not, stelle ihre Angeleigenheiten über deine. Lasse sie an dir erkennen, wer Jesus Christus ist, lasse sie die Liebe Gottes erkennen und spüren.

In Vers 23 und 24 heißt es, dass sich in Jesus die Geschichte erfüllte. Hier sagt Jesus: „Ich bin der Eine, dem alle Propheten und Heilige und Könige mit Sehnsucht entgegensehen haben“. Das ist, was Matthäus sagen will, wenn er in seinem Evangeliumsbericht immer und immer wieder schreibt: „Auf dass erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht….“(vgl. Mt2, 15. 17. 23). Jesus ist der Gipfel der geschichtlichen Entwicklung, das Ziel, auf das alles ausgerichtet war, der Traum der heimgesuchten Menschheit von Gott. Jesus ist das Ende, der Höhepunkt des Entwicklungsprozesses, weil in ihm der Mensch Gott begegnet, weil er zugleich der vollkommenste Mensch und ganz Gottheit ist.

Jesus freut sich, dass sein Vater diese tiefen, aber einfachen Wahrheiten über Gottes Prinzipien und Absichten vielmehr denen geoffenbart hat, welche die in Gottes Wort geoffenbarte Wahrheit demütig annehmen, als solchen, die sich in ihren eigenen Augen als intellektuell und weise dünken. Menschen, welche die Wahrheiten des Wortes Gottes aufgrund dessen in Frage stellen, was sie als „überlegene“ Weisheit oder Erkenntnis halten, werden niemals in der Lage sein, die volle Wahrheit zu verstehen und anzunehmen. Die Folge davon ist, dass sie weder wahre Erkenntnis noch eine rettende Beziehung zu Christus haben, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 20. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Woche. Alle deine Wege sollen gesegnete Wege, für dich und für die Menschen, die dich ein Stück begleiten, sein. Der Herr mache deine Schritte fest und deiner Gedanken und Taten Heilig!

Der Passierschein zu Gott heißt Demut!

Lukas 10, 17-20 

Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen!

Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.

Siehe, ich habe euch Vollmacht verliehen, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschädigen.

Doch nicht darüber freuet euch, daß euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!

Strahlend vor Siegesfreude über die Erfolge, die sie im Namen Jesu errungen hatten, kehrten die Siebzig zurück. Jesus sagte zu ihnen: „Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz“. Dieser Satz ist nicht ganz leicht zu verstehen.

Im originalen griechischen Text bedeutet die Zeitform dieser Aussage buchstäblich „Ich beobachtete Satan, der wie ein Blitz fiel“. Jesus sah im geistlichen Bereich, was geschah, als die Jünger unter seiner Autorität dienten: Satans Mächte wurden immer besiegt. Jesus Aussage setzte den Dienst der Jünger in das richtige Verhältnis. Er teilte ihre Freude(Lk10, 21) und ihre Begeisterung für Gottes Werk, bestätigte ihnen auch, dass sie wirksame geistliche Kämpfe geführt und bedeutsame Siege über das Böse errungen hätten. Doch dieser Aussage war auch eine Warnung an die Jünger, nicht Stolz zu werden wegen ihres Dienstes.

Der Geschichte zufolge wurde Satan, der sich in seinem Stolz gegen Gott aufgelehnt hatte, aus diesem Grunde aus dem Himmel verstoßen, wo er einst der oberste Engel gewesen war. Vielleicht wollte Jesus den Siebzig damit sagen: „Ihr habt triumphiert; doch hütet euch vor dem Hochmut; auch der höchste der Engel ist ihm einst verfallen und wurde deshalb aus dem Himmel verstoßen“.

Sicherlich hat Jesus seine Jünger ständig vor Hochmut und Überheblichkeit gewarnt. Es traf zwar zu, dass er ihnen alle Macht verliehen hatte, doch die höchste Ehre für sie bestand darin, dass ihre Namen ins Buch des Himmels geschrieben waren. Auch du, nehme dich allezeit und auf all deinen Wegen in Acht vor dem Stolz und Hochmut, den dieser kommt vor den Fall. Rühme dich nicht dass du stehst, sondern achte in allem darauf, dass du nicht zu Fall kommst. Bewahre dir in deinem Herzen immer die Dankbarkeit, das wird dich bewahren vor dem Hochmut. Gebe in allen deinen Taten, Jesus Christus die Ehre, denn nur durch ihn allein hast du den Sieg errungen. Durch sein kostbares Blut bist du errettet worden und hast dadurch den Sieg über die Finsternis und den Tod.

Es ist eine ewiggültige Wahrheit, dass dein größter Ruhm nicht in dem besteht, was du geleistet hast, sondern in dem, was Gott an dir getan hat. Dafür ein Beispiel. Die Behauptung, die Anwendung des Chloroforms als Betäubungsmittel hat die Welt vor mehr Schmerzen bewahrt als jede andere Entdeckung auf dem Gebiet der Medizin, ist nicht ganz abwegig. Einst fragte jemand Sir James Simpson, den Entdecker des Chloroforms. „Was halten sie für ihre bedeutendste Entdeckung?“ Natürlich erwartete er die Antwort: „Die Entdeckung des Chloroforms“, doch Simpson erwiderte: „Meine größte Entdeckung machte ich, als ich erkannte, dass Jesus Christus mein Heiland ist“. Im Angesicht Gottes vermag selbst der bedeutendste Mensch nur zu sagen:

Mit leeren Händen

Die an dein Kreuz sich klammern,

Komme ich zu dir

Und erflehe dein Erbarmen;

Ich flehe zu dir, der Quelle;

Erlöser, wasche mich rein!

Stolz und Hochmut trennen dich und die ganze Menschheit vom Himmel; der Passierschein zu Gott heißt Demut! Jesus ist die Kraft hinter dieser Arbeit und er hatte buchstäblich den Fall Satans und dessen Neiderlage gesehen, schon ehe die Welt begann. Jesus ist der Sieger, er ist der König der Könige alle Könige. Lobpreis und Ehre sei Jesus Christus in allem, er ist Sieger über Tod und Finsternis, durch ihn allein hast du den Sieg und nur durch ihn, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 19. Februar 2017

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und besinnlichen Sonntag. Komme in die Ruhe und höre was dein Gott dir heute sagen möchte, sei einmal ganz stille vor deinem Herrn. Er möchte dir seinen Weg für dein Leben weisen und möchte deinen ganzen Mangel ausfüllen. Lege alles ab, was dich daran hindert in die Ruhe Gottes zu kommen und lasse dich verwöhnen!

Schafe unter Wölfen!

Lukas 10, 1-16
Darnach aber bezeichnete der Herr noch siebzig andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte.
Und er sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende!
Gehet hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.
Traget weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßet niemand auf dem Wege.
Wo ihr aber in ein Haus hineingehet, da sprechet zuerst: Friede diesem Hause!
Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren.
In demselben Hause aber bleibet und esset und trinket, was sie haben; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Gehet nicht aus einem Haus ins andere.
Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was euch vorgesetzt und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!
Wo ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da gehet auf ihre Gassen hinaus und sprechet:
Auch den Staub, der sich von eurer Stadt an unsre Füße gehängt hat, wischen wir ab wider euch; doch sollt ihr wissen, daß das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist!
Ich sage euch, es wird Sodom an jenem Tage erträglicher gehen als dieser Stadt.
Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn zu Tyrus und Zidon die Taten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie vorlängst im Sack und in der Asche sitzend Buße getan.
Doch es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen im Gerichte als euch.
Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhoben worden, du wirst bis zur Hölle hinabgeworfen werden!
Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.

In diesem Abschnitt ist von einer größeren Aussendung als von der der Zwölf die Rede. Die Zahl siebzig war bei den Juden eine symbolische Zahl. a.) Siebzig hatte die Zahle der Ältesten betragen, die Mose auf Gottes Geheiß ausgewählt hatte, damit sie ihn bei der Aufgabe unterstützen, das Volk Israel durch die Wüste zu führen und ihm halfen, die Last zu tragen(4.Mos11, 16. 17. 24. 25). b.) Siebzig betrug die Zahl der Mitglieder des Synedriums, des höchsten jüdischen Gerichthofes. In Bezug auf diese beiden Körperschaften gesehen sind die Siebzig, die Jesus aussandte, als seine Helfer. c.) Man glaubte, es gäbe siebzig Völker auf der Erde.

Das Prinzip Mitarbeiter zu zweien auszusenden, ist sehr wichtig in Gottes Werk, weil es die Möglichkeit zu vereintem Glauben und größerer Weisheit bietet. Außerdem hilft es, den Rücken zu stärken und persönliche Verantwortlichkeit zu gewährleisten.

(Weitere Textstelle, die sich um das Zweier-Prinzip drehen, sind Mt18, 10; Mk6, 7; 14, 13; Lk7, 19; Joh1, 35-41: 8, 17; Apg9, 38; 10, 7; 15, 36-41; 19, 22; 2Kor13, 1; 1Tim5, 19; Hebr10, 28; Offb11, 3-6. 10-12)

Wenn du als Gläubiger, treu Gottes Willen befolgst(d.h. seine Pläne, Absichten und wünsche), wirst du bedroht und vielen Gefahren begegnen. Deine Botschaft, deine Methoden, dein Charakter, ja selbst dein Leben wird angegriffen von gottlosen Menschen und zerstörerischen Kräften des Bösen in der Welt. Weil du dieses weißt, muss du um Gottes Gegenwart, Schutz und Fürsorge beten. Gott wird deine Bitten erhören und dich als seine Kind schützen, er wird dafür sorgen dass dir nicht geschieht. Er wacht über dich an jedem Ort, zur jeder Zeit, bei Tag und bei Nacht. Stelle dich unter den Schutz des kostbaren Blutes Jesus Christus.

Etwas recht interessantes, wirft der Satz auf, in dem die Stadt Chorazin, Weh vorausgesagt wird. Stillschweigend wird dabei vorausgesetzt, dass Jesus dort große Dinge bewirkte. In den uns überlieferten Evangeliumsberichten wird dieser Name sonst nirgendwo auch nur erwähnt und wir wissen nicht das Geringste darüber, was Jesus dort gesprochen oder getan hat.

In diesem Abschnitt erfahren wir entscheidend wichtige Dinge sowohl über den, der predigte, wie über den, der zuhört.

  1. Prediger sollen sich nicht mit materiellen Dingen belasten; sie sollen ohne Gepäck reisen. Nur so leicht werden wir von den Angelegenheiten dieses Lebens umgarnt und in sie verstrickt. Ein englischer Schriftsteller und Kritiker, der Politik eines großen Hauses durchschaut hatte, bemerkte voller Grimm: „Diese Dinge machen es einem schwer, zu sterben“. Das irdische darf das Himmlische nicht auslöschen. Achte immer darauf dass dich das irdische nicht von Gott abhält und dich zu guter Lest wegführt. Deine Schätze liegen im Himmelreich für dich bereit, strecke dich mit allen deinem Sein nach Gott aus. Strecke dich nach Heiligkeit aus, den dein Gott ist Heilig. Achte darauf das dein irdischer Besitzt nicht einengt und dich davon abhält nach Gottes Willen zu trachten und zu leben.
  2. Die Prediger sollen sich ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren. Sie sollen unterwegs niemand begrüßen. Das geht auf eine Anweisung zurück, die Elisa Gehasi gab(2Kön4, 29). Es handelt sich dabei nicht um eine Anweisung zur Unhöflichkeit; der Hinweis besagt lediglich, dass der Mann Gottes sich nicht mit nebensächlichen Dingen aufhalten soll, solange größere Aufgaben auf ihn warten. Auch für dich soll Jesus Christus der Mittelpunkt deines Lebens und Handelns sein. Daraus sollen sich deine Entscheidungen und deine Wege ergeben, sie sollen Gott geführt sein, durch den Heiligen Geist. Achte immer darauf dass dein Handeln, Gott die Ehre gibt und gibt es Gott nicht die Ehre dann lasse es sein.
  3. Der Prediger darf aus seinem Wirken keinen Vorteil für sich herausschlagen. Er soll essen, was ihm vorgesetzt wird; er soll nicht von Haus zu Haus ziehen, um sich die beste und angenehmste Unterkunft auszusuchen. Es dauerte gar nicht lange, da gab es bereits Schmarotzer in der Gemeinde Gottes. Achte immer darauf, welchen Herrn ein Prediger dient, den schnöden Mammon oder Gott, denn er kann nur einen Herren dienen(Mt6, 24) Etwa um das Jahr 100 n. Chr. Gab die Kirche unter dem Titel „Die Lehre der zwölf Apostel“ das erste Buch mit Verhaltensregeln heraus. Damals wanderten Propheten von Stadt zu Stadt. In diesem Buch nun wurde genau festgelegt, dass jeder Prophet, der länger als drei Tage an einem Ort weile, ohne zu arbeiten, ein falscher Prophet sei; ebenso sei jeder, der im Namen des Heiligen Geistes um Geld oder eine Mahlzeit bitte, eine falscher Prophet! Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert, doch soll der Diener des Gekreuzigten niemals auf ein Wohlleben bedacht sein. Jesus alleine soll der Mittelpunkt deines Lebens sein, alles andere wird dir zufallen. Strecke dich mit dein ganzen Wollen und handeln, nach sein Reich und seiner Herrlichkeit aus(Mt6, 33).
  4. Von dem, der Gottes Wort hört, heißt es an dieser Stelle, er nehme damit eine große Verantwortung auf sich. Jeder Mensch wird einmal danach beurteilt werden, ob er die ihm gebotenen Chancen, etwas zu erfahren, auch wahrgenommen hat. Einem Kind billigen wir manches zu, was wir an einem Erwachsenen verurteilten; wir verzeihen dem Angehörigen eines Naturvolkes etwas, wofür wir einen zivilisierten Menschen bestrafen würden. Jedes Vorrecht bringt gesteigerte Verantwortung.
  5. Gottes Anruf zurückzuweisen, ist etwas Schreckliches. Jede Verheißung Gottes kann für den Menschen, der sie gehört hat, zugleich seine Verdammung bedeuten. Wenn er diese Verheißungen anerkennt, sind sie für ihn die größte Herrlichkeit; doch wer sie hört und nicht annimmt, wird einst gegen sich selbst als Zeuge auftreten müssen. Du hast in allem einen freien Willen, es liegt an dir, wie du dich entscheidest. Gott will deine Liebe aus eigener Entscheidung, er hat dich in allem zuerst geliebt, ob du seine Liebe erwiderst liegt an dir allein.

Jesus weist nochmals daraufhin, dass das „Reich Gottes“ seine äußerste Autorität, Macht, Pläne und Absichten auf der Erde und bis in Ewigkeit, stark mit der Heilung der Kranken einhergeht. Deine Treue in allem stellt dich vor eine große Aufgabe und Verantwortung. Bist du im Kleinsten treu, bist du auch im Großen treu; und wenn du im Kleinsten ungerecht bist, bist du auch im Großen ungerecht. Sei du ein gutes Zeugnis für deinen Gott auf dieser Welt, denke immer daran du bist ein Botschafter an Jesu statt, Maranatha!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

 

 

 

Andacht vom 22. September 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erlebnisreichen Tag in den Armen Jesus. Die Früchte Gottes sollen in dir und deinen Tagesablauf Gestalt gewinnen. Die Menschen sollen an dir sehen wer Jesus Christus ist. Lobe und Preise seinen wunderbaren Namen des Herrn unentwegt!

Dein Schuldschein ist getilgt!

Kolosser 2, 14
Kol 2,14 Zerrissen hat er den Schuldschein, der aufgrund der Vereinbarungen gegen uns sprach und uns belastete. Er hat ihn aus dem Weg geräumt, indem er ihn ans Kreuz heftete.

Auf Grund der Vereinbarungen gegen uns sprach und uns belastete. Das bezieht sich auf das mosaische Gesetz (d.h. das Gesetz das Gott Israel durch den Propheten/Leiter Moses gegeben hat). Es enthielt massgebliche Verhaltensregeln, vermochte jedoch nicht, Leben zu schaffen oder die Kraft zu geben, Gott zu gehorchen (Gal3, 21). Im Grunde genommen legten die Gebote nur unsere Vergehen gegen Gott bloss und zeigte unsere menschliche Unfähigkeit Gottes perfekten Massstab gerecht zu werden (Röm7, 7). Jedes Mal wenn du versuchst aus Werken gerecht zu werden, bist du wieder unter dem Gesetzt, du fällst damit aus der Gnade Gottes. Dadurch machst du das Opfer Jesus Christus überflüssig, weil du es nicht annimmst. Was versuchst du dir zu erkaufen, was versuchst du dir zu erarbeiten? Es ist vergebliche Mühe, denn durch das Gesetz wirst du die Freiheit nicht erlangen. Versuche nicht, nachdem du die Freiheit Christi gespürt hast, durch das Gesetz gerecht zu werden. Nehme die Freiheit Jesus Christus für dich an und lebe in dieser Freiheit. Stelle dich und andere niemals unter das Gesetz, denn auch für deinen Nächsten ist der Schuldschein getilgt.

Der Alte Bund, bei dem man anhand von Geboten und Opfern eine Beziehung zu Gott aufrechthielt, ist ans Kreuz genagelt worden, weil Christus das Gesetz vollkommen erfüllt hat und zum vollkommenen Opfer geworden ist, das ein für alle Mal gültig ist. Dadurch hat Gott einen besseren Bund etabliert, durch das Leben Christi und die Kraft seines Geistes (2Kor3, 6-9; Hebr8, 6-13; 10, 16-17. 29; 12, 24).

Gott hat die Anklage des Gesetzes für Menschen aufgehoben, die auf Christus im Glauben reagieren, seine Vergebung annehmen und sich ihm ausliefern. Das heisst nicht, dass Gottes Gesetze und Gebote überflüssig geworden sind (vgl. Röm7, 12. 16; 1Tim1, 8).

Sie entlarven immer noch die Sünde und zeigen Menschen, dass sie Christus brauchen. Denn ohne Jesus Christus wird kein Mensch das Gesetz erfüllen, denn brichst du ein Gebot, brichst du das ganze Gesetz. Du brauchst Jesus Christus, denn er hat für dich das Gesetz erfüllt, damit du frei sein kannst. Bist du in ihn, wirst auch du, durch ihn das Gesetz erfüllen.
Zusätzlich sind Gottes Gebote und Moralmassstäbe auch noch für dich und alle Christen gültig. Der Unterschied liegt darin, dass Du durch den Heiligen Geist die Kraft hast, den „Rechtsanspruch des Gesetzes“ zu erfüllen“ (Röm8, 4), nicht um Errettung oder Gunst bei Gott zu gewinnen, sondern um ihm deine Liebe und Dankbarkeit zu zeigen.
Bist du im Heiligen Geist, bist du in Jesus Christus, wirst du das Gesetz nicht brechen, denn im Geist kannst du nicht sündigen, der Geist Gottes ist frei von jeder Sünde. Sündigen tust du nur aus dir heraus, aus deinem Fleisch. Lebe im Geist, bitte den Heiligen Geist dich durch den Tag zu begleiten und habe ein dankbares Herz, dass er für dich das Gesetz erfüllt hat. Du aus dir heraus würdest das Gesetz niemals erfüllen, denn wenn du das könntest, hätte Jesus Christus sich nicht für dich opfern müssen.

Zeige deine Dankbarkeit, durch Heiligkeit, Gott ist Heilig, so sei auch du Heilig allezeit. Dein höchstes Ziel sollte Heiligkeit sein, damit die Menschen an dir sehen können, wer Jesus Christus ist und was er für dich getan hat. Bitte den Heiligen Geist dir zu helfen mit der Sünde zu brechen, er wird dir helfen. Lasse dich nicht vom Teufel verklagen, er hat kein Anrecht dazu, denn dein Schuldschein ist getilgt.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 21. September 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag in den Armen Jesus. Geniesse die Liebe Gottes in deinem Leben, lasse sie zu und nehme sie an. Du bist ein wundervoller Mensch, Gotte hat dich einzigartig geschaffen!

In ihm bist du begraben worden in der Taufe, durch sein Blut bist du Frei!

Kolosser 2, 12
indem ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.

Für dich als Christ stellt die Wassertaue eine Identifizierung mit Christus dar. Die „Taufe“ bedeutet buchstäblich, „untergetaucht“ zu werden und versinnbildlich geistliche Reinigung.
Sie ist ein sichtbarer Akt, der eine innere, geistliche Realität darstellt.

Wenn du Gottes Gabe der Vergebung und Errettung für dich angenommen hast, kannst du dich mit der Taufe öffentlich mit Jesus Christus in seinen Tod und seinem Begräbnis identifizieren (symbolisiert durch das Untertauchen) und bist somit auch in Jesus Auferstehungsleben mit ihm vereint (Röm6, 4-5). Wenn die Taufe von aufrichtigem Herzen und Glauben begleitet wird, ist sie ein Zeichen dafür, dass du die Sünde von dir gewiesen hast und dich Christus ganz hingeben hast.
Diese Hingabe führt zu einem beständigen Fluss der Gnade Gottes (d.h. seiner unverdienten Gunst, Liebe und befähigten Kraft) und seines Lebens zu dir (Apg22, 16). So sicher Christus von den Toten auferstanden ist, so wirst du als sein wahrer Jünger die Kraft haben, ein neues Leben zu führen (Röm6, 5). Hierbei wird der Heilige Geist, dich in allem Leiten und Führen, wenn du ihn darum bittest. Er wird dir helfen ein Leben in Heiligkeit zu führen, denn Gott ist Heilig so sei auch du Heilig. Die Taufe ist ein öffentliches Zeugnis dafür, das Gott dir vergeben und dich geistlich erneuert hat. Sie drückt deinen Entschluss aus, dein früheres Leben aufzugeben, dass du dich Gott nicht länger widersetzt und dass du dich 100% mit Sache Jesus Christus identifizierst. Es ist ein fester Glaubensschritt den du gehst, du folgst damit eine Aufforderung Jesus Christus, Jesus möchte dass du dich taufen lässt. Somit ist es ein Gehorsamsschritt, der aber nicht Heilsentscheidend ist.

Die Taufe ist wie eine Kampfansage an den Teufel, du bekennst vor allen Menschen und den Teufel und seinen Legionen dass du ein gerettetes Kind Gottes bist. Sei dir Gewiss du wirst als Sieger aus diesen Kampf hervorgehen, denn du bist ein geliebtes Kind Gottes. Du bist Sieger in Jesus Christus, denn er hat diesen Kampf schon für dich gekämpft, du stehst unter dem Schutz seines kostbaren Blutes.

Bekenne den Sieg Jesus und seinem Blut über dein Leben. Deine Tür des Lebens ist gekennzeichnet mit dem Blut Jesus Christus. Stelle dich unter den Schutz seines Blutes und folge seinen Wegen für dein Leben und du wirst bis zum Ende aller Tage siegreich durch dein Leben gehen.
Bekenne das Blut Jesus Christus, denn das Blut Jesus Christi hat Kraft.

Folgendes bewirkte Jesus Christus durch sein Blut, darum ist dieses Blut so kostbar und wichtig es immer wieder zu bekennen. Sein Blut bietet dir Vergebung deiner Sünden und die von allen Menschen, die von ihren eigenen Wegen umkehren und an Christus glauben (Mt26, 28). Folge den Wegen Gottes für dein Leben und das Blut Jesus, wird dich erneuern, du bist eine neue Kreatur. Wenn du sein Blut bekennst zeigst du Satan somit eine Art Stoppschild, du sagst damit „halt hier geht es für dich nicht weiter“. Denn durch sein Blut bist du und alle wahren Gläubigen erlöst (d.h. er rettet und löst) aus der Kontrolle Satans und der bösen Mächte, du hast somit sein Hoheitsgebiet verlassen (Apg20, 28; Eph1, 7; 1Petr1, 18-19; Off5, 9; 12, 11). Du bist durch das Blut Jesus Christus ein Königskind und lebst unter dem Schutz des Höchstens, der König, der Könige.
Durch sein Blut bist du und alle wahren Gläubigen gerechtfertigt (d.h. er spricht dich vor Gott gerecht). Sein Blut reinigt dein Gewissen von aller Schuld, sodass du Gott in völliger Heilsgewissheit dienen kannst (Hebr9, 14; 10, 22; 13, 18). Das Alte ist vergangen, das Neue ist geboren, du kannst dir sicher sein du bist errettet, wenn du auf den Spuren Jesus Christus bis zum Schluss bleibst.

Sein Blut heiligt Gottes Volk (d.h. reinigt, läutert, entwickelt, sondert es aus zum Dienst für Gott; Hebr13, 12; 1Joh1, 7-10). Du hast Autorität und Vollmachte Jesus Christus hier auf dieser Welt, du bist mit allem ausgerüstet was du zum Siegen benötigst. Gott ist mit dir, wer soll gegen dich sein.
Sein Blut öffnet dir und allen Nachfolgern den direkten Zugang zu Gott durch Christus, um Gnade, Barmherzigkeit; Hilfe und Errettung zu finden (Hebr7, 25; 10, 19; Eph2, 13. 18). Sein Blut ist deine Garantie für alle Verheissungen des Neuen Bundes (Hebr10, 29; 13, 20; Mt26, 28; 1Kor11, 25). Die rettende, widerherstellende und reinigende Macht des Blut Christi wird dir ständig zuteil, wenn du durch den Glauben an Christus zu Gott kommst (Hebr7, 25; 10, 22; 1Joh1, 7).

Lobe und Preise seinen wunderbaren Namen und danke ihm allezeit für sein kostbares Blut, was er für dich vergossen hat. Bekenne über dein Leben das Blut Jesus, seinen Sieg am Kreuz und du wirst deinen Tag siegreich verbringen.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 20. September 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Der Frieden Gotts soll dich in deinem Herzen begleiten. Wenn es an dir liegt halte Frieden mit jedermann!

Beschneidung die in Christus geschieht!

Kolosser 2,11
In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die ohne Hände geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung Christi,

Beschneidung bedeutet, die Vorhaut des Penis abzuschneiden.
Gott führte diesen körperlichen Eingriff zunächst als Bestätigung seiner Verheissung ein, dass er Abrahams Nachkommen zu einem grossen Volk machen wollte. Später diente die Beschneidung dann als Zeichen dafür, dass Israel seinen Bund mit ihnen angenommen hatte.
Sie symbolisiert das wegschneiden bzw. die Trennung von allen Bösen, aller Gottlosigkeit und allem unheiligen in der Welt. Mit der Zeit fingen die Juden an, die Beschneidung als Garant für Gottes Gunst anzusehen. Ursprünglich sollte das Gesetz ihnen zum Vorteil dienen, doch nun diente es nur zur ihrer Verurteilung, weil sie den Geist und der ursprünglichen Bedeutung hinter dem Gesetz widerstanden.

Das wahre Zeichen der Zughörigkeit zu Gott ist kein körperliches Merkmal, sondern das innere Werk des Heiligen Geistes, das dein Herz als Gläubiger verwandeln kann. Du als Gläubiger unter dem Neuen Bund (d.h. Gottes Plan der Errettung und seiner erneuerten Beziehung mit Menschen durch das Leben und Opfer seine Sohnes Jesu Christi) hast eine geistliche Beschneidung erlebt, die das Ablegen deiner sündhaften Natur symbolisiert. Eine solche Beschneidung ist ein geistlicher Akt, durch den Christus deine alter Natur wegschneidet, die sich gegen Gott aufgelehnt hatte, und dir ein neues geistliches Leben gibt, das sich durch dieselbe lebensverwandelnde Kraft auszeichnet, die Jesus von den Toten auferweckt hat (Kol 2, 12-13). Es ist eine Beschneidung des Herzens (Dtn 10, 16; 30, 6; Jer4m 4; 9, 25). Durch ein neues Herz kannst du eine persönliche Beziehung zu Gott haben und an seinen Absichten teilnehmen.
Dieses innere Werk des Geistes Gottes befähigt dich als Christ ausserdem, in geistlicher Reinheit zu leben, dich von der Sünde zu trennen und dich Gott ganz hinzugeben (vgl. Dtn10, 16; Jer4, 4; 2Petr1, 49), was mit Heiligkeit gemeint ist. Das ist das wahre Zeichen, dass du unter den Neuen Bund lebst, unter dem „Lebensabkommen“ Gottes das Gott mit dir geschlossen hat, wenn du dein Glauben auf ihn setzt, basierend auf dem Leben und Opfer seines Sohnes Jesus Christus. In deinem ganzen Leben wird der Neue Bund sichtbar werden, die Menschen in deinem Umfeld werden deine Veränderungen bemerken. Jesus Christus wird in deinem Leben sichtbar sein, für alle. Du wirst abnehmen und Jesus Christus wird in dir zunehmen, das ist die wahre Beschneidung Gottes.
Jeremia prophezeite, dass Gott irgendwann in der Zukunft (von seinem Standpunkt der Geschichte betrachtet) einen Neuen Bund, einem besseren Bund, mit seinem Volk schliessen würde (siehe Jer31, 31-34; vgl. Röm7; Hebr8, 8-12). Er würde im Herzen der Menschen verinnerlicht werden: „ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben“ (Hebr8, 10). Gottes Massstäbe und sein Charakter würden in seinen Nachfolger durch die Gegenwart und Kraft es Heiligen Geistes verwirklicht werden, der ihnen ein neues Herz geben würde, damit sie Gott begeistert lieben, freudig seine Massstäbe befolgen und leidenschaftlich seine Absichten erfüllen (vgl. Ez11, 19-20).

Der Neue Bund würde persönlich sein: „Denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bist zu Grössten unter ihnen“ (Hebr8, 11). Gott zu kennen ist eine gemeinschaftliche Erfahrung und zugleich die persönliche Erkenntnis jedes Einzelnen, der Christus angenommen hat und endschlossen ist, ihm nachzufolgen. Als dein Hoher Priester hat Christus sein eigenes Blut dargebracht, um dir den direkten Zugang zu Gottes Gegenwart im Allerheiligsten zu ermöglichen (Hebr4, 16; 7, 25; 10, 19-22; vgl. 12, 22-24). Wenn du in eine persönliche Beziehung zu Gott eintrittst, wirst du sogar sein Kind (Röm8, 15-16). Du bist kein Stief- oder Pflegekind Gottes, nein Gott nennt sich dein Kind, du bist ein Königskind.

Der Neue Bund würde das Problem der Sünde grundlegend überwinden: „Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten, und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeit werde ich nicht mehr gedenken“ (Hebr8, 12). Wenn du das Opfer Jesus Christi für dich selbst annimmst und dein Leben ihn anvertraust, erfährst du die volle Realität der Vergebung durch ein befreiendes und reines Gewissen (vgl. Hebr9, 14). Während das Blut von Tieren nur eine vorübergehende „Bedeckung“ für die Sünden bewirken konnte, kann das Blut Christi die Sünde vollständig beseitigen und ihre Macht in deinen Leben brechen (Röm7, 25-8, 1ff; vgl. 1Kor15, 56). So verurteilt die Sünde nicht mehr dich, sondern Christus verurteilt durch sein Opfer die Sünde (Röm8, 3).
Der Neue Bund bietet eine grössere und persönliche Erfahrung der inneren Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes (Joe3, 1; Apg1, 5. 8; 2, 16-17. 33. 38-39; Röm8, 14-15. 26).
Du bist Teilhaber des Neuen Bundes, indem du an Jesus Christus glaubst und dein Leben ihm hingibst, du empfängst den reichen Segen und die vollständige Errettung dieses Bundes nur, wenn du im Glauben und Gehorsam bleibst (Hebr3, 6). Wenn du ohne Glauben bist und dich von Gott abwendest, bist du vom Segen des Bundes ausgeschlossen (Heb3, 18).

Lebe von nun an in diesem Neuen Bund mit Gott, lasse dich an deinem Herzen beschneiden. Verändere dich kontinuierlich, du sollt abnehmen, damit Jesus Christus in dir allezeit zunehmen kann. Gebe dich Gott mit ganzem Herzen und ganzem Verstand hin, ja es bedarf auch immer wieder deiner Entscheidung, immer wieder ist dein Ja zu Jesus notwendig. Bitte den Heiligen Geist dir in allem zu helfen, er wird dir die Kraft geben die du brauchst. Bist du schwach, wird er dir mächtig helfen, denn Gott wirkt in den schwachen. Lege alles ab, was dich daran hintern will, deinem Gott näher zu kommen.
Gott möchte echte und wahre Hingabe, er will dein Herz und deine Liebe.

Jetzt liegt es an dir, bist du bereit?

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)

Andacht vom 19. September 2016

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Start in die neue Wochen. Der Herr segne deine Hände Arbeit und alles du tust! Gehe voran, sei Mutig und Stark, der Herr ist bei dir auf allen deinen Wegen!

Sei wachsam allezeit!
Kolosser 2, 8
Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Grundsätzen der Welt und nicht nach Christus.

Paulus schärft dir ein, dich vor allen Philosophien, Religionen und Traditionen in Acht zu nehmen, die betonen, dass Menschen unabhängig von Gott und seiner in der Bibel aufgeschriebenen Offenbarung sein können. Diese Warnung gilt auch für dich heute noch, sei wachsam allzeit, höre nicht auf ihre süßen, lieblichen Worte. Diese Worte haben nur ein Ziel, dich von Gott wegzuführen, höre nicht auf sie, ihr Weg führt in den Tod. Denn alles was nicht in und aus Gott ist, ist im Tod. Sicher hören sich ihre Worte in den Moment wo du Trost und Hilfe brauchst, für dich gut an, für eine kurze Weile helfen sie dir auch. Aber das gilt nur hier in dieser Zeitrechnung, die Ewigkeit mit Gott wirst du nicht erleben wenn du ihnen folgst.
Ruhe in Gott, glaube seinen Verheissungen für dein Leben, dann wirst du für ihre Verführungen nicht anfällig sein. Denn wenn du in Gott ruhst, bewegst du dich in der Komfortzone Gottes und du bist kein suchender, denn dann hast du gefunden.

Eine der grössten philosophischen Bedrohungen des wahren, Bibel-fundierten- Christentums ist heutzutage der „säkulare Humanismus“ (Humanismus ein Gedenksystem, das auf die angeblich positiven Werte, Eigenschaften und Verhaltensweisen der Menschen baut, anstatt auf übernatürliche Autorität). In säkularer (d.h. weltlicher, nicht geistlicher) Bildung, Regierung und der Gesellschaft allgemein ist Humanismus zur grundlegenden Philosophie (d.h. Idee, Weltanschauung, Glauben, Wertesystem, Lebensweise und zum Religionsersatz geworden. Auch in den Nachrichten- und Unterhaltungsmedien ist er zum allgemein akzeptierten Standpunkt geworden. Ja man könnte sagen der säkulare Humanismus ist die einhaltliche Weltreligion geworden, alle können sich mit ihr arrangieren, leider erhält sie auch immer mehr Einfluss in den Gemeinenden/Kirchen, somit wird der wahre Glauben immer mehr liberalisiert. Sei allezeit wachsam, bete und bitte den Heiligen Geist dich zu schützen, lebe eng am Wort Gottes und prüfe alles.

Was lehrt die Philosophie des Humanismus?
Sie lehrt, dass die Menschheit, das Universum und die gesamte Existenz nur aus Materie und Energie bestehen, die durch physikalischen Naturkräfte und unpersönlichen Zufall ihre gegenwärtige Form angenommen hat. Habe du mit diesen Lehren nichts gemein, den sie hebelt hier schon die Existenz Gottes aus. Ich habe letztens einen Bericht gesehen, wo eine an Christus glaubende christliche Gemeinde die Lehre Gottes, mit der Lehre des Humanismus für sich in Einklang gebracht hat und dieses gelehrt hat. Sei allezeit wachsam, bitte den Heiligen Geist dich zu warnen.
Sie lehren, dass die Menschen nicht von einem persönlichen Gott geschaffen wurden, sondern das Produkt eines willkürlichen Evolutionsprozesses ist (d.h. der Prozess, bei dem sich alle höheren Lebewesen durch Veränderung in den Genen aus weniger komplexen Lebensformen entwickelt haben. Sie verwirft den Glauben an einen persönlichen, allmächtigen und unendlichen (d.h. ohne Anfang oder Ende) Gott und verneint, dass die Biel die von Gott inspirierte Offenbarung Gottes an die Menschheit ist. Ich finden auch wenn die wahren Christen dieses natürlich niemals anzweifeln würden, trotzdem den Humanistischen Ansatz unterstützen, weil Gott als Schöpfer von allen, zu wenig verherrlicht wird. Ihm wird zu wenig die Ehre für alles gegeben. Gott ist der Schöpfer aller Dinge und allen Lebens, ihm gebührt die Ehre in allen. Wir Christen schweigen zu viel und damit unterstützen wir den Humanistischen Ansatz. Wir erheben zu wenig unsere Stimme in dieser Welt, gegen das was zurzeit geschieht. Abtreibung, Menschen bestimmen über Leben und Tod, Leben schaffen aus Genmaterial, Tierische und menschliche Gene kreuzen, Homo Ehen etc, all das entspringt den Humanistischen Gedanken. Wir dürfen diesen Gedanken nicht unterstützen, gehe hinaus und erzähle den Menschen von unseren Schöpfer Gott. Berichte ihnen von Jesus Christus und was er für dich und für sie getan hat. Auch du warst ein wie sie, beraube sie nicht der Chance die Wahrheit kennenzulernen.

Der Humanismus behauptet, dass Erkenntnis nur durch menschliche Enddeckungen entsteht und dass korrekte Ethik (d.h. „moralische“ Prinzipien, Werte und Normen) in der Gesellschaft durch menschliches Denkvermögen bestimmt wird. Dadurch macht sich der Mensch selbst zur höchsten Autorität. Schaue die Gesetze unserer Zeit an, früher entsprangen viele Gesetze auf der Grundlage der Bibel, heute ist es der Humanismus auf dessen Grundlage unsere Gesetze sich berufen. Wir Christen haben in der heutigen Zeit keine oder nur noch wenig Lobby. Wir müssen hinausgehen und unseren Mund öffnen, hinausgehen und das Evangelium verkündigen. Wir schweigen zu viel, klar beten wir viel hinter verschlossenen Türen, aber wir müssen auch raus gehen, Gott braucht eine Lobby, sei sein Sprachrohr und öffne deinen Mund. Wir beschweren uns lautstark, dass der Islam immer größer und stärker wird, stellen uns selber aber nicht der Öffentlichkeit. Gehe hinaus und verkündige den Menschen dieser Welt, dass Evangelium, sie kennen es nicht, Gott sagt zu dir: „gehe hinaus und verkündige des Evangelium aller Kreatur“(Lk 14, 23). Lasse das was du verkündigst auch in deinem Leben sichtbar werden, denn dadurch bekommen sie Sicherheit, deinen Worten zu glauben.

Der Humanismus behauptet, dass Erkenntnis nur durch menschliche Entdeckungen entsteht und dass korrekte Ethik (d.h. „moralische“ Prinzipien, Werte und Normen) in der Gesellschaft durch menschliches Denkvermögen bestimmt wird. Dadurch macht sich der Mensch selbst zur höchsten Autorität. Wie oft enden unsere Gebete am Ende unseres Denkvermögens, wenn wir ehrlich sind trauen wir Gott nicht wirklich viel zu. Wir beten zwar, tun aber dann alles aus eigener Kraft und wenn wir versagen, klagen wir Gott an, dass er unsere Gebete nicht erhört hat. Ist das Glauben? Nein es ist Humanismus! Räume Gott den Platz in deinen Leben ein, den ihm gebührt. Gebe ihm die Ehre in allem, lasse Gott endlich Gott sein in deinem Leben. Gott ist größer als alles menschliche Denken auf dieser Erde zusammen. Dort wo deine Kräfte aufhören, beginnt er zu handeln, gebe ihm den Raum in deinem Leben, den ihm gebührt, damit er sich verherrlichen kann.
Der Humanismus möchte menschliches Verhalten positiv verändern. Das versucht sie durch Bildung, Wirtschaftspolitik, Organisation, Umverteilung von Mitteln, moderne Psychologie und menschliche Weisheit.

Sie lehrt das moralische Massstäbe nicht absolut sind (d.h. nicht auf alle Menschen, in allen Situationen und zu allen Zeiten wahr und anwendbar), sondern relativ (d.h. abhängig von den Meinungen und Umständen der entsprechenden Menschen), Verhaltensmasstäben werden danach bestimmt was Menschen glücklich macht, ihnen Vergnügen bereitet oder was die Leiter der Gesellschaft für gut befinden.

Folglich werden biblische Wert und Moralvorstellungen (d.h. Massstäbe für gut und Böse, Wahrheit und Irrtum) abgelehnt. Menschliche Selbsterfüllung, Befriedigung und Vergnügungen sind das höchste Gut im Leben. Menschen sollen mit den Tod und den Schwierigkeiten des Lebens selbst zurechtkommen ohne Gott. Sei mal ganz ehrlich zu dir selbst, findest du dich hier nicht wieder, wieviel Humanismus hast sich schon in deinem Glaubensleben etabliert?
Sei ehrlich zu dir und Gott, tue Busse und kehre um von deinen Wegen. Gott wird dir vergeben, noch mehr, er wird dich segnen.

Die Philosophie des Humanismus begann mit Satan und ist ein Ausdruck der Lüge Satans, dass Menschen wie Gott sein können (Gen3, 5) Die Bibel beschreibt Humanismus so: „Sie tauschten die Wahrheit Gottes gegen die Lüge und huldigten und dienten dem Geschöpf statt den Schöpfer“ (Röm1, 25). Verkenne die Gefahr des Humanismus nicht, nehme sie bitte nicht auf die leichte Schulter, sondern werde wach und stehe auf. Alle christlichen Leiter, Pastoren und Eltern sollten das Beste tun, um ihre Söhne, Töchter und andere, die in ihrer Obhut stehen, vor humanistischer Lehre bewahren. Sie ist eine Gefahr die sich immer mehr in den Köpfen und Herzen der Menschen ausbreitet. Unsere Kinder sind die erwachsenen von morgen, die unser Land in der nächsten Generation prägen. Die Irrtümer der Humanismus müssen aufgedeckt werden und wir müssen unseren Kindern eine göttliche Verachtung (d.h. Hass, Abscheu) gegenüber den destruktiven Einfluss des Humanismus beibringen.

Aber damit keine dann sozusagen im Luftleeren Raum hängen bleibt, sollten wir unsere Kinder in der Wahrheit der Offenbarung Gottes unterweisen die in der Bibel zu finden ist (Röm1, 20-32; Kor10, 3-5; 2Tim3, 1-19; Jud1, 4-20, 1Kor1, 20; 2Petr2, 19).
Bete täglich für einen wachsamen Geist, bete für die Gabe der Geister Unterscheidung. Beziehe den Heiligen Geist immer und überall mit in dein Leben mit ein.

Gottes Schutz, Segen und Frieden
Euer Pastor Thorsten Wurm
Euer Pastor Lionheart