{"id":1741,"date":"2017-03-26T00:36:45","date_gmt":"2017-03-25T23:36:45","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1741"},"modified":"2018-09-14T14:26:52","modified_gmt":"2018-09-14T12:26:52","slug":"andacht-vom-26-maerz-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1741","title":{"rendered":"Andacht vom 26. M\u00e4rz 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Der Herr gab dir zwei Ohren und einen Mund, sei flei\u00dfig im H\u00f6ren und bedacht im Reden. Komme in die Ruhe Gottes, der Herr m\u00f6chte zu dir reden, wer Ohren hat der h\u00f6re!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>\u00d6ffne deine Augen und sehe! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 16, 19-31<\/strong>\n\n<strong>Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und k\u00f6stlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.<\/strong>\n\n<strong>Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner T\u00fcr voller Schw\u00e4ren<\/strong>\n\n<strong>und begehrte sich zu s\u00e4ttigen von den Brotsamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schw\u00e4ren.<\/strong>\n\n<strong>Es begab sich aber, da\u00df der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Scho\u00df. Der Reiche aber starb auch und ward begraben.<\/strong>\n\n<strong>Als er nun in der H\u00f6lle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Scho\u00df.<\/strong>\n\n<strong>Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, da\u00df er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und k\u00fchle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.<\/strong>\n\n<strong>Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, da\u00df du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat B\u00f6ses empfangen; nun aber wird er getr\u00f6stet, und du wirst gepeinigt.<\/strong>\n\n<strong>Und \u00fcber das alles ist zwischen uns und euch eine gro\u00dfe Kluft befestigt, da\u00df die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, k\u00f6nnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns her\u00fcberfahren.<\/strong>\n\n<strong>Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, da\u00df du ihn sendest in meines Vaters Haus;<\/strong>\n\n<strong>denn ich habe noch f\u00fcnf Br\u00fcder, da\u00df er ihnen bezeuge, auf da\u00df sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.<\/strong>\n\n<strong>Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; lasse sie dieselben h\u00f6ren.<\/strong>\n\n<strong>Er aber sprach: Nein, Vater Abraham! sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so w\u00fcrden sie Bu\u00dfe tun.<\/strong>\n\n<strong>Er sprach zu ihm: H\u00f6ren sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufst\u00fcnde.<\/strong><\/pre>\n<p>Dieses Gleichnis ist von einer solchen Meisterschaft des Aufbaus, dass auch nicht ein \u00fcberfl\u00fcssiges Wort darin enthalten ist. Wir sollen einmal die Charaktere der beiden Menschen betrachten, die darin vorkommen.<\/p>\n<p><strong>Das ist zun\u00e4chst einmal der Reiche.<\/strong> Jedes Wort \u00fcber ihn zeigt dir, in welchem \u00dcberfluss er lebte. Er war in Purpur und k\u00f6stliche Leinwand gekleidet. So werden auch die Gew\u00e4nder der Hohepriester beschrieben. Jedes Gewand kostete mehrere hundert Euro, eine riesige Summe zu einer Zeit, als ein Tagel\u00f6hner etwa f\u00fcnfzig Cent am Tage verdiente.<\/p>\n<p>Das griechische Wort, das f\u00fcr die Lebensweise des Reichen gebraucht wird, besagt, dass er ein Schlemmer und Feinschmecker war, der k\u00f6stliche und fremde Gerichte bevorzugte. Alle Tage lebte er so und verging sich damit vors\u00e4tzlich und eindeutig gegen das dritte Gebot, das nicht nur die Arbeit am Sabbat verbot, sondern auch vorschrieb: \u201eSechs Tage sollst du arbeiten\u201c(2.Mos20, 9).<\/p>\n<p>In einem Land, in dem sich die einfachen Menschen gl\u00fccklich priesen, wenn sie einmal in der Woche Fleisch zu essen hatten, wo die Menschen sechs Tage in der Woche schwer arbeiten mussten, verk\u00f6rperte der Reiche ein Leben in Tr\u00e4ger Genusssucht. Lazarus wartete dagegen auf das, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Zur Zeit Jesu gab es weder Messer, noch Gabeln, noch Mundt\u00fccher. Man a\u00df mit den Fingern, die man sich in sehr wohlhabenden H\u00e4usern an einem St\u00fcck Brot abwischte. Das Brot wurde anschlie\u00dfend fortgeworfen. Auf dieses Brot nun pflegt Lazarus zu warten.<\/p>\n<p>Der Reiche verk\u00f6rpert \u00dcberfluss und Verschwendung. Der Reiche verk\u00f6rpert meines Erachtens auch die heutige Konsumgesellschaft. Heutzutage leben viele Menschen im \u00dcberfluss, viele Dinge werden wegeschmissen wenn sie ausgedient haben. In der Kindheit f\u00e4ngt dieses Konsumverhalten an, die Kinder haben immer Gr\u00f6\u00dfere und immer mehr W\u00fcnsche, daf\u00fcr tun die Eltern meist auch alles. Jeder Wunsch musst befriedigt werden, Kredite sind an der Tagesordnung um diese W\u00fcnsche zu befriedigen. Wertgesch\u00e4tzt wird kaum noch etwas, vielleicht im ersten Augenblick ist das neue Interessant, aber am n\u00e4chsten Tag ist die Gier befriedigt und der Reitz einfach weg. Ich pers\u00f6nliche finde das dass schlimme daran ist, dass durch dieses Kaufverhalten, die Liebe gemessen wird. Wenn du es mir kaufst, liebst du mich und wenn du mir es nicht kaufst, liebst du mich nicht. Menschenkind, werde Wach und strecke dich nach der richtigen Liebe und nach den wahren wichtigen Dingen in deinem Leben aus. Eltern, rettet eure Kinder und h\u00f6rt ihre stummen Schreie nach Liebe. Sie wollen Liebe von dir und nicht mit Konsumg\u00fctern zu geschmissen werden.<\/p>\n<p><strong>Da ist zweitens Lazarus.<\/strong> Er ist merkw\u00fcrdig, dass Lazarus die einzige Person ist, die in einem der Gleichnisse mit Namen genannt wird. Bei dem Namen handelt es sich um die latinisierte Form von Eleasar, was so viel wie Gott ist meine Hilfe hei\u00dft. Lazarus war ein mit eiternden Wunden bedeckter Bettler. Er war so hilflos, dass er nicht einmal die in den Stra\u00dfen umherstreunenden Hunde, unreine Tiere, die ihn bel\u00e4stigten, abwehren konnte. Lazarus ist der Inbegriff hilfloser, elender Armut.<\/p>\n<p>Das ist die Szene, die in dieser Welt spielt. Danach wird uns unvermittelt das n\u00e4chste Bild vorgef\u00fchrt: Dort findet Lazarus alle Herrlichkeit und der Reiche erduldet Qualen. Worin bestand die S\u00fcnde des Reichen? Er hatte weder befohlen, dass Lazarus von seiner T\u00fcr gewiesen wurde, noch hatte er etwas dagegen, dass Lazarus das Brot erhielt, das von seinem Tisch fiel. Er stie\u00df Lazarus auch nicht absichtlich grausam gegen ihn.<\/p>\n<p>Die S\u00fcnde des Reichen bestand darin, dass er nicht einmal Notiz von Lazarus genommen hatte, dass er ihn einfach als zu seiner Umgebung geh\u00f6rig hingenommen hatte, dass er geglaubt hatte, es sei das Nat\u00fcrlichste und Unab\u00e4nderlichste auf der Welt, dass Lazarus Hunger und Schmerzen ertrug, w\u00e4hrend er selbst im \u00dcberfluss schwelgte. Auch in der heutigen Zeit, sind viele schreckliche Dinge, einfach normal geworden f\u00fcr uns Menschen, wir stumpfen immer mehr ab. Wir sehen das Leid und tuen einfach nichts dagegen. Nat\u00fcrlich, bei gro\u00dfen Katastrophen spenden wir unseren Beitrag, aber danach gehen wir blind durch die Stra\u00dfen, das Leid in der Nachbarschaft ist uns egal. Wir warten bis zur n\u00e4chsten Weltkatastrophen, dann spenden wir vielleicht wieder, damit wir auch sagen k\u00f6nnen, wir h\u00e4tten auch gespendet.<\/p>\n<p>F\u00fcr den reichen war dieser Zustand v\u00f6llig normal, er stopfte sich mit seinen \u00dcberfluss voll, bis es ihm zu allen K\u00f6rper\u00f6ffnungen wieder rauskommt, w\u00e4hrenddessen ein Bed\u00fcrftiger neben ihm verhungern konnte. Ich glaube er h\u00e4tte auch nicht wirklich Lazarus seinen Tod mitbekommen, irgendwann sp\u00e4ter h\u00e4tte er seinen Leichnam beseitigen lasse. Jemand hat einmal gesagt: \u201eNicht, was der Reiche tat brachte ihn in den Kerker der H\u00f6lle, sondern vielmehr das, was es unterlassen hatte\u201c. Der Reiche s\u00fcndigte, weil er Not und Leid der Welt sah, ohne dass das Schwert des Grams und des Erbarmens sein Herz durchdrang. Er konnte einen hungrigen, von Schmerzen geplagten Menschen ansehen, ohne ihm zu helfen. Ihm widerfuhr die Strafe eines Mannes, der von nicht Notiz nimmt.<\/p>\n<p>Es kommt dir vielleicht hart vor, dass seine Bitte, wenigstens seine Br\u00fcder zu warnen, zur\u00fcckgewiesen wird. Aber es ist eine schlichte Tatsache: Wer durch das Wort Gottes im Besitz der g\u00f6ttlichen Wahrheit ist und trotzdem weder Mitleid empfindet noch auf Abhilfe bedacht ist, wenn ihm, wohin er auch blickt, Leid begegnet, dass nach Trost verlangt, Not, die gewendet werden m\u00fcsste, Schmerzen, die nach Erleichterung schreien, der wird sich in keinen Fall \u00e4ndern. Ich sage hier nicht, er wird sich nie \u00e4ndern, Gott kann auch hier Wunder vollbringen aber es wird ein langer steiniger Weg. Sei stets der schrecklichen Mahnung eingedenk, dass die S\u00fcnde des Reichen nicht darin bestand, dass er etwas B\u00f6ses tat, sondern darin, dass er etwas Gutes unterlie\u00df.<\/p>\n<blockquote><p>\u00d6ffne deine Augen f\u00fcr das Leid in deinen Umfeld, gehe auf die Stra\u00dfe und helfen den Bed\u00fcrftigen. \u00d6ffne deine Ohren und h\u00f6re das Schreien und Flehen deiner Mitmenschen, h\u00f6re den stummen Schrei nach Liebe. Du als Nachfolger Jesus Christus bist verpflichtet an dem Leid deiner Mitmenschen, deiner Nachbarn, mit Gottes Hilfe etwas zu ver\u00e4ndern, \u00a0\u00a0Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden.<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und besinnlichen Tag. Der Herr gab dir zwei Ohren und einen Mund, sei flei\u00dfig im H\u00f6ren und bedacht im Reden. 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