{"id":1597,"date":"2017-02-22T00:19:40","date_gmt":"2017-02-21T23:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1597"},"modified":"2018-09-14T14:33:06","modified_gmt":"2018-09-14T12:33:06","slug":"andacht-vom-22-februar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1597","title":{"rendered":"Andacht vom 22. Februar 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und mega sch\u00f6nen Tag, in den Armen Jesus. Schaue bei allem auf zum Himmel und lobe und preise seinen wunderbaren Namen. Danke ihn daf\u00fcr was er alles f\u00fcr dich getan hat und noch tun wird. Danke dass du durch ihn in der Freiheit leben kannst, eine Freiheit f\u00fcr die es keine Worte gibt!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Sei nicht nur H\u00f6rer des Wortes, sondern auch T\u00e4ter! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 10, 25-37<\/strong>\n<strong>Und siehe, ein Schriftgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu ererben?<\/strong>\n<strong>Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liesest du?<\/strong>\n<strong>Er antwortete und sprach: \u00abDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verm\u00f6gen und mit deinem ganzen Gem\u00fcte, und deinen N\u00e4chsten wie dich selbst!\u00bb<\/strong>\n<strong>Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben!<\/strong>\n<strong>Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein N\u00e4chster?<\/strong>\n<strong>Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die R\u00e4uber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und lie\u00dfen ihn halbtot liegen.<\/strong>\n<strong>Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Stra\u00dfe hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vor\u00fcber.<\/strong>\n<strong>Desgleichen auch ein Levit, der zu der Stelle kam und ihn sah, ging auf der andern Seite vor\u00fcber.<\/strong>\n<strong>Ein Samariter aber kam auf seiner Reise dahin, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen<\/strong>\n<strong>und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goss \u00d6l und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, f\u00fchrte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.<\/strong>\n<strong>Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.<\/strong>\n<strong>Welcher von diesen Dreien d\u00fcnkt dich nun der N\u00e4chste gewesen zu sein dem, der unter die R\u00e4uber gefallen war?<\/strong>\n<strong>Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat! Da sprach Jesus zu ihm: So gehe du hin und tue desgleichen!<\/strong><\/pre>\n<p>Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich ein wenig auf den Schauplatz dieser Geschichte eingehen.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe von Jerusalem nach Jericho war ber\u00fcchtigt f\u00fcr ihre Gef\u00e4hrlichkeit. Jerusalem liegt 800 Meter \u00fcber den Meeresspiegel; das Tote Meer, in dessen N\u00e4he Jericho lag, liegt 390 Meter unter dem Meeresspiegel. Die \u00a0Stra\u00dfe fiel also auf eine L\u00e4nge von etwa 30 Kilometer 1190 Meter ab und verengte sich in dem felsigen Gel\u00e4nde zu Hohlwegen. Zahlreiche Windungen machten sie zu einem erfolgreichen Jagdgrund f\u00fcr R\u00e4uber. Aus dem f\u00fcnften Jahrhundert berichtet Hieronymus, dass die Stra\u00dfe immer noch \u201eDer rote blutige Weg\u201c genannt wurde. Und noch im 19. Jahrhundert mussten Reisende eine Schutzgeb\u00fchr an den \u00f6rtlichen Scheich entrichten, bevor sie die Stra\u00dfe benutzen durften. Ja, sogar noch Anfang der drei\u00dfiger Jahre wurden Reisend davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit die Stra\u00dfe zu benutzen, weil ein gewisser Abu Jildah Meister darin war, Autos anzuhalten und Touristen auszurauben; bevor die Polizei erschien, war er mit seiner Beute bereits in die Berge entkommen. Als Jesus diese Geschichte erz\u00e4hlte, sprach er also \u00fcber ein Ereignis, das sich auf dieser Stra\u00dfe st\u00e4ndig wiederholte.<\/p>\n<p>Als zweites wollen wir uns, die verschiedenen Personen dieser Geschichte ansehen. a.) Da war einmal der Reisende. Er war offensichtlich leichtsinnig und tollk\u00fchn. Selten wagte jemand, die Stra\u00dfe von Jerusalem nach Jericho allein zu gehen, wenn er Waren oder Wertsachen mit sich f\u00fchrte. Die Menschen reisten stets mit mehreren zusammen oder on einer Karawane, weil sie so sicherer waren. Dieser Mann konnte niemandem als sich selbst einen Vorwurf wegen seiner misslichen Lage machen. Es ist besser zu zweien als alleine, dass z\u00e4hlt auch heute f\u00fcr dich. Du bist als Nachfolger Jesus Christus zur Gemeinschaft berufen, es gibt keinen 007 Geheimchristen, dazu bist auch du nicht berufen. Christsein bedeutet einer f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen, wie einst du Musketiere. b.) Der zweite war der Priester. Der Priester eilte an dem Mann vor\u00fcber. Zweifellos dachte er dabei daran, dass derjenige, der einen Toten ber\u00fchrte, sieben Tage lang als unrein galt(4Mos19, 11). Er wusste es zwar nicht mit Sicherheit, doch er f\u00fcrchtete, dass der Mann tot war; und wenn er ihn ber\u00fchrte, ging er seines Tempeldienstes verlustig. Und dieses Risiko wollte er auf keinen Fall eingehen. Er war ein Mensch, der die Forderungen es Zeremoniells h\u00f6her stellte als die Forderungen der N\u00e4chstenliebe. Tempel und Gottesdienstordnung bedeuteten ihm mehr als die Qual eines Menschen. Achte darauf dass du bei allem deinen Tun nicht in die Gesetzlichkeit abrutscht. Leicht ist es geschehen dass man mit Klugen Bibelstellen um sich schmei\u00dft und dabei die N\u00e4chstenliebe vergisst. H\u00fcte dich davor, besonders nach dem du die Freiheit in Jesus Christus geschmeckt hast. Helfe den leidenden, sei f\u00fcr die Menschen da, auch wenn du dann mal einen Gottesdienst verpassen solltest, das Wohl des Leidenden geht vor. c.) Der dritte war ein Levit. Er scheint zun\u00e4chst einmal auf den Mann zugegangen \u00a0zu sein, ehe er vor\u00fcberschritt. Die Banditen benutzten f\u00fcr gew\u00f6hnlich einen K\u00f6der. Einer von ihnen spielte die Rolle eines Verwundeten; wenn ein argloser Reisender sich \u00fcber ihn beugte, st\u00fcrzten sich die \u00fcbrigen auf ihn und \u00fcberw\u00e4ltigten ihn. Der Levit handelte nach dem Motto: \u201eSafety first\u201c \u2013 \u201edie eigene Sicherheit geht vor\u201c. Er ging keine Gefahr ein, um einem anderen zu helfen. Stelle das Wohl des anderen immer \u00fcber dein Wohl, egal welcher Gefahr du gegen\u00fcber stehst, helfe, daf\u00fcr gebe alles. Sei nicht nur ein Wortchrist sondern lebe das Wort Gottes, sei nicht nur H\u00f6rer, sondern haupts\u00e4chlich ein T\u00e4ter des Wortes. d.) Schlie\u00dflich war noch der Samariter beteiligt. Die Zuh\u00f6rer hatten offensichtlich erwartet, dass mit ihm sich ein B\u00f6sewicht n\u00e4herte. Vielleicht war er seiner rassischen Herkunft nach nicht einmal Samariter, mit denen die Juden \u00fcberhaupt keinen Umgang pflegten. Dennoch scheint er sich hier um einen reisenden H\u00e4ndler gehandelt zu haben, der regelm\u00e4\u00dfig jene Herberge aufsuchte. Johannes 8, 48 nennen die Juden Jesus einen Samariter. Die Bezeichnung wurde mitunter auch auf einen Menschen angewandt, der ein Ketzer war und das vorgeschriebene Zeremoniell nicht beachtete. Vielleicht war der Mann in diesem Sinn ein Samariter, der von allen Echtgl\u00e4ubigen verachtet wurde.<\/p>\n<p>Zweierlei m\u00fcssen wir bei ihm beachten.<\/p>\n<p>Er besa\u00df einen guten Kredit! Der Wirt vertraute ihm ganz eindeutig. Theologisch gesehen war er vielleicht unzuverl\u00e4ssig, doch er war ein redlicher Mensch.<\/p>\n<p>Er war als einziger bereit, dem \u00dcberfallenen zu helfen. Vielleicht war er ein Ketzer, doch sein Herz war voller g\u00f6ttlicher N\u00e4chstenliebe. Die Erfahrung, dass die Orthodoxen mehr an Dogmen interessiert sind als daran, zu helfen, ist nicht neu und ebenso wenig ist es die Tatsache, dass der von den Strenggl\u00e4ubigen verachtete Menschen seine Mitmenschen liebt. Du wirst einmal nicht daran gerichtet werden, ob du das Glaubensbekenntnis eingehalten, sondern danach, wie du gelebt hast. Wie bist du mit deinen Mitmenschen umgegangen, wie bist du ihren Leid entgegengetreten. Jesus Christus ist f\u00fcr alle Menschen auf die Welt gekommen, er hat sein Leben f\u00fcr alle Menschen geopfert. Der Gesunde bedarf nicht eines Arztes sondern die Kranken und geknechteten.<\/p>\n<p>Als drittes wollen wir untersuchen, was uns das Gleichnis lehrt. Der Schriftgelehrte stelle seine Frage im Ernst. Jesus fragte ihn, was im Gesetz geschrieben stehe und fuhr dann fort: \u201ewie liesest du?\u201c Streng orthodoxe Juden trugen kleine Lederbeh\u00e4lter an ihrem Handgelenk. Sie wurden Gebetsriemen genannt und enthielten bestimmte Stellen aus der Heiligen Schrift: 2. Mose 13, 1-10; 11-16: 5. Mose 6, 4-9; 11, 13-10. \u201eDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben\u201c steht im 5. Buch Mose 6, 5 und 11, 13. Jesus sagte daher zu dem Schriftgelehrten: \u201eSieh auf deinen Gebetsriemen am Handgelenk, dort findest du die Antwort auf deine Frage\u201c. Diesen S\u00e4tzen hatten die Schriftgelehrten noch 3. Mose 19, 18 hinzugef\u00fcgt, wo es hei\u00dfte, dass der Mensch seinen N\u00e4chsten wie sich selbst lieben soll. In ihrem leidenschaftlichen Eifer nach Begriffsbestimmungen hatten die Rabbinen versuch, zu bestimmen, wer denn der N\u00e4chste sei; sie begrenzten den Begriff so eng und schlecht wir nur m\u00f6glich auf alle Juden. So behaupteten zum Beispiel einige unter ihnen, es versto\u00dfe gegen das Gesetz, einer Heidin in ihrer schweren Stunde, wenn sie ein Kind gebar, beizustehen, denn dadurch verh\u00fclfe man blo\u00df einen neuen Heiden zum Leben. Die Frage des Schriftgelehrten: \u201eWer ist denn mein N\u00e4chste?\u201c war also eine echte Frage.<\/p>\n<p>Die Antwort Jesu schlie\u00dft dreierlei ein.<\/p>\n<ol>\n<li>Du sollst auch dann einen Menschen helfen, wenn er selbst an seinem Ungl\u00fcck schuld ist wie der leichtsinnige Reisende in diesem Gleichnis.<\/li>\n<li>Jeder Mensch, einerlei, welchem Volk er angeh\u00f6rt, ist dein N\u00e4chster, wenn er sich in Not befindet. Deine Hilfsbereitschaft soll so umfassend sein wie die Liebe Gottes.<\/li>\n<li>Deine Hilfe muss eine t\u00e4tige Hilfe sein, sie darf sich nicht darauf beschr\u00e4nken, dass du das Leid des anderen nur empfindest. Der Priester und der Levit empfanden zweifellos auch Mitleid, echtes Mitleid dr\u00fcckt sich in Taten aus.<\/li>\n<\/ol>\n<blockquote><p>Dieses Gleichnis betont, dass wahrer Glaube und Gehorsam, die Art die zur geistlichen Errettung und einer echten Beziehung zu Christus f\u00fchrt, auch ein aktives Mitgef\u00fchl in Not beinhaltet.<\/p>\n<p>Was Jesus zu den Schriftgelehrten sagte, sagt er auch zu dir:<\/p>\n<p>\u201eGeh auch Du und tue desgleichen\u201c<\/p>\n<p>Verschlie\u00dfe deine Augen nicht, suche dir keine Ausreden, sondern helfe T\u00e4tig und nicht nur mit klugen Ratschl\u00e4gen. Greife den Hilflosen unter die Arme wenn er nicht allein laufen kann, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart) <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und mega sch\u00f6nen Tag, in den Armen Jesus. Schaue bei allem auf zum Himmel und lobe und preise seinen wunderbaren Namen. Danke ihn daf\u00fcr was er alles f\u00fcr dich getan hat und noch tun wird. Danke dass du durch ihn in der Freiheit leben kannst, eine Freiheit f\u00fcr die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6],"tags":[],"class_list":["post-1597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-lionhearts-andachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1597"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2924,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1597\/revisions\/2924"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}