{"id":1574,"date":"2017-02-17T00:20:01","date_gmt":"2017-02-16T23:20:01","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1574"},"modified":"2018-09-14T14:02:37","modified_gmt":"2018-09-14T12:02:37","slug":"andacht-vom-17-februar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1574","title":{"rendered":"Andacht vom 17. Februar 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und fr\u00f6hlichen Tag. Kommet herzu mir alle die ihr m\u00fcheselig und beladen seid, ich will euch erquicken(Mt11, 28). Du kannst deine Last nicht nur bei Jesus abgeben, er will dich zus\u00e4tzlich erquicken, bei ihm bekommst du die volle Freude, bei ihm bekommst du das ganze Ma\u00df!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Sei Tolerant aber nicht Gleichg\u00fcltig! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 9, 49-57<\/strong>\n\n<strong>Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen D\u00e4monen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt.<\/strong>\n\n<strong>Jesus aber sprach: Wehret ihm nicht! Denn wer nicht wider uns ist, der ist f\u00fcr uns.<\/strong>\n\n<strong>Es begab sich aber, als sich die Tage seines Heimgangs erf\u00fcllten und er sein Angesicht nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen,<\/strong>\n\n<strong>sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten.<\/strong>\n\n<strong>Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war.<\/strong>\n\n<strong>Als aber das seine J\u00fcnger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, da\u00df Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie auch Elia getan hat!<\/strong>\n\n<strong>Er aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid?<\/strong>\n\n<strong>Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erretten. Und sie zogen in ein anderes Dorf.<\/strong>\n\n<strong>Als sie aber ihre Reise fortsetzten, sprach einer auf dem Wege zu ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!<\/strong><\/pre>\n<p>Hier werden uns zwei Lehren zur Duldsamkeit erteilt.<\/p>\n<p>In Pal\u00e4stina gab es viele Geisterbeschw\u00f6rer, die alle darauf Anspruch erhoben, b\u00f6se Geister austreiben zu k\u00f6nnen. Zweifellos sah Johannes in diesem Mann einen Konkurrenten, den er auszuschalten w\u00fcnschte.<\/p>\n<p>Der Direkte Weg nach Jerusalem f\u00fchrte durch Samaria, doch die meisten Juden mieden ihn. Zwischen Juden und Samaritern bestand ein Jahrhundertealter Zwist(Joh4, 9). Tats\u00e4chlich versuchten die Samariter alles, um Gruppen von Pilgern daran zu hindern, durch ihr Gebiet zu ziehen, und schreckten selbst vor Handgreiflichkeiten nicht zur\u00fcck. Auch f\u00fcr Jesus war es ungew\u00f6hnlich, diesen Weg nach Jerusalem einzuschlagen\u00a0 und nicht ungew\u00f6hnlicher war sein Versuch, in einem Dorf Samarias Gastfreundschaft zu finden. Jesus streckte auf diese Weise die Hand der Freundschaft nach einem Volk aus, das mit den Juden verfeindet war. In diesem Fall wurde ihm nicht nur die Gastfreundschaft verweigert, sondern auch die angebotene Freundschaft zur\u00fcckgewiesen. Zweifellos glaubten Jakobus und Johannes, sie t\u00e4ten etwas sehr Lobenswertes, als sie sich erboten Gottes Hilfe zu erbitten, dass er das Dorf ausl\u00f6schen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>In keinem anderen Abschnitt lehrt Jesus dir so unmittelbar, dass es deine Pflicht ist, duldsam zu sein. Toleranz ist in mancher Hinsicht eine ausgestorbene Tugend und dort, wo es sie noch gibt, hat sie eine falsche Ursache. Unter den bedeutenden Glaubensf\u00fchrern war niemand ein solches Musterbeispiel der Toleranz wie John Wesley: \u201eIch habe ebenso wenig ein Recht darauf\u201c, sagte er, \u201egegen einen Mann zu protestieren, der eine andere Meinung vertritt als die meine, wie ich ein Recht darauf habe, mich mit einem Mann auseinanderzusetzen, der eine Per\u00fccke tr\u00e4gt, statt wie ich sein eigenes Haar zu tragen; sollte er jedoch seine Per\u00fccke abnehmen und sie sch\u00fctteln, so dass mir der Puder ins Gesicht st\u00e4ubt, betrachte ich es als meine Pflicht, mich so schnell wie m\u00f6glich von ihm\u00a0 zur\u00fcckzuziehen\u201c. \u201eWas ich auf jede nur erdenkliche Weise zu verhindern beschlossen habe\u201c, sagte er weiter, \u201eist die geistige Enge, Parteihader, Selbstbeschr\u00e4nktheit &#8211; jene elende Fr\u00f6mmelei, die viele verleitet, zu glauben, dass Gott nur unter ihnen selbst wirke\u201c. \u201eWir, denken selbst\u201c, sagte er, \u201eund lassen andere ebenfalls denken\u201c. Als sein Neffe Samuel, der Sohn seines Bruders Charles, zur r\u00f6misch-katholischen Kirche\u00a0 \u00fcbertrat, schrieb John Wesley an ihn: \u201eOb in dieser oder in jener Kirche, das k\u00fcmmert mich nicht. Du kannst in der einen so gut wie in der andern errettet oder verdammt werden; ich bef\u00fcrchte lediglich, Methodisten zur Teilnahme am Sakrament lautet schlicht: \u201eAlle, die den Herrn lieben, m\u00f6gen herkommen\u201c. Die \u00dcberzeugung, dass allein unser Glaube und unsere Denkmetoden richtig sind, hat der Kirche so viel Not und Unheil gebracht wie sonst kaum etwas. Oliver Cromwell schrieb einst an die unvers\u00f6hnlichen Schotten: \u201eIch flehe euch um Christi willen an, haltet es nicht f\u00fcr ausgeschlossen, dass was du auch tust, irgendjemand gef\u00e4llt es nie!\u201c<\/p>\n<p>Viele Wege f\u00fchren zu Jesus, der uns den Weg zum Vater zeigt. Gott besitzt einen geheimen Zugang zu jedem Herzen. Gott erf\u00fcllt sich auf mancherlei Weise und kein Mensch und keine Kirche hat allein den Anspruch auf die g\u00f6ttliche Wahrheit. Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater nur durch ihn, solange dieses Fundament gelegt ist in deinem Leben, ist es egal wie du zu diesem Fundament gekommen bist. Keine Kirche, keine Gemeinde sollten den alleinigen Anspruch darauf erheben, denn Gottes Wege sind unergr\u00fcndlich. Sondern so hoch der Himmel \u00fcber der Erde ist, so viel h\u00f6her sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken(Jes55, 9).<\/p>\n<p>Doch \u2013 und das ist ungeheuer wichtig, deine Toleranz darf nicht auf Gleichg\u00fcltigkeit, sie soll vielmehr auf Liebe gegr\u00fcndet sein. Du sollst nicht tolerant sein, wie es dir, um es im modernen Jargon auszudr\u00fccken, v\u00f6llig Schnuppe ist und du dir nicht im geringsten daraus machst, sondern weil du stets die anderen Menschen dabei im Auge hast, nicht um Kritik an ihm zu \u00fcben, sondern mit liebendem Blick. Als Abraham Lincoln vorgeworfen wurde, er sei seinem Feinden gegen\u00fcber zu liebensw\u00fcrdig und als man ihn daran erinnerte, es sei seine Pflicht, sie zu vernichten, gab er die wunderbare Antwort:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>\u201eVernichte ich meine Feinde nicht auch, wenn ich sie zu meinem Freunden mache?\u201c <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Selbst wenn ein Mensch sich absolut im Irrtum befindet, sollst du ihn nie als Feind betrachten, denn du vernichten musst, sondern als einen Freund, der sich verirrt hat und durch deine Liebe wieder zur\u00fcckfinden kann. Behandle alle Menschen so wie du auch behandelt werden m\u00f6chtest, dabei versuche alle Menschen mit den Augen Jesus zu sehen, mit den Augen der Liebe und Gnade, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart) <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und fr\u00f6hlichen Tag. Kommet herzu mir alle die ihr m\u00fcheselig und beladen seid, ich will euch erquicken(Mt11, 28). Du kannst deine Last nicht nur bei Jesus abgeben, er will dich zus\u00e4tzlich erquicken, bei ihm bekommst du die volle Freude, bei ihm bekommst du das ganze Ma\u00df! 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