{"id":1728,"date":"2017-03-23T00:10:01","date_gmt":"2017-03-22T23:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1728"},"modified":"2018-09-14T14:26:54","modified_gmt":"2018-09-14T12:26:54","slug":"andacht-vom-23-maerz-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1728","title":{"rendered":"Andacht vom 23. M\u00e4rz 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und siegreichen Tag, in den Armen Jesus. Wer soll gegen dich sein, wenn Gott mit dir ist. Mit deinen Gott kannst du im Glauben Berge versetzen und auf Schlangen und Skorpione treten!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Die unendliche Liebe deines Vaters! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 15, 11-32 <\/strong>\n<strong>Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei S\u00f6hne.<\/strong>\n<strong>Und der j\u00fcngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Verm\u00f6gens, der mir zuf\u00e4llt! Und er teilte ihnen das Gut.<\/strong>\n<strong>Und nicht lange darnach packte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Verm\u00f6gen mit liederlichem Leben.<\/strong>\n<strong>Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot \u00fcber jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden.<\/strong>\n<strong>Da ging er hin und h\u00e4ngte sich an einen B\u00fcrger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Schweine zu h\u00fcten.<\/strong>\n<strong>Und er begehrte, sich zu s\u00e4ttigen mit den Schoten, welche die Schweine fra\u00dfen; und niemand gab sie ihm.<\/strong>\n<strong>Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben Brot im \u00dcberfluss, ich aber verderbe hier vor Hunger!<\/strong>\n<strong>Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor dir,<\/strong>\n<strong>ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu hei\u00dfen; mache mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner!<\/strong>\n<strong>Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn.<\/strong>\n<strong>Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu hei\u00dfen!<\/strong>\n<strong>Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet eilends das beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring an die Hand und Schuhe an die F\u00fc\u00dfe;<\/strong>\n<strong>und bringet das gem\u00e4stete Kalb her und schlachtet es; lasset uns essen und fr\u00f6hlich sein!<\/strong>\n<strong>Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fr\u00f6hlich zu sein. -<\/strong>\n<strong>Aber sein \u00e4lterer Sohn war auf dem Felde; und als er kam und sich dem Hause n\u00e4herte, h\u00f6rte er Musik und Tanz.<\/strong>\n<strong>Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei.<\/strong>\n<strong>Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gem\u00e4stete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat.<\/strong>\n<strong>Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu.<\/strong>\n<strong>Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot \u00fcbertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fr\u00f6hlich w\u00e4re.<\/strong>\n<strong>Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Dirnen verschlungen hat, hast du ihm das gem\u00e4stete Kalb geschlachtet!<\/strong>\n<strong>Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein.<\/strong>\n<strong>Man musste aber fr\u00f6hlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden worden!<\/strong><\/pre>\n<p>Nicht ohne Grund hat man dieses Gleichnis als die bedeutendste Kurzgeschichte der Welt bezeichnet.<\/p>\n<p>Nach dem j\u00fcdischen Gesetz durfte kein Vater seinen Besitz nach Belieben vererben. Der \u00e4lteste Sohn erhielt stets zwei Drittel, der j\u00fcngere ein Drittel des Besitzes (5Mos21, 17). Es war auch keineswegs ungew\u00f6hnlich, dass der Vater das Erbe schon vor seinem Tod austeilte, wenn er den Wunsch hatte, sich aus dem t\u00e4tigen Leben zur\u00fcckzuziehen. Dennoch spricht aus dem Ansinnen des j\u00fcngeren Sohnes eine gewissen Herzlosigkeit und Gef\u00fchlslosigkeit. Er sagte tats\u00e4chlich nichts andres als: \u201egib mir jetzt schon den mir zustehenden Teil deines Besitzes, den ich nach deinem Tode ohnehin bekommen, und lass mich fortziehen\u201c. Sein Vater stritt sich deswegen nicht mit ihm. Er wusste: Wenn sein Sohn \u00fcberhaupt etwas f\u00fcrs Leben lernen sollte, dann musste er durch die harte Schule des Lebens gehen. Er musste seine Erfahrung machen, au\u00dferhalb des Schutzes der Familie.<\/p>\n<p>Wie oft musste ich schon durch die harte Schule des Lebens gehen, was ich mir h\u00e4tte sparen k\u00f6nnen, wenn ich nicht so Resistent gegen Ratschl\u00e4ge gewesen w\u00e4re. Auch heute bin ich es noch zum Teil, ich muss also noch viel lernen, aber ich bin auch schon einen langen Weg gegangen.<\/p>\n<p>Der Vater kam nun also den Wunsch seines Sohnes nach, er wusste wahrscheinlich, dass alles andere Zwecklos gewesen w\u00e4re. Dann w\u00e4re sein Bub wahrscheinlich nur am herum n\u00f6rgeln gewesen und h\u00e4tte allen anderen das Leben schwer gemacht. Der Sohn machte seinen Erbanteil unverz\u00fcglich zu Geld und verlie\u00df die Heimat. Das Geld hatte es bald durchgebracht und kam schlie\u00dflich so weit herunter, dass er Schweine h\u00fcten und f\u00fcttern musste, was den Juden gesetzlich verboten war: \u201eVerflucht sei, wer Schweine f\u00fcttert\u201c. Er war also ganz unten angekommen, im freien Fall, von seinem gut konstituierten Elternhaus mitten in die Schweinegrube. Und dann macht Jesus der\u00a0 s\u00fcndigen Menschheit das gr\u00f6\u00dfte Kompliment dass ihr je zuteilwurde.<\/p>\n<p>\u201eDas schlug er in sich\u201c, sagte Jesus. Er kam also wieder zu sich selbst. Jesus glaubt, dass der Mensch nicht wirklich er selbst sei, solange er Gott fern ist und ohne Gott lebt; erst wenn er sich auf den Heimweg begebe, sei er wirklich er selbst. Jesus glaubte also zweifellos nicht an die vollst\u00e4ndige Verderbtheit eines Menschen und er glaubte keineswegs, dass man Gott verherrlichen k\u00f6nne, indem man die Menschen beschimpfte. Er glaubte, dass kein Mensch zu seinem Wesenskern gelangte, der nicht zu Gott heimkehre. Und so beschloss als auch im Gleichnis der Sohn, nach Hause zu gehen und seinen Vater zu bitten, ihn wieder bei sich aufzunehmen, nicht als seinen Sohn, sondern als einen seiner geringsten Knechte, als Tagel\u00f6hner, die jeweils nur f\u00fcr einen Tag gedungen wurden. Die Knechte geh\u00f6rten in gewissem Sinne mit zur Familie, die gedungenen Diener dagegen konnten von einem Tag zum anderen entlassen werden und geh\u00f6rten in keiner Weise zu Familie. Mit diesem Vorsatz kam der Sohn als nach Hause.<\/p>\n<p>Aus seinem gedem\u00fctigt sein, wurde Demut vor seinem Vater, er hatte erkannt, dass der Weg den er gegangen ist, falsch war. Du kannst hier sch\u00f6n sehen, was aus dir wird, wenn du hochm\u00fctig zum Prasser wirst, dass Wort Gottes findet hier einen Beweis, \u201eHochmut kommt vor dem Fall\u201c(Spr16, 18).<\/p>\n<p>Doch wenn wir der besten griechischen Text\u00fcberlieferung folgen, dann gab ihm sein Vater \u00fcberhaupt keine Gelegenheit zur der Frage, ob er sein Diener sein d\u00fcrfte. Er unterbrach ihn vielmehr, bevor er soweit gekommen war mit seiner Rede. Die Kleider, die er den Knechten herbeizubringen befiehlt, besagen, dass er dem Sohne Ehre widerfahren l\u00e4sst; der Ring ist ein Sinnbild f\u00fcr die Vollmachten, die er ihm erteilt und die Schuhe schlie\u00dflich bedeuten, dass er als Sohn aufgenommen wurde; denn nur die eigenen Kinder trugen Schuhe, nicht die Knechte. In einem Negro Spiritual tr\u00e4umt ein Sklave von der Zeit, dass \u201ealle Kinder Gottes Schuhe haben\u201c: Schuhe waren das Zeichen der Freiheit. Und dann lie\u00df der Vater ein Festmahl zubereiten, damit aller teilhatten an der Freude \u00fcber den heimgekehrten Sohn.<\/p>\n<p>Halte ein Augenblick inne und vergegenw\u00e4rtige dir, wie viel Wahrheit dieses Gleichnis, bis zu diesem Punkt enth\u00fcllt.<\/p>\n<ol>\n<li>Du solltest das Gleichnis eigentlich niemals als das Gleichnis vom verlorenen Sohn bezeichnen, weil der Sohn keineswegs der Held der Geschichte ist. Stattdessen solltest du es als das Gleichnis vom liebenden Vater bezeichnen, da es mehr \u00fcber die Liebe des Vaters als \u00fcber die S\u00fcnde des Sohnes aussagt. Hier erf\u00e4hrst du so viel \u00fcber die intime Liebe Gottes zu dir. Er will dich erquicken allezeit. Wenn du f\u00e4llst, hebt er dich wieder auf, gehst du deine eigenen Wege, nimmt er dich allezeit wieder auf, denn die Liebe Gottes ist langm\u00fctig, sie tr\u00e4gt das B\u00f6se nicht nach.<\/li>\n<li>In diesem Gleichnis erf\u00e4hrst du sehr viel von der Vergebung Gottes. Der Vater muss auf den Sohn gewartet und nach ihm ausgeschaut haben, denn er sah ihn schon von weitem kommen. Und als er dann daheim angelangte, vergab der Vater dem Sohn, ohne ihm Vorw\u00fcrfe zu machen. Es gibt eine wenig sch\u00f6ne Art der Vergebung: Wenn wir vergeben, als ob wir damit dem anderen ein Gnade erweisen. Und noch schlimmer ist es, wenn wir jemanden verzeihen, ihm jedoch andeutungsweise oder sogar drohend seine S\u00fcnde st\u00e4ndig wieder vorhalten. Lincoln wurde einmal gefragt, was er mit den rebellischen S\u00fcdstaaten vorhabe, wenn er sie endg\u00fcltig besiegt und in den Staatsverband der Vereinigten Staaten zur\u00fcckholt habe. Offenbar erwartete der Frager, dass Lincoln sich schrecklich an ihn r\u00e4chen werde. Doch Lincoln antwortete: \u201eIch werde tun, als h\u00e4tten sie sich nie von uns losgesagt\u201c. Das Wunder der Liebe Gottes besteht darin, dass e sich dir gegen\u00fcber auf eben diese Weise verh\u00e4lt. Vergebung ist erst Vergebung, wenn du der zu vergeben Sache nicht mehr gedenkst. Mache dir nichts vor, indem du immer wieder bekennst und erz\u00e4hlst \u201eIch habe vergeben, nur\u2026.\u201c. Wenn Gott dir vergibt, gedenkt er der Sache nicht mehr und so soll es bei dir auch sein, ansonsten hast du nicht vergeben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aber das Gleichnis geht noch weiter. Der \u00e4ltere Bruder tritt auf und bedauert tats\u00e4chlich, dass sein Bruder nach Hause gekommen ist. Der \u00e4ltere Bruder verk\u00f6rpert die selbstgerechten Pharis\u00e4er, denen es lieber war, wenn ein S\u00fcnder zugrunde ging, als dass er gerettet wurde. An dem \u00e4lteren Bruder ist verschiedenes bemerkenswert.<\/p>\n<ol>\n<li>Sein ganzes Verhalten verr\u00e4t dir, dass die Jahre des Gehorsams gegen\u00fcber dem Vater von ihm als eine schreckliche Last und nicht als ein Liebesdienst empfunden wurden. Er hat aus Gesetzlichkeit und aus Pflichtgef\u00fchl dem Vater gedient. Diene deinem Herrn aus Liebe oder diene im gar nicht. Alles was du aus Liebe tust wird bestand halten, nur die Liebe gibt dir die Kraft auch Durststrecken zu durchstehen.<\/li>\n<li>Sein ganzes Verhalten verr\u00e4t seinen absoluten Mangel an Mitgef\u00fchl. Er bezeichnet seinen Bruder im Gespr\u00e4ch nicht als mein Bruder, sondern als dein Sohn. Er geh\u00f6rte zu jenen selbstgerechten Typen, die einen Menschen mit Vergn\u00fcgen noch tiefer in den Sumpf sto\u00dfen, in dem sie bereits stecken. Immer noch mal drauf treten, herumreiten auf der S\u00fcnde und es alle erz\u00e4hlen, dieses Ph\u00e4nomen gibt es durchaus in christlichen Kreisen, wo man sie nicht vermuten w\u00fcrde. Gott sagt dir, drehe um und tue Busse \u00fcber dein abgrundtiefes B\u00f6ses Verhalten. Wasche deinen Mund sauber von diesem Dreck des schlechten Redens. Auch du Zuh\u00f6rer, der sich das schlechte Reden deiner Geschwister anh\u00f6rst, drehe um und tue Busse, waschen deine Ohren sauber von diesem Dreck.<\/li>\n<li>Er hatte besonders schmutzige Gedanken. Er fing von den Dirnen an, die vorher \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt wurden. Er verd\u00e4chtigte, ja beschuldigte seinen Bruder sogar einer S\u00fcnde, die er selbst zweifellos gern begangen h\u00e4tte. Es ist schwer mit Menschen eine Einheit zu bilden, die immer nur die Schuld der anderen sehen und sich ihre niemals eingestehen. Ziehe den Balken aus deinen Augen, bevor du versucht den Splitter deines N\u00e4chsten zu sehen.<\/li>\n<\/ol>\n<blockquote><p>Wir sto\u00dfen hier auf die erstaunliche Tatsache, dass es leichter ist, Gott seine S\u00fcnden zu bekennen als bestimmten Menschen. Menschen die es sich zur Aufgabe machen, mit dem Fehlverhalten des anderen spazieren zu gehen und es w\u00e4hrend dessen zu verk\u00fcndigen. Menschen die lebenslang mit einem unvergebenen Herz herumlaufen und sich und den anderen das Leben bitter machen. Gott ist ein gn\u00e4digerer Richter als viele strenggl\u00e4ubigen Menschen; Gottes Liebe ist weit gro\u00dfm\u00fctiger als Menschenliebe; und Gott vergibt dir deine S\u00fcnden auch dann, wenn Menschen es nicht fertigbringen, zu vergeben. Angesichts eine solchen Liebe k\u00f6nnen wir nichts als staunen, Gott lieben und preisen, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und siegreichen Tag, in den Armen Jesus. Wer soll gegen dich sein, wenn Gott mit dir ist. Mit deinen Gott kannst du im Glauben Berge versetzen und auf Schlangen und Skorpione treten! Die unendliche Liebe deines Vaters! Lukas 15, 11-32 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei S\u00f6hne. 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