{"id":1394,"date":"2017-01-19T00:13:14","date_gmt":"2017-01-18T23:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/churchathome.de\/?p=1394"},"modified":"2018-09-14T14:06:00","modified_gmt":"2018-09-14T12:06:00","slug":"andacht-vom-19-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vorratshaus.lion-of-judah.net\/?p=1394","title":{"rendered":"Andacht vom 19. Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit und schaue wie wunderbar er alles geschaffen hat. Er ist immer bei dir auf allen deinen Wegen und steht dir immer und \u00fcberall zur Seite, damit du alles siegreich bestehen kannst!<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em><u>Gehe in die Welt und habe Gemeinschaft mit den Menschen! \u00a0<\/u><\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<pre><strong>Lukas 5, 27-32<\/strong>\n\n<strong>Darnach ging er aus und sah einen Z\u00f6llner namens Levi beim Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!<\/strong>\n\n<strong>Und er verlie\u00df alles, stand auf und folgte ihm nach.<\/strong>\n\n<strong>Und Levi bereitete ihm ein gro\u00dfes Mahl in seinem Hause; und es sa\u00df eine gro\u00dfe Schar von Z\u00f6llnern und andern, die es mit ihnen hielten, zu Tische.<\/strong>\n\n<strong>Und die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er murrten wider seine J\u00fcnger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern?<\/strong>\n\n<strong>Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bed\u00fcrfen des Arztes, sondern die Kranken;<\/strong>\n\n<strong>ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern S\u00fcnder zur Bu\u00dfe!<\/strong><\/pre>\n<p>Hier begegnen wir demselben Ruf wie bei Matth\u00e4us(Mt9, 9-13). Von allem Menschen waren die Z\u00f6llner in Pal\u00e4stina am meisten verhasst. Die Z\u00f6llner standen im Dienst der r\u00f6mischen Verwaltung des Landes; sie galten daher als Landesverr\u00e4ter, Abtr\u00fcnnige und Verr\u00e4ter. Das System der Steuererhebung verf\u00fchrte geradezu zum Missbrauch. Nach r\u00f6mischer Sitte wurden die Steuern verpachtet. Der R\u00f6mer besteuerte einen Bezirk mit einer bestimmten Summe, und dann versteigerten sie das Recht zur Steuereinziehung an den Meistbietenden. Sofern der Steuereintreiber den festgelegten Steuerbetrag am Ende des Jahres ablieferte, war er berechtigt, dar\u00fcber hinaus so viel wie m\u00f6glich aus den Leuten f\u00fcr sich selbst herauszuholen. Das moderne Inkasso erinnert ein wenig an dieses System, die Inkassounternehmen holen sich auch horrende Bearbeitungssummen, dass mehr an einen Wucher erinnert.<\/p>\n<p>Da es weder Zeitungen noch Radio gab und auch keine \u00f6ffentliche Bekanntmachungen \u00fcber die H\u00f6he der Steuern, wussten die Leute gew\u00f6hnlich gar nicht genau, was sie wirklich bezahlen mussten. Es gab zwei verschiedene Steuern. Erstens: Es gab feste Steuern. Dazu geh\u00f6rte die Kopfsteuer, die alle M\u00e4nner zwischen 14 und 65 und alle Frauen zwischen 12 und 65 Jahren einfach daf\u00fcr zahlen mussten, dass sie am Leben waren. Dazu geh\u00f6rte auch die Grundsteuer, die aus dem zehnten Teil der Getreideertr\u00e4ge und einen F\u00fcnftel der Wein- und \u00d6lertr\u00e4ge zusammensetzte. Diese Steuer konnte in Naturalien oder in Geld umgerechnet entrichtet werden. Die Einkommensteuer betrug ein Prozent des Einkommens. Diese Steuern boten nur geringe M\u00f6glichkeiten zur Erpressung. Zweitens: Gab es alle m\u00f6glichen Abgaben und Geb\u00fchren. F\u00fcr die Benutzung der Hauptstra\u00dfen, der H\u00e4fen und der M\u00e4rkte musste eine Steuer entrichtet werden. Der Kauf bestimmter Waren wurde besteuert, ebenso Ein- und Ausfuhr. Z\u00f6llner durften die Leute auf der Stra\u00dfe anhalten und ihnen befehlen, ihre Ballen zu \u00f6ffnen und konnten ihnen dann fast beliebig viel abnehmen. Wenn jemand nicht bezahlen konnte, bot ihm der Z\u00f6llner zuweilen an, ihm Geld gegen einen weit \u00fcberh\u00f6hten Zinsfu\u00df zu leihen, so dass der Betreffende immer mehr in seine Klauen geriet, R\u00e4uber, M\u00f6rder und Z\u00f6llner wurden auf eine Stufe miteinander gestellt. Z\u00f6llner waren von der Synagoge ausgeschlossen. Ein r\u00f6mischer Schriftsteller berichtet, dass er einmal in seinem Leben ein Denkmal gesehen habe, das einem ehrlichen Z\u00f6llner gesetzt worden war. Ein ehrlicher Vertreter dieses verfemten Berufs war selten, dass ihm, als es tats\u00e4chlich einmal vorkam, ein Denkmal gesetzt wurde. Matth\u00e4us geh\u00f6rte zu diesen vorbildlichen Ausnahmen. Jesus berief ihn als J\u00fcnger zu sich.<\/p>\n<p>Als erster lud Matth\u00e4us Jesus zu einem Festmahl ein, er konnte sich das durchaus leisten, und au\u00dferdem lud er die anderen Z\u00f6llner und Ausgesto\u00dfenen dazu ein. Die erste Regung des Matth\u00e4us bestand darin, andere an dem Wunder, dem er begegnet war, teilhaben zu lassen. John Wesley hat einmal gesagt: \u201eKein Mensch ist jemals allein in den Himmel gelangt; er braucht Freund dazu\u201c. Es ist unsere Christenpflicht, die Gl\u00fcckseligkeit, die wir selbst gefunden haben, mit anderen zu teilen.<\/p>\n<p>Die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten murrten. Die Pharis\u00e4er, die Abgesonderten h\u00e4tten nicht einmal den Saum ihres Rokkes \u00a0von Matth\u00e4us und seinesgleichen ber\u00fchren lassen. \u00a0Doch Jesus antwortet ihnen auf unwiderlegliche Weis. Der Philosoph Epiktet, ein Stoiker, hat seine Lehre einmal als \u201eMedizin der Seele\u201c bezeichnet. Jesus machte darauf aufmerksam, dass nur Kranke des Arztes bed\u00fcrfen. Matth\u00e4us und seine Freunde aber waren Menschen, die seiner am meisten bedurften. Wir t\u00e4ten gut daran, wenn wir im S\u00fcnder nicht einen Verbrecher, sondern einen Kranken s\u00e4hen, und wenn wir auf einen Menschen, der etwas falsch gemacht hat, nicht ver\u00e4chtlich hinab schauen, sondern ihm unsere Liebe und Hilfe zuteilwerden lassen, damit er den richtigen weg findet.<\/p>\n<blockquote><p>Es sollte uns nicht prim\u00e4r um Spa\u00df, Unterhaltung oder enge Freundschaft gehen, sondern darum, Gutes zu tun, ein Vorbild zu sein und der Weg der Erl\u00f6sung aufzuzeigen, zu zeigen, was es bedeutet, eine pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott zu haben. Jesus Christus sollte immer dein Mittelpunkt sein, er soll der Beweggrund deines Handelns sein. Du solltest dir nicht Dinge abschauen bei den Menschen der Welt, bzw. mach dich ihnen nicht gleich, sondern sie sollen an dir sehen wer Jesus Christus ist, was er f\u00fcr die Menschen getan hat. Durch dein Verhalten ihnen gegen\u00fcber sollen sie Sehnsucht nach Jesus Christus bekommen, sie sollen sich ausstrecken nach dem was du hast. Dieses bekommen sie nur, durch dein Anders sein, indem du nicht Teil hast an ihren S\u00fcnden, indem du anders mit Problemen umgehst, weil du Jesus Christus im Herzen hast, Maranatha!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gottes Schutz, Segen und Frieden<\/em><\/p>\n<p><em>Euer Pastor Thorsten Wurm (Lionheart<\/em>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shalom ich w\u00fcnsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit und schaue wie wunderbar er alles geschaffen hat. Er ist immer bei dir auf allen deinen Wegen und steht dir immer und \u00fcberall zur Seite, damit du alles siegreich bestehen kannst! Gehe in die Welt und habe Gemeinschaft mit den Menschen! 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