{"id":1609,"date":"2017-02-25T00:01:37","date_gmt":"2017-02-24T23:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1609"},"modified":"2018-09-14T14:27:08","modified_gmt":"2018-09-14T12:27:08","slug":"andacht-vom-25-februar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1609","title":{"rendered":"Andacht vom 25. Februar 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Schaue dir an was der Herr f\u00fcr dich getan hat und freue dich daran allezeit. Freue dich in deinen Drangsalen, denn dein Herr dein Gott hat dich zum Leben befreit und er kommt niemals zu sp\u00e4t, darauf vertraue vom tiefen Herzen!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Bitte so wird dir gegeben werden! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 11, 5-13<\/strong>\n\n<strong>Und er sprach zu ihnen: Welcher unter euch h\u00e4tte einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spr\u00e4che zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote;<\/strong>\n\n<strong>denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts vorzusetzen;<\/strong>\n\n<strong>und jener w\u00fcrde von innen antworten und sagen: Mache mir keine M\u00fche! Die T\u00fcre ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben!<\/strong>\n\n<strong>Ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unversch\u00e4mtheit willen aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf.<\/strong>\n\n<strong>Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden!<\/strong>\n\n<strong>Denn jeder, der bittet, empf\u00e4ngt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan werden.<\/strong>\n\n<strong>Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Oder wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben?<\/strong>\n\n<strong>So nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!<\/strong><\/pre>\n<p>Ich m\u00f6chte damit beginnen ein wenig einen Einblick zu vermitteln wie die Menschen zur damaligen Zeit gelebt haben.<\/p>\n<p>Um die Hitze des Tages zu vermeiden, brachen Reisende in Pal\u00e4stina h\u00e4ufig sp\u00e4t abends auf. In der Geschichte, die Jesus erz\u00e4hlt, hatte ein solcher Reisender das Haus seines Freundes gegen Mitternacht erreicht. Im Orient gilt Gastfreundschaft als heilige Pflicht; es gen\u00fcgte nicht, einem Menschen das Notd\u00fcrftigste vorzusetzen, vielmehr musste dem Gast im \u00dcberfluss aufgetischt werden. Das Brot wurde auf dem Lande zu Hause gebacken und zwar immer nur so viel, wie es dem Bedarf eines Tages entsprach, denn wenn man es l\u00e4nger aufbewahrte, wurde es muffig und niemand wollte e mehr essen. So sah sich der Hausherr bei der sp\u00e4ten Ankunft des Reisenden in einer schwierigen Lage, weil seine Speisekammer leer war und er nicht den heiligen Pflichten der Gastfreundschaft nachzukommen vermochte.<\/p>\n<p>Obwohl es schon sp\u00e4t war, ging er also zu einem seiner Freunde, um von ihm Brot zu borgen, doch die T\u00fcr des Freundes war verschlossen. Im Orient klopfte jemand nur im \u00e4u\u00dfersten Notfall an eine verschlossene T\u00fcr. Morgens wurde die T\u00fcr ge\u00f6ffnet und bleib den ganzen Tag \u00fcber offen stehen, da es kaum Heimlichkeiten vor den anderen gab; doch wenn die T\u00fcr verschlossen war, war das ein eindeutiges Zeichen daf\u00fcr, dass der Hausvater nicht gest\u00f6rt werden m\u00f6chte. Doch der andere Hausvater lie\u00df sich dadurch nicht abschrecken. Er klopfte und klopfte immer wieder an die T\u00fcr. Die H\u00e4user der \u00e4rmeren Leute in Pal\u00e4stina bestanden aus einem einzigen Raum, der nur ein kleines Fenster hatte. Festgestampfte Erde mit getrockneten Schilf oder Binsen bedeckt, bildeten den Fu\u00dfboden. Der Raum war unterteilt, jedoch nicht durch eine Trennwand, sondern durch eine niedrige Rampe. Zweidrittel des Raums befanden sich zu ebener Erde. Das andere Drittel war ein wenig erh\u00f6ht. Darauf befand sich der mit Holzkohle beheizte Herd, der die ganze Nacht brannte. Rund um ihn herum schlief die ganze Familie, nicht in Betten, sondern auf Schlafmatten. Die Familien waren gro\u00df und der W\u00e4rme wegen schliefen alle dicht zusammen. Wenn einer aufstand, st\u00f6rte er unweigerlich die ganze Familie. Au\u00dferdem war es auf dem Lande Sitte, die Haustiere, H\u00fchner und Zeigen, nachts ebenfalls ins Haus zu holen.<\/p>\n<p>Ist es da ein Wunder, dass der Mann, der sich zu Ruhe gelegt hatte, nicht aufstehen wollte?<\/p>\n<p>Doch der andere, fest entschlossen, sich etwas zu borgen, klopfte unentwegt und unversch\u00e4mt weiter, das ist die Bedeutung des griechischen Wortes im Urtext, bis der Hausvater schlie\u00dflich aufstand und ihm das Gew\u00fcnschte gab, weil er wusste, dass mittlerweile doch die ganze Familie wachgeworden war.<\/p>\n<p>Frage dich selbst einmal, wie du handeln w\u00fcrdest, wenn bei dir ein Freund nachts sturmklingelt und deine Hilfe einfordert. Deine ganze Familie wird wach und schimpfen auf dich ein, warum dein Freund um diese unchristliche Zeit vor der T\u00fcr steht und Alarm macht. Was w\u00fcrdest du tun, wie w\u00fcrdest du deinen Freund behandeln?<\/p>\n<p>\u201eDiese Geschichte\u201c, sagte Jesus, \u201ekann Dir etwas \u00fcber das Beten lehren\u201c. Das Gleichnis lehrt dich nicht, hartn\u00e4ckig fortzufahren mit Beten; du sollst nicht solange an Gottes T\u00fcr schlagen, bis du ihm l\u00e4stig wirst und ihn auf diese Weise zwingst, dir zu gew\u00e4hren, was du haben m\u00f6chtest. Du sollst Gott nicht n\u00f6tigen, dir zu antworten. Das Wort Gleichnis bedeutet w\u00f6rtlich, dass etwas nebeneinander gelegt wird, praktisch sowie du auf Onlineverkaufsportahlen diverse Dinge miteinander vergleichen kannst. Wenn du etwas miteinander vergleichst, um daraus eine Lehre zu ziehen, dann verdankst du die Lehre etwa den Umstand, dass die Dinge einander gleichen, oder aber dem Umstand, dass es sich um Gegens\u00e4tze handelt. In diesem Fall beruht die Pointe nicht auf der \u00c4hnlichkeit, sondern auf dem Gegensatz. Jesus sagt: \u201eWenn ein m\u00fcrrischer Hausvater sogar durch das unversch\u00e4mte Dr\u00e4ngen seines Freundes dazu gen\u00f6tigt wird, ihm zu geben, wessen er bedarf, um wieviel mehr wird dann Gott, der ein liebender Vater ist, seinen Kindern gew\u00e4hren, was sie n\u00f6tig haben?\u201c \u201eWenn ihr\u201c, sagte Jesus, \u201edie ihr b\u00f6se seid, wisst, dass ihr verpflichtet seid, f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse eurer Kinder zu sorgen, um wieviel mehr wird Gott es dann tun?\u201c Gott hat so viel f\u00fcr dich bereitet, weil du sein kostbares Kind bist. Du kannst aus der F\u00fclle seiner Herrlichkeit leben, darauf vertraue.<\/p>\n<blockquote><p>Das entbindet dich jedoch keineswegs davon, fortzufahren im Gebet. Denn die einzige Gew\u00e4hr f\u00fcr die Aufrichtigkeit deiner Hoffnung auf Gott ist die Leidenschaft, mit der du betest; doch hei\u00dft das noch lange nicht, dass du Gott seine Gaben abringen kannst, dein unabl\u00e4ssiges Gebet soll vielmehr zum Ausdruck bringen, dass du zu Gott als zu dem kommst, der besser als du selbst wei\u00df, was dir nottut; der ein gro\u00dfm\u00fctiges Herz besitzt und dich reichlich mit allem versorgt. Wenn du nicht empf\u00e4ngst worum du gebetet hast, liegt es nicht daran, dass Gott es dir widerwillig versagt, sondern weil er wei\u00df, was f\u00fcr dich das Beste ist. Ein Gebet das unbeantwortet bleibt, gibt es nicht. Wohl mag die Antwort nicht so ausfallen, wie du es erhoffst oder erwartet hast, doch selbst, wenn deine W\u00fcnsche nicht erf\u00fcllt werden, erh\u00f6rt Gott dich und beantwortet dir in seiner Liebe und Weisheit. Denke immer daran Gott hat das Ganze im Blick, er \u00fcberblickt dein ganzes Leben, mit allen Folgen deines Handels, darum vertraue darauf, dass er deine Gebete zu deinen Besten erh\u00f6rt, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Schaue dir an was der Herr f\u00fcr dich getan hat und freue dich daran allezeit. Freue dich in deinen Drangsalen, denn dein Herr dein Gott hat dich zum Leben befreit und er kommt niemals zu sp\u00e4t, darauf vertraue vom tiefen Herzen! 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