{"id":2121,"date":"2017-06-13T00:26:41","date_gmt":"2017-06-12T22:26:41","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=2121"},"modified":"2018-09-14T14:24:41","modified_gmt":"2018-09-14T12:24:41","slug":"andacht-vom-13-juni-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=2121","title":{"rendered":"Andacht vom 13. Juni 2017"},"content":{"rendered":"<p>Der Herr segne dich und beh\u00fcte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig; der Herr hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden. Der Frieden Gottes soll dich allezeit begleiten und an jedem Ort bei dir sein. Behandle alle Menschen so wie du auch behandelt werden willst!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Freue dich im Herrn allezeit! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Apostelgeschichte 5, 34-42<\/strong>\n<strong>Da stand aber auf im Rat ein Pharis\u00e4er mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, in Ehren gehalten vor allem Volk, und hie\u00df die Apostel ein wenig hinaustun<\/strong>\n<strong>und sprach zu ihnen: Ihr M\u00e4nner von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt.<\/strong>\n<strong>Vor diesen Tagen stand auf Theudas und gab vor, er w\u00e4re etwas, und hingen an ihm eine Zahl M\u00e4nner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreut und zunichte geworden.<\/strong>\n<strong>Darnach stand auf Judas aus Galil\u00e4a in den Tagen der Sch\u00e4tzung und machte viel Volks abf\u00e4llig ihm nach; und der ist auch umgekommen, und alle, die ihm zufielen sind zerstreut.<\/strong>\n<strong>Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen;<\/strong>\n<strong>ist's aber aus Gott, so k\u00f6nnet ihr's nicht d\u00e4mpfen; auf das ihr nicht erfunden werdet als die wider Gott streiten wollen.<\/strong>\n<strong>Da fielen sie ihm zu und riefen die Apostel, st\u00e4upten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht Reden in dem Namen Jesu, und lie\u00dfen sie gehen.<\/strong>\n<strong>Sie gingen aber fr\u00f6hlich von des Rats Angesicht, da\u00df sie w\u00fcrdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden,<\/strong>\n<strong>und h\u00f6rten nicht auf, alle Tage im Tempel und hin und her in H\u00e4usern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.<\/strong><\/pre>\n<p>Als die Apostel zum zweiten Mal vor den Hohen Rat traten, fanden sie einen unerwarteten Helfer. Gamaliel war ein Pharis\u00e4er.<\/p>\n<p>Zwischen den Sadduz\u00e4ern und den Pharis\u00e4ern bestand ein grundlegender Unterschied. Die Sadduz\u00e4er waren reiche Priester, die mit den R\u00f6mern Hand in Hand arbeiteten, sie waren stets darauf bedacht, dass ihre Macht und ihr Ansehen keine Einbu\u00dfe erlitten. Die Pharis\u00e4er dagegen besa\u00dfen keinen politischen Ehrgeiz. Das Wort Pharis\u00e4er hei\u00dft w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt \u201edie Abgesonderten\u201c. Die Pharis\u00e4er hatten sich ganz aus dem Alltagsleben zur\u00fcckgezogen, um sich stattdessen der Einhaltung der Gesetze bis in die geringf\u00fcgigsten Einzelheiten widmen zu k\u00f6nnen. Es hat zu keiner Zeit mehr als sechshundert Pharis\u00e4er gegeben, die wegen ihres strengen Lebenswandels hochgeachtete M\u00e4nner waren.<\/p>\n<p>Gamaliel genoss jedoch nicht nur Hochachtung, er wurde auch geliebt. Er war ein g\u00fctiger Mann, der weit toleranter war als seine Kollegen. So geh\u00f6rte er zum Beispiel zu den sehr wenigen Pharis\u00e4ern, die die griechische Kultur und Literatur nicht f\u00fcr s\u00fcndig und verboten hielten. Er geh\u00f6rte zu den wenigen M\u00e4nnern, denen der Ehrentitel \u201eRabban\u201c verliehen worden war. Die Menschen nannten ihn \u201eDie Zierde des Gesetzes\u201c. Nach seinem Tode sagten die Leute: \u201eSeit Rabban Gamaliel gestorben ist, gibt es keine Achtung vor dem Gesetz mehr und mit ihm sind Lauterkeit und Enthaltsamkeit dahingeschwungen\u201c:<\/p>\n<p>Als der Hohe Rat drauf und dran war, mit Gewalt gegen die Apostel vorzugehen, griff er ein. Nach Auffassung der Pharis\u00e4er schlossen Schicksal und freier Wille einander nicht aus. Obwohl sie glaubten, dass alle Dinge bei Gott l\u00e4gen, glaubten sie dennoch, dass der Mensch f\u00fcr seine Handlungen verantwortlich sei. \u201eAlles ist zwar vorherbestimmt\u201c, sagten sie, \u201eaber dennoch bleibt die Freiheit der Wahl bestehen\u201c. Weiter sagten sie: \u201eAlles geschieht nach dem Ratschluss Gottes, mit Ausnahme der Gottesfurcht\u201c. Gamaliel vertrat daher den Standpunkt, der Hohe Rat sollte sich vorsehen, dass er seine Willensfreiheit nicht gegen Gott missbrauchte.<\/p>\n<p>Er setzte sich mit der Begr\u00fcndung f\u00fcr die Apostel ein, dass ihrer Sache, sofern sie nicht von Gott sei, ohnehin kein Erfolg beschieden sein werde. Daf\u00fcr nannte er zwei Beispiele. Als erstes f\u00fchrte er Theudas an. Zu jener Zeit tauchten in Pal\u00e4stina in rascher Folge Unruhestifter auf, die sich als Befreier ihrer Heimat und zeitweilig sogar als Messias bezeichnete. Wir wissen nicht, wer dieser Theudas war. Einige Jahre sp\u00e4ter hat es einen Theudas gegeben, der eine Schar Menschen mit dem Versprechen an den Jordan lockte, er verm\u00f6ge das Wasser zu teilen, so dass sie trockenen Fu\u00dfes hin\u00fcbergehen k\u00f6nnten. Ihm und seiner Erhebung wurde ein schnelles Ende bereitet. Der Name Theudas kam h\u00e4ufig vor, und zweifellos hat es sich bei dem von Gamaliel angef\u00fchrten Mann dieses Namens um einen anderen Unruhestifter gehandelt.<\/p>\n<p>Judas hatte zur Zeit der Volksz\u00e4hlung rebelliert, die im Jahre 6 vor Christus vom Statthalter Quirinius durchgef\u00fchrt worden war. Volksz\u00e4hlungen erfolgten zum Zweck der Steuererhebung. Judas war ein Fanatiker, der den Standpunkt vertrat, Gott sei der K\u00f6nig des Volkes Israels; ihm allein seien die Juden tributpflichtig; jede andere Besteuerung sei gottlos und ihr Folge zu leisten sei Gottesl\u00e4sterung. Er versuchte, einen Umsturz herbeizuf\u00fchren, doch das Unternehmen schlug fehl.<\/p>\n<p>Gamaliel zitierte diese Beispiele, um den M\u00e4nnern des Hohen Rats klarzumachen, dass diese Sache ebenfalls fehlschlagen werde, wenn sie nicht von Gott komme; sei sie jedoch von Gott, dann verm\u00f6ge nichts ihr Einhalt zu gebieten. Sollte der Hohe Rat es dennoch versuchen, dann bedeutete das, sich Gott zu widersetzen. Der Hohe Rat h\u00f6rte auf Gamaliel. Den J\u00fcngern wurde lediglich ein zweites Mal gedroht, bevor man sie gehen lie\u00df.<\/p>\n<p>Die Apostel waren in all ihrer Drangsal voller Freude. Aus zwei Gr\u00fcnden waren sie trotz der Verfolgung fr\u00f6hlich.1.) Es wurde ihnen Gelegenheit geboten, ihre Treue zu Jesus Christus zu beweisen. In Russland waren in den ersten Jahren nach der Revolution Menschen, die Spuren von Peitschenstriemen auf dem R\u00fccken und Kerben von Handfesseln aufzuweisen hatten, besonders geachtet, weil sie um ihrer Sache willen gelitten hatten. \u201eWir sind stolz auf unsere Wundmale und Narben\u201c, schienen sie zu sagen. 2.) Es bot sich ihnen eine echte Chance, ihre Glaubenserfahrung mit anderen zu teilen. Alle, die Teil an der Kreuztragung hatten, hatten auch teil an der ewigen Krone.<\/p>\n<blockquote><p>Dir sei dein Leiden allezeit zur Freude, denn du wirst das ewige Leben ernten. Habe Freude in allem, sei es im Guten und in deinen Drangsalen. Alles was auch in deinem Leben geschehen mag, geschieht dir wenn du glaubst, zum Besten. Gott wird dir immer die n\u00f6tige Kraft geben die du brauchst, es geschieht nichts, was\u00a0 dein Gott dir nicht zutraut, es wird niemals \u00fcber deine M\u00f6glichkeiten und Kr\u00e4fte sein. Freue dich im Herrn allezeit und abermals sage ich dir \u201eFreue Dich\u201c, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Herr segne dich und beh\u00fcte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten \u00fcber dir und sei dir gn\u00e4dig; der Herr hebe sein Angesicht \u00fcber dich und gebe dir Frieden. Der Frieden Gottes soll dich allezeit begleiten und an jedem Ort bei dir sein. Behandle alle Menschen so wie du auch behandelt werden willst! 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