{"id":1759,"date":"2017-03-30T00:09:28","date_gmt":"2017-03-29T22:09:28","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1759"},"modified":"2018-09-14T14:26:50","modified_gmt":"2018-09-14T12:26:50","slug":"andacht-vom-30-maerz-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1759","title":{"rendered":"Andacht vom 30. M\u00e4rz 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und ruhigen Tag. Dein Tag soll erf\u00fcllt und durchdr\u00e4ngt sein mit der Liebe und den Frieden Gottes. Bringe dein Leben im Einklang mit dem Wort Gottes, alles was dich von Gott trennt opfere vor seinen Thron!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Gott sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 18, 9-14 <\/strong>\n\n<strong>Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst verma\u00dfen, da\u00df sie fromm w\u00e4ren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis:<\/strong>\n\n<strong>Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharis\u00e4er, der andere ein Z\u00f6llner.<\/strong>\n\n<strong>Der Pharis\u00e4er stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, da\u00df ich nicht bin wie die anderen Leute, R\u00e4uber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Z\u00f6llner.<\/strong>\n\n<strong>Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.<\/strong>\n\n<strong>Und der Z\u00f6llner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig!<\/strong>\n\n<strong>Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erh\u00f6ht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erh\u00f6ht werden.<\/strong><\/pre>\n<p>Fromme Pal\u00e4stinenser hielten die t\u00e4glichen Gebetszeiten genau ein; sie beteten dreimal; um 9:00, um 12:00 und um 15:00 Uhr. Gebete, die im Tempel erfolgten, galten als besonders wirksam. Zu den genannten Zeiten zogen daher viele Menschen zum Tempel hinauf, um zu beten. Jesus sprach von zwei solchen M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>Da war zun\u00e4chst einmal der Pharis\u00e4er. Der Pharis\u00e4er war aufgeblasen vor Stolz und Selbstgerechtigkeit. Solche Menschen denken, dass sie wegen ihrer eigenen Anstrengungen gerecht(d.h. gut und recht vor Gott) seien. Sie ignorieren ihr s\u00fcndhaftes Wesen(d.h. ihren Zustand es Widerstands und Trennung von Gott), ihre eigene Unw\u00fcrdigkeit und ihr st\u00e4ndiges Bed\u00fcrfnis der Hilfe und Gnade Gottes. Wegen ihres au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einsatzes und ihrer Werke die gut zu sein scheinen, denken sie nicht dass sie es n\u00f6tig haben, Busse zu tun und um Gottes Vergebung bitten.<\/p>\n<p>Er ging in Wirklichkeit gar nicht, um zu Gott zu beten. Er betete mit sich selbst. Das echte Gebet gilt stets Gott und Gott allein. Ein Amerikaner hat einmal das Gebet eines Geistlichen sp\u00f6ttisch als \u201edas redegewandteste Gebet, das je den Bostoner Zuh\u00f6rern zu Ohren gekommen sei\u201c, bezeichnet. Der Pharis\u00e4er stellte sich tats\u00e4chlich vor Gott selbst ein Zeugnis aus.\u00a0 Nach dem j\u00fcdischen Gesetz war lediglich ein Fastentag verbindlich f\u00fcr alle vorgeschrieben, der Vers\u00f6hnungstag. Wer sich jedoch besondere Verdienste erwerben wollte, fastete auch montags und donnerstags. Zum Zeichen des Fastens f\u00e4rbte man sich das Gesicht wei\u00df und erschien in unordentlichen Kleidern, so dass die Fr\u00f6mmigkeit dieser Menschen besonders vor aller Augen sichtbar wurde.<\/p>\n<p>Die Leviten erhielten den Zehnten alles Landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Menschen(4Mos18, 21; 5Mos14, 22), doch dieser Pharis\u00e4er gab sogar den Zehnten von allem, was er besa\u00df, auch von Dingen, die nach dem Gesetz frei vom Zehnten waren. Sein Verhalten stellte keineswegs eine Ausnahme unter den Pharis\u00e4ern dar. In einem uns \u00fcberlieferten Gebet eines Rabbi hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eIch danke dir, du mein Herr und Gotte, dass du mich zu denen geh\u00f6ren l\u00e4sst, die in der Akademie sitzen und gelehrt sind und nicht zu denen, die an den Stra\u00dfenecken hocken. Sie stehen fr\u00fch auf wie ich; doch ich widme mich dem Gesetz und sie unn\u00fctzen Dingen. Sie arbeiten, wie ich auch arbeite; doch ich werde f\u00fcr meine Arbeit belohnt, sie dagegen empfangen keinen Lohn. Sie gehen ebenso, wie ich gehe; doch ich gehe dem k\u00fcnftigen Leben entgegen, sie dagegen der Vernichtung\u201c.<\/p>\n<p>Es ist urkundlich nachgewiesen, dass Rabbi Simeon ben Jochai einst gesagt hat: \u201eG\u00e4be es nur zwei Gerechte auf dieser Welt: Mein Sohn und ich w\u00e4ren diese beiden Gerechten; g\u00e4be es jedoch nur einen Gerechten, dann w\u00e4re ich dieser Gerechte\u201c. In Wirklichkeit ging der Pharis\u00e4er gar nicht in den Tempel, um zu beten, sondern um Gott zu sagen, was f\u00fcr ein frommer Mann er sei. Dieses Verhalten ist nicht nur bei den Pharis\u00e4ern zu finden, auch bei uns in der heutigen Gemeinden. Viele spielen dort den anderen etwas vor, sie benehmen sich Heilig, sie reden Heilige, sie sind aber nicht Heilig, denn ihre Heiligkeit vergeht sobald sie die Gemeinschaft verlassen. Sie beteten fromme und lange Gebete in der \u00d6ffentlichkeit und zu Hause pflegen sie keine Gemeinschaft mit Gott zu haben. Sie benutzen die Gemeinschaft der Heiligen als ihre B\u00fchne. Ich selbst mit auf meinen Weg mit Jesus Christus eins diesen Weg gegangen. In der Gemeinschaft benahm ich mich Heilig und zu Hause war Schluss mit der Heiligkeit. Aber wir haben einen Gott der Vergebung, ich durfte Bu\u00dfe tun und umkehren. Wenn auch du das kennst, dann tue Bu\u00dfe und komme in die Freiheit Jesus Christus, denn zur Freiheit bist du berufen.<\/p>\n<p>Da ist andererseits der Z\u00f6llner. Der Z\u00f6llner war eine andere Art von Mann und hatte ein anderes Herz als der Pharis\u00e4er. Wahrscheinlich hatte er viele Menschen betrogen, war sich seiner S\u00fcnde und Schuld tief bewusst und bereit, wahrlich Busse zu tun(d.h. sich zu dem\u00fctigen, seine S\u00fcnde zuzugeben, von seinen eigenen Wegen umzukehren, sich Gott zu ergeben und seinen Zielen zu folgen). Dieser Mann kam dem\u00fctig und bu\u00dffertig vor Gott. Er hielt sich weit abseits und wagte nicht, einmal, \u00a0die Augen zu Gott aufzuheben. Dem\u00fctig betete er: \u201eGott sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig\u201c. Als Folge davon wurde ihm vergeben und der wurde vor Gott gerecht gemacht. Solche Demut muss dich und allen Kinder Gottes auszeichnen. \u201eDieser Mann, der mit gebrochenen Herzen und voller Selbstverachtung betete, wurde um eben dieses Verhaltens willen von Gott angenommen\u201c, sagte Jesus zu seinen H\u00f6rern.<\/p>\n<blockquote><p>Dieses Gleichnis lehrt dich unmissverst\u00e4ndlich etwas \u00fcber das Beten.<\/p><\/blockquote>\n<ol>\n<li>Wenn du Stolz bist, kannst du nicht beten. Die Tore des Himmels sind so niedrig, dass du nicht anders als auf Knien hineingelangst.<\/li>\n<li>Wenn du deine Mitmenschen verachtest, kannst du nicht beten. Wenn du einen Mitmenschen verachtest, verachtest du die Sch\u00f6pfung Gottes. Du kannst dir deine Ichhabdichliebmenschen nicht raussuchen und den Rest missachten. Im Gebet sollst du dich nicht \u00fcber deine Mitmenschen erheben, sondern immer daran denken, dass alle zur gro\u00dfen Schar der S\u00fcnder geh\u00f6ren, zu der leidenden, betr\u00fcbte Menschheit; dass wir alle vor dem Thron des barmherzigen Gottes knien.<\/li>\n<li>Das echte Gebet bezieht sich nicht auf die Menschen, sondern auf den lebendigen Gott. Zweifellos hatte der Pharis\u00e4er mit allem, was er sagte, Recht. Er fastete, er entrichtete mit peinlicher Genauigkeit den Zenten, er war nicht wie die andern und er glich dem Z\u00f6llner ganz entschieden nicht. Doch die Frage lautet nicht: \u201eBin ich ebenso Fromm wie die anderen?\u201c. Die Frage lautete vielmehr: \u201eVerhalte ich mich, wie Gott sich uns gegen\u00fcber verh\u00e4lt?\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<blockquote><p>Es h\u00e4ngt alles davon ab, mit wem du dich vergleichst. Wenn du dein Leben an dem Wunder des Lebens Jesus Christi und an der Heiligkeit Gottes misst, dann kannst du nur noch sagen: \u201eGott sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig\u201c. Bewahre dir in allem deine Dankbarkeit im Herzen, denn sie wird dich vor den Hochmut sch\u00fctzen, der vor den Fall kommt;\u00a0 Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und ruhigen Tag. Dein Tag soll erf\u00fcllt und durchdr\u00e4ngt sein mit der Liebe und den Frieden Gottes. Bringe dein Leben im Einklang mit dem Wort Gottes, alles was dich von Gott trennt opfere vor seinen Thron! Gott sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig! 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