{"id":1499,"date":"2017-02-02T00:33:17","date_gmt":"2017-02-01T23:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1499"},"modified":"2018-09-14T14:05:50","modified_gmt":"2018-09-14T12:05:50","slug":"andacht-vom-02-februar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1499","title":{"rendered":"Andacht vom 02. Februar 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Tue heute mal ganz bewusst und vom ganzen Herzen jemanden etwas Gutes. Freue dich in und an allem, denn alles hat der Herr dein Gott dir bereitet!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Die mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, werden mit Freuden ernten! <\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre>Lukas 7, 36-50\nEs bat ihn aber einer der Pharis\u00e4er, mit ihm zu essen. Und er ging in des Pharis\u00e4ers Haus und setzte sich zu Tische.\nUnd siehe, eine Frau war in der Stadt, eine S\u00fcnderin; und als sie vernahm, dass er in dem Hause des Pharis\u00e4ers zu Tische w\u00e4re, brachte sie eine alabasterne Flasche voll Salbe\nund trat hinten zu seinen F\u00fc\u00dfen, weinte und fing an, seine F\u00fc\u00dfe mit Tr\u00e4nen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, k\u00fcsste seine F\u00fc\u00dfe und salbte sie mit der Salbe.\nAls aber der Pharis\u00e4er, der ihn geladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet w\u00e4re, so w\u00fcsste er doch, wer und was f\u00fcr eine Frau das ist, die ihn anr\u00fchrt, dass sie eine S\u00fcnderin ist!\nDa antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sage an!\nEin Gl\u00e4ubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war f\u00fcnfhundert Denare schuldig, der andere f\u00fcnfzig.\nDa sie aber nichts hatten zu bezahlen, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?\nSimon antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten geschenkt hat. Er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt!\nUnd indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser f\u00fcr die F\u00fc\u00dfe gegeben; sie aber hat meine F\u00fc\u00dfe mit Tr\u00e4nen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.\nDu hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgeh\u00f6rt, meine F\u00fc\u00dfe zu k\u00fcssen.\nDu hast mein Haupt nicht mit \u00d6l gesalbt, sie aber hat meine F\u00fc\u00dfe mit Salbe gesalbt.\nDarum, sage ich dir, ihre vielen S\u00fcnden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.\nUnd er sprach zu ihr: Dir sind deine S\u00fcnden vergeben!\nDa fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar S\u00fcnden vergibt?\nEr aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; gehe hin in Frieden!<\/pre>\n<p>Diese Geschichte ist so lebendig erz\u00e4hlt, dass du dabei leicht auf den Gedanken kommen k\u00f6nntest, Lukas sei ein K\u00fcnstler gewesen.<\/p>\n<p>Die Szene spielt auf den Hof des Hauses, das Simon, dem Pharis\u00e4er, geh\u00f6rte. Die H\u00e4user wohlhabender Leute wurden im Viereck um einen offenen Hof herum gebaut. H\u00e4ufig befand sich auch ein Garten mit einem Brunnen darin; dort wurden bei gutem Wetter die Mahlzeiten eingenommen. Im Orient herrschte die Sitte, dass alle m\u00f6glichen Leute herbeikamen, wenn ein Rabbi in solch einem Haus zur Mahlzeit einkehrte. Sie kamen aus freien St\u00fccken, um den Perlen der Weisheit zu lauschen, die \u00fcber seine Lippe kamen. So ist auch die Anwesenheit der Frau zu erkl\u00e4ren. Wenn ein Gast ein solches Haus betrat, geschah stets dreierlei. Der Gastgeber legte dem Gast eine Hand auf die Schulter und gab ihm den Friedenskuss. Dieses Zeichen der Ehrerbietung unterblieb nie, wenn es sich um einen ber\u00fchmten Rabbi handelte. Die Stra\u00dfen waren ungepflasterte, staubige und ausgetretene Pfade und die Schuhe bestanden lediglich aus sohlen, die mit \u00fcber den Fu\u00df gekreuzten Riemen festgehalten wurden. Daher wurden die F\u00fc\u00dfe des Gastes stets mit kalten Wasser \u00fcbergossen; das reinigte und erquickte sie zugleich. Und dann wurde entweder eine Prise s\u00fc\u00dfduftenden Weihrauchs verbrannt oder etwas Rosen\u00f6l auf den Kopf des Gastes getropft. Anstand und gute Sitte machten alle diese Dinge erforderlich, doch in diesem Fall geschah nichts dergleichen. Im Orient pflegten die G\u00e4ste nicht zu sitzen, sondern sie legten sich am Tisch nieder. Sie lagen auf niedrigen Ruhebetten und st\u00fctzten sich auf den linken Ellbogen, den rechten Arm dagegen konnten sie frei bewegen und die F\u00fc\u00dfe waren nach hinten ausgestreckt. Die Sandalen wurden w\u00e4hrend der Mahlzeit abgelegt. Daraus erkl\u00e4rt sich, wie es m\u00f6glich war, dass die Frau zu Jesus F\u00fc\u00dfen stand.<\/p>\n<p>Simon war Pharis\u00e4er, einer von den Abgesonderten. Wie kam ein solcher Mann \u00fcberhaupt dazu, Jesus in sein Haus einzuladen? Die Gr\u00fcnde k\u00f6nnen daf\u00fcr ausschlaggebend gewesen sein. a.) Es ist durchaus denkbar, dass er mit Jesus sympathisierte und ihn bewunderte, denn keineswegs geh\u00f6rten alle Pharis\u00e4er zu seinen Gegnern(vgl. Lk13, 31). Doch die Atmosph\u00e4re der Unh\u00f6flichkeit, in der sich der Besuch abspielt, schlie\u00dft diese M\u00f6glichkeit so gut wie aus. b.) Es kann sein, dass Simon Jesus in sein Haus einlud, in der bewussten Absicht, ihn dazu zu veranlassen, etwas zu sagen oder zu tun, was ihm eine Handhabe bot, gegen Jesus vorzugehen. Vielleicht war Simon ein agent provocateur, ein beauftragter Provokateur. Aber auch das ist nicht sehr wahrscheinlich, denn Lukas 7, Vers 40 nennt Simon Jesus selbst Meister, wie man einen Rabbi anredete. c.) Sehr wahrscheinlich geh\u00f6rte Simon zu den Menschen, die es auf ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeiten abgesehen haben und hatte diesen Aufsehenerregenden jungen Galil\u00e4er in halb g\u00f6nnerhafter Herablassung gebeten, bei ihm zu essen. Daraus erkl\u00e4rt sich am besten sein merkw\u00fcrdiges Verhalten. Einerseits brachte er Jesus, eine gewissen Hochachtung entgegen, anderseits lie\u00df er es an der gebotenen H\u00f6flichkeit fehlen. Simon versuchte, als G\u00f6nner Jesu aufzutreten.<\/p>\n<p>Die Frau war allgemein bekannt daf\u00fcr, dass sie nichts taugte. Sie war eine Dirne. Zweifellos hatte sie Jesus am Rande der um ihn Versammelten stehend zugeh\u00f6rt und pl\u00f6tzlich in ihm die Hand erblickt, die sie aus dem Sumpf ihres bisherigen Lebenswandels zu ziehen vermochte. Wie alle J\u00fcdinnen trug sie am Hals ein Fl\u00e4schchen mit Parf\u00fcm; dieses Fl\u00e4schchen wurden Alabaster genannt und waren sehr teuer. Dieses Parf\u00fcm nun wollte sie Jesus \u00fcber die F\u00fc\u00dfe gie\u00dfen, weil es das einzige war, was sie ihm anzubieten hatte. Es war nicht ein Teil aus einem gro\u00dfen Besitzstandes, es war wahrscheinlich ihr einziger Besitz, diesen nun wollte sie Jesu zukommen lassen. Aber als sie ihn erblickte, kamen ihr die Tr\u00e4nen und fielen auf seine F\u00fc\u00dfe. Eine J\u00fcdin, die mit offenen Haar erschien, galt als h\u00f6chst unanst\u00e4ndig und unz\u00fcchtig. Am Tage ihrer Hochzeit banden die M\u00e4dchen ihr Haar hoch und lie\u00dfen sich von nun an niemals wieder mit offenen Haar blicken. Die Tatsache, dass diese Frau vor aller Augen ihr Haar l\u00f6ste, beweist, wie vollst\u00e4ndig sie au\u00dfer Jesus alles um sich her vergessen hatte. Wegen ihrer Liebe zu Jesus ist diese Frau willig, sich selbst zu dem\u00fctigen und die F\u00fc\u00dfe Jesus mit ihren Tr\u00e4nen zu benetzen, ungeachtet dessen, was andere von ihr denken mochten. Auch dir soll nur wichtig sein, was Jesus \u00fcber dich denkt und nicht die anderen Menschen. Wenn du z.B den Eindruck hast im Gebet auf deine Knie zu fallen, und wenn es mitten in der Versammlung ist, dann tue dies, ohne auf die Menschen zu achten. Jesus Christus soll der Mittelpunkt deines Glaubens sein und nicht die Menschen, denn ansonsten begehst du Menschenkult und dienst nicht Gott. Egal was auch sein mag, denke nur daran was Gott \u00fcber dich denkt und sei die Situation noch so R\u00e4tselhaft in deinem menschlichen denken.<\/p>\n<p>Das Weinen einer Person kann mancherlei Dinge offenbaren. Es kann ein Ausdruck von Sorge und Kummer sein, von Freude und Hochstimmung oder dankbarer Liebe zu Jesus. Durch Weinen im Gebet und Glauben kannst du als Gl\u00e4ubiger oftmals ohne Worte zum Ausdruck bringen, was du in deinem Herzen empfindest. Der Herr wertet solche Tr\u00e4nen, als w\u00e4ren sie ein Opfer oder eine Tat des Dienstes f\u00fcr ihn(Lk7, 37- 40; Ps126, 5-6; Jer8, 23; 14, 17; 31, 15.16; Apg20, 19. 31; 2Kor2, 4). Tr\u00e4nen sind manchmal der Beweis der Identifikation mit Christus, wenn du Ablehnung erlebst und deine Leiden teilhaftig wirst(2Kor1, 5; Phil3, 10; 1Petr4, 13). Christus selbst weinte und hatte Mitgef\u00fchl mit geistlichen verlorenen Menschen(Lk19, 40-41; Joh11, 35). Der Apostel Paulus diente dem Herrn unter vielen Tr\u00e4nen; Tr\u00e4nen der Freude \u00fcber solche, die an Christus glaubten(Apg20, 19; 2Kor2, 4). Selbst heute bist du als Gottes Kind, wenn du weinst, als gesegnet erachtet und wirst letztlich Freude finden(Lk6, 21). In Christi k\u00fcnftigem und ewigen Reich wird Gott alle Tr\u00e4nen von den Augen seines Volkes abwischen(d.h. er wird alle Ursachen f\u00fcr Sorgen, Trauer und Beschwerden wegnehmen Offb7, 17; 21, 4). Wenn du mit Tr\u00e4nen s\u00e4st, wirst du mit Freuden ernten.<\/p>\n<p>Die ganze Geschichte veranschaulicht uns, wie gegens\u00e4tzlich die Verhaltensweisen sein k\u00f6nnen, die der \u00a0Verstand oder das Herz bewirken.<\/p>\n<p>Simon war sich keiner Not bewusst, empfand daher auch keine Liebe und empfing also auch keine Vergebung. Simon hatte von sich selbst den Eindruck, er sei vor Gott und den Menschen ein guter Mensch. Er beweihr\u00e4ucherte sich selbst, indem er seinen Gast bewirtete, wahrscheinlich war es f\u00fcr eine gute Tat die er seiner Gutetatenliste eintrug.<\/p>\n<p>Die Frau war sich lediglich ihrer schreienden Not bewusst, war daher von der Liebe zu Jesus \u00fcberw\u00e4ltigt und empfing die Vergebung ihrer S\u00fcnden, die er gew\u00e4hren konnte.<\/p>\n<p>Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und Hochmut trennen dich und alle Menschen von Gott. Die Vergebung Gottes empf\u00e4ngst du erst wenn du dir deiner S\u00fcnden bewusst bist und ihn dem\u00fctig um Vergebung bittest. Paulus spricht von den S\u00fcndern, \u201eunter denen ich der vornehmste bin\u201c(1Tim1, 15). Und Franz von Assisi hat einmal gesagt: \u201eEs gibt keinen elenderen, erb\u00e4rmlicheren S\u00fcnder als mich\u201c. Werde dir deiner Not und Erb\u00e4rmlichkeit deiner S\u00fcnden bewusst und kehre um, von deinen falschen Wegen.<\/p>\n<blockquote><p>Du kannst mit guten Recht behaupten, dass die gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnde darin besteht, sich keiner S\u00fcnde bewusst zu sein; das Gef\u00fchl deiner Bed\u00fcrftigkeit hingegen erschlie\u00dft dir den Weg zu Gottes Vergebung, weil Gott die Liebe ist, der es zu h\u00f6chstem Rum gereicht, dass du ihrer bedarfst. Echte Liebe f\u00fcr Jesus und Hingabe an ihn kommen aus einem tiefen Bewusstsein \u00fcber die S\u00fcndhaftigkeit deines fr\u00fcheren Zustandes au\u00dferhalb von Christus. Seine Liebe, der er dir offenbarte als er sein Leben am Kreuz hingab und die innere Gewissheit, dass dir jetzt vergeben ist und Gott selbst f\u00fcr dich sorgt. Glaube, der nicht auf diesem Fundament gegr\u00fcndet ist, wird keinen Besant haben, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag in den Armen Jesus Christus. Tue heute mal ganz bewusst und vom ganzen Herzen jemanden etwas Gutes. Freue dich in und an allem, denn alles hat der Herr dein Gott dir bereitet! Die mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, werden mit Freuden ernten! 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