{"id":1704,"date":"2017-03-18T00:31:55","date_gmt":"2017-03-17T23:31:55","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1704"},"modified":"2018-09-14T14:26:56","modified_gmt":"2018-09-14T12:26:56","slug":"andacht-vom-18-maerz-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1704","title":{"rendered":"Andacht vom 18. M\u00e4rz 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Habe Freude in allem was du tust, tute es aus Liebe, aus Liebe zu Jesus oder tue es nicht. Gebe in allem Jesus Christus die Ehre, gibt es ihm nicht die Ehre, lasse es bleiben!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Das Reich Gottes soll f\u00fcr dich, wie ein Fest sein! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 14, 15-24<\/strong>\n\n<strong>Als nun einer, der mit ihm zu Tische sa\u00df, solches h\u00f6rte, sprach er zu ihm: Selig ist, wer das Brot isst im Reiche Gottes!<\/strong>\n\n<strong>Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein gro\u00dfes Mahl und lud viele dazu.<\/strong>\n\n<strong>Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, den Geladenen zu sagen: Kommet, denn es ist schon alles bereit!<\/strong>\n\n<strong>Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und bin gen\u00f6tigt, hinauszugehen und ihn zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich!<\/strong>\n\n<strong>Und ein anderer sprach: Ich habe f\u00fcnf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, sie zu pr\u00fcfen; ich bitte dich, entschuldige mich!<\/strong>\n\n<strong>Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau genommen, darum kann ich nicht kommen!<\/strong>\n\n<strong>Und der Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Geh eilends hinaus auf die Gassen und Pl\u00e4tze der Stadt und f\u00fchre die Armen und Kr\u00fcppel und Lahmen und Blinden herein!<\/strong>\n\n<strong>Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da!<\/strong>\n\n<strong>Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstra\u00dfen und Z\u00e4une und n\u00f6tige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde!<\/strong>\n\n<strong>Denn ich sage euch, da\u00df keiner jener M\u00e4nner, die geladen waren, mein Mahl schmecken wird.<\/strong><\/pre>\n<p>Die Juden besa\u00dfen eine Reihe herk\u00f6mmlicher Vorstellungen von der Zeit, in der Gott geschichtlich in Erscheinung tritt und das goldene Zeitalter anbrechen werde. Zu den Bildern, in denen sie davon sprachen, geh\u00f6rte auch das gro\u00dfe Abendmahl des Messias. An jenem Tage werde Gott seinem Volk ein Festmahl bereiten, bei dem Leviathan, das Seeungeheuer, einen Bestandteil des Mahles bilden werde. An dieses Abendmahl dachte der Mann, der zu Jesus sprach. Als er von der Seligkeit derer sprach, die G\u00e4ste dieses Abendmahls seien, dachte er ausschlie\u00dflich an die Juden, denn kein stranggl\u00e4ubiger Durchschnittsjude h\u00e4tte sich auch nur im Traum einfallen lassen, dass Heiden und S\u00fcnder an diesem Mahl Gottes teilnehmen k\u00f6nnten. Das wusste Jesus genau und darum erz\u00e4hlte er dies Gleichnis.<\/p>\n<p>Wenn jemand in Pal\u00e4stina ein Fest veranstaltete, wurde der Tag daf\u00fcr lange im Voraus festgesetzt und ebenso rechtzeitig die Einladungen verschickt und angenommen; doch die Stunde, zu der die G\u00e4ste erscheinen sollten, wurde dann noch nicht mitgeteilt. Erst wenn am festgesetzten Tage alle Vorbereitungen getroffen waren, wurden Diener ausgesandt, um die bereits eingeladenen G\u00e4ste an ihr Kommen zu erinnern. Eine Einladung zun\u00e4chst anzunehmen und ihr dann am festgesetzten Tage nicht zu folgen, galt als schwere Beleidigung des Gastgebers.<\/p>\n<p>Mit dem Menschen der die Einladung ausspricht, ist im Gleichnis Gott gemeint und mit den urspr\u00fcnglichen eingeladenen G\u00e4sten sind die Juden gemeint. W\u00e4hrend der langen Geschichte ihres Volkes hatten sie st\u00e4ndig auf den Tag gewartet, an dem Gott erscheinen werde; und als es dann zu ihnen kam, folgten sie seiner Einladung unseligerweise nicht. Die Leute von den Stra\u00dfen und Gassen verk\u00f6rpern die Z\u00f6llner und S\u00fcnder, die Jesus in einer Weise begr\u00fc\u00dften und willkommen hie\u00dfen wie niemand von den strenggl\u00e4ubigen Juden; die auf den Landstra\u00dfen und an den Z\u00e4unen Aufgelesenen verk\u00f6rpern die Heiden, f\u00fcr die ebenfalls noch Platz genug beim gro\u00dfen Abendmahl Gottes war. Bengel ein Theologe aus der Zeit des Pietismus der einen Bibelkommentar herausgab, hat es folgenderma\u00dfen ausgedr\u00fcckt: \u201eDie Natur wie die g\u00f6ttliche Gnade verabscheuen im gleichen Ma\u00dfe die Leere\u201c. Als die Juden Gottes Aufforderung nicht nachkamen, so dass sein Tisch unbesetzt blieb, wandte er sich mit seiner Einladung an die Heiden.<\/p>\n<p>Leider ist mit einem Satz dieses Gleichnisses sch\u00e4ndlicher Missbrauch getrieben worden. \u201eGehe aus\u201c, sagte der Herr, \u201eund n\u00f6tige sie hereinzukommen\u201c. Schon Augustinus hat daraus den Befehl abgeleitet, die Menschen zum christlichen Glauben zu zwingen und ebenso hat man den Satz dazu missbraucht, um die Inquisition zu verteidigen: Daumen schrauben, Folter, Androhungen von Gefangenschaft und Tod; alle Kampagnen gegen Ketzer, die dem Christentum zur Schande gereichen. Wir sollten diesem Satz stets einem anderen zur Seite stellen: \u201eDie Liebe Christi dringet uns\u201c(2Kor5, 14). <strong><em>Im Reich Gottes gibt es nur einen einzigen Zwang, den Zwang zur Liebe.<\/em><\/strong> Sei allezeit wachsam, dass du das Wort Gottes niemals missbrauchst. Das Wort Gottes dient niemals zur Manipulation und um Angst zu verbreiten, es dient nicht daf\u00fcr, deine Dinge durchzusetzen. Nutze es nicht um Angst und Schrecken zu verbreiten, damit m\u00f6glichst viele Zwangsbekehrungen stattfinden. Gott ist Liebe, er m\u00f6chte das Herz der Menschen, er m\u00f6chte dein Herz, er ist kein Schreckensdiktator.<\/p>\n<p>Obwohl dieses Gleichnis eine Drohung f\u00fcr die Juden darstellte, die Gottes Aufforderung nicht nachgekommen waren, und den Heiden, S\u00fcndern und Ausgesto\u00dfenen, die nie daran gedacht hatten, gro\u00dfe Herrlichkeit versprach, enth\u00e4lt das Gleichnis \u00fcber die zeitlich bedingte Bedeutung hinaus ewigg\u00fcltige Wahrheiten, die nie veralten. Im Gleichnis h\u00f6ren wir, welche fadenscheinigen Entschuldigungen die geladenen G\u00e4ste vorbringen. Auch heute unterscheiden sich die Entschuldigungen der Menschen nicht allzu sehr von ihnen.<\/p>\n<p>Der erste erwiderte, er m\u00fcsse sich einen Acker ansehen, der er gerade gekauft habe. Das Gesch\u00e4ft bedeutete ihm mehr als der Ruf, den Gott an ihn ergehen lie\u00df. Auch heute noch gibt es Menschen, die so v\u00f6llig in den Dingen dieser Welt aufgehen, dass sie weder zum Gottesdienst noch zum Gebet Zeit haben. Achte allezeit\u00a0 darauf, dass du deinen Herrn und Gott nicht aus den Augen verlierst. So dass er erst zur Nebensachen wird und dann ganz ausgel\u00f6scht wird aus deinem Denken und deinem Leben. Lebe t\u00e4glich ein Beziehung mit ihn, gebe ihm den Raum in deinem Leben den ihm geb\u00fchrt. Er hat f\u00fcr dich seinen eigenen Sohn geopfert, damit er wieder pers\u00f6nlich mit dir in Kontakt treten kann, er sehnt sich nach dir.<\/p>\n<p>Der zweite erwiderte, er habe f\u00fcnf Joch Ochsen gekauft, die er sich anschauen m\u00fcsse. Das Neue lockte ihn mehr als der Ruf Jesus Christi. Es kommt h\u00e4ufig vor, das Menschen von ihre, neu erworbenen Besitz so in Anspruch genommen werden, dass dadurch der Gedanke an Gott und Gottesdienst v\u00f6llig verdr\u00e4ngt wird. Es gibt Menschen, die, nachdem sie sich ein Auto gekauft haben, sagen: \u201eWir sind zwar sonntags immer in die Kirche\/Gemeinde, aber jetzt nutzen wir den Tag dazu aus, um aufs Land hinauszufahren\u201c. Die Gefahr ist gro\u00df, das wir die Zeit, die Gott vorbehalten sein sollte, f\u00fcr ein neues Spiel, ein neues Hobby verwenden, oder um einer neuen Freundschaft willen Gott vergessen. Ich habe mal eine Nachricht erhalten, in der mir mitgeteilt wurde, \u201eich brauche deinen Jesus nicht mehr, ich habe mich frisch verliebt und bin Gl\u00fccklich\u201c. Das ist wie \u00c4pfel mit Birnen zu vergleichen, aber es war einen Entscheidung, eine Entscheidung gegen unseren Retter Jesus Christus.<\/p>\n<p>Der dritte schlie\u00dflich erwiderte noch nachdr\u00fccklicher als die anderen beiden: \u201eIch habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommt\u201c, was f\u00fcr eine Parallele zu meinen Erlebnis, du siehst, es gibt nichts Neues unter der Sonne. In einer der wunderbar barmherzigen alttestamentlichen Vorschriften hie\u00dft es: \u201eWenn jemand sich kurz vorher eine Frau genommen hat, soll er nicht mit dem Herr ausziehen und man soll ihm nichts auferlegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, dass er fr\u00f6hlich sei mit seiner Frau, die er genommen hat\u201c(5Mos25, 4). Zweifellos dachte der Mann bei seiner Absage an diese Vorschrift. Es liegt eine tiefe Tragik darin, wenn gute, ja hervorragende Dinge dein Leben so erf\u00fcllen, dass der Ruf Gottes an dich dadurch verdr\u00e4ngt wird. Es gibt nichts Sch\u00f6neres als ein Heim und eine Familie und doch sind beide nicht um selbsts\u00fcchtige Zwecke willen da.<\/p>\n<p>Wenn du mit Gott lebst, kommst du auch mit deinen Mitmenschen gut aus; wer seinen Mitmenschen dient, erweist sich selbst den besten dienst. In einem Hause, dessen Bewohner stets daran denken, dass sie auch zu der gro\u00dfen Familie Gottes geh\u00f6ren und seine Kinder sind, wird stets eine gute Atmosph\u00e4re herrschen.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch einmal ausdr\u00fccklich festhalten: Der ganze Anschnitt, Lukas 14, 1-24, handelt von Festen und Gastm\u00e4hlern. Es ist sehr bezeichnend, dass Jesus diese Begriffe verwendet, um das Reich Gottes und seinen Dienst am Reich Gottes zu charakterisieren. Das Reich Gottes ist der Inbegriff des gl\u00fcckseligen Lebens, das der Mensch zu f\u00fchren vermag. Damit werden endg\u00fcltig alle diejenigen Christen verurteilt, die sich f\u00fcrchten, dass Leben zu genie\u00dfen. Von jeher hat es Vertreter des Christentums gegeben, die das Leben seiner Farben beraubt haben. Julian der abtr\u00fcnnige hat von ihnen als blassgesichtigen, flachbr\u00fcstigen Christen gesprochen, denen die Sonne vergebens scheine. Und ein Dichter verleumdete Christus mit der Behauptung:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>\u201eDu bleicher Galil\u00e4er, hast gesiegt,<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Grau ward die Welt durch deines Atems Hauch\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein anderer Schriftsteller, der in einer strengen, engherzigen Umgebung aufwuchs, berichtet davon, dass eine fromme alte Tante ihm als Kind einen Hampelmann, den er geschenkt bekommen hatte, mit den Worten weggenommen habe, Spielzeug sei nichts f\u00fcr christliche Kinder. Selbst ein gro\u00dfer, bedeutender \u00a0Gelehrter hat einmal gesagt, er k\u00f6nne sich Jesus weder als spielendes Kind noch als l\u00e4chelnden Mann vorstellen. Und zu den wenigen Fehlern John Wesley geh\u00f6rte es ebenfalls, dass er bei einer Schulgr\u00fcndung in der N\u00e4he von Bristol bestimmte, dass weder in der Schule noch auf dem Gel\u00e4nde der Schule Spiele erlaubt sein sollten, mit der Begr\u00fcndung: \u201e Wer als Kind spielt, wird auch als Erwachsener noch spielen\u201c. Es gab keine Ferien. Die Kinder mussten um vier Uhr aufstehen und die erste Stunde des Tages betend und meditierend verbringen. Und freitags mussten sie bis drei Uhr nachmittags fasten. Ein bekannter Theologe hat diese Ma\u00dfnahme als \u201eTorheiten, die der menschlichen Natur spotten\u201c, bezeichnet.<\/p>\n<blockquote><p>Du darfst niemals vergessen, dass Jesus an das Reich Gottes dachte wie an ein Fest. Ein m\u00fcrrischer Christ ist ein Widerspruch in sich selbst. John Locke, der gro\u00dfe Philosoph der Aufkl\u00e4rung hat das Leben einmal als \u201eeinen unverhofften Triumph\u201c bezeichnet. Kein vern\u00fcnftiges Vergn\u00fcgen ist Christen verwehrt, denn Christ sein hei\u00dft, auf immer an einem Hochzeitsmahl teilzuhaben. Lebe hier auf Erden mit Freuden, als ein Botschafter an Jesus Christus statt. Dem der Gott liebt, ist kein Ding unm\u00f6glich(Lk1, 37), kein Berg ist zu hoch und zu schwer um ihn, in Jesus wunderbaren Namen zu versetzen. Habe Freude allezeit und abermals sage ich dir, habe Freude allezeit, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/p>\n<p>Euer Pastor Thorsten Wurm(Lionheart)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Habe Freude in allem was du tust, tute es aus Liebe, aus Liebe zu Jesus oder tue es nicht. Gebe in allem Jesus Christus die Ehre, gibt es ihm nicht die Ehre, lasse es bleiben! Das Reich Gottes soll f\u00fcr dich, wie ein Fest sein! 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