{"id":1979,"date":"2017-05-14T00:43:07","date_gmt":"2017-05-13T22:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1979"},"modified":"2018-09-14T14:26:22","modified_gmt":"2018-09-14T12:26:22","slug":"andacht-vom-14-mai-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1979","title":{"rendered":"Andacht vom 14. Mai 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Komme in die Ruhe des Herrn und lasse dich in seine Arme fallen. H\u00f6re was er dir sagen m\u00f6chte und bete f\u00fcr die Kraft seinen Weg umsetzen zu k\u00f6nnen. Denke immer daran, er gibt dir das Wollen und das Gelingen.<\/p>\n<blockquote>\n<h2>Durch dich w\u00e4chst die Gemeinde!<\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre>Apostelgeschichte 1, 12-20\nDa kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck von dem Berge, welcher \u00d6lberg hei\u00dft, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.\nUnd als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben, n\u00e4mlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholom\u00e4us und Matth\u00e4us, Jakobus, der Sohn des Alph\u00e4us, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn.\nDiese alle verharrten einm\u00fctig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Br\u00fcdern.\nUnd in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den J\u00fcngern auf und sprach (es waren aber etwa Hundertzwanzig Personen beisammen):\nIhr M\u00e4nner und Br\u00fcder, es musste das Wort der Schrift erf\u00fcllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat \u00fcber Judas, welcher denen, die Jesus Gefangennahmen, zum Wegweiser wurde.\nDenn er war uns beigez\u00e4hlt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen.\nDieser erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit und st\u00fcrzte kopf\u00fcber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide traten heraus.\nUnd es wurde allen kund, die zu Jerusalem wohnen, so dass jener Acker in ihrer Sprache Akeldama genannt wurde, das hei\u00dft: Blutacker.\nDenn es steht geschrieben im Buche der Psalmen: \u00abSeine Behausung soll \u00f6de werden, und niemand soll darin wohnen\u00bb, und: \u00absein Amt empfange ein anderer.\u00bb<\/pre>\n<p>Bevor wir gemeinsam auf das Schicksal des Verr\u00e4ters Judas eingehen, m\u00fcssen wir noch etwas anderes in diesem Abschnitt beachten. F\u00fcr die Juden war der Sabbat ein absoluter Ruhetag, an dem alle Arbeit verboten war. Am Sabbat durften die Juden sich nicht weiter als 2000 Ellen von ihrem Haus entfernen; diese Entfernung wurde als Sabbatweg bezeichnet. Die L\u00e4nge einer Elle betrug etwa 56 Zentimeter: der Sabbatweg war also noch nicht einmal einen ganzen Kilometer lang.<\/p>\n<p>Sehr interessant ist auch die Feststellung, dass die Br\u00fcder Jesu sich hier in der Gesellschaft der J\u00fcnger befinden. Zu Lebzeiten Jesu hatten sie zu seinen Gegnern geh\u00f6rt(Mk2, 21). Der Tod Jesu mag ihnen wie so vielen anderen Menschen auch die Augen ge\u00f6ffnet und ihnen einen Stich ins Herz versetzt haben, was sein Leben zuvor nicht vermocht hatte. Es ist wie so oft im Leben, es muss erst etwas geschehen, bevor wir etwas erkennen oder erkennen wollen. Halleluja im Fall Jesus ist das Ende, erst der Anfang, der Anfang vom wirken des Heiligen Geistes auch in deinem Leben, wenn du Jesus Christus als deinen Herrn und Erl\u00f6ser angenommen hast. Durch die Himmelfahrt Jesus, ist er jetzt allgegenw\u00e4rtig f\u00fcr die, die an ihn glauben.<\/p>\n<p>Wir erfahren, dass die Schar, die sich mit den J\u00fcngern versammelt hatte, aus etwa Hundertzwanzig Personen bestand. Diese Tatsache geh\u00f6rt zu dem Erhebendsten im ganzen Neuen Testament. Damals f\u00fchlten sich nur Hundertzwanzig Personen sich Jesus verpflichtet. Es ist kaum anzunehmen, dass einer von ihnen in seinem Leben \u00fcber die engen Grenzen Pal\u00e4stina hinausgekommen war. Vergleicht man die Zahl mit der Zahl der damals in Pal\u00e4stina lebenden vier Millionen Juden, dann ergibt sich, dass auf drei\u00dfigtausend von ihnen noch nicht mal ein einziger Christ kam. Und diesen Hundertzwanzig Personen, einfachen, schlichten Menschen wurde befohlen hinauszugehen und der ganzen Welt das Evangelium zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Wenn je etwas ganz im Kleinen begonnen hat, dann war es das Christentum. Vielleicht bis auch du in dem Gesch\u00e4ft, in der Fabrik, in dem B\u00fcro, kurz dort wo du arbeitest oder in dem Kreis, indem du dich bewegen, der einzige Christ. So tapfer wie jene M\u00e4nner solltest auch du deine Aufgabe ins Auge sehen; dann ist es sehr wohl m\u00f6glich, dass mit dir der bescheidene Anfang gemacht wird, von dem aus das Reich Gottes sich in deinem Wirkungskreis ausbreitet.<\/p>\n<p>Unser besonderes Interesse gilt in diesem Abschnitt dem Schicksal des Verr\u00e4ters Judas. Es ist nicht ganz sicher, was mit dem griechischen Text dieses Absatzes gemeint ist; doch wenn wir den Bericht \u00fcber ihn bei Matth\u00e4us nachlesen(Mt27, 3-5), besteht kein Zweifel daran, dass Judas Selbstmord beging. Wir werden uns vergeblich fragen, weshalb Judas Jesus verriet. Dennoch sind verschiedene Vermutungen dar\u00fcber angestellt worden.<\/p>\n<p>Man hat vermurtet, das Ischarioth so viel bedeutet wie der Mann aus Kerioth. Wenn dieses zutrifft, war Judas der einzige Nicht-Galil\u00e4er unter den zw\u00f6lf J\u00fcngern. Vielleicht hat er sich von Anfang an als Fremdk\u00f6rper in der Gruppe gef\u00fchlt und wurde schlie\u00dflich so verbittert, dass er die schreckliche Tat beging. So zu sagen ein Fall von Mobbing, dass er der Au\u00dfenseiter bei den J\u00fcngern war und die F\u00fc\u00dfe nie richtig an Deck bekam. Dar\u00fcber schlie\u00dflich so verbitterte und dann seinen Racheplan durchzog.<\/p>\n<p>Vielleicht wurde Judas zum Kronzeugen des Verrats, um seine eigene Haut zu retten und erkannte erst dann, was er Entsetzliches angerichtet hatte.<br \/>\nVielleicht war Judas aber auch ganz einfach geldgierig. Sollte dies tats\u00e4chlich der Grund gewesen sein, dann handelt es sich um den verabscheuungsw\u00fcrdigsten Handel der ganzen Geschichte, denn er verkaufte seinen Herr um den Preis von drei\u00dfig Silberlingen, als f\u00fcr gut 15 \u20ac.<\/p>\n<p>Vielleicht hatte Judas begonnen, Jesus zu hassen. Mochte er nun auch vor den anderen sein schwarzes Herz verborgen halten, die Augen Jesu drangen durch all Verkleidungen und Vorstellungen hindurch wie R\u00f6ntgenstrahlen in sein Innerstes. Vielleicht war es dieses Bewusstsein, das ihn schlie\u00dflich soweit trieb, den zu vernichten, der wusste, wer er wirklich war.<\/p>\n<p>Vielleicht ist Ischarioth die Abwandlung eines griechischen Wortes, das so viel wie Dolchtr\u00e4ger bedeutet. Die Dolchtr\u00e4ger waren leidenschaftliche Nationalisten, die bereit waren, selbst vor Meuchelmord nicht zur\u00fcckzuschrecken, um Pal\u00e4stina in einem Feldzug von der r\u00f6mischen Herrschaft zu befreien. Vielleicht hatte Judas in Jesus, der so m\u00e4chtig war, den Menschen gesehen, der die Nationalisten zum Sieg f\u00fchren konnte; und als er dann erkennen musste, dass Jesus den Weg der Gewalt verschm\u00e4hte, wandte er sich gegen ihn und verriet ihn, wie er sich bitter entt\u00e4uscht sah.<\/p>\n<p>Am wahrscheinlichsten ist jedoch wohl, dass Judas gar nicht gewollte hatte, dass Jesus starb. Vielleicht wollte er Jesus nur deshalb verraten, um ihn zu n\u00f6tigen. Vielleicht wollte er Jesus nur in eine Lage bringen, in der er, um seine eigenes Leben zu retten, gezwungen war, sich seiner Macht zu bedienen und gegen die R\u00f6mer aufzutreten. Sollte er sich so verhalten haben, blieb Judas nur die traurige Erfahrung mitansehen zu m\u00fcssen, wie alles ganz anders verlief, es er sich vorgestellt hatte und in der bitteren Not seines Gewissens beging er dann Selbstmord.<\/p>\n<p>Das Pfingsterlebnis(d.h. die Taufe im Heiligen Geist, die zum ersten Mal zu Pfingsten stattfand) ist mit menschlicher Verantwortlichkeit verbunden. Wenn du dir, die bef\u00e4higende Gegenwart des Geistes w\u00fcnscht, um Gottes Werk tun zu k\u00f6nnen, solltest du dich dem Heiligen Geist ernsthaft zu Verf\u00fcgung stellen, dich Gottes Willen(d.h. W\u00fcnschen, Zielen und Pl\u00e4nen) verschreiben und beten(Apg1, 4; 2, 38; 9, 11-17; vgl. Jes40, 29-31; Lk11, 5-13; 24, 49),<\/p>\n<blockquote><p>Beachtenswert dabei ist, wie \u00e4hnlich das Kommen des Geistes auf Jesus und das Kommen des Geistes auf seine J\u00fcnger war.<\/p><\/blockquote>\n<p>(1) Der Geist fuhr auf sie herab, nachdem sie gebetet hatten(Lk3, 21-22; Apg1, 14; 2, 4)<\/p>\n<p>(2) Es gab \u00e4u\u00dfere Zeichen f\u00fcr die Gegenwart des Geistes(Lk3, 22; Apg2, 2-4).<\/p>\n<p>(3) Jesu Wirken und das Wirken der J\u00fcnger fingen erst richtig an, nachdem der Geist auf sie gekommen und ihnen die n\u00f6tige Vollmacht gegeben hatte(vgl. Mt3, 16 mit 4, 17; Lk3, 21-23 mit 4, 14-19; vgl. Apg2, 14-17).<br \/>\nMich fasziniert das einm\u00fctige Gebet immer wieder, was hier an dieser Stelle erw\u00e4hnt wird. Das griechische Wort hier ist homothymadon, zusammengesetzt von homo(\u201egleich\u201c) und thymoys(\u201eSinn\u201c oder \u201eGeist\u201c). Jesus J\u00fcnger versammelten sich vor dem Pfingstfest und vereinten sich im Gebet. Darin folgten sie Jesu Anweisung, auf den vom Vater verhei\u00dfenen Heiligen Geist zu warten(Apg1, 4-5). Ihre Gedanken, Leidenschaften und W\u00fcnsche b\u00fcndelten sich mit erstaunlicher Einheit im Gebet, w\u00e4hrend sie warteten, bis der Heilige Geist mit gewaltiger Kraft auf sie kam(vgl. Lk24, 49).<\/p>\n<blockquote><p>Bete allezeit um die Hilfe des Heiligen Geistes in deinem Leben. Er wird dich in allen Leiten und F\u00fchren, verlasse dich darauf in allen deinen Lebensbereichen. Niemals wird er dich im Stich lassen, du kannst dich immer und \u00fcberall auf ihn verlassen. Er wird dir die Kraft und Autorit\u00e4t verleihen die du brauchst, er wird dich in allem Aus- und Zur\u00fcsten. Er wird dich Heilen und Tr\u00f6sten, alle deine Wunden, an Geist, Seele und Leib, er wird dich vollkommen wiederherstellen, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/strong><br \/>\n<strong><em> euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Komme in die Ruhe des Herrn und lasse dich in seine Arme fallen. H\u00f6re was er dir sagen m\u00f6chte und bete f\u00fcr die Kraft seinen Weg umsetzen zu k\u00f6nnen. Denke immer daran, er gibt dir das Wollen und das Gelingen. Durch dich w\u00e4chst die Gemeinde! 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